Auch in der jetzt abgelaufenen Session hat der aktuell in 11 Gesellschaften und im Hauptausschuss Groß-Mülheimer-Karneval unter dem Vorzeichen von Lebensfreude und Gemeinschaft Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen und Generationen miteinander vereint.
Mit einem aus Uruguay stammenden Stadtprinzen (Lucas Leonard Lungo-Laporta) und einem aus der Türkei stammenden Hofmarschall (Hakan Zileli) spiegelte sich im Tollitätenteam der demografische Wandel einer zunehmend multikulturellen Stadtgesellschaft, in der heute Menschen aus 145 Nationen zusammenleben.
Das die Karnevalsjugend des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval in dieser Session mit einem neuen Secial-Media-Auftritt, inklusive ihres Podcast "Kappes und Kokolores" an der Start gegangen ist, um mehr Menschen aus der Generation U30 für die Fünfte Jahreszeit zu gewinnen spiegelt die Digitalisierung unserer Gesellschaft ebenso wider, wie die Tatsache, dass die Mülheimer Lokalredaktion den diesmal leider arg verregneten Rosenmontagszug, via Livestream ins Internet übertragen hat und damit rund 1900 Online-Zuschauer gefunden hat.
Sowohl zum Beginn, wie zum Ende der Session stieg der Ex-Stadtprinz Jürgen Wisniewski als Hoppeditz der KG Blau Weiß dankenswerterweise in die Bütt und zeigte damit, dass der Karneval seine politischen Spitzen noch nicht verloren hat und eben mehr ist als nur Party.
Sowohl bei der Mädchensitzung der Roten Funken als auch beim Kostümball des Mülheimer Carnevalsclubs und beim Gemeindekarneval, made by St. Mariae Rosenkranz und MüKaGe zeigten sich sonst auch schon mal kostümmuffeligen mölmschen Jecken kostümtechnisch von ihrer buntesten und besten Seite.
Alle drei Saalveranstaltungen gingen im Dümptener Autohaus der Ruhrdeichgruppe über die Bühne. Sie zeigten, ebenso, wie der zweite Karnevalsempfang mit den kleinen und großen mölmschen Tollitäten, dass auch im mölmschen Karneval ohne Moos, sprich Sponsoren, nichts los ist, auch wenn das ehrenamtliche Engagement der mehr als 1000 aktiven Karnevalisten und Karnevalistinnen, etwa in den Musikzügen und Tanzgarden oder beim Wagenbau für den Rosenmontagszug Geld und Gold wert und gar nicht zu überschätzen ist.
Aus gutem Grund wurden in der Session 2025/26 mit dem Hofmarschall Detlef Michael Klapper ein seit Jahrzehnten ehrenamtlicher Karnevalist zum Ritter vom Schiefen Turm und die Sparkassenstiftung als Karnevalssponsor mit dem Mölmschen Narr ausgezeichnet.
Und weil der Karneval auch ohne Musik undenkbar wäre, wurde mit Horst Herrmann ein Ein-Mann-Orchester mit dem Ehrenzeichen des Bundes Deutscher Karneval ausgezeichnet, der den Mülheimer Saalkarneval seit 1974 begleitet.
Undenkbar wäre der organisierte Frohsinn in Mülheim natürlich auch ohne die Mutter aller Mülheimer Karnevalsgesellschaften, die MüKaGe, die mit einem weiblichen Führungsquartett in seine 88. Session ging, während die ebenfalls von einer starken Frau (Gisela Claus) angeführte Ruhrgarde aus gutem Grund feiern durfte, dass sie seit inzwischen 50 Jahren, nicht nur auf Mülheims Bühnen, mit glamourösen Showtanz für Furore sorgt, der an den Broadway, das Moulin Rouge und das Crazy Horse erinnert.
Mehr über den Mülheimer Karneval erfahren Sie unter anderem hier
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