Direkt zum Hauptbereich

Der Tagespflge-Bedarf wächst: Deshalb geht die Familie Behmenburg mit einem neuen An gebot an den Start

Obwohl es, laut Stadtverwaltung, in Mülheim derzeit bereits sieben Tagespflegeanbieter mit jeweils 12 bis 18 Plätzen gibt, hat sich die Familie Behmenburg, die seit 1992 den ambulanten Pflegedienst Pflege zu Hause betreibt, dazu entschlossen, in ihrer Firmenzentrale am Flughafen eine achte Tagespflegestation mit 18 Plätzen einzurichten.

„Der Bedarf ist groß und er wächst mit dem demografischen Wandel. Wir bräuchten in Mülheim so viele Tagepflegestationen, wie Kindertagesstätten“, betont Martin Behmenburg. Zum Vergleich: Derzeit gibt es in Mülheim 87 Kindertagesstätten. 
Behmenburgs Tochter Felicitas übernimmt die Pflegedienstleistung der neuen Tagespflege am Flughafen. Neun Fachkräfte werden sich um die  bis zu 18 Tagesgäste kümmern. „Wir haben schon einige Kunden für unseren Tagespflegedienst gewonnen, der am 4. September an den Start geht und montags bis freitags zwischen 7.30 Uhr und 17 Uhr für seine Kunden dasein wird“, nennt Behmenburg die Eckdaten. „Unser Konzept heißt nicht satt und sauber. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz“, erklärt Feliciats Behmenburgs Mutter Andrea.

Das bedeutet: In der Tagespflegestation an der Brunshofstraße 6/8 wird es neben der Verpflegung und Ruheräumen auch Therapieräume sowie ein Außengelände mit Terrasse und einem Rundgang mit einem Hochbeet im Grünen geben. Die aktivierenden Mitmach-Angebote reichen von Gymnastik über Gedächtnistraining bis hin zum gemeinsamen Bastel und Spielen. 

Das Spektrum wird, je nach Bedarf, erweitert. „Wir haben schon einige Kunden gewonnen, aber es sind auch noch einige Plätze frei“, betont Pflegedienstleiterin Felicitas Behmenburg.
Die Kosten der Tagespflege werden durch die Pflegeversicherung finanziert. Allerdings müssen Gäste, die auch einen Fahrdienst nutzen können, einen Eigenanteil von 20 Euro pro Tag zahlen.
Auskünfte gibt es unter s 49 30 66 oder online unter: www.pzh.de oder per Mail an: info@pzh.de

Dieser Text erschien im August 2017 in der Neuen Ruhr Zeitung

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Am liebsten hört sie Radio: Margarete Sonnenschein feierte jetzt ihren 100. Geburtstag

"Wie alt bin ich jetzt? 100?!“ fragt Margarete Sonnenschein, während sie mit ihren Mitbewohnerinnen in der Villa Nestor bei Kaffee und Kuchen ihren dreistelligen Geburtstag feiert. 

Seit zehn Jahren lebt sie  in einer Wohngemeinschaft, die von den Pflegepartnern betreut wird. Weil sie aufgrund einer Makuladegeneration nicht mehr sehen kann, hört sie am liebsten Radio. Besonders bedauert sie es, dass ihr Lieblingsmoderator Jürgen Domian nicht mehr auf Sendung ist. Seine seelsorgerischen Gespräche mit Menschen in unterschiedlichsten und schwierigsten Lebenslagen hat die ehemalige Bibliothekarin und Buchhändlern immer besonders gerne gehört. Deshalb freut sich Sonnenschein darüber, dass ihr Pflegedienstleiterin Karin Eberlein und ihre Mitbewohnerinnen eine CD-Sammlung mit Domians besten Gesprächen geschenkt haben.

Schwere Zeiten kennt die Dame, die zweimal verheiratet war und vor 35 Jahren ihren einzigen Sohn begraben musste, nur zu gut.

Noch im Ersten Weltkrieg geboren, musste sie die…

Suchtfaktor Karneval

Sie ist die jüngste der 13 Mülheimer Karnevalsgesellschaften, die KG Aunes Ees. Zwölf Karnevalsfreunde aus der damals aufgelösten KG Düse formierten sich im Juli 2017 zur neuen KG Aunes Ees. „Aunes Ees ist mölmsch Platt und bedeutet anders als, weil wir anders sind als viele andere Karnevalsgesellschaften“, erklärt der Vorsitzende der neuen Gesellschaft Jörg Schwebig die Namenswahl.
Anders als die anderen mölmschen Gesellschaften, gibt es bei Aunes Ees neben einer Aktivengarde auch eine integrative Garde, in der Menschen mit und ohne Handicap ihren Spaß am Tanz gemeinsam auf die Bühne bringen. Dass es dazu kam, hat mit Schwebigs Bruder Frank und seiner Schwägerin Vivian zu tun, Sie sind Eltern einer behinderten Tochter, die in einer integrativen Tanzgarde einer Duisburger Gesellschaft aktiv war. Doch das Mädchen und seine Gardekolleginnen fühlten sich ihrer bisherigen Gesellschaft nicht mehr gut aufgehoben und wechselten deshalb 2017 geschlossen in die neue Mülheimer Karnevalsgesellsch…

Welche Chancen haben Förderschüler auf dem Arbeitsmarkt? Die gute Nachricht lautet: Zeugnisse und Noten sind eben nicht alles, wenn es um den Einstieg in den Beruf geht

„Alles wird gut.“ So steht es auf einer Holzskulptur, die der Geschäftsführer der Berufsbildungswerkstatt (BBWe), Thomas Aring, von Lehrgangsteilnehmern aus dem Berufsfeld Farbe und Raumgestaltung zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Gilt das auch für Förderschüler, wenn sie ihren geschützten Lernraum verlassen und auf dem Arbeitsmarkt einen Ausbildungsplatz suchen? Aring schätzt, dass aktuell rund 20 Prozent seiner insgesamt 500 Lehrgangsteilnehmer von der Förderschule kommen. Sie alle konnten nach der Schule keinen Ausbildungsplatz bekommen und trainieren jetzt im Rahmen eines Berufsvorbereitsungsjahres oder eines Werkstattjahres für den ersten Ausbildungsmarkt.


„Viele, die zu uns kommen, erleben im ersten halben Jahr einen richtigen Entwicklungsschub und sind dann auch besonders motiviert“, berichtet Aring. Wie es im optimalen Fall laufen kann, zeigen die 17-jährige Katharina Schaefer und der 19-jährige Patrick Hoppe. Beide haben eine Mülheimer Förderschule für Lernbehinderte bes…