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Es werden Posts vom Mai, 2021 angezeigt.

Kreatives Dankeschön

  Die Banane gehört zu den nährwertigsten Lebensmitteln. Doch für Thomas Baumgärtel ist sie in mehr als 30 Jahren zum Kunstobjekt und zum Markenzeichen seines kreativen Schaffens geworden. Eines dieser Kunstobjekte hängt seit dem 27. Mai nun auch im Eingangsbereich des St. Marienhospitals. "Das soll ein Dankeschön an alle sein, die auch in diesem Hause getestet, geimpft und Covid-Patienten betreut haben", sagt Baumgärtel, der seinen Zivildienst in einem katholischen Krankenhaus absolviert hat. Dort, wo er übrigens zum ersten Mal sein Kunstobjekt Banane kreierte und an ungewöhnlicher Stelle, einem Kreuz, zum Einsatz brachte, hat er den Einsatz von Ärzten und Pflegekräften kennen und schätzen gelernt. Jetzt legte Chefarzt Dr. Jörg Meyer mit Hand an, als Baumgärtel, seine von einem Impfspritze gepikste schwarz-rot-goldene Banane mithilfe einer Schablone auf die dafür vorgesehene Stelle sprayte. "Das ist wirklich eine coole Nummer", findet Jörg Meyer.  "Die Impfun

Das Arbeitserziehungslager am Flughafen

Vor 80 Jahren wurde am Flughafen zwischen Brunshof- und Windmühlenstraße ein sogenanntes Arbeitserziehungslager für 500 Häftlinge errichtet. Bis zur Auflösung des Lagers lebten und litten dort insgesamt etwa 8000 Menschen. 130 Menschen starben dort während ihrer Lagerhaft. Seit 1996 erinnert dort eine in der Lehrwerkstatt der Mülheimer Röhrenwerke gefertigte Gedenktafel an das Schicksal der deutschen, niederländischen, belgischen, polnische, jugoslawische, französischen und ukrainischen Häftlinge, die während des Zweiten Weltkriegs am Flughafen unter unmenschlichen Bedingungen Tiefbauarbeiten und Erdbewegungen ausführen mussten. „Vor allen aus den Niederlanden erreichen uns immer wieder viele Anfragen von Menschen, die die Lebensgeschichte ihrer Väter und Großväter erforschen möchten“, sagt Stadtarchivar Jens Roepstorff. Am 17. Mai berät jetzt der Kulturausschuss des Rates über einen Antrag, in dem die CDU und die Grünen fordern, die Gedenktafel an der Windmühlenstraße zu renoviere

Seelsorge in Krisenzeiten

  "Wo ist denn die Kirche?" fragt Superintendent Gerald Hillebrand mit Blick auf die Corona-Krise. Eine Antwort liefert er gleich selbst. "Dass, was wir als Evangelische Kirche in der Seelsorge und in der sozialen Beratung für Menschen in Not leisten, haben wir auch in den letzten 14 Monaten, für die Öffentlichkeit unsichtbar, getan!" Doch jetzt nahmen sich Seelsorgerinnen aus dem Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr einmal die Zeit, um in einem Pressegespräch das breite Spektrum der kirchlichen Seelsorge zu beleuchten. Ohne Ehrenamtliche geht es nicht In den Berichten der hauptamtlichen Seelsorger wurde deutlich, dass auch die Seelsorge nicht ohne das ehrenamtliche Engagement funktioniert. Besonders eindrucksvoll: Allein in der Ökumenischen Telefonseelsorge engagieren sich aktuell 130 Ehrenamtliche. Der hauptamtliche Leiter der Telefonseelsorge, Olaf Meier, hat auch in der Corona-Pandemie keine Probleme, alle Schichten zu besetzen. So konnten die haupt- und ehre

Klassik für Kinder

  Nach einer Corona-bedingten Zwangspause gehen die Dinslakener Kinderkonzerte wieder an den Start. Gabriele Tackenberg, Vorsitzende des gleichnamigen Trägervereins stellte jetzt zusammen mit der Orchestermusikerin Imke Alers und dem Leiter der Dinslakener Musikschule e.V., Sebastian Rakow, die geplanten Konzertprojekte für die Spielzeit 2021/2022 vor. Seit 2017 bringt   der Verein Kindern in moderierten und bewegten Mitmach-Konzerten die klassische Musik nahe. Neben den Musikern und Sängern machen das Sponsoren, wie die Volksbank Rhein-Lippe und deren Stiftung Kreaktiv, die RAG Stiftung, der Lions-Club Dinslaken, die Firma Foto Wolff, der Dinslakener Filmclub, die Stadtwerke Dinslaken, das Lohberger Kultur- und Wirtschaftszentrum Ledigenheim, die Firma Foto Wolff   möglich. Ab Juni gehen auch die sogenannten Hofkonzerte des Vereins wieder an den Start. Sie finden jeweils vormittags auf den Schulhöfen Dinslakener Grundschulen statt. Bei diesen Konzerten geht es nicht nur um das Zu

Mülheimer Blick auf den Nahen Osten

 Wieder Krieg im Nahen Osten. Wie bewegt und berührt der aktuelle Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern Mülheimer, die als Christen, Juden und Muslime in Mülheim und als Akteure der internationalen Friedens- und Versöhnungsarbeit aktiv. Mülheim hat mit Kfar Saba (seit 1993) eine Partnerstadt, die nördlich von Tel Aviv und unmittelbar an der Grenze zum vom palästinensisch verwalteten Westjordanland liegt. Der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen, Alexander Drehmann sagt angesichts der aktuellen Krise: „Die Sicherheitsmaßnahmen am Gemeindezentrum sind verstärkt worden. Wir haben glücklicherweise sehr gute Beziehungen zur örtlichen Polizei. Wir haben keine Angst. Aber die Gefühlslage ist schon bescheiden. Ich ärgere mich sehr darüber, dass der Nahost-Konflikt, der mit Deutschland nichts zu tun hat, durch Demonstranten, die zum Teil aus dem Ausland kommen nach Deutschland importiert wird. Wer sein Gastrecht auf diese Weise missbraucht, sollte konsequ

Gastronomie macht glücklich

Gastronomie macht glücklich. Das konnte man am Samstag zum Beispiel bei einer „Kneipentour“ durch die Innenstadt erleben. Weil Mülheims Corona-Inzidenzwert inzwischen unter 100 gefallen ist, durften die örtlichen Gastronomen nicht nur in der Stadtmitte. Ihre Außen-Bewirtung wieder eröffnen. Das war seit der Verhängung des zweiten Lockdowns am 1. November 2020 nicht mehr möglich gewesen. Allerdings stellten nicht alle Gastronomen Tische und Stühle hinaus. Viele beließen es vorerst beim Außer-Haus-Verkauf und beim schriftlichen Hinweis auf ihren Abhol- und Lieferservice. Grund dafür war offensichtlich die ungünstige Wetterprognose. Der westdeutsche Wetterdienst hatte für den Samstag 80 bis 90 Prozent Regenwahrscheinlichkeit vorausgesagt. Aber die Gastronomen, die sich trotzdem trauten und ihren Gästen einen Platz mit Speis und Trank unter großen Regenschirmen oder, ganz mutig, unter freiem Himmel anboten, wurden für ihr Engagement nicht nur finanziell, sondern auch emotional belohnt. Was

Kampf gegen Corona

  Moderiert vom Notfall-Pädagogen Prof. Dr. Harald Karutz, der als ständiges Mitglied des kommunalen Krisenstabes mit Merit Tinla das psychosoziale Krisenmanagement der Stadt koordiniert, hat ein Runder Tisch am 5. Mai über die Weiterentwicklung der lokalen Anti-Corona-Strategie beraten. Mit am Runden Tisch saßen unter anderem der Leiter des kommunalen Krisenstabes, Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort, Oberbürgermeister Marc Buchholz, Gilberte Raymond-Driesen vom Integrationsrat, Dr. Sonja Clausen vom Kommunalen Integrationszentrum, Awo-Geschätzführerin Michaela Rosenbaum als Sprecherin der Sozialverbände, der Leiter der städtischen Online-Redaktion, Thomas Nienhaus sowie Vertreter des Gesundheitsamtes, des Sozialamtes und von Zuwanderer-Organisationen und sozialen Nachbarschaftsnetzwerken. Gut vorbereitet Steinfort und Raymonde-Driesen lobten nach dem Treffen die gute Vorbereitung aller Teilnehmer und die lösungsorientierte und wertschätzende Atmosphäre des Treffens. Ausdrücklich bedau

Weil nur Impfen hilft

  993   Mülheimer aus Stadtmitte nutzten am 13. und 14. Mai die Gelegenheit, sich außerplanmäßig mit Moderna gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Ein zusätzliches Moderna-Impfdosen-Kontingent der für die Verteilung zuständigen Kassenärztlchen Vereinigung Nordrhein machte es möglich. Als ganztägig geöffnete Impfzentren dienten die kinderärztliche Praxis Dr. Ulrike Breckling an der Delle und die urologische Praxis Dr. Horst Godo an der Kaiserstraße. „Ich bin meinem Team sehr dankbar, dass es bei dieser Impfaktion mitzieht. Ohne diese Unterstützung hätte ich das nicht machen können“, sagt Kinderärztin Dr. Ulrike Breckling. „Für uns war das keine Frage, dass wir da mitziehen. Denn wir freuen uns, wenn wir so dazu beitragen können, dass wir die hohen Inzidenzzahlen in der Innenstadt senken und die Corona-Pandemie möglichst schnell überwinden können“, betont Brecklings Mitarbeiterin Inka Nie. Neben den vier Arzthelferinnen gehören an diesem sonnigen Feiertag auch zwei freiwillige Helfer

Jüdisches Leben in Mülheim

  Mit mehr als 1000 Veranstaltungen wird 2021 in Deutschland an 1700 Jahre jüdisches Leben erinnert. Sieben Veranstaltungen, die das Stadtarchiv in seiner Reihe Iudaica beisteuert, beleuchten das jüdische Leben in Mülheim. Den Auftakt der Reihe bestreitet der Leiter des Stadtarchivs und ausgewiesene Mittelalter-Historiker Stefan Pätzold mit seinem Vortrag "Juden in den Stadtrat!". Pätzold schlägt einen Bogen vom 321 erlassenen Dekret Kaiser Konstantins, das den Kölner Juden den Einzug in den Stadtrat gewährte bis zu den ersten urkundlichen Erwähnungen jüdischen Lebens in Mülheim. Im heutigen Mülheimer Stadtgebiet wurden nach seinen Recherchen erstmals 1508 jüdische Bürger belegt. In dem Dokument von 1508, so Pätzold, gehe es um eine jährliche Schutzabgabe von fünf Goldgulden, die die damals vor allem als Hausierer, Krämer und Handwerker in Mülheim lebenden und arbeitenden Juden an die Broicher Herrschaft entrichten mussten. Pätzold weist darauf hin, dass es sich auch beim kon

Die Geschichte der Mülheimer Wohnungsbaugenossenschaft

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Ein Mann des Glaubens

  In einer Zeit, in der viele Menschen die Kirche verlassen und immer weniger Männer sich zu Priestern weihen lassen, geht Jan Sienert den anderen Weg. Er verschreibt sein Leben der christlichen Glaubensverkündigung und der Seelsorge als Priester der römisch-katholischen Kirche. Was ist das für ein Mensch, den Weihbischof Ludger Schepers am 18. April (um 16 Uhr) in St. Lamberti (Gladbeck) durch Handauflegung und Gebet zum Diakon weihen  wird?  Das Neue Ruhr Wort sprach mit ihm Corona-konform via Zoom-Video-Meeting. Die Fragen stellte Thomas Emons   WAS MUSS MAN ÜBER SIE WISSEN? Ich bin 30 Jahre alt, komme  gebürtig aus der Gemeinde St. Josef  in Rentfort  in der Propsteipfarrei St. Lamberti in Gladbeck  und habe nach meinem Fachabitur an der Johannes-Kessels-Akademie in Gladbeck  ebenfalls an dieser Schule eine Ausbildung zum Erzieher abgeschlossen. 2012 habe ich mit der Priesterausbildung in Münster begonnen.   Ich habe zunächst an der Katholischen Hochschule  Nordrhein-Westfalen  in