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Ganz schön menschlich

Gestern traf ich gleich drei glückliche Menschen. Der eine von ihnen ist der Mülheimer Unternehmer Sascha Preusse. Er ist glücklich, weil er mit den Zwillingsbrüdern Maximilian und Alexander Blasius zwei Mitarbeiter für seine Event- und Promotionagentur gewonnen hat, von denen er nur gutes zu berichten weiß: Motiviert, fleißig, pünktlich, zuverlässig. So beschreibt er die beiden behinderten Brüder, die von sich sagen, „dass wir „glücklich sind, weil wir endlich einen festen Arbeitsplatz haben, an dem wir als Menschen angenommen und nicht nur wie Maschinen funktionieren müssen.“ Diese Aussage lässt tief blicken und erzählt viel darüber, wie unsere Gesellschaft und ihr Arbeitsmarkt heute ticken. „Ich habe nicht auf ihre Defizite geschaut, sondern sie als Menschen betrachtet und schnell gemerkt: Das passt“, sagt Sascha Preusse über die Neuen in seinem Team, die in seinem Auftrag in diesen Tagen auf einem Weihnachtsmarkt als Lebkuchenmänner unterwegs sind. Die Erfolgsgeschichte, die die drei Mülheimer jetzt miteinander verbindet ist ein Geschichte, die Geschmack auf mehr Menschlichkeit macht und wie bestellt in die nun beginnende Adventszeit passt. Nicht nur zur Weihnachtszeit machen Menschen wie Sascha Preuse und seine Mitarbeiter Alexander und Maximilian Blasius uns allen Mut. Denn sie zeigen uns, dass das Staatsziel Menschenwürde, das zurecht im Grundgesetzartikel 1 steht, nicht nur auf dem geduldigen Papier unserer Verfassung steht, sondern auch Wirklichkeit werden kann, wenn wir uns als Menschen betrachten und erkennen, dass es Menschen und nicht Maschinen sind, die uns im doppelten Sinne des Wortes reich machen.

Dieser Text erschien am 27. November 2019 in der Neuen Ruhr Zeitung

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