Samstag, 21. Februar 2026

Für Umsicht, Rücksicht und Vorsicht

Mit Vorsicht, Umsicht und Rücksicht kommen wir auch im Straßenverkehr gemeinsam besser ans Ziel. Für die Verbreitung dieser Einsicht arbeitet die Verkehrswacht in Mülheim an der Ruhr seit 100 Jahren. Seit ihrer Gründung am 12 Februar 1926 hat sich die Zahl der in Mülheim an der Ruhr registrierten Fahrzeuge von rund 500 auf mehr als 90.000 erhöht. Nach Solingen ist sie die an Rhein und Ruhr älteste Verkehrswacht Deutschlands.

Das feierten ihre derzeit 100 Mitglieder mit ihren Gästen jetzt im Casino an der Delle. Neben Oberbürgermeister Marc Buchholz gehörten auch Nordrhein-Westfalens Vrkehrsminister Oliver Krischer und die Bundespräsidentin der Verkehrswacht Kerstin Lühmann zu den Gratulanten, die der Vorsitzende der Ortsvereinigung Prof Dr Gunter Zimmermeyer zur Jubiläumsfeier willkommen heißen konnte.
Altersgerechte Verkehrserziehung in Kindertagesstätten und Grundschulen, Fahrtraining für Fahranfänger, Elektrofahrrad- und Rollator-Training für Senioren und leuchtende Rucksäcke und Westen, die auch bei Dunkelheit dafür sorgen, dass man als Verkehrsteilnehmer unübersehbar ist. Mit Blick auf all diese ehrenamtlichen Aktivitäten der Verkehrswacht sagte NRW-Verkehrsminister Krischer: "Ihre Arbeit hat viele Leben gerettet. Er betonte aber auch angesichts von bundesweit rund  2800  Verkehrstoten im Jahr 2025: "Wir sind noch weit von der Vision Zero entfernt". Und die Präsidentin der Verkehrswacht Deutschland machte mit Blick auf den Anstieg der Verkehrsunfälle auf dem Schulweg, zuletzt um rund 5%, deutlich, dass die Verkehrswacht und ihre ehrenamtliche Aktiven weiterhin gebraucht werden.

Schon vor dem Festakt hatte der Vorsitzende der Verkehrswacht Mülheim Professor Dr. Gunter Zimmermeyer im Gespräch mit der Mülheimer Lokalredaktion auf wesentliche Baustellen der Verkehrswacht hingewiesen. Mit Sorge betrachtet er die dramatisch zunehmenden Unfälle, in die E-Scooter verwickelt sind, die mit bis zu 25 km/h über Gehwege fahren dürfen. Ebenso kritisch betrachtet er das Phänomen der Elterntaxis. "Kinder müssen frühzeitig lernen, selbstständig ihren Schulweg zurückzulegen, um damit ihre Bewegungsfähigkeit zu trainieren und gleichzeitig auf dem Schulweg soziale Kontakte zu Altersgenossen knüpfen zu können."  Positiv bewertet Zimmermeyer, dass die Fahrzeugsicherheit sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert habe. Zum Vergleich: Vor 25 Jahren kamen fast 15.000 Menschen allein in der damals westlichen Bundesrepublik Deutschland im Straßenverkehr ums Leben, obwohl damals nur ein Viertel der heutigen Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs war.

Zimmermeyer nutzte den Festakt im Casino auch dafür, darauf hinzuweisen dass die Verkehrswacht nicht nur auf Spenden, sondern auch auf ehrenamtlich Aktive angewiesen sei um ihre Arbeit effektiv fortsetzen zu können.

Weitere Informationen über die Arbeit der Mülheimer Verkehrswacht finden Sie unter anderem hier,

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