Montag, 19. Januar 2015

Kinder helfen Kindern: Ein Kurzinterview mit Gemeindereferentin Susanne Heimann zur Sternsinger-Aktion 2015

Frage: Ist es schwierig, Kinder als Sternsinger zu gewinnen?

Antwort: 2014 hatten wir Probleme. Aber diesmal gehen wieder mehr Kinder mit. In unserer Gemeinde St. Barbara sind 50 Sternsinger unterwegs. Das sind Kommunion- und Grundschulkinder, die von Eltern und von Jugendlichen begleitet werden, die in der Gemeinde aktiv sind. Viele Kinder finden es spannend, bei fremden Leuten zu schellen und nach ihrem Segen nicht nur eine Spende, sondern auch Süßigkeiten zu bekommen.

Frage: Stehen Sternsinger auch schon mal vor verschlossenen Haustüren?

Antwort: Das passiert bei uns nicht, weil sich jeder, der von den Sternsingern besucht werden möchte, in eine Liste eintragen muss. In unserer Gemeinde sind das zurzeit rund 720 Personen, die im letzten Jahr rund 7600 Euro gespendet haben. Wer die Sternsinger kommen lässt, ist in der Regel auch großzügig. Außerdem ist die Zahl der Spender relativ stabil, weil verstorbene Gemeindemitglieder durch junge Familien ersetzt werden können, die durch ihre Kinder auf die Sternsinger aufmerksam werden.

Frage: Warum sammeln Mülheimer Kinder in diesem Jahr für Ihre Altersgenossen auf den Philippinen?

Antwort: Weil die Finanzierung von Sozialstationen, in denen mangelernährte philippinische Kinder täglich eine gesunde Mahlzeit erhalten, vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend vorgegeben worden ist. Die Sternsinger haben sich aber auch vorab mit dem Thema beschäftigt und erkannt, dass es ihnen hier vergleichsweise gut geht, während viele Altersgenossen auf den Philippinen hungern müssen.


Dieser Text erschien am 3. Januar 2014 in der Neuen Ruhr Zeitung

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