Samstag, 16. Oktober 2010

Was sich Blinde und Sehbehinderte zum Tag des Weißen Stockes wünschen

Heute ist der Tag des Weißen Stockes. Vor 46 Jahren vom damaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson ins Leben gerufen, will dieser von den Vereinten Nationen ausgerufene Tag weltweit auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen aufmerksam machen.

Spricht man mit der selbst blinden Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins (BSV), Christa Ufermann, so wird deutlich, dass es oft die kleinen Dinge und Fahrlässigkeiten des Alltags sind, die blinden und sehbehinderten Menschen das Leben unnötig schwer machen.

Da werden in Bussen und Bahnen die Haltestellen nicht angesagt oder Gehwege von Autofahrern zugeparkt oder von Geschäftsleuten mit Auslagen zugestellt. Da werden taktile Leitstreeifen irreführend verlegt und Akustikampeln geben keinen Ton von sich. Ufermann macht auch keinen Hehl daraus, dass sie die Blumenkübel und Wasserläufe auf der Schloßsstraße unnötig in ihrer Bewegung und räumlichen Orientierung einschränken.

Wer als blinder und sehbehinderter Bürger Rat, Hilfe und Kontakte sucht, findet sie beim BSV, der jeweils am letzten Mittwoch des Monats (ab 16 Uhr) zu seinem offenen Stammtisch in den Handelshof an der Friedrichstraße und am ersten Donnerstag des Monats (von 10 bis 14 Uhr) zu einer Sprechstunde und Hilfsmittelberatung in die Geschäftsstelle der Grünen an der Bahnstraße 50 einlädt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.bsv-muelheim.de/

Ein Text zu diesem Thema erschien auch am 15. Oktober 2010 in der NRZ

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