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Es werden Posts vom M├Ąrz, 2019 angezeigt.

Ein Mann sieht Rot

­čśĺGestern konnte ich Ihnen an dieser Stelle noch davon berichten wie ich in der olivgr├╝n getarnten S-Bahn vorankam. Heute bin ich schon einen Schritt weiter und muss Ihnen berichten, dass ich regelm├Ą├čig Rot sehen, wenn ich an der Stra├čenbahnhaltestelle Marienplatz stehe und die Absicht habe dort die Oberhausener Stra├če zu ├╝berqueren. Dann sehe nicht nur ich dort rot und das l├Ąnger als mir lieb ist. Selbst wenn die Fahrbahn frei und weit und breit kein Auto zu sehen ist, will die Fu├čg├Ąngerampel dort partout nicht auf Gr├╝n umspringen. Will hier ein fanatischer Autofahrer freie Fahrt f├╝r freie B├╝rger durchsetzen? Aber was ist mit der Freiheit der zu Fu├č gehenden B├╝rger, deren Lebenszeit ja auch begrenzt ist. Ich habe den Verdacht, dass da das Team der Fernsehshow „Verstehen Sie Spa├č im Spiel“ ist. Vielleicht warten die Kollegen von Guido Cantz auf den ersten gesetzestreuen Fu├čg├Ąnger, der an der dauerroten Ampel ├╝bernachtet und kurz nach Mitternacht mit der Frage aufgeweckt wird: „Verstehe

Worauf sich Theaterfreunde freuen k├Ânnen

Theaterfreunde d├╝rfen sich freuen. Das Backsteintheater am Evangelischen Krankenhaus wartet am 30. und 31. M├Ąrz mit einer neuen Premiere auf. Die Kartenreservierung f├╝r die insgesamt 18 eintrittsfreien Auff├╝hrungen der Kom├Âdie „Eine himmlische Karriere“ startet am 18. M├Ąrz. Da der Auff├╝hrungsort, das Kasino im Evangelischen Krankenhaus, nur 180 Pl├Ątze bietet, ist eine Kartenreservierung erforderlich. Beim 30. Programm des Backsteintheaters, das Regisseur Michael Bohn und seine Assistentin Anna Wolf mit 13 semiprofessionellen Schauspieler auf die B├╝hne bringen, handelt es sich um eine musikalische Theaterb├╝hnenfassung des Film-Welterfolges von Sister Act. Weil Whoopi Goldberg anderweitig besch├Ąftigt ist, wird Edda Willems unter anderem die junge Doloris von Cartier spielen, die als Mordzeugin vor ihrem m├Ârderischen Ex-Geliebten Vince LaRocca im Kloster Zuflucht sucht und damit das dortige Leben kr├Ąftig aufmischt. Der Gangsterboss, der seiner Ex-Geliebten nach dem Leben trachtet,

Franz Grave: Ein Priester, der etwas zu sagen hat

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Franz Grave Der katholische Priester Franz Grave (86) geh├Ârt seit seiner Emeritierung als Weihbischof des Bistums Essen (2007) zum Seelsorgeteam der Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt. Wie sieht er seine Kirche und seinen geistlichen Beruf 60 Jahre nach seiner Priesterweihe. Ein Gespr├Ąch. Warum sind Sie Priester geworden? Grave: Ich habe gute Beispiele in der Familie und unter den Gemeindepfarrern und Religionslehrern erleben d├╝rfen. Es waren diese Menschen, die mich mit ihrem ├╝berzeugenden und verbindlichen Vorbild auf diesen Weg gebracht haben, weil sie mich daran teilhaben lie├čen, was sie konnten und was sie waren. Und ich bereue auch heute nicht, diesen Weg gegangen zu sein. In was f├╝r einer Zeit wurden Sie Priester? Grave: Das war eine Aufbruchzeit. Wir haben schon im Theologiestudium so etwas wie ein geistliches Wetterleuchten gesp├╝rt. Aber wir erlebten die Kirche noch in ihrer Vergangenheitsform, in der die Heilige Messe vom Priester in lateinischer Sprache und mit d

Der Bund tarnt die Bahn

­čśĆ Ich traute meinen Augen kaum, als meine S-Bahn in Olivgr├╝n einfuhr. Da f├╝hlte ich mich gleich wie in einem Truppentransporter. Die Tarnfarbe t├Ąuschte nicht. Und das Eiserne Kreuz der Bundeswehr beseitigte alle Unklarheiten. Hier machte die Bahn Werbung f├╝r den Bund.  "Mach, was wirklich z├Ąhlt. Bei uns kommt es nicht auf Stillstehen, sondern aufs Weiterkommen an!" Diese Aussage der Bundeswehr auf einer Schnellbahn der Deutschen Bahn l├Ąsst aufhorchen. Denn wir wissen. Nicht nur bei der Deutschen Bahn, sondern auch bei der Bundeswehr bringen deren Fortbewegungsmittel ihre Insassen nicht immer voran. Viel zu oft stehen sie still oder kommen zu sp├Ąt. Als friedliebender Mensch k├Ânnte man den Stillstand der Bundeswehr-Fahr- und Flugzeuge noch als Zeichen des ├Ąu├čeren Friedens begr├╝├čen. Es sei denn: Ein internationaler Spielverderber macht uns einen Strich durch unsere fromme Friedensrechnung. Aber als Fahrgast der Deutschen Bahn w├╝rde man sich mit Versp├Ątungen und Fahrpreiser

Welcher Vogel darf es denn sein?

I ch geh├Âre nicht zu den Menschen, die gerne fr├╝h aufstehen. F├╝r mich haben die fr├╝hen Morgenstunden kein Gold im Mund, sondern Blei im Hintern. Ich hatte deshalb immer den Verdacht, dass ich vielleicht nicht dynamisch und diszipliniert genug sei. Doch jetzt wei├č ich es besser. Denn rechtzeitig vor dem Beginn der Sommerzeit am 31. M├Ąrz, die uns erst mal wieder eine Stunde wegnehmen wird, um sie uns am 27. Oktober wiederzugeben, fiel mir jetzt ein Bericht ├╝ber unsere innere biologische Uhr in die Hand. Dieser Bericht kl├Ąrte mich dar├╝ber auf, dass jeder Mensch eben auch dann unterschiedlich tickt, wenn es um seinen Tagesablauf geht und dies auch beachten muss, um keinen „seelischen Jetlag zu erleiden, der uns auf Dauer gesundheitlich aus unserer pers├Ânlichen Flugbahn werfen kann. Demnach geh├Âre ich zu den Eulen, die erst in der zweiten Tagesh├Ąlfte langsam aber sicher zu ihrer H├Âchstform auflaufen. Auch wenn wir sp├Ąten Eulen den fr├╝hen Lerchen als Sp├Ątz├╝nder hinterherlaufen m├╝ssen, b

Schlag nach bei Ludwig Erhard

Zeitunglesen bildet. Doch zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Hausarzt. Ich hatte die Berichte ├╝ber die Respektrente noch im Kopf, als mir jetzt bei der Fr├╝hst├╝ckslekt├╝re unserer Zeitung ein Bericht ├╝ber die lebenslange Besoldung unserer Altbundespr├Ąsidenten und Altkanzler den Appetit verdarb. Von Ehrensold statt von Respektrente war bei Deutschlands prominentesten Rentnern die Rede. Von 236.000 € Jahresruhegehalt, B├╝ro, Dienstwagen und eigenem Mitarbeiterstab war da die Rede und davon, dass die prominenten Staatsdiener au├čer Diensten k├╝nftig zus├Ątzliche Eink├╝nfte auf ihren Ehrensold angerechnet bekommen sollen. Wohlgemerkt, k├╝nftig. Respekt. Soviel Respektlosigkeit vor den Otto-Normal-Steuerzahlern und Respekt-Rentern, die unseren Staat am Laufen halten und sich angesichts des sinkenden Rentenniveaus fragen, ob sie auch morgen noch ihre Miete bezahlen k├Ânnen, muss man sich erst mal trauen, ohne als Volksvertreter, vor dem Volkssouver├Ąn vor Scham im Boden zu versinken. Zu

├ťber den Tellerrand schauen

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Hans Dieter Flohr (von links) Gerhard Robbrock, Manfred Krister und Joachim Schiwi bei der Mitgliederversammlung im B├╝rgergarten Wie ist es um M├╝lheims St├Ądtepartnerschaften bestellt? Der am Montagabend von der Mitgliederversammlung im B├╝rgergarten einstimmig im Amt best├Ątigte Vorstand des Vereins zur F├Ârderung der M├╝lheimer St├Ądtepartnerschaften gab den 110 anwesenden Vereinsmitgliedern einen differenzierten Bericht. Die seit 1953 bestehenden Beziehungen zum nordenglischen Darlington sind eng und stabil. Mit Tom Nutt und Nigel Davis, die mit englischen Spezialit├Ąten am Adventsmarkt in der Altstadt teilnehmen, gibt es zuverl├Ąssige Ansprechpartner. Sie stehen an der Spitze der Twin Town Association in Darlington. In den Sommern 2017 und 2018 besuchten M├╝lheimer B├╝rgergruppen die englische Partnerstadt. F├╝r den September 2020 ist eine weitere B├╝rgerfahrt nach Darlington geplant. Im August 2020 werden auch G├Ąste aus Darlington zum Silbernen Jubil├Ąumsfest des F├Ârdervereins e

Mit Toleranz kommt man weiter

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Prof. Dr. Christoph Kampmann bei seinem Vortrag im Petrikirchenhaus "Wer kann schon im Exil sagen: Ich sehe meine Heimat", freut sich der Vorsitzende des F├Ârdervereins f├╝r das zurzeit noch einger├╝stete und  auf seine Restaurierung wartende Tersteegenhaus, Markus P├╝ll. 70 interessierte M├╝lheimer sind jetzt der Einladung des F├Ârderkreises ins benachbarte Petrikirchenhaus gefolgt, um mit dem in M├╝lheim aufgewachsenen Historiker Christoph Kampann in die Lebenszeit des vor 250 Jahren in seinem Haus an der Teinerstra├če gestorbenen Menschenfreundes, Predigers und Poeten zur├╝ckzuschauen. Sie h├Âren einen lebendigen und engagierten Vortrag, der ihnen zeigt wie aktuell Tersteegens auf religi├Âse Toleranz und christliche N├Ąchstenliebe ausgerichtetes Denken auch zweieinhalb Jahrhunderte nach seinem Tod ist. Christoph Kampmann, der mit dem Gesch├Ąftsf├╝hrer des Freundes- und F├Ârderkreises Tersteegenhaus, Hansgeorg Schiemer Geschichte studiert hat und heute als Professor an der Marb

Bitte, nicht nur freitags

N un wird es sie auch in M├╝lheim geben, die Fridays for Future. Auch hier wollen Sch├╝ler w├Ąhrend ihrer Unterrichtszeit f├╝r den Klima- und Umweltschutz auf die Stra├če gehen. Da passte es ins Bild, dass Stadt und Ruhrbahn am Mittwoch auf der Linie 133 einen emissionsfreien E-Bus testen lie├čen. Kaum machen die Kinder Krach in Sachen Klimaschutz, posieren die Steuerleute von Stadt und Ruhrbahn in der Presse plakativ mit dem umweltfreundlichen Nahverkehrsmittel von morgen. Vorauseilender Gehorsam?  Leider nicht. Denn der abgasfreie E-Bus, den wir nicht nur auf der Linie 133 lieber gestern als heute gebrauchen k├Ânnten, wird uns als Vision f├╝r 2030 verkauft. H├Ątte Carl Benz seine Erfindung ebenso dynamisch vorangetrieben, w├Ąren wir heute noch mit der Postkutsche unterwegs. Das w├Ąre zumindest f├╝r unsere Umwelt besser als der automobile Dauerstau, der unser Klima und uns selbst kaputt macht.   M├╝lheims Kinder treibt es aus ihren Klassenzimmern, weil sie auch morgen und ├╝bermorgen noch i

Hand aufs Herz

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Pr├╝fen - Rufen - Dr├╝cken: Dazu will das Wiederbelebungstraining Held werden siehe: www.evkmh.de Menschen motivieren. Das sieht wirklich sportlich aus. 50 Viertkl├Ąssler der Saarner Klostermarktschule holen den Torso Dummy Little Anna mit einer kr├Ąftigen Herz-Druck-Massage zur├╝ck ins Leben. Selbst die eher zierlichen M├Ądchen und Jungen, denen man das auf den ersten Blick nicht zutraut, dr├╝cken Little Annas Brustkorb f├╝nf bis sechs Zentimeter tief durch und das bis zu 120 mal pro Minute. Ein Amplitudenmesser zeigt via Smartphone oder IPad an, ob der lebensrettende Druck auf Herz- und Brustbein ausreicht. Die Jungen und M├Ądchen geben auf den Gymnastikmatten alles und werden dabei von ihren Trainern kr├Ąftig angespornt: "Das sieht gut aus. Mach weiter. Du schaffst das. Klasse, wir sind im gr├╝nen Bereich. Little Anna ist gerettet. Herzlichen Gl├╝ckwusch. Du bist ein Held", h├Ârt man an den Matten. Die Trainer der kleinen Lebensretter und Helden in spe. Das sind zum Beispi

M├╝lheim braucht ganz viele Marshalls

„Zu viele Waffen am Hauptbahnhof“ Die Samstagsschlagzeile auf der Lokalseite 1 und der darunter stehende Bericht lie├č sicher nicht nur mir das Fr├╝hst├╝cksbr├Âtchen im Halse stecken. Das M├╝lheim eine Stadt im Westen ist, wei├č ich. Das wir jetzt aber schon im wilden Westen angekommen sind, war mir neu. Da lebt und arbeitet man seit Jahrzehnten in seiner Stadt, von der man glaubt, dass man sie kennt. Und pl├Âtzlich wird man durchgesch├╝ttelt, weil man erkennt, dass man sie doch nicht so gut kennt. Der Lagebericht vom Hauptbahnhof zeigt, dass sich nicht nur in unserer Stadt etwas zum Schlechteren verschoben hat und der Zug der Zeit in einer Sackgasse zum Stehen gekommen ist. „Zw├Âlf Uhr mittags“ in M├╝lheim. Wer wird jetzt unser Town-Marshall Will Kane? Gary Cooper ist mit dem Zug der Zeit schon lange abgereist. Es ist Zeit einzusehen, dass es die einsamen und unerschrockenen Helden, die das B├Âse allein und im Handstreich besiegen, nur auf der Leinwand gibt. Die Filme, die das wirkliche Lebens a

Ein altes Haus kann viel erz├Ąhlen

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Foto aus der Sammlung Buhrkard Otto Richter Mit einem Foto aus der Sammlung des M├╝lheimers Burkhard Otto Richter schauen wir heute zur├╝ck ins Jahr 1930 und vom 27,5 Meter hohen Bismarckturm aus auf das 1913 errichtete Haus Urge, das seit 1988 unter Denkmalschutz steht. Es war die Lederfabrikantenfamilie Coupienne, die sich die Villa an der Bismarckstra├če vom Architekten Franz Hagen als „Unseren Rittergutsersatz“ errichten lie├č. Jean Baptiste Coupienne (1877-1922) und seine 1882 auf Haus Blegge in Paffrath bei Bergisch Gladbach geborene Frau Martha Schmidt-Leverkus baten den von ihnen beauftragten Architekten Franz Hagen (1871-1953), sich von der barocken Architektur von Marthas Elternhaus, inspirieren zu lassen. Zum Zeitpunkt der historischen Aufnahme war der 21 Jahre zuvor errichtete Bismarckturm f├╝r die B├╝rger der Stadt geschlossen. Bis 1929 hatten Ausfl├╝gler dort die besten Aussichten auf ihre Stadt genossen. Kinder hatten daf├╝r 5- und Erwachsene 10 Pfennige bezahlt. Doch da

Immer schon eine Baustelle: 100 Jahre Volkshochschule in M├╝lheim

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Logo der M├╝lheimer Volkshochschule Gerne h├Ątte VHS-Leiterin Annette Sommerhoff den 100. Geburtstag der Volkshochschule im gro├čen Rahmen gefeiert. Doch die ungekl├Ąrten Raum- und Standortfragen zwingen auch im Jubil├Ąumsjahr zur Improvisation. Mit einem Doppelvortrag zum Start der M├╝lheimer Geschichtsreihe machten Sommerhoff und der Leiter des Stadtarchivs, Kai Rawe, am Donnerstagabend aus der Not eine Tugend. Im R├╝ckblick auf die Geschichte und im Ausblick auf Gegenwart und Zukunft der kommunalen Erwachsenen- und Weiterbildungseinrichtung, lieferten sie ihren gut 100 Zuh├Ârern im Haus der Stadtgeschichte eine bemerkenswerte Standort- und Aufgabenbeschreibung, was Volkshochschule leisten will und soll. Dabei zeigte schon der Blick in die Geschichte. VHS in M├╝lheim: Das war von Anfang an eine Baustelle. Die Initiative zur Gr├╝ndung der VHS ging vom damaligen Leiter der st├Ądtischen Oberrealschule aus, deren Nachfolgerin wir heute als Karl-Ziegler-Schule kennen. Das st├Ądti

Guter Rat f├╝r Verbraucher

Zum Weltverbrauchertag haben Christiane Lersch und Gudrun Sch├Ąfer von der Verbraucherzentrale an der Leineweberstra├če 54 Kunden vor uninformierten Lust- und Spontaneink├Ąufen in den Shops der Telekommunikations- und Internetanbieter gewarnt. Bevor man Internet- und Telefonievertr├Ąge abschlie├če, so die beiden Verbraucherberaterinnen, sollten sich interessierte Kunden zun├Ąchst dar├╝ber Klarheit verschaffen, welches Datenvolumen sie f├╝r ihre eigene Nutzung von Internet und Telekommunikation brauche. Auch ein Preis-Leistungs-Vergleich unterschiedlicher Anbieter lohne sich. Grund f├╝r die Warnung sind die negativen Kundenerfahrungen, die sich in der  Rechtsberatung widerspiegeln, die die ├Ârtliche Verbraucherzentrale mit Hilfe ortsans├Ąssiger Rechtsanw├Ąlte anbietet. Oft gesuchter Rat 42 Prozent aller F├Ąlle kommen aus dem Bereich Telekommunikation und Internet. Im Kern geht es immer wieder darum: Unerfahrene und uninformierte Kunden kommen mit Fragen zu ihrem bestehenden Vertrag oder mit F

Einblicke ins J├╝dische Alltagsleben

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Berichtete Sch├╝ler aus seinem j├╝dischen  Alltag in Deutschland:  Alex Bondarelenko. Christian Kamann unterrichtet unter anderem Politik an der Realschule Mellinghofer Stra├če. Der Lehrer hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht, wenn es um die Themen Judentum und Antisemitismus geht. Einerseits engagieren sich viele seiner Sch├╝ler in der Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine. Hier recherchieren und dokumentieren sie Opfer-Biografien aus der Zeit des Nationalsozialismus. Ein Ergebnis ihrer Arbeit ist eine Wanderausstellung, die auch Jugendlichen an anderen Schulen den Holocaust n├Ąherbringt. Andererseits ist Kamann dar├╝ber erschrocken, wenn er in dem einen oder anderen Sch├╝lerstreit schon mal den als Beschimpfung gedachten Ausdruck „du Jude“ h├Ârt. Auch wenn der Politiklehrer darin keinen fundierten Antisemitismus, sondern gedankenlose Unwissenheit sieht, haben ihn seine zwiesp├Ąltigen Erfahrungen dazu motiviert, sich an Rent a Jew zu wenden. Das ist ein ehrenamtlicher Referenten

Wenn eine Familie Theater macht

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Das Ensemble bei der Probe Wenn eine Familie Theater macht, kann das heiter werden. Das Ensemble Kom├Âdchen Sorglos zeigte es am Wochenende mit dem Dreiakter „Krimi f├╝r ein Schlossgespenst.“ Die Zuschauer im Theater an der Dimbeck hatten zurecht ihren Spa├č an dem Familiendrama der besonderen Art. Ab dem zweiten Akt nahmen die Schauspieler um Regisseur Andreas Pawlowski richtig Fahrt auf. Jetzt konnten alle Darsteller die pointenreiche Situationskomik ausspielen, die sich daraus ergab, dass unwillige Familienmitglieder auf Teufel komm heraus f├╝r ein Theaterst├╝ck proben mussten, das ihnen die reiche Erbtante und Schlossbesitzerin f├╝r das n├Ąchste Familientreffen ins Drehbuch diktiert hatte. Was tut man nicht alles f├╝r die Aussicht auf das gro├če Geld. Was die 120 Spielminuten kurzweilig machte, war, dass jeder Darsteller in seiner Rolle mit Wortwitz gl├Ąnzen konnte. J├╝rgen Loss begeisterte zum Beispiel als entnervter Regisseur Ulrich Sperling, J├╝rgen Tobergte als sein stoischer un

Blumen statt Beton

Ein H├Ąuschen im Gr├╝nen. Davon haben ganze Generationen getr├Ąumt. Dieses Ensemble war das Symbol daf├╝r, dass man es geschafft hatte. Doch als ich gestern in meiner Zeitung mit dem gr├╝nen Titelkopf lesen musste, dass viele Hausbesitzer, die das Privileg haben, im Gr├╝nen wohnen zu k├Ânnen das Gr├╝n vor ihrer Haust├╝r gar nicht mehr zu sch├Ątzen wissen und stattdessen pflegeleicht zubetonieren, machte mich das schon nachdenklich. Sind das die Auswirkungen des demografischen Wandels? Sicher. Wer sich heute einen Steingarten anlegt spart sich morgen ├╝bermorgen das Rasenm├Ąhen. Ob wir mit diesem Rationalismus Marke Betonkopf aber steinalt, geschweige den gl├╝cklich werden, wage ich als Innenstadtbewohner mit Aussicht auf jede Menge Stein und Beton zu bezweifeln. Denn nicht nur der Blick ins Gr├╝ne tut den Augen und der Seele gut. Jedes noch so kleine Pfl├Ąnzchen im urbanen Steinmeer mit hoher Auto- und Abgas dichte leistet mit der Photosynthese Kohlenstoffdioxid-Abgase in Sauerstoff verwan

Bleiben wir heiter

Ist heute alles vorbei wie es uns ein Karnevalsschlager nahelegt? Oder m├╝ssen wir ab heute, wo die Narretei zu Ende ist, wieder mit dem ganz normalen Wahnsinn rechnen? Ein Narr w├Ąre, wer sich dar├╝ber hinwegt├Ąuschen w├╝rde, dass auch der gr├Â├čte Spa├č an der Freude den Ernst des Lebens nicht weglachen kann. Daran erinnert uns der heutige Aschermittwoch. M├╝ssen wir deshalb alle in Sack und Asche gehen? Lieber nicht. Daf├╝r ist das Leben viel zu ernst als dass wir es uns erlauben k├Ânnten, die n├Ąrrische und heitere Gelassenheit des Karnevals zwischen Aschermittwoch und dem Elften im Elften zu vergessen. Denn wie uns der Dichter Joachim Ringelnatz wissen l├Ąsst, ist der Humor (nicht nur zur F├╝nften Jahreszeit) der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt. Und dieser Humor – die Zeitungslekt├╝re zeigt es uns t├Ąglich - ist heute ├╝berlebenswichtiger denn je. Bleiben Sie deshalb heiter.  Dieser Text erschien am 6. M├Ąrz 2019 in der Neuen Ruhr Zeitung

Das vorerst letzte Helau

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Auch die l├Ąngste und sch├Ânste Session hat einmal ein Ende. Am Dienstagabend war es soweit. Die kleinen und gro├čen Tollit├Ąten mussten die an Altweiber eroberten Stadtschl├╝ssel an Oberb├╝rgermeister Ulrich Scholten zur├╝ckgeben. "Die Stadtkasse ist leer. Es lohnt sich nicht, sie zuzuschlie├čen. Deshalb haben wir ihnen noch etwas Geld mitgebracht", zeigte sich Kinderprinz Marcel I. dabei gro├čz├╝gig. "Wir haben es geschafft, Leben in die Stadt zu bringen", zog Stadtprinz Johannes II. eine positive Bilanz seiner Regentschaft. Auch Oberb├╝rgermeister Scholten, der als "Rathausclown" in der karnevalistisch geschm├╝ckten Rathausbibliothek, erschien bescheinigte den Tollit├Ąten und den in 13 Gesellschaften aktiven 1.350 Karnevalisten: "Ihr wart die Garanten daf├╝r, dass wir auf eine tolle Zeit zur├╝ckschauen k├Ânnen." Der Pr├Ąsident des Hauptausschuss Gro├č-M├╝lheimer Karneval, Markus Uferkamp, dankte nicht nur den Karnevalisten und Tollit├Ąten, sondern auch den vie

Suchtfaktor Karneval

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Mitglieder der KG Aunes Ees 2017 beim Rathaussturm am 28.02.2019 Sie ist die j├╝ngste der 13 M├╝lheimer Karnevalsgesellschaften, die KG Aunes Ees. Zw├Âlf Karnevalsfreunde aus der damals aufgel├Âsten KG D├╝se formierten sich im Juli 2017 zur neuen KG Aunes Ees. „Aunes Ees ist m├Âlmsch Platt und bedeutet anders als, weil wir anders sind als viele andere Karnevalsgesellschaften“, erkl├Ąrt der Vorsitzende der neuen Gesellschaft J├Ârg Schwebig die Namenswahl. Anders als die anderen m├Âlmschen Gesellschaften, gibt es bei Aunes Ees neben einer Aktivengarde auch eine integrative Garde, in der Menschen mit und ohne Handicap ihren Spa├č am Tanz gemeinsam auf die B├╝hne bringen. Dass es dazu kam, hat mit Schwebigs Bruder Frank und seiner Schw├Ągerin Vivian zu tun, Sie sind Eltern einer behinderten Tochter, die in einer integrativen Tanzgarde einer Duisburger Gesellschaft aktiv war. Doch das M├Ądchen und seine Gardekolleginnen f├╝hlten sich ihrer bisherigen Gesellschaft nicht mehr gut aufgehoben

30.000 Menschen kamen zum M├╝lheimer Rosenmontagszug

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„Kamelle und Helau“, hie├č es auch beim Rosenmontagszug 2019, der unter glimpflichen Wetterbedingungen durch die Innenstadt rollte. Doch was am Stra├čenrand auffiel. Die klassischen Kamelle werden meistens liegen gelassen, w├Ąhrend B├Ąlle, Schokoriegel, Pl├╝schtiere, kleine Kartoffelchipst├╝ten und Popkornbeutel bei den kleinen und gro├čen Rosenmontagszugf├Ąngern hei├č begehrt waren. So mancher machte an der Zugstrecke aus der Not eine Tugend und nutzte seinen Regenschirm mal so und mal so. Nach Angaben des Hauptausschusses Gro├č M├╝lheimer Karneval kamen in diesem Jahr rund 30.000 Menschen zum Rosenmontagszug. Das Deutsche Rote Kreuz musste an der Zugstrecke drei Verletzte behandeln. Deren Schnitt- und Kopfverletzungen bezeichnete DRK-Einsatzleiter Martin Meier als „nicht dramatisch.“ Ein gutes Ende nahm der Rosenmontagszug auch f├╝r drei kleine Kinder, die im Zugget├╝mmel ihre Eltern verloren hatten und deshalb nach dem Zug von der Polizei nach Hause gebracht werden mussten. „Dank der Ak