Mittwoch, 9. März 2016

So gesehen: Vom Schutzengel begleitet

Manchmal sieht man Dinge, die man nicht für möglich hält. Da schlenderte ein junger Mann mit einem Baby auf dem Arm die Straße entlang. War es der Vater? Oder der große Bruder der Schwester? Während man grübelte, überquerte der junge Mann geistesabwesend die Straße, an einer Stelle, die weder mit einer Ampel noch mit einem Zebrastreifen dafür gedacht wäre. Der Autoverkehr floss zügig. Doch der Mann und das Baby wurden scheinbar von einer Heerschar von Schutzengeln begleitet, die die Autofahrer mit der Geistesgegenwart ausstatteten, rechtzeitig abzubremsen. Bleibt zu hoffen, dass die Schutzengel weiterhin an der Seite der beiden „Glückspilze“ unterwegs sind, um auch ihnen bei Zeiten den einen oder anderen Geistesblitz einzugeben.

Dieser Text erschien am 7. März 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung

Dienstag, 8. März 2016

Der Mensch als Witzfigur: Das Backsteintheater bringt Richard Beans Typenkomödie "Ein Mann, zwei Chefs" auf die Bühne

Jost Schenck (links) als Francis Henshall und
Simonde Adelhütte als Kellner Alfie.
(Foto: Walter Schernstein)

„Das war witzig und schnell“, fand nicht nur der Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses, Nils Krog. Das Backsteintheater hatte auch bei seiner 27. Premiere die Lacher auf seiner Seite. Dem Wortwitz des englischen Autors Richard Bean sei Dank.

Das Ensemble um Regisseur Heribert Lochthove und Hauptdarsteller Jost Schenck konnte mit seiner Premierenleistung zufrieden sein, auch wenn man an der einen oder anderen Stelle merkte, dass die professionellen Amateurschauspieler noch nicht das Optimum ihrer Möglichkeiten erreicht haben und hier, wie dort, noch etwas mehr Spritzigkeit, Tempo und Spontanität hätte überspringen können.

Dennoch muss man es aufrichtig bewundern, dass Menschen, die nebenberuflich auf einem hohen Niveau Theater spielen, die doppelte Herausforderung der Komödie „Ein Mann, zwei Chefs“ meisterten, in dem sie immer wieder zwischen Sprechtheater und Gesang wechseln mussten. Vor allem Hauptdarsteller Jost Schenck, alias Francis Henshall und das junge Multitalent Jonatan Blomeier meisterte
n diese Herausforderung in bemerkenswerter Weise. Zweifelsohne wäre die Typenkomödie über den Irrwitz menschlicher Charaktere und ihrer Widersprüche auch ohne musikalische Einlagen unterhaltsam gewesen. Aber dann hätte man Jonatan Blomeiers Spontan-Band und die beiden sehens- und hörenswerten Sängerinnen Jenny Baran und Saana Heidelberg in ihren hübschen Petticoats vermissen müssen. Das wäre schade gewesen. Und man hätte auch die kleine aber urkomische Rolle verpasst, die Backstein-Routinier Simone Adelhütte als Oldie-Kellner Alfie einfach herrlich auf die Bühne zauberte.

Überhaupt ist das Backsteintheater mit „Ein Mann, zwei Chefs“ offensichtlich zu einem Mehr-Generationen-Theater herangereift, in dem nicht nur junge Talente, wie Jonatan Blomeier (als überspannter Jüngling) und Anna Lena Höhne als seine begriffsstutzige Verlobte Pauline ihr aufbaufähiges schauspielerisches Potenzial aufblitzen ließen.

Auch der doppelbödige Winkeladvokat Harry Dagle, herrlich doppelbödig von Backstein-Routinier Andre Spira gespielt und der intellektuell begrenzte, aber dafür doppelt und dreifach gerissene und Selbstbewusstsein vortäuschende Gangsterboss Charlie Clench, dargestellt von Frank Bollhöfer, wurden dank ihrer Verkörperung im besten Sinne des Publikums zu Witzfiguren.

Klein, aber fein und unverzichtbar war auch die von Alexandra Glienke wunderbar schnoddrig gespielte Clench-Freundin und Wirtin Loretta. O-Ton mit Blick auf Charlie: „Wenn du schon mal die Wurstbrötchen bestellt hast, kannst du alter Geizhals auf keinen Fall die Hochzeit deiner Tochter ausfallen lassen.“ Nach der Premiere dankte Regisseur Lochthove dem gar nicht geizigen Ev. Krankenhaus dafür, „dass es uns immer wieder eine tolle Theater-Infrastruktur zur Verfügung stellt.“

Weitere Informationen zum Theater- und Kulturprogramm des Evangelischen Krankenhauses finden Sie unter: www.evkmh.de/kultur

Dieser Text erschien am 7. März 2016 in NRZ & WAZ

Montag, 7. März 2016

Die aus dem Senegal stammende Mülheimerin Gilbert Raymonde Driesen baut Brücken im globalen Dorf

Gilbert Raymonde Driesen
Mülheim wird bunter. Menschen aus mehr als 100 Nationen leben in unserer Stadt. Eine von ihnen ist Gilbert Raymonde Driesen. Vor 42 Jahren wurde die Pädagogin und zweifache Mutter im westafrikanischen Senegal geboren. Dort unterrichtete sie als Gaymnasiallehrerin Deutsch und Französisch. Vor acht Jahren kam sie der Liebe wegen nach Mülheim, obwohl sie damit ihren Beamtenstatus aufgeben musste und ihre Bildungs- und Berufsabschlüsse in Deutschland nicht anerkannt wurden. Deshalb arbeitet sie heute als Dozentin in der Erwachsenenbildung und sorgt dafür, dass Zuwanderer in Integrationskursen Land, Leute, Kultur und Sprache kennen lernen, um wie sie, hier anzukommen.
Doch auch wenn sie den Familiennamen ihres deutschen Ehemannes Andre angenommen hat, fühlt sich Gilbert weiter mit ihrer Heimat im Westen Afrikas verbunden. "Der senegalesische Staat hat viel für mich und meine Ausbildung getan. Das kann und will ich nicht vergessen", sagt sie. Deshalb hat Driesen jetzt zusammen mit 15 Unterstützern aus Mülheim den Verein Axatin (Bildung/Aufklärung) gegründet, um in ihrer Heimatregion, im Osten des Senegal den Ausbau einer Schule in Windoutioulaye zu ermöglichen.

"Obwohl im Senegal die Schulpflicht gilt und der Schulbesuch kostenlos ist, ist die Schulbildung und die Schul-Infrastruktur des 13-Millionen-Einwohner-zählenden Landes bis heute unzureichend. Das gilt vor allem für die ländlichen Regionen außerhalb der 3 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Dakar", erklärt Driesen die Ausgangslage.

Das Bildungsdefizit im Senegal drückt sich in einem Analphabeten-Anteil von 65 Prozent aus. 78 Prozent des Volkseinkommens werden in der Landwirtschaft verdient, obwohl das westafrikanische Land auch Rohstoffe, wie Gold, Erdöl, Eisenerz und Phosphat hat. Immer noch gehen viele Kinder und vor allem viele Mädchen nicht oder nur für einige Jahre zur Schule, weil sie auf dem Feld oder im Haushalt mitarbeiten müssen.

Perspektiven schaffen

"Aber nur Bildung kann den jungen Leuten im Senegal eine Lebensperspektive schaffen und verhindern, dass sie eines Tages als Flüchtlinge das Land in Richtung Europa verlassen", betont Gilbert Raymonde Driesen. 58 Prozent der Senegalesen sind heute unter 20 Jahren. Die Geburtenrate liegt derzeit bei 5 Kindern pro Frau. In Deutschland liegt sie nur bei 1,3.

Driesen und ihr Axatin-Team wissen, dass sie nicht das gesamte Bildungsdefizit des Senegals oder anderer afrikanischer Länder lösen können. Deshalb haben sie jetzt ein konkretes Projekt ins Auge genommen, die 20 Kilometer von der ost-senegalesischen Küste entfernte und in der Savanne gelegene Dorfschule von Windoutioulaye.

Vor Ort hat Driesen ein Netzwerk geknüpft, das erste positive Folgen hatte. Mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft und des senegalesischen Schulministeriums konnten bereits drei Klassenräume errichtet werden, in denen derzeit 84 Kinder von drei Lehrern unterrichtet werden. Langfristig sollen sieben weitere Klassenräume, eine Mensa und Lehrerwohnungen errichtet werden, um die Grundschule zu einer weiterführenden Schule ausbauen zu können. Auch ein Brunnen und ein Zaun sind bereits errichtet worden. "Es geht uns als Verein darum, die Menschen vor Ort einzubeziehen und sie so zur Selbsthilfe zu ermutigen", sagt Driesen.

Die ersten Signale aus Windoutiou ermutigen Driesen und ihre Mülheimer Unterstützer. Der Dorf-Bürgermeister hat die notwendigen Baugrundstücke zur Verfügung gestellt. Das senegalesische Schulministerium schickt die notwendigen Lehrer. Außerdem haben sich einige Mütter im Dorf bereit erklärt einen Schulgarten und eine Schulkantine zu betreuen. Hinzu kommt, das Driesen eine brandenburgische Studentengruppe als Entwicklungshelfer auf Zeit gewinnen konnte. Sie wollen im Rahmen eines Studienprojektes den Schulgarten in Windoutioulaye mit aufbauen.

Zukunftspläne

Langfristig möchten Driesen und ihre Mitstreiter mehr aktive Vereinsmitglieder gewinnen. Der Jahresbeitrag des Vereins liegt bei überschaubaren 24 Euro. Und für monatlich 20 Euro kann man Waisenkindern und Sozialwaisen in Windoutioulaye den Schulbesuch und damit eine Zukunftsperspektive ermöglichen. Driesen möchte ihr Projekt gerne auch in Mülheimer Schulen vorstellen und langfristig eine Partnerschaft zwischen einer Mülheimer Schule und der Dorfschule von Windoutioulaye begründen. "Solche Schulpartnerschaften werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit bis zu 10.000 Euro gefördert", weiß Driesen.

Wer Gilbert Raymonde Driesen und ihren gemeinnützigen Verein Axatin e.V. unterstützen möchte, kann unter www.axatin.de oder info@axatin.de sowie unter den Rufnummern: 0208/4447761 oder: 0151/21783356 Kontakt zu ihr aufnehmen.

Dieser Text erschien am 20. Februar 2016 in der Mülheimer Woche

Sonntag, 6. März 2016

Hoch motiviert und hilfsbereit: Die Realschule Stadtmitte ehrte jetzt unter anderem zwei "Seiteneinsteiger", die mit ihrer Integrationsbereitschaft ein gutes Beispiel für gleichaltrige Flüchtlinge und Zuwanderer geben

Die 1929 als Mittelschule eröffnete
Realschule Stadtmitte an der
Oberstraße
„Wir haben Kinder oft nur dann im Blick, wenn sie etwas falsch gemacht haben. Zu selten loben wir sie, wenn sie etwas gut gemacht haben“, sagt Sabine Dilbat.
Deshalb haben die Rektorin der Realschule Stadtmitte und ihre 50 Lehrerkollegen jetzt Schüler eingeladen und mit einer Rose und einem kleinen Präsent geehrt, weil sie etwas richtig gut gemacht haben – als Schulsanitäter, erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmer oder als Teilnehmer einer Arbeitsgemeinschaft, die mit einem Handwerksmeister am Ruhrufer lebensrettende Hinweis-Schilder für die Feuerwehr aufgestellt haben.

Unter den Geehrten sind diesmal auch zwei „Aufsteiger des Jahres“: die 15-jährige Ermina-Maria aus Rumänien und der 13-jährige Karam aus dem Irak. Die beiden Schüler, die erst seit wenigen Monaten die Realschule Stadtmitte besuchen, „sind sehr motiviert und hilfsbereit. Sie sind nicht nur fleißig und haben rasche Sprachfortschritte gemacht, sondern sie haben auch immer ihre Mitschüler im Blick“, berichtet Christoph Weßkamp.

Internationale Vorbereitungsklasse

Er ist einer von sechs Lehrern, die mit einer entsprechenden Qualifikation in der Internationalen Vorbereitungsklasse Deutsch als Zweitsprache unterri
chten. „Wir haben es mit ganz unterschiedlichen Kindern und Jugendlichen zu tun. Das Spektrum reicht vom Analphabeten bis zum Schüler, der bereits eine erfolgreiche Schulkarriere hinter sich hat“, schildert Rektorin Dilbat die Situation in der Klasse, in der 36 Schüler aus zehn Nationen mit zwölf Wochenstunden Deutsch an den Regelunterricht herangeführt werden.


„In Mülheim ist alles gut“, sagen Ermina-Maria und Karam und strahlen dabei über das ganze Gesicht. „Dass die Lehrer uns helfen und nicht schlagen, wenn wir einen Fehler gemacht haben“, finden sie ganz toll. Besonders gerne erinnert sich Karam daran, dass ihn seine deutschen Mitschüler in ein Schnellrestaurant eingeladen und ihm ein Lesebuch geschenkt haben, mit dem er jetzt seine Deutsch-Kenntnisse trainiert. Ermina-Maria lernt mit einem Geschichtsbuch. 


Beide helfen regelmäßig zugewanderten Mitschülern, die im Schulalltag noch nicht so gut zurecht kommen, wie sie. Mit großem Ernst und Verantwortungsgefühl hat Karam die Aufgabe des Klassenbuchführers übernommen. Großartig findet es der jesidische Junge, der in der Nähe von Mossul aufgewachsen ist, dass er ganz ruhig über die Straße gehen kann, ohne Angst vor einem Bombenanschlag zu haben. Allerdings bedrückt ihn, dass sein Vater noch in Mossul und er mit seiner Mutter in Saarn lebt. Zwei bis dreimal pro Woche erzählt Karam seinem Vater via Skype-Bildtelefon von seinen schulischen Fortschritten und hofft, ihn bald wieder in die Arme nehmen zu können. 

Anders, als seine Mitschülerin Ermina-Maria, die es liebt, mit ihren Eltern und ihrem sechsjährigen Bruder an der Ruhr spazieren zu gehen, weiß Karam schon genau, warum er so fleißig in der Schule ist: „Ich will Arzt werden“, sagt der 13-Jährige.

„Angesichts der belastenden und unsicheren Situation, in der die Kinder leben, ist ihre Lern- und Integrationsleistung besonders hoch zu bewerten“, unterstreicht Schulleiterin Sabine Dilbat. Ermina-Maria, Karam und die anderen Schüler, die geehrt wurden, können sich über Gutscheine für Bücher und fürs Kino freuen – gestiftet vom Förderverein der Schule.



Dieser Text erschien am 4. März 2016 in der NRZ und in der WAZ

Freitag, 4. März 2016

Wünsche wagen: Warum und wie sich der Saarner Peter Brill für ein ganz besonderes Projekt des Arbeitersamariterbundes engagiert und was er dabei für sein eigenes Leben lernt

Peter Brill engagiert sich als
ehrenamtlicher Begleiter des
ASB-Wünschewagens.
Ich habe vor allem mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet“, erinnert sich der Sozialpädagoge und Psychotherapeut Peter Brill an sein Berufsleben bei der Arbeiterwohlfahrt.

Doch jetzt, wo er auf die 70 zugeht, möchte er gerne auch etwas mit und für ältere Menschen tun. Deshalb hat er 2015 mit seiner Hündin Leva beim Arbeitersamariterbund eine Ausbildung zum Besuchshundeführer gemacht. Doch inzwischen sorgen Brill und Leva nicht nur im Hospiz, in Altenheimen und Kindergärten für wohltuende und angstlösende Streicheleinheiten. Denn mittlerweile hat der Saarner, den viele Mülheimer auch durch sein Engagement für das Altenwohnprojekt Leben in Nachbarschaft Alternativ (Lina) kennen, durch das eine ein zweites Ehrenamt für sich entdeckt.

Er begleitet regelmäßig Menschen, denen mit Hilfe des Wünschewagens Wünsche erfüllt werden, die sie sich aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen selbst nicht mehr erfüllen können.

So hat Brill zuletzt eine krebskranke Frau aus dem Krankenhaus nach Hause begleitet, wo sie sich noch einmal von ihrer Wohnung verabschieden konnte, ehe sie ins Hospiz ging. Außerdem begleitete er eine 85-jährige Frau zusammen mit einem Rettungssanitäter an Bord des Wünschewagens des Arbeitersamariterbundes nach Saarbrücken. Die Frau wollte dort noch einmal ihren langjährigen Lebensgefährten sehen, der dort nach einem Schlaganfall von seiner Tochter gepflegt wird.

„Wir haben einen sehr intensiven Tag erlebt, an dem mir die Frau ihre ganze Lebensgeschichte erzählte und ich ihr via Internetrecherche das Lieblingsgedicht ihres Vaters beschaffen konnte“, erinnert er sich an seine letzte Fahrt mit dem spendenfinanzierten Wünschewagen des Arbeitersamariterbundes. Andere Fahrgäste des für die Nutzer kostenfreien Wünschewagens lassen sich von Brill und seinen ehrenamtlichen ASB-Kollgen zu einem Fußballspiel, ans Meer, zu einem Musical oder auch ins Museum begleiten.

„Der Wünschewagen, den der ASB, vom niederländischen Vorbild inspiriert, 2014 gestartet hat, hilft Menschen jeden Alters, ganz persöBrill. Er selbst genießt die zeitliche Flexibilität und die menschliche Bereicherung seines Ehrenamtes, das er nach einer Wochenendschulung angetreten hat und nun nicht mehr missen möchte. „Man lernt, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen für unser Leben sind und dass man im Leben nichts auf die lange Bank schieben sollte, was einem selbst wichtig und wünschenswert erscheint“, sagt er. Es sei vor allem die Tatsache, „dass ihnen jemand zuhört und ihre Gedanken aufgreift und weiterentwickelt“, die von den Fahrgästen jeden Alters als größtes Geschenk gerne angenommen werde. Und ganz nebenbei hat NRZ-Leser Brill, der über sich sagt: „Ich bin ja so alt, wie die NRZ“ als Begleiter in Wünschewagen gelernt, Themen, wie Krankheit, Vergänglichkeit und Tod nicht auszuweichen und ihnen so auch einen Teil ihres Schreckens zu nehmen. „Ich erlebe immer wieder, dass Menschen auch in schwierigsten Situationen das Leben genießen und lachen können“, freut sich Brill


Weitere Informationen bekommt man unter: www.wuenschewagen.com oder 0201/870010

nliche Wünsche zu erfüllen, die für sie alleine nicht mehr zu erreichen wären“, berichtet

Dieser Text erschien am 3. März 2016 in NRZ und WAZ

Mittwoch, 2. März 2016

Drei Fragen an: Wie Siemens in Dümpten Schule macht

Techniklehrer Thomas Raschczyk
unterrichtet an der Realschule
Mellinghofer Straße und betreut
dort die Zusammenarbeit
mit Siemens
Ein Schild am Portal dokumentiert es: Die Realschule Mellinghofer Straße ist Siemens-Partnerschule. Was das bedeutet, erklärt der Projektkoordinator und Techniklehrer Thomas Raschczyk.

Frage: Wie wird die Projektpartnerschaft konkret gestaltet?

Antwort: 16 Achtklässler arbeiten über acht Wochen in der sogenannten Siemens AG. Jenseits des Unterrichtes, arbeiten sie mittwochs von 15 bis 17 Uhr in der Ausbildungs-Werkstatt von Siemens mit und werden dabei zum Beispiel von Auszubildenden angeleitet. Zuletzt haben die Schüler dort eine Schubkarre gebaut. Außerdem macht der Infobus der Metall- und Elektroindustrie regelmäßig bei uns Station. Hier kann man auch ganz praktisch Berufsfelder aus der Metallindustrie entdecken und ausprobieren.

Frage: Was haben die Schüler davon?

Antwort: Sie bekommen einen frühen Einblick in die verschiedenen Berufsfelder der Metallindustrie, lernen zum Beispiel die Arbeitsplätze eines Industrie- oder Zerspanungsmechanikers kennen. Entweder sind sie danach begeistert und bewerben sich in der Klasse 9 bei Siemens für ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Oder sie wissen: Das ist nicht meins.

Frage: Was ist der Mehrwert für Siemens?

Antwort: Für Siemens geht es um Nachwuchsförderung, die einem Fachkräftemangel vorbeugen soll. Siemens nutzt die Chance, um Jugendlichen und ihren Eltern zu zeigen, dass eine technische Berufsausbildung und eine entsprechende Karriere auch ohne Abitur möglich ist.

Dieser Text erschien am 1. März 2016 in NRZ und WAZ

Dienstag, 1. März 2016

So gesehen: Hallo, wer spricht denn da?

Guten Morgen. Wie geht es Ihnen? Kann ich Ihnen helfen? Ich höre eine Stimme, die ich nicht zuordnen kann und die, wie ein Mix aus Mensch und Maschine klingt. Habe ich vielleicht einen Artikel zu viel geschrieben? Doch dann wird mir klar. Die Lautsprecherstimme kommt vom nahen Abgang in die Tiefgarage und gilt gar nicht mir. Denn ich habe ja noch nicht mal einen Führerschein, geschweige denn ein Auto, das ich im Mülheimer Untergrund parken könnte. Als Fußgänger und Fahrgast muss man eben ganz ohne diensteifrige Ansprache aus dem Lautsprecher durchs Leben kommen. Gott sei Dank, wenn man dann den Kompass einer eigenen inneren Stimme hat. 

Dieser Text erschien am 27. Februar 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung

Schwarzes Gold

  Noch bis zum 1. Dezember kann man im Haus der Stadtgeschichte an der Von-Graefe-Straße in die Geschichte des Mülheimer Bergbaus eintauchen...