Samstag, 28. Februar 2015

"Setzen Sie sich auch heute für unser Christentum ein und zeigen Sie klare Kante. Denn die Frohe Botschaft hat es verdient": Ein Bericht vom Stadtkatholikenempfang 2015


„Wie sollen wir vor Gott und den Menschen bestehen, wenn wir heute nicht unser Leben einsetzen?“, zitiert Wolfgang Feldmann den seligen Widerstandskämpfer Nikolaus Groß, der vor 70 Jahren von den Nazis ermordet wurde. Und Feldmann fügt hinzu: „Wir werden hoffentlich nie wieder Zeiten erleben, in denen wir, so wie Nikolaus Groß, wirklich unser Leben einsetzen müssen. Aber ich bitte Sie, setzen Sie sich auch heute für unser Christentum ein und zeigen Sie klare Kante. Denn die Frohe Botschaft hat es verdient.“

Der Mann, der das beim Neujahrsempfang der Mülheimer Katholiken vor rund 130 Zuhörern sagt, setzt sich seit fast 40 Jahren für die katholische Kirche und die christliche Botschaft ein. Deshalb verleihen ihm an diesem Sonntag Stadtdechant Michael Janßen und der gastgebende Pfarrer von St. Barbara, Manfred von Schwartzenberg, die Nikolaus-Groß-Medaille. Mit ihr zeichnet die Stadtkirche außergewöhnlich engagierte Kirchenmitglieder aus. Schwartzenberg weiß, was er an seinem Kirchenvorstandskollegen Feldmann hat. Er nennt ihn „einen Mann der anzieht und ausstrahlt.“

Feldmann, der keinen Zweifel daran lässt, dass er seine ehrenamtliche Arbeit für Kirche, Glauben und Gesellschaft nicht ohne die Inspiration und Rückendeckung durch seine Frau Margret hätte leisten können, hat nicht nur als langjähriger Pfarrgemeinderatsvorsitzender in St. Barbara und als Katholikenratsvorsitzender in Mülheim Akzente gesetzt. Auch überregional war er zum Beispiel im Diözesanrat und im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken aktiv.
Bis heute engagiert sich der 63-Jährige im Team der katholischen Ladenkirche und im Kuratorium des Barbaramahls, das jedes Jahr Spenden für die Hospizarbeit sammelt. Darüber hinaus sammelt er regelmäßig Spenden für den Förderverein seiner Heimatgemeinde St. Barbara und gibt dort auch Senioren konkrete Hilfestellungen, leistet hier und da Alltagsassistenz oder fährt Senioren, die nicht mehr mobil sind sonntags zum Gottesdienst.

Rolf Völker, der im vergangenen Herbst sein Nachfolge als Katholikenratsvorsitzender angetreten hat, lässt mit Blick auf die zurückgehenden Kirchenmitgliedszahlen keinen Zweifel daran, dass die katholische Stadtkirche, die heute noch rund 52.000 Mitglieder zählt, künftig mehr so aktive Laien, wie Wolfgang Feldmann braucht, um ihre religiöse und soziale Bedeutung nicht zu verlieren. „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern müssen die Gestaltung unserer Kirche selbst in die Hand nehmen“, fordert Völker.
Auf der Basis der Haushaltszahlen des Bistums geht er davon aus, dass die drei Pfarrgemeinden Mülheims im Jahr 2030 nur noch die Hälfte der heutigen Kirchensteuereinnahmen von jeweils jährlich 350.000 Euro haben werden. Angesichts der demografischen Entwicklung und der Tatsache, dass sowohl die katholische als auch die evangelische Stadtkirche deutlich mehr Kirchenaustritte und Bestattungen, als Kircheneintritte und Taufen zu verzeichnen hat, fordert Völker mehr Ökumene vor Ort. So wirbt er zum Beispiel für eine ökumenische Ladenkirche, einen ökumenischen Kirchentag und einen ökumenischen Neujahrsempfang. Dass sich auch Mülheimer Katholiken und Protestanten angesichts begrenzter kommunaler Finanzmittel ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren und die Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt 2014 ihr leer stehendes Hildegardishaus als Übergangsunterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat, sieht der neue Katholikenratsvorsitzende als wegweisend.

Armin Laschet als Gast beim Stadtkatholikenempfang

„Wir brauchen in unserer Gesellschaft mehr Achtsamkeit und Wachsamkeit“, sagt Stadtdechant Michael Janßen mit Blick auf die Anschläge von Paris. Beim katholischen Neujahrsempfang im Pfarrsaal von St. Barbara wirbt er angesichts einer nicht nur in Mülheim zunehmend multikulturellen Gesellschaft für „eine schöpferische Pluralität auf dem Boden des Grundgesetzes.“ Er macht deutlich, dass Freiheit und Religionsfreiheit, aber auch Frieden, Toleranz und Offenheit für Zuwanderer, „die bei uns eine gute Zukunft suchen und mitgestalten wollen“ untrennbar zusammengehören. Auch CDU-Landeschef Armin Laschet wirbt als Gastredner des katholischen Neujahrsempfang für ein selbstbewusstes, aber auch weltoffenes Christentum. „Wir müssen die christliche Botschaft nicht nur immer wieder in unsere Zeit übersetzen und selbstbewusst vertreten, sondern auch leben“, sagt Laschet. Dabei weist er auf das Lebensbeispiel von Nikolaus Groß hin. Der habe mit Hilfe von Bildung den sozialen Aufstieg vom Bergmann zum Gewerkschaftsführer und Chefredakteur geschafft. „Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft einen sozialen Aufstieg zu ermöglichen“, sieht der Christdemokrat auch künftig als eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben an. Dabei glaubt Laschet, dass die Grundwerte des christlichen Menschenbildes, wie die unveräußerliche persönliche Menschenwürde, die Freiheit, aber auch die soziale Eingebundenheit, etwa in die Familie und ihre Generationensolidarität, auch für Menschen außerhalb der christlichen Kirchen konsens- und tragfähig sein können.

 Dieser Text erschien am 31. Januar im Neuen Ruhrwort

Dienstag, 10. Februar 2015

„Du nix Jude. Du blond. Du deutsch“ – Schwester Johanna Eichmann zog die Zuhörer in der katholischen Akademie Die Wolfsburg in ihren Bann

Kann man nach Auschwitz noch glauben? Schwester Johanna Eichmann sagt Ja, obwohl die 1926 als Jüdin geborene Ordensfrau ihren Großvater und ihren Onkel in Auschwitz verloren hat. „Der Mensch ist in letzter Konsequenz frei und wir können nicht erwarten, dass Gott die große Kehrmaschine heraus holt, wenn auf der Welt etwas schief geht“, begründet sie ihre Glaubenshaltung. 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz liest Schwester Johanna am 27, Januar 2015 in der katholischen Akademie Die Wolfsburg aus ihren Lebenserinnerungen, die Sie unter dem Titel: „Du nix Jude. Du blond. Du deutsch.“ veröffentlicht hat. Der Titel ist der Satz eines russischen Soldaten, den sie nach Kriegsende 1945 in Berlin zu hören bekam, als sie ihn darauf hinwies, dass sie Jüdin sei. Das Argument ließ der Sowjetsoldat nicht gelten, ersparte ihr aber das Schicksal einer Vergewaltigung, das viele Frauen in Deutschland damals zu erleiden hatten.

Musikalisch begleitet von Coline Hardelauf (Gesang) und Pascal Schweren (Klavier), die Gedichte der 1944 in Auschwitz ermordeten Jüdin Ilse Weber vortragen, zieht Schwester Johanna an diesem Abend 400 Zuhörer im vollbesetzten Auditorium der Wolfsburg mit ihrer Lebensgeschichte in ihren Bann.

Diese Lebensgeschichte des jüdischen Mädchens, das, wie Edith Stein, zur katholischen Ordensfrau wird, beeindruckt, weil Schwester Johanna sie ohne Pathos und moralischen Fingerzeig erzählt. Es ist die Geschichte von Ruth Eichmann, die als Tochter einer jüdischen Mutter und eines katholischen Vaters in Recklinghausen aufwächst. Damals heißt sie noch Ruth. Den Namen Johanna wird sie erst annehmen, als sie 1952 in die Ordensgemeinschaft der Ursulinen eintritt. Warum sie diesen Weg ging, wird aus ihrem Lebensweg deutlich. Zunächst galt im Elternhaus das Wort der jüdischen Großmutter: „Unser Rüthchen bleibt ein Jüdchen.“ Doch dann kamen 1933 die Nazis an die Macht. Noch auf dem Sterbebett ermahnte die Großmutter ihre Tochter und ihren Schwiegersohn: „Ihr müsst das Kind taufen lassen!“ So geschah es im September 1933 in der Petruskirche von Recklinghausen. Dennoch erlebte Ruth in der Volksschule aufgrund ihrer jüdischen Herkunft manche Diskriminierung. Erst als sie 1936 zu den Ursulinen aufs Gymnasium nach Dorsten kam, wurde es besser: „Auch Jesus war Jude. Die Juden sind das auserwählte Volk Gottes und du bist ein Kind dieses Volkes“, sagte ihr damals die mit Edith Stein korrespondierende  Schuldirektorin und Oberin Mater Petra Brüning. „Das hat mein Selbstbewusstsein ungemein gestärkt. Denn wenn man überleben will, muss man auch an sich selbst glauben“, sagt Schwester Johanna heute. Das Gott- und Selbstvertrauen, das ihr die Ursulinen mit auf den weiteren Lebensweg gaben, trug sie auch, als der Orden die Schulleitung an die Nazis abgeben und Ruth Eichmann die Schule verlassen musste. Doch sie hatte Glück im Unglück, konnte in Essen eine Ausbildung als Dolmetscherin machen, zunächst beim Französischen Kommissariat in Berlin und später als Sekretärin in einem Berliner Handwerksbetrieb unterkommen. Nach Kriegsende gab es zumindest für Mutter Martha, Vater Paul und Tochter Ruth in Marl, wo der Vater Paul Eichmann, von den Amerikanern inzwischen zum Oberbürgermeister ernannt worden war, ein glückliches Wiedersehen. Auch wenn der Vater, der seine Tochter zwischenzeitlich tot geglaubt hatte, sich anfangs schwer damit tat, dass aus seiner Tochter Ruth die Ursulinenschwester Johanna wurde, war er später doch mächtig stolz, als sie mit nur 38 Jahren zur Leiterin der Ursulinen-Schule in Dorsten berufen wurde.

40 Jahre, nachdem ihr Großvater Albert und ihr Onkel Paul in den Gaskammern von Auschwitz ermordet worden waren, fand Schwester Johanna 1983 die Kraft dazu, dort auf ihren Spuren zu wandeln, und die Stätten des „Grauens, an das man sich niemals gewöhnen kann“, selbst in Augenschein zu nehmen. „Was in Auschwitz geschehen ist“, sagt Schwester Johanna, „zeigt uns Menschen, welchen Weg wir suchen müssen und welchen wir auf keinen Fall gehen dürften.“ Ihre Biografie als Christin, die in der biblischen Glaubenstradition auch Jüdin geblieben ist, sieht sie als Auftrag. Diesen Auftrag hat sie nicht nur als Mensch, Pädagogin und Zeitzeuge, sondern auch als Pädagogin und Gründerin des Jüdischen  Museums Westfalen erfüllt. Der Direktor der Wolfsburg, Michael Schlagheck, sprachwohl vielen Zuhörern aus dem Herzen, als er nach der Veranstaltung mit Schwester Johanna Eichmann feststellte. „Dieser Abend war ein Geschenk und ein Dienst an unserer kollektiven Erinnerung.“

Johanna Eichmann hat ihre Autobiografie „Du nix Jude. Du blond. Du deutsch.“ 2011 im Essener Klartextverlag veröffentlicht. Sie war nach ihrer Zeit als Schulleiterin in Dorsten (1964-1991) unter anderem Oberin des Ursulinenordens und Leiterin des von ihr mitbegründeten Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten. Für ihr Lebenswerk wurde sie 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2006 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Die Stadt Dorsten und der Kreis Recklinghausen haben sie 2007 und 2011 zur Ehrenbürgerin ernannt.

Dieser Text erschien am 31. Januar 2015 im Neuen Ruhrwort

Mittwoch, 4. Februar 2015

Unvergessliche Begegnungen: Der evangelische Pfarrrer Gerhard Bennertz hat in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten mit rund 50 jüdischen Mülheimern, die den Holocaust überlebt hatten

Am 27. Januar 1945 befreien sowjetische Soldaten die letzten Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Auschwitz wurde zum Synonym für den Holocaust und seine sechs Millionen Opfer. „Sechs Millionen. Das ist eine allgemeine und unfassbare Zahl. Erst Einzelbeispiele zeigen, was der Holocaust bedeutete, nämlich das unschuldige Menschen aus der Mitte der Gesellschaft nur deshalb ermordet wurden, weil sie Juden waren“, sagt Gerhard Bennertz.

Der evangelische Theologe hat in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten rund 50 jüdische Mülheimer interviewt, die den Holocaust überlebten und später in Israel, USA, Australien, Südafrika und Südamerika eine neue Heimat fanden. Aus dem, was sie ihm bei Begegnungen in Mülheim oder in Israel berichteten, wurde das Fundament einer biografischen Spurensuche, die den Mülheimer Holcaust-Opfern ein Gesicht gibt. Erst diese Pionier- und Grundlagenarbeit machte die späteren Dokumentationen über Jüdisches Leben und die Holocaust-Opfer aus Mülheim möglich.

In Gesprächen mit Mülheimer Holocaust-Überlebenden, wie Alfred Cohn, spürte Bennertz, „wie dankbar sie dafür waren, dass sie ihre eigene Geschichte erzählen konnten und dass darüber in Deutschland geschrieben und berichtet wurde.“ Unvergessen bleibt Bennertz die erste Begegnung mit Alfred Cohn im Jahr 1982. Nach dem Gespräch in seinem neuen Heimatort bei Tel Aviv sagte ihm Cohn damals: „Sie sind der erste Deutsche, dem ich dem Krieg die Hand gebe.“ Bennertz hörte und notierte seinen Leidensweg, der den 1921 in Mülheim geborenen Alfred Cohn im September 1943 als Häftling Nr. 151896 nach Auschwitz brachte und dort den sogenannten Todesmarsch im Januar 1945 überleben ließ. Cohn wuchs als Sohn eines jüdischen Getreidehändlers auf, der für Deutschland im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte. Er besuchte dort das heutige Otto-Pankok-Gymnasium. Dort erlebte er im April 1933, wie alle Bücher jüdischer Autoren aus der Schulbücherei geholt und auf dem Schulhof verbrannt wurden. Cohn erfuhr am eigenen Leibe, wie die NS-Propaganda auf seine Mitschüler wirkte und sie ihm immer mehr entfremdete. Obwohl er gerne das Abitur gemacht hätte, musste er die Schule 1937 verlassen. Auch seine Lehre bei einem jüdischen Eisenhändler konnte er nicht abschließen, weil die Firma „arisiert“ wurde. So ließ er sich notgedrungen in der Landwirtschaft ausbilden und ging 1939 nach Holland. Doch von dort aus deportierten ihn die deutschen Besatzer 1943 nach Auschwitz, wo er nur mit Glück Hunger, Gewalt, Krankheit und harte Arbeit, etwa in der Gummiherstellung für die IG Farben überlebte, weil es immer wieder Menschen gab, die ihm halfen und etwas zu essen gaben.

Auch nach seiner Zeit in Auswitz musste er eine Odysee durch diverese Lager und die knochenharte Zwangsarbeit an einem Bergstollen im Harz überleben, in dem die Vergeltungswaffe V2 für den „deutschen Endsieg“ hergestellt werden sollte. Erst im April 1945 konnte Cohn nach seiner zwischenzeitlichen Flucht, die er mit Hilfe einer deutschen Bauernfamilie in der Tschechien überlebte, von US-Truppen befreit werden. Anders, als seine 1941 nach Riga deportierte Mutter (der Vater war schon vor dem Krieg gestorben) sollte Alfred Cohn, wie seine nach England geflohene Schwester, den Holocaust überleben. Mit seiner Jugendfreundin Adah, die er 1947 heiratete, konnte er ein neues Leben anfangen. Das führte ihn und seine Frau, die später drei Kindern das Leben schenken sollten, zunächst in die USA und dann nach Israel, wo der erst vor wenigen Jahren verstorbene Alfred Cohn als Fachmann für die Herstellung von Milchprodukten Molkereibetriebe leitete.

Im Rückblick auf seine Gespräche mit den Mülheimer Holocaust-Überlebenden sagt Bennertz: „Ich habe damals begriffen, dass es immer falsch ist Vorurteilen und ideologischen Zerrbildern zu folgen. Stattdessen muss man sich im Leben immer ein eigenes Bild machen, einfach hingehen und hinschauen, um den anderen kennenzulernen und zu verstehen, damit der Hass, der am Ende ins Verderben führt, erst gar keine Chance bekommt.“

1933 hatte die Jüdische Gemeinde Mülheims noch 517 Mitglieder. 270 jüdische Mülheimer sollten bis 1945 dem Holocaust zum Opfer fallen. Rund 150 von ihnen wurden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Heute zählt die jüdische Gemeinde Mülheim-Duisburg-Oberhausen, die zu mehr als 90 Prozent aus Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion und ihren Nachkommen besteht, rund 2800 Mitglieder.

Dieser Text erschien am 26. Januar 2015 in der Neuen Ruhr Zeitung  

Samstag, 24. Januar 2015

Schüler dürfen Fehler machen oder: Was man gerne macht, macht man am Ende auch wirklich gut: Ein Gespräch mit der neuen Rektorin der Realschule Stadtmitte Sabine Dilbat

Sabine Dilbat

"Schule hat mir immer schon Spaß gemacht, weil ich gerne unter Menschen bin und mit Menschen arbeite“, sagt Sabine Dilbat. Gute Voraussetzungen für die neue Rektorin der Realschule Stadtmitte. Zum 1. Dezember hat sie in der Schule an der Oberstraße die Nachfolge von Gebhard Lürig angetreten, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Was will die Neue neu machen? „Ich will hier das Rad nicht neu erfinden, sondern mir die Schule genau anschauen und sehen, was geht, was gewünscht wird und was nicht geht.“ Gehen könnte aus ihrer Sicht zum Beispiel eine verstärkte Kooperation mit dem benachbarten Berufskolleg Stadtmitte oder (da spricht die Sportlehrerin) die Einrichtung einer Triathlon AG.

Doch wenn die Pädagogin, die neben ihrer Leitungstätigkeit nicht nur Sport, sondern auch Biologie unterrichtet, sich etwas für ihre Schule wünschen könnte, dann vor allem mehr pädagogisches Personal. Das scheint dringend notwendig an einer Ganztagsschule mit vier Inklusionsklassen und derzeit zwölf Seiteneinsteigern. Seiteneinsteiger nennt man die Flüchtlingskinder, die mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, aber immer ohne deutsche Sprachkenntnisse in das realexistierende deutsche Schulsystem geworfen werden.

Bisher werden diese Seiteneinsteiger in Regelklassen unterrichtet. Doch weil man sich nicht nur an der Realschule Stadtmitte auf mehr Seiteneinsteiger einstellen muss, die bei mehr oder weniger Null anfangen müssen, plant man dort für das zweite Schulhalbjahr die Einrichtung einer eigenen Seiteneinsteigerklasse.

Auch die Inklusion, also das gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne Handicap, macht das binnendifferenzierte Lernen für 633 Schüler und 52 Lehrer (davon 17 in Teilzeit) „zu einer Herausforderung.“ Probleme sieht Dilbat dabei vor allem bei der Integration der Kinder mit sozialem und emotionalem Förderbedarf. Da zur Zeit in ihrem Lehrerkollegium nur vier Sonderpädagogen arbeiten, kann man in den Inklusionsklassen, in denen 6 von 24 Schülern einen Förderbedarf haben, nur die Hauptfächer jeweils mit einer zweiten Lehrkraft unterrichten. In den Nebenfächern muss eine Lehrkraft die pädagogische Binnendifferenzierung mit unterschiedlichen Arbeitsaufträgen und Arbeitsgruppen, wie in den Regelklassen, alleine stemmen.

„Auch in den Regelklassen, in denen im Durchschnitt etwa 30 Schüler sitzen, sind die Zeiten, in denen Lehrer klassischen Frontalunterricht machen konnten, endgültig vorbei“, weiß Dilbat

Natürlich zieht man heute auch an der Realschule Stadtmitte mit Förderkursen, bilingualen Klassen, Berufsförderung, Betriebspraktika und als MINT-Schule mit einem Förder- und Forderschwerpunkt in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik alle pädagogischen Register. Und Dilbat ist immer wieder begeistert, „was Schüler heute alles können, wenn sie für Referate sehr professionell mit Internetrecherche und Powerpoint-Präsentation arbeiten.“

Doch das wichtigste, was Schule auch im digitalen Informationszeitalter Jugendlichen mit auf den Lebensweg geben muss, ist für die 50-jährige Pädagogin: „das Entdecken und Entwickeln der eigenen Talente.“ Aus ihrer eigenen Lebensgeschichte weiß Dilbat: „Was man wirklich gerne macht, macht man am Ende auch gut. Und mit diesem Erfolgserlebnis kann man dann auch selbstbewusst und stark durchs Leben gehen.“ Schule muss aus ihrer Sicht aber nicht nur inspirierende Erfolgserlebnisse schaffen, „sondern Schüler auch ermutigen Fehler zu machen, um aus ihnen zu lernen.“


Sabine Dilbat wurde 1964 in Bochum geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Wirtschaftswissenschaften und später Sport und Biologie auf Lehramt. Weil damals in NRW nur wenige Lehrer eingestellt wurden, wechselte sie nach Niedersachsen, wo sie ab 2001 als Lehrerin und Konrektorin an Haupt,- Real- und Oberschulen in Bad Bederkesa und Cadenberge arbeitete.

Zuletzt war sie in Cuxhaven tätig. „Meine Stelle in Mülheim ist für mich eine Rückkehr zu meinen Wurzeln, weil ich im Ruhrgebiet noch viele Freunde und Familienangehörige habe“, freut sich die dreifache Mutter, die sich in ihrer Freizeit gerne mit Laufen und Radfahren entspannt und fit hält.


Dieser Text erschien am 13. Januar 2015 in der Neuen Ruhr Zeitung

Mittwoch, 21. Januar 2015

Wer Gott bezeugen will, muss den Menschen sehen: Pfarrer Michael Manz wechselte vor einem Jahr unfreiwillig die Gemeinde und fühlt sich jetzt aber genau am richtigen Platz


„Ich weiß nicht, wohin mich Gott führt. Ich weiß nur, dass er mich führt“, zitiert Pfarrer Michael Manz sein Lebensmotto, das er beim Schriftsteller Gorch Fock gefunden hat. Genau ein Jahr ist es her, dass der evangelische Seelsorger nicht ganz freiwillig die Gemeinde wechselte, von Heißen nach Styrum ging. „Als ich erfuhr, dass die Friedenskirche am Humboldthain aufgegeben werden sollte, ging für mich erst mal eine Welt unter“, erinnert sich Manz.

Doch heute weiß er: „Ohne diesen Bruch hätte ich mich nie in Styrum beworben, wo ich jetzt angekommen bin und mich am richtigen Platz fühle.“ Denn hier hat der Sohn einer Arbeiterfamilie sehr viel mehr als in der beschaulichen Heimaterde mit Menschen zu tun, die nicht nur die seelsorgerische, sondern auch die konkrete soziale Hilfe brauchen.

Beides gehört für den 52-Jährigen zusammen. „Man kann die Leute nicht von oben herab bepredigen und theologisch salbadern. Wer Gott bezeugen will, muss den Menschen sehen und ihn mit seinen Nöten ernst nehmen“, sagt Manz und beschreibt damit die wichtigste Erfahrung seines Pfarrerlebens, die sich in den letzten zwölf Monaten noch einmal verstärkt hat. Deshalb machte er aus der Aktion Mensch Friedenskirche die Aktion Immanuel hilf. „Hier kommen bestimmt dreimal so viele Menschen zu mir, die Unterstützung brauchen“, beschreibt Manz die soziale Wirklichkeit in Styrum. In den beiden Wochen vor Weihnachten hat er allein 40 Lebensmitteltüten an die notleidende Frau und den notleidenden Mann gebracht. Die sind nicht als Manna vom Himmel gefallen, sondern von den Frauen des Abendkreises gepackt worden. „Das ist das Tolle hier in Styrum“, sagt Manz: „Es gibt nicht nur viele Menschen, die Hilfe brauchen, sondern hier wollen die Menschen auch helfen und füreinander da sein.“ In der konkreten Gemeindearbeit stellt er immer wieder fest: „Das es hier viele Menschen gibt, die nur darauf warten, angesprochen zu werden, um die Ärmel hochzukrempeln.“ Das erlebt er nicht nur bei den rund 100 ehrenamtlichen Gemeindemitarbeitern, sondern auch bei Styrumern, die sich zum Beispiel im Nachbarschaftsverein oder in der Feldmannstiftung an der Augustastraße mit sozialer Basisarbeit für ihre Nachbarn im Stadtteil stark machen.

Als Pfarrer versteht er sich hier in Styrum nicht nur als geistlicher Leiter der Sonntagsgottesdienste, die vielleicht von 50 der 3500 Gemeindemitglieder besucht werden. Ihm geht es darum, sich zu kümmern und Klinken zu putzen. Hausbesuche und Geburtstagsgrüße gehören für ihn ebenso zur Seelsorge, wie ein Gemeindefest mit Menschenkickerturnier, ein Gospelkonzert in der Immanuelkirche oder ein Martinsmarkt. „Die Menschen haben die Single-Isierung unserer Gesellschaft satt und wollen zumindest in ihrem kleinen Kosmos Gemeinde und Stadtteil etwas zusammen erleben und auf die Beine stellen.“, glaubt Manz.

Darin sieht er auch eine Chance für die Kirche, wenn sie in einer zusehends sozial gespaltenen Gesellschaft, die ihn zunehmend an die Verhältnisse des späten 19. Jahrhunderts erinnert, Menschen jenseits von Gottesdiensten und Kirchenmauern christliche Nächstenliebe erfahren lässt. Dazu gehört auch ein sozialer Feuerwehrtopf, mit dem der Styrumer Pfarrer kleine, aber wirksame Soforthilfe leisten kann, um zum Beispiel mit ein paar Euro den nächsten Besuch im Waschsalon oder Weihnachtsgeschenke für Kinder aus dem Gemeindekindergarten zu organisieren, die eine Bescherung sonst nur vom Hörensagen kennen.

Und manchmal kann konkrete Seelsorge auch ganz einfach und ohne großen Geldaufwand möglich sein. „Sie sind schuld, dass ich jetzt wieder zur Kirche komme“, sagte ihm jüngst eine Frau, die sich für seinen Glückwunsch zu ihrem runden Geburtstag bedankte. Nicht nur sie, sondern rund 350 Gemeindemitglieder konnte Manz zum Weihnachtsgottesdienst in der vollbesetzen Immanuelkirche an der Kaiser-Wilhelm-Straße begrüßen, rund 295 mehr als zum Weihnachtsgottesdienst 2013 gekommen waren. „Das war wirklich ein kleines Weihnachtswunder“, sagt Manz mit einem Augenzwinkern.

Dieser Text erschien am 5. Januar 2015 in der Neuen Ruhr Zeitung

Montag, 19. Januar 2015

Kinder helfen Kindern: Ein Kurzinterview mit Gemeindereferentin Susanne Heimann zur Sternsinger-Aktion 2015

Frage: Ist es schwierig, Kinder als Sternsinger zu gewinnen?

Antwort: 2014 hatten wir Probleme. Aber diesmal gehen wieder mehr Kinder mit. In unserer Gemeinde St. Barbara sind 50 Sternsinger unterwegs. Das sind Kommunion- und Grundschulkinder, die von Eltern und von Jugendlichen begleitet werden, die in der Gemeinde aktiv sind. Viele Kinder finden es spannend, bei fremden Leuten zu schellen und nach ihrem Segen nicht nur eine Spende, sondern auch Süßigkeiten zu bekommen.

Frage: Stehen Sternsinger auch schon mal vor verschlossenen Haustüren?

Antwort: Das passiert bei uns nicht, weil sich jeder, der von den Sternsingern besucht werden möchte, in eine Liste eintragen muss. In unserer Gemeinde sind das zurzeit rund 720 Personen, die im letzten Jahr rund 7600 Euro gespendet haben. Wer die Sternsinger kommen lässt, ist in der Regel auch großzügig. Außerdem ist die Zahl der Spender relativ stabil, weil verstorbene Gemeindemitglieder durch junge Familien ersetzt werden können, die durch ihre Kinder auf die Sternsinger aufmerksam werden.

Frage: Warum sammeln Mülheimer Kinder in diesem Jahr für Ihre Altersgenossen auf den Philippinen?

Antwort: Weil die Finanzierung von Sozialstationen, in denen mangelernährte philippinische Kinder täglich eine gesunde Mahlzeit erhalten, vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend vorgegeben worden ist. Die Sternsinger haben sich aber auch vorab mit dem Thema beschäftigt und erkannt, dass es ihnen hier vergleichsweise gut geht, während viele Altersgenossen auf den Philippinen hungern müssen.


Dieser Text erschien am 3. Januar 2014 in der Neuen Ruhr Zeitung

Samstag, 17. Januar 2015

Styrumer Gemeinde St. Mariae Rosenkranz unterstützt eine Schule in Kamerun und schlägt so eine Brücke der Bildung und der Menschlichkeit


Bis zum Frühjahr 2013 kannte Constant Leke aus Kamerun Deutschland nur vom Hörensagen, das bis 1918 Kolonialmacht in seinem Land war. Damals arbeitete der heute 36-jährige Theologe gerade mal zwei Jahre als Pfarrer in Mamfe, als sein Name plötzlich auf einer Liste seines Bischofs Francis Lysinge stand. Der hatte eine Anfrage seines Essener Amtsbruders Franz-Josef Overbeck auf dem Tisch liegen. Overbeck suchte einen Geistlichen, der die kamerunische Gemeinde in Mülheim-Styrum und die vor allem aus afrikanischen Ländern stammenden französischsprachigen Katholiken im Ruhrbistum betreuen könnte. Außerdem sollte Leke zusammen mit Gemeindereferentin Sigrid Geiger die Leitung der Gemeinde St. Mariae Rosenkranz übernehmen, deren Pastor Norbert Dudek als Pfarrer nach St. Marien in Schwelm wechseln sollte.

Da Leke gleichermaßen Englisch wie Französisch sprach, kam er als Kandidat für die Auslandsseelsorge im fernen Deutschland in Frage, obwohl er bis dahin kein Wort Deutsch sprach. Doch ein viermonatiger Intensivkurs in der Hauptstadt Jaunde änderte das. „Ich habe sehr viel über Deutschland gelesen, aber eigentlich zog mich dort nichts hin. Ich wusste, dass es dort kälter, als in Kamerun war und das auch Probleme mit Rassismus gab“, erinnert sich Leke an seine Vorbereitung auf die Mission Ruhrgebiet. Doch für den katholischen Priester, der seinem Bischof Gehorsam versprochen hatte, war es keine Frage, dass er den Auftrag, nach Deutschland zu gehen, erfüllen würde.

„Ich habe schon als Grundschüler die Berufung in mir gespürt, Priester zu werden und Menschen dort zu helfen und sie als Seelsorger zu begleiten, wo sie mich brauchen“, erzählt Leke. Im August 2013 traf er in seiner neuen Gemeinde St. Mariae Rosenkranz ein. „Am Anfang war es sehr schwer und obwohl ich einen mehrmonatigen Deutschkurs hinter mir hatte, hatte ich das Gefühl völlig fremd zu sein und kein einziges Wort zu verstehen“, erinnert er sich an seine ersten Tage am Styrumer Marienplatz.

 
Dass er sich inzwischen dort fast, wie zu Hause fühlt und die deutsche Sprache gut spricht und versteht, hat unter anderem auch mit Burglind Werres zu tun, die die Gemeindebücherei leitet, und ihn mit ihrem Schulenglisch einfach ansprach. Inzwischen sind die beiden nicht nur im neuen Gospelchor, den Leke mit Mitgliedern der kamerunischen Gemeinde ins Leben gerufen hat, ein eingespieltes Team. Werres und Leke haben auch das Hilfswerk Mamfe Charity gegründet. Das will eine Schule in Lekes alter Heimat unterstützen und so eine Brücke in seine neue Heimat schlagen.

„Als ich von Pastor Leke hörte, dass es dort nicht nur an Büchern und Notebooks, sondern auch an Fenstern, Türen, Tischen und Stühlen fehlt und die oft bitter armen Eltern pro Schuljahr und Kind zwischen 50 und 70 Euro Schuldgeld bezahlen müssen, war mir klar, dass man da was tun muss“, sagt Werres. „Über 80 Prozent der Menschen in Mamfe arbeiten als Bauern. Sie arbeiten viel und verdienen wenig, weil die Böden nicht viel Ertrag bringen. Deshalb leben viele Menschen von der Hand in den Mund, aber die Gottesdienste und Gebetsgruppen sind immer gut besucht“, skizziert Leke die soziale und religiöse Ausgangslage in seiner alten Heimat, in der 38 Prozent der Einwohner Katholiken sind, es aber keine Kirchensteuer, wie in Deutschland,  gibt. Katholische Schulen werden in Kamerun ebenso wenig aus Steuermitteln bezahlt, wie katholische Priester, die auf die Spenden aus ihrer Gemeinde angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und das eine oder andere für Bedürftige zu erübrigen. „Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Das kann man gar nicht miteinander vergleichen“, betont Leke mit Blick auf die katholischen Kirchen in Kamerun und Deutschland. Um ihren Lehrbetrieb aufrechtzuerhalten, sind katholische Schulen im Kamerun auf Schulgeld angewiesen. „Aber wenn Eltern plötzlich sterben oder das Schuldgeld nicht mehr aufbringen können, müssen manchmal auch begabte Kinder die Schule abbrechen“, beschreibt Leke das Bildungsdilemma in Kamerun, das trotz Schulpflicht immer noch eine Analphabetenquote von rund 25 Prozent hat. „Bei uns wird Schülern vieles nachgetragen und kostenlos zur Verfügung gestellt. Doch in Kamerun müssen Eltern und ihre Kinder zum Teil schwere Opfer bringen, um eine Schulausbildung zu bekommen, ohne die Kinder keine Zukunft haben“, erklärt Werres, warum sie sich dafür stark macht, die katholischen Schulen in Mamfe mit Geld- und Sachspenden zu unterstützen.

 
Mit einem Benefizkonzert des neuen Gospelchores und mit einer Blauen Stunde in der Gemeindebücherei, die ihren Gästen nicht nur von Afrika erzählte, sondern mit einem deutsch-afrikanischen Buffet den schwarzen Kontinent auch kulinarisch erleben ließ, konnten erste Spenden für Stipendien und Schulmaterial eingenommen werden. Außerdem freut man sich über alte, aber noch gut zu gebrauchende Notebooks, Schreibmaterial und Schultaschen, die demnächst im katholischen Gymnasium von Mamfe ihr zweites Schulleben beginnen werden. Dort lernen aktuell 250 Mädchen und Jungen fürs Leben. Auch Rollstühle, Rollatoren und Blindenstöcke werden in Mamfe gebraucht, um behinderten Schülern mehr Selbstständigkeit und Mobilität verschaffen zu können.

Damit man einen ordnungsgemäßen Geldtransfer gewährleisten- und Spendenquittungen ausstellen kann, hat sich das noch kleine Hilfswerk, Mamfe Charity dem großen katholischen Hilfswerk Missio angeschlossen. Außerdem freuen sich Leke und Werres darüber, dass sie inzwischen einen EDV-Fachmann für ihre gute Sache gewinnen konnten, der die alte Hardware aus Deutschland für die Kinder in Kamerun auf Vordermann bringt. Weitere Helfer, die sich in einem kleinen Team für die Schulentwicklungshilfe im Südwesten Kameruns engagieren möchten, sind ihnen natürlich willkommen. Wer dem Hilfswerk Mamfe Charity helfen möchte, sollte sich unter der Rufnummer 0177-9276974 oder per E-Mail an: burglind_we@yahoo.com mit Burglind Werres in Verbindung setzen.
 
Dieser Text erschien am 3. Januar 2015 im Neuen Ruhrwort

Schwarzes Gold

  Noch bis zum 1. Dezember kann man im Haus der Stadtgeschichte an der Von-Graefe-Straße in die Geschichte des Mülheimer Bergbaus eintauchen...