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So gesehen: Warum das Theater Mülheimer Spätlese jetzt Theater in eigener Sache machte

Das Theater Mülheimer Spätlese hat Theater und machte deshalb Theater in eigener Sache und zwar am vergangenen Samstag im Forum.


Theaterdonner und viel Lärm um Nichts? Mitnichten. Man ahnt es: Es geht um das alte Lied: Wer soll das bezahlen? Denn das Seniorentheater muss befürchten, alt auszusehen, wenn ihm demnächst die Fördermittel der Leonhard-Stinnes-Stiftung wegbrechen. Da droht der letzte Vorhang ohne Happy End. Ehe es so weit kommt und das Spätlese-Publikum in die Röhre statt auf die Bühne guckt, macht das reife Ensemble um Eckhard Friedl das Forum zur Bühne für seine Sache, um die geneigte Mülheimer Laufkundschaft über seine finanzielle Lage und sein kulturelles und soziales Anliegen zu informieren und um Spenden zu werben. Denn ohne Moos ist auch auf den Brettern, die die Welt bedeuten und unterhalten, nichts los. Man stelle sich vor: Jeder der 168.000 Mülheimer würde den Spätlesern für ihre reife Kulturarbeit nur 50 Cent spendieren, dann hätten wir für mehr als eine ganze Spielzeit was zu lachen, demnächst im Theater Spätlese und wir müssten uns später nicht über kulturelle Verarmung in unserer Stadt beklagen.

Da sollte der Groschen fallen. Es darf auch etwas mehr sein: Denn Zugaben sind nicht nur auf der Theaterbühne gern gesehen.   Dieser Text erschien in seiner Urspringsfassung am 28. September 2012 in der NRZ

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