Grundschulkinder aus dem Dichterviertel wurden vom Kinderhilfswerk für ihren Einsatz in Sachen Kinderrechte ausgezeichnet

Aktiv für Kinderrechte
Das Deutsche Kinderhilfswerk lud 52 Kinder und Eltern der Grundschule im Dichterviertel mit Hilfe von Sponsoren und Spendern zum Weltkindertagswochenende nach Berlin ein. Mit ihrem Einsatz und pfiffigen Ideen zu den Kinderrechten, gewannen sie den Bundespreis des Kinderhilfswerkes. 

Projekt zu Kinderrechten

"Dort haben wir unser Projekt beim Weltkindertagsfest am Potsdamer Platz vorgestellt und bei einer Stadt-Rallye auch das Kanzleramt besucht. Dort arbeitet die Frau Merkel und denkt darüber nach, was man Neues für Deutschland machen kann", erzählt Samira. Und ihre Mitschülerin Jasmina ergänzt: "Wir wissen jetzt, dass wir als Kinder Rechte, aber auch Pflichten haben."
Die Schüler der zweiten bis vierten Grundschulklasse besuchen die Gemeinschaftsgrundschule am Dichterviertel in der Bruchstraße. Im Sachkundeunterricht und in einer Arbeitsgemeinschaft haben sich 28 Kinder unter der Anleitung ihrer Lehrerin Renate Naderwitz mit dem Thema Kinderrechte beschäftigt. Das Ergebnis der Bundestagswahl spiegelt es wider: Mit politischer Bildung kann man nicht früh genug beginnen. Wie das geht und warum das Spaß macht, zeigen Jasmina, Aebra, Mila, Luisa, Hiba, Britney, Samira, Alaa und Alyssa. 

Kalender von Kindern für Kinder

Das Ergebnis ist ein von den Kindern gemalter Jahreskalender, der die Kinderrechte ins Bild setzt. Alle 187 Kinder aus der Grundschule am Dichterviertel nahmen teil. Zwölf Monatsmotive wurden ausgewählt. Oriana, acht Jahre jung, malte zum Beispiel für das Januar-Blatt Kinder mit unterschiedlichen Hautfarben. Unter ihrem Bild steht: "Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden." Alisha, ebenfalls 8 Jahre alt, schreibt für den Monat März: "Alle Kinder haben bei allen Fragen, die sie betreffen, das Recht mitzubestimmen." 
Dazu sehen wir eine dicke schwarz-rot-goldene Kladde mit der Aufschrift "Klassenrat." Denn in den Klassenräten und in einem „Schulparlament“ werden die Grundschüler von der Bruchstraße an die Spielregeln der Demokratie herangeführt. Und auf dem Kalenderblatt für den April zeigt die neunjährige Samira mit einem Bild, auf dem eine Kirche und eine Moschee nebeneinander stehen, "dass Kinder das Recht auf ihre eigene Kultur haben."

Kinderrechte in Film und Farbe

Doch da die von Nicola Küppers geleitete Grundschule mit Unterstützung der Sparkassenstiftung im digitalen Zeitalter angekommen ist, beließen es die pfiffigen Grundschüler um Renate Naderwitz nicht bei den gemalten Kalenderblättern. Sie drehten außerdem mit ihren Tablets kleine Videoclips, um das Thema Kinderrechte in einer kindgerechten Sprache an die kleine Frau und den kleinen Mann zu bringen. Zusätzlich drehten sie Videoclips, in denen die Kinder anschaulich, authentisch und verständlich die Kinderrechte erklären. Pfiffig ist die Idee, jedes Kalenderbild mit einem QR-Code zu versehen. 

Elan und Ergebnis wurden belohnt

Mit einem Tablet oder einem Smartphone fotografiert, wird man automatisch zum entsprechenden Videoclip auf die Homepage der Schule weitergeleitet. Außerdem haben die kleinen Kinderrechtsaktivisten  - in Schulen und Kindertagesstätten - kleine Aufkleber mit den einzelnen Kinderrechten und dem dazugehörigen QR-Videoclip-Code verteilt. So können sich Interessierte alle Beiträge auf der Internetseite der Grundschule am Dichterviertel (www.ggschule-am-dichterviertel.de) anschauen. 

Verdient: eine Reise nach Berlin 

So viel Elan begeisterte nicht nur Schüler, Lehrer, Eltern und Förderer der Grundschule an der Bruchstraße: die Kinder wurden zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen.  

Um das Thema Kinderrechte dreht sich auch eine Projektwoche, deren Ergebnisse bei einem Tag der offenen Tür am Freitag, 13. Oktober von 11 bis 14.30 Uhr in der Grundschule am Dichterviertel der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden.


Dieser Text erschien am 26. September 2017 im Lokalkompass und in der Mülheimer Woche

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