Montag, 31. August 2026

Geschichte auf vier Rädern

Am letzten Augustwochenende verwandelte sich das Dorf Saarn zu einem automobilen Freiluftmuseum. 80 alte Autos mit dem Kennzeichen "H" für "historisch" waren beim 13. Oldtimer Cup der Werbegemeinschaft Saarn am Start. 

Warum fährt man heute in Zeiten von Hightech Automobilen mit Fahrzeugen aus Großvaters und Großmutters Zeiten, die weder einen Sicherheitsgurt, noch eine Servolenkung, geschweige denn einen Airbag oder einen Bordcomputer kennen, bis zu 15 Liter auf 100 Kilometern schlucken und am liebsten nicht schneller als 70 oder 80 Kilometer pro Stunde fahren? Wer mit den Oldtimerpiloten und Pilotinnen ins Gespräch kommt, hört sie immer wieder von der "Low Tech", die den Autofahrer oder Autofahrerin "nicht entmündigt" und von "der Seele" der alten Fahrzeuge schwärmen. Ob Scheinwerfer Kühlerhaubenfigur, Lenkrad oder Sitzpolster. Die Automobile von Annodazumal erscheinen auf den ersten Blick wie ein individueller Kontrapunkt zu den hochgezüchteten und windschnittigen Fahrzeugen heutiger Tage.


Eines der ältesten Fahrzeuge, das beim 13 seiner Oldtimer Cup mit von der Partie war, war der einem Mülleimer Unternehmer gehörende Adler Favorit aus dem Baujahr 1930. Mit einem vergleichbaren Fahrzeug, einem Adler Standard 6, war die Mülheimer Industriellentochter Clärenore Stinnes zwischen 1927 und 1929 um die Erde gefahren. Damals war das Autofahren noch der pure Luxus und ein Abenteuer.


Um 1930 gab es in Mülheim an der Ruhr gerade einmal rund 1750 Kraftfahrzeuge. Heute sind es rund 105.000. Das sagt alles über die Massenmotorisierung, die hierzulande mit dem westdeutschen Wirtschaftswunder in den 1950er Jahren ins Rollen kam. Mülheim an der Ruhr gehört heute zu den Städten mit der größten Autodichte in Deutschland. Heute erscheint uns ein Leben ohne Automobilität unvorstellbar, obwohl das Inkrafttreten der ersten deutschen Straßenverkehrsordnung und die Einführung einer Führerscheinpflicht gerade einmal 120 Jahre zurückliegen. Genauso lange ist es auch her, dass sich die Industriellen Emil Kirdorf und Hugo Stinnes als erste Mülheimer ein Automobil anschafften, wie wir seit Marco Moliks jüngstem Vortrag über die Geschichte der Broich-Speldorfer Wald- und Gartenstadt wissen.

Zu diesem Zeitpunkt lag die erste Autofahrt der Weltgeschichte gerade mal 20 Jahre zurück. Damals, anno 1886, hatte Carl Benz, seinen Patent-Motorwagen, zur ersten offiziellen Probefahrt auf die Reise geschickt. Dass sich das Auto langfristig nicht gegen die Pferdroschke durchsetzen werde, war nur einer von vielen Irrtümern des letzte deutsche Kaiser Wilhelm II.

Aus heutiger Sicht bemerkenswert ist, dass sich auch schon unter den ersten Automobilen solche mit Elektromotoren befanden, die sich aber aufgrund ihres begrenzten Radius nicht gegen die Öl- und Benzinmotoren durchsetzen konnten.


Samstag, 6. Juni 2026

Ein Platz für den Kaiser

Als Parkplatz bleibt der Kaiserplatz in der Mitte Mülheim unter seinen Möglichkeiten, entspricht aber in seiner Funktion einer Stadt mit 174.000 Einwohnern, in der es rund 100.000 Kraftfahrzeuge gibt und die damit eine der deutschen Städte mit der höchsten Kraftfahrzeugdichte ist.

Immerhin strahlt noch das Café in dem 1899 errichteten Haus, dass viele alte Mülheimer noch als Rosenhof kennen, etwas majestätisches aus. Auch einige Häuser vis-a-vis an der Althofstraße können und wollen ihre architektonische Herkunft aus der Zeit des Deutschen Kaiserreiches nicht verleugnen. Alte Postkarten, die in der kaiserzeit das waren, was heute E-Mails und WhatsApp Nachrichten sind, zeigen den Kaiserplatz in der ganzen Stattlichkeit seines Namens, den er mit seiner Schaffung 1875 erhalten hat. Damals wurde dort der Teich der alten Altenhofmühle, um einen repräsentativen Platz mit Aufenthaltsqualität zu schaffen. Von motorisierter Massenmobilität und der Notwendigkeit von Parkplätzen war damals noch keine Rede. Und Kaiser Wilhelm II. konnte sich der Illusion hingeben, dass sich das Auto langfristig nicht gegen das Pferd und die von ihm gezogene Kutsche durchsetzen werde.

Als es mit dem Kaiser und seinem Reich 1918 zu Ende ging, und aus dem Kaiserreich die Weimarer Republik wurde, wurde der Kaiserplatz zu einem zentralen Platz für politische Kundgebungen. Letztere arteten vor allem unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 1929 bis 1932 immer öfter in Gewalt aus, wenn sich die Kampfverbände der Kommunisten und der Nationalsozialisten, der Rotfrontkämpferbund und die SA, ihre Weltanschauung um die Ohren hauten.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde aus dem Kaiserplatz 1937 der Platz der SA, der seinen alten Namen aber zurückerhielt, als das tausendjährige Reich der Nationalsozialisten nach 12 Jahren 1945 vorbei war und seine materiellen und moralischen Trümmer hinterlassen hatte.

Mit dem Wiederaufbau der stark kriegszerstörten und kriegsbeschädigten Innenstadt kam in den 1950er Jahren das westdeutsche Wirtschaftswunder, das die Autodichte in unserer Stadt massiv ansteigen und die Anlage von Parkplätzen notwendig erscheinen ließ. So kam der Kaiserplatz zu seiner heutigen profanen Funktion.

Sonntag, 31. Mai 2026

Otto Pankok kehrt zurück ins Kloster Saarn

Otto Pankok wurde 1893 im ehemaligen Äbtissinnenhaus des Klosters Saarn geboren. Im Kloster Saarn hat er später auch seine ersten Zeichnungen angefertigt. Sie zeigen ihn selbst, die dörfliche Landschaft Saarns, seine Schwester Hedwig und seine Mutter, die selbst auch malte, an einer Staffellage. Mit einer Ausstellung, die noch bis zum 12. Juli im oberen Kreuzgang des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters zu sehen ist, kehrt der vor 60 Jahren verstorbene Pankok jetzt mit seinem Jugendwerk an den Ort seiner Geburt und einer Kindheit zurück. 

Möglich gemacht hat diese Ausstellung, in der 50 Arbeiten des großen Meisters der Schwarz-Weiß-Zeichnungen, zu sehen sind das ehrenamtliche Team der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt, unterstützt von der Leiterin des Pankok-Museums in Hünxe, Dr. Dagmar Schmengler, und Pankoks Großneffen, dem Künstler Moritz Pankok.

Moritz Pankok, Dr. Dagmar Schmengler und Pfarrer Christian Böckmann sind sich einig, "dass es keinen besseren Ort als diesen gibt", um vor allem Pankonks Frühwerk einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren, weil: "sich hier Kirche und Kultur mit den Werten verbinden", für die der Künstler und Mensch Otto Pankok, dessen vom christlichen Humanismus geprägten Arbeiten von den Nationalsozialisten als "entartete Kunst" diffamiert und mit einem Ausstellungverbot belegt wurden, zeitlebens eigestanden sei. Diese Grundhaltung Pankoks, die für seinen Großneffen Moritz, angesichts der heutigen "sozialen und politischen Härten, aktueller denn je sind", kommen zum Beispiel in seinem Passionszyklus aus den 1930er Jahren und seiner Zeichnung "Christus zerbricht das Gewehr" zum Ausdruck. Letztere wurde in den 1950er Jahren, als Pankok als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf lehrte, zu einer Ikone der internationalen Friedensbewegung, vergleichbar der Friedenstaube Picassos.

In der klösterlichen Pankok-Ausstellung begegnen wir auch den berührenden Portraits des Sinti-Mädchens Eher wieder, die als "Mädchen-mit-Ball-Skulptur" seit 1983 am Wegesrand der Düsseldorfer Straße, mitten im Saarner Dorf steht.

Die Otto-Pankok-Werkschau im Kloster Saarn ist in ein eintrittsfreies Rahmenprogramm mit Führungen, Exkursionen, Publikumsgesprächen und Lesungen eingebettet. Der Eintritt kostet sieben Euro und berechtigt zugleich zum Besuch des historischen Klostermuseums. Die Ausstellung ist donnerstags und freitags (16-20 Uhr) sowie samstags, sonntags und feiertags (10-18 Uhr) im Kloster Saarn zu sehen. Die für sieben Euro zu erwerbende  Eintrittskarte berechtigt auch zur Besichtigung des Historischen Klostermuseums der Saarner Klosterfreunde. Der Eintritt in die Pankok-Ausstellung, der auch zur Besichtigung des Historischen Klostermuseums berechtigt, kostet sieben Euro.

Mittwoch, 13. Mai 2026

Mülheim im Jahr 1946

 Zahlen, Daten und Fakten aus den Bekanntmachungen der Stadtverwaltung der und seit dem Juni 1945 für Mülheim an der Ruhr zuständigen britischen Militärregierung werfen ein bezeichnendes Licht auf den Nachkriegsalltag in unserer Stadt.

Folgt man dieser im Stadtarchiv an der Von-Graefe-Straße einzusehenden Quelle, dann lebten vor 80 Jahren 132.000 Menschen in unserer Stadt, davon 3800 sogenannte Ostflüchtlinge aus Ost- und Mitteldeutschland.

Das Gesundheitsamt gab die Zahl der "schwer unterernährten" Personen mit 3800 an. Mit Blick auf das örtliche Schulwesen erfahren wir, dass damals 1/3 der Schulgebäude infolge des Krieges zerstört und 83 Lehrkräfte aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der NSDAP aus dem Lehramt entlassen worden sind.

1946 besuchen 14.000 Kinder und Jugendliche eine von 24 Volksschulen. 1600 Jungen und 250 Mädchen besuchen ein Gymnasium, 780 Jungen und Mädchen lernen an den städtischen Mittelschulen und 3500 Jugendliche an den berufsbildenden Schulen der Stadt. 15.000 Schulkinder erhalten eine tägliche Schulspeisung durch das Schwedische Rote Kreuz. Dafür zahlen ihre Eltern eine Reichsmark pro Woche.

Die Stadtverwaltung meldet im Rahmen der Entnazifizierung 119 Beamte, 95 Angestellte und 62 Arbeiter, die ihre Stelle aufgrund ihrer NS-Vergangenheit verloren haben. Aus der freien Wirtschaft werden 2000 NS-bedingte Amtsenthebungen gemeldet.

Der Wiederaufbau des kriegszerstörten und beschädigten Wohnraums nimmt sich zwei Jahre vor der westdeutschen Währungsreform mit 445 neugebauten Wohnungen und rund 5400 winterfest gemachten Wohnungen noch sehr bescheiden aus.

Donnerstag, 30. April 2026

Ausflug in die Außenpolitik

„Wir stehen für politische Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betonte Kreisvorsitzende Astrid Timmermann-Fechter in ihrem Grußwort an die zahlreichen Gäste des Frühlingsempfangs, zu dem die  Mülheimer CDU in die Stadthalle eingeladen hatte. „Wir nehmen unsere politische Verantwortung als Volkspartei auch auf der kommunalen Ebene wahr, indem wir politische Befindlichkeiten zurückstellen und als Parteien der demokratischen Mitte zusammenarbeiten“, ergänzte die Vorsitzende der Ratsfraktion, Christina Küsters mit Blick auf den Kooperationsvertrag, den CDU und SPD für ihre Kooperation im Rat der Stadt ausgehandelt haben.

Inhaltlich lud die Mülheimer CDU ihre Gäste zum Ausflug in die Außenpolitik ein. „Trotz aller Schwierigkeiten, mit denen wir aktuell konfrontiert werden, dürfen wir unser gemeinsames Ziel nicht aus den Augen verlieren, unsere Gesellschaft durch unsere Arbeit besser zu machen“, schlug der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Röttgen, als Gastredner  den Bogen von der hauptamtlichen Bundespolitik zur ehrenamtlichen Kommunalpolitik. Mit seiner Fraktionskollegin Astrid Timmermann-Fechter war sich Röttgen einig, „dass Veranstaltungen, wie der Frühlingsempfang der CDU, eine wichtige Basis des gesellschaftlichen Dialogs schaffen, der am Anfang aller demokratischen Politik steht“. In seinem außenpolitischen Referat machte Röttgen deutlich, dass eine Volkspartei, wie die Union in der Verantwortung stehe, lokal, regional, national und global Menschen zusammenzubringen und mitzunehmen. Röttgen sieht Deutschland innerhalb der Europäischen Union „in einer Führungsverantwortung, nachdem die im Kalten Krieg gewachsene Interessengemeinschaft zwischen den USA und der EU von der Trump-Administration einseitig aufgekündigt worden“ sei.

Der CDU-Außenpolitiker ließ keinen Zweifel daran, „dass die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nur gemeinsam weltpolitisch handlungsfähig sind“. Mit Blick auf die Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg betonte er: „Die Ukraine verfügt heute über die größte und kampffähigste Armee in Europa. Sie verteidigt auch unsere Sicherheit. Und indem wir sie dabei unterstützen, sorgen wir zusammen mit unseren Partnern dafür, dass das Konzept Krieg in Europa scheitert." Für diese Aussage erhielt Röttgen den spontanen Applaus seines Publikums in der Stadthalle.

Dienstag, 28. April 2026

Mahnung zur Menschlichkeit

Die Lebensgeschichte der jüdischen Autorin und Schauspielerin Bela Winkens, die am 1. April in Düsseldorf verstorben ist, führt uns den ganzen Wahnsinn des Holocaust vor Augen und mahnt uns zur Menschlichkeit.

Ihr Leben, das 1941 in Berlin unter lebensgefährlichen Bedingungen begann, führte sie im Kriegsjahr 1943 und im Nachkriegsjahr 1945/46 auch nach Mülheim an der Ruhr. Hier fand das Kind Zuflucht bei der Halbschwester ihres Vaters Walter, Sophie Kukla, die mit ihrem nicht-jüdischen Ehemann in Saarn lebte.

Das hat Stadtarchivarin Annett Fercho bei ihren Recherchen herausgefunden, die in Bela Winkens, literarische Autobiografie "Brief an die Mutter" eingeflossen sind, die Bela Winkens 2025 im Berliner Verbrecherverlag veröffentlicht hat.

Anders, als ihre Eltern und Großeltern, die 1943 in Auschwitz ermordet wurden, überlebte Bela den Holocaust und die NS-Diktatur. Sie überlebte, obwohl ihre Identität und ihr Versteck verraten wurde und sie 1944/45 im Konzentrationslager Theresienstadt interniert war und erst nach einem Erholungsaufenthalt in Lüneburg zu ihrer Tante nach Mülheim zurückkehren konnte.

1951 wurde aus Bela Heymann Bela Winkens, nach dem sie von dem in Düsseldorf lebenden christlich-jüdischen Ehepaar, Elsa und Theodor Winkens, adoptiert worden war. Nach ihrem Abitur ließ sie sich in ihrer Heimatstadt Berlin zur Schauspielerin ausbilden und verkörperte später unter anderem Anne Frank.

Zur Tragik ihrer Lebensgeschichte gehört, dass sie immer wieder von Neo-Nazis angegriffen und angefeindet wurde, weil sie als Schauspielerin und Autorin ihr Schicksal, das ein Schicksal von Millionen war, thematisierte. 

Sonntag, 19. April 2026

Gelebte Nächstenliebe

Gelebte Nächstenliebe. Mit diesen Worten wurde das ehrenamtliche Engagement der aktuell 60 Grünen Damen und Herren im Evangelischen Krankenhaus mehr als einmal gewürdigt, als die Gruppe um Krankenhausseelsorgerin Lisa Schönrock mit einem Festgottesdienst in der Petrikirche und einem anschließenden Jubiläumsempfang in Petrikirchenhaus ihrem 50 Geburtstag feiern konnte.

1976 von der damaligen Klinikseelsorgerin Margarete Harbecke ins Leben gerufen, gehört die Evangelische Krankenhaushilfe im Evangelischen Krankenhaus Mülheim zu den ältesten und größten Gruppen der Evangelischen Krankenhaushilfe, die 1969 von Brigitte Schröder in Düsseldorf ins Leben gerufen wurde. Die Ehegatten des damaligen Bundesaußenminister Gerhard Schröder hatte bei einem Besuch in den USA die Pink Ladies kennengelernt, die in Kliniken ehrenamtlich für Patienten und Patientinnen sowie deren Angehörige im Einsatz waren. Weil sie die Farbe pink nicht mochte, die Idee der Pink Ladies aber unbedingt nachahmenswert fand, machte sie aus dem Pink Ladies die Grünen Damen und Herren der Evangelischen Krankenhaushilfe.

Wer mit den Grünen Damen und Herren ins Gespräch kommt und sie nach ihrer Motivation fragt, hört immer wieder den Satz: "Wir bekommen mehr zurück als wir geben!" Von einem sinnvollen Ehrenamt, das menschlich bereichert, ist immer wieder die Rede. Die meisten der Menschen, die als Grüne Damen und Herren einen Vormittag oder einen Nachmittag pro Woche in ihr Ehrenamt investieren, haben bereits einen reifes Lebensalter erreicht. Doch im Kreis der Grünen Damen und Herren des Evangelischen Krankenhauses gibt es auch einige Grüne Damen, die ihr Ehrenamt ganz bewusst als eine persönliche Herausforderung ausbildungsbegleitend ausüben.

In Anspielung darauf, das Grün im Volksmund als Farbe der Hoffnung gilt, bezeichnete Superintendent Michael Manz die Grünen Damen und Herren der Evangelischen Krankenhaushilfe "als eine grüne Kraft der Hoffnung, die Menschen durch ihre Zeit und ihre Zuwendung in existenziell schwierigen Lebenssituationen Mut Hoffnung und Trost" spendeten. Viele der Grünen Damen und Herren, die Patienten zuhören, sie im Rollstuhl durch die Klinik oder deren Park schieben, ihnen mit kleinen Handreichungen assistieren oder für sie Besorgungen machen, haben selbst als Patienten oder Angehörige den segensreichen Beistand der Grünen Damen und Herren erlebt und sich so zu ihrem Ehrenamt motivieren lassen.

Hartmut Mäurer und Juliane van de Kemp, die zu den dienstälteren Ehrenamtlern der Evangelischen Krankenhaushilfe gehören, sehen vor allem Zeit, Zuwendung, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit menschliches Leid aushalten zu können als die wichtigsten Voraussetzungen für ihr Ehrenamt von Mensch zu Mensch mitbringen Sie haben aus ihrer eigenen Erfahrung heraus auch hohen Respekt vor den Kolleginnen und Kollegen, die sich entschließen, aus dem Dienst auszuschreiben, weil sie spüren, dass sie nicht mehr die Kraft haben, um ihr Ehrenamt sinnvoll ausüben zu können. Und so ist das Leben auch bei den Grünen Damen und Herren der Evangelischen Krankenhaushilfe dem Evangelischen Krankenhaus ein ständiges Kommen und Gehen und ein permanenter Wandel sind, ist es erforderlich, dass sich immer wieder neue Männer und Frauen zum Ehrenamt in den Reihen der Evangelischen Krankenhaushilfe berufen fühlen. 

Wer sich einen solchen Dienst vorstellen kann, erreicht die Seelsorgerin des Evangelischen Krankenhauses Müllheim Lisa Schönrock per E-Mail an: lisa. schoenrock@evkmh.de sowie unter der Rufnummer soll 0208-3092640. 

Geschichte auf vier Rädern

Am letzten Augustwochenende verwandelte sich das Dorf Saarn zu einem automobilen Freiluftmuseum. 80 alte Autos mit dem Kennzeichen "H...