<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845</id><updated>2011-12-31T14:37:29.096+01:00</updated><category term='Sport'/><category term='Literatur'/><category term='Gesellschaft'/><category term='Umwelt'/><category term='Kirche Geschichte'/><category term='Glauben'/><category term='Brauchtum'/><category term='Stadtteil'/><category term='Kirche'/><category term='Karneval'/><category term='Nahverkehr'/><category term='Wirtschaft'/><category term='Gesundheit'/><category term='Politik'/><category term='Politik; Portrait'/><category term='Reportage'/><category term='Kirche; Glauben'/><category term='Stadtgeschichte'/><category term='Portrait'/><category term='Kunst Kultur'/><category term='Porträt'/><category term='Geschichte'/><category term='Kultur'/><category term='Bildung'/><category term='Soziales'/><category term='Religion'/><category term='Natur'/><title type='text'>Journal T.E.</title><subtitle type='html'>Texte aus der Feder von Dr. Thomas Emons</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>374</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-1532794634643359501</id><published>2011-12-11T19:07:00.007+01:00</published><updated>2011-12-11T20:48:52.725+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Warum die Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt in der kommenden Woche nach Lateinamerika schaut</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Reisen bildet bekanntlich. Doch weil die 19.000 Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt nicht alle nach Lateinamerika reisen können, kommt Lateinamerika in Person von Erzbischof &lt;strong&gt;Jorge Jimenez Caravajal&lt;/strong&gt; aus Kolumbien zu ihnen. Warum blickt die Gemeinde bereits zum dritten Mal im Advent nach Südamerika? "Man kann dort eine enorme Frische des Glaubens erleben, weil der Glaube dort kein Tabu ist, das man verstecken möchte, sondern eine Kraftquelle, zu der man sich auch gerne öffentlich bekennt", sagt Franz Grave. Als Weihbischof des Ruhrbistums stand er lange an der Spitze des Hilfswerkes Adveniat und kennt die Situation in Lateinamerika aus eigener Anschauung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;"Wenn wir über unseren eigenen Kirchturm hinausschauen und mit Erzbischof Jorge Jimenez Caravajal ins Gespräch kommen, können wir daraus auch für uns selbst lernen und sehen, dass wir hier trotz aller Probleme immer noch auf sehr hohem Niveau klagen", glaubt Pfarrer und Stadtdechant &lt;strong&gt;Michael Janßen&lt;/strong&gt;. Der Vorsitzende des Katholikenrates, &lt;strong&gt;Wolfgang Feldmann&lt;/strong&gt;, ist vor allem deshalb auf den Bischof aus Lateinamerika gespannt, weil er von ihm erfahren möchte, welche Erfahrungen die Katholiken dort mit dem bereits 2005 begonnenen Dialogprozess gemacht haben, der im Ruhrbistum 2011 angelaufen ist. Obwohl der Dialogprozess bei uns noch nicht abgeschlossen ist, zeigen die bisherigen Diskussionen bereits bekannte Problempunkte auf: Wie geht die katholische Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen um? Wird sie Frauen zum Priesteramt zulassen und den Pflichtzölibat für Priester angesichts des akuten Priestermangels überdenken? Welche Konsequenzen zieht die Kirche aus den Missbrauchsfällen im Priesteramt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Feldmann lässt keinen Zweifel daran, dass der Kirchendialog in Deutschland in absehbarer Zeit konkrete Ergebnisse zeitigen muss, damit "Menschen das Gefühl haben, dass ihre Anliegen von der Kirche auch ernst genommen, angesprochen und angegangen werden. Während die Generalversammlungen der Katholiken in Lateinamerika inzwischen zum Start eine kontinentalen Glaubens- und Missionsoffensive geführt haben, macht Feldmann vor allem die Glaubenserosion in den jungen Familien Sorge. "&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;"Ich spüre aber auch bei jungen Menschen eine große Sehnsucht nach einem sinnvollen und glaubenserfüllten Leben. Und ich führe nicht nur Gespräche mit Menschen, die die Kirche verlassen haben, sondern auch mit denen, die wieder in die Kirche zurückkehren", hält Janßen fest und warnt vor übertriebenen Pessimismus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Neben Gottesdiensten und Treffen mit aktiven Katholiken der Stadt steht am &lt;strong&gt;15. Dezember um 19 Uhr auch eine Vortrags- und Disskussionsveranstaltung im Altenhof an der Kaiserstraße &lt;/strong&gt;auf dem Besuchsprogramm von Erzbischof Jorge Jimenez Caravajal. Bei dieser Gelegenheit sollen die Ergebnisse der Kirchendialoge in Lateinamerika und im Ruhrbistum zur Sprache kommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Weitere Informationen zur Lateinamerikawoche finden sich auf der Internetseite &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.mariae-geburt.com/"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;www.mariae-geburt.com&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;, auf einem öffentlich ausliegenden Faltblatt oder im Pfarrbüro von St. Mariae Geburt an der Althofstraße, das telefonisch unter der Rufnummer 0208/32525 erreichbar ist. Weitere Information über das Hilfswerk Adveniat, das seit 50 Jahren besteht, gibt es im Internet unter: &lt;a href="http://www.adveniat.de/"&gt;http://www.adveniat.de/&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Zahlen &amp;amp; Fakten&lt;/strong&gt;: 2010 verließen 429 Katholiken und 331 Protestanten ihre Kirche. In diesem Jahr waren es bisher 256 Katholiken und 276 Protestanten. Mit jeweils rund 52.000 Mitgliedern stellen die beiden großen Kirchen jeweils ein knappes Drittel der Stadbevölkerung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zu diesem Thema erschien am 9. Dezember 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-1532794634643359501?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/1532794634643359501/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/12/warum-die-pfarrgemeinde-st-mariae.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/1532794634643359501'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/1532794634643359501'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/12/warum-die-pfarrgemeinde-st-mariae.html' title='Warum die Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt in der kommenden Woche nach Lateinamerika schaut'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-6403843448576489456</id><published>2011-11-28T00:01:00.006+01:00</published><updated>2011-11-28T00:37:13.097+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Ein Streifzug durch ein dunkles Kapitel der Mülheimer Straßennamen</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Nomen est omen. Das gilt auch für die Straßennamen unserer Stadt. Zum 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, machte ich mich für die NRZ auf die Spurensuche nach Mülheimer Straßennamen in der NS-Zeit. Wussten Sie, dass die Friedrichstraße während des Dritten Reiches Adolf-Hitler-Straße hieß und der Kaiserplatz der Platz der SA war. Die Heißener Straße hieß Horst-Wessel-Straße. Die Mendener Brücke trug den Namen Hermann Görings. Und die Schulstraße war nach dem deutschnationalen Verleger und Parteiführer Alfred Hugenberg benannt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Es überraschte mich, im Stadtarchiv herauszufinden, dass die Stadtverwaltung im Mai 1945, auf Befehl der alliierten Militärregierung 17 Straßen umbenennen musste, die nach Nazi-Größen benannt worden waren. Nachdem die Nazis ihre Macht gefestigt hatten, hatten sie ab Mitte der 30er Jahre offensichtlich mit Erfolg die Vordenker und Wegbereiter ihrer Ideologie im Straßenbild und damit im öffentlichen Bewusstsein der Bürger zu verankern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Es gab aber auch strittige Straßennamen, die das Kriegsende überstanden. Dazu gehörte unter anderem die Hindenburgstraße, die erst 1949, auf Anordnung der Alliierten, umbenannt werden musste und seitdem den Namen des ersten sozialdemokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert trägt. Die Hindenburgstraße, die die alten Mülheimer vor 1916 als Froschenteich und als Notweg gekannt hatte, war ein Sonderfall. Im Ersten Weltkrieg widmete die Stadt dem "Helden von Tannenberg" eine ihrer zentralen Straßen, weil Hindenburg als General 1914 Ostpreußen von den Russen befreit hatte. Erst später wurde Hindenburg als Reichspräsident, der Hitler zum Reichskanzler ernannte, zu einem der Totengräber der Weimarer Republik.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Noch wesentlich länger überdauerten allerdings die nach dem deutschen Kolonialisten Carl Peters benannte Straße in Eppinghofen und eine Straße sowie ein Platz in Oberdümpten, die noch bis Mitte der 90er Jahre den Namen des antisemitischen Hofpredigers Adolf Stöcker trugen. Heute tragen diese Straßen und Plätze die Namen der sozialdemokratischen Verfassungsmutter und Juristin Elisabeth Selbert sowie der von den Nazis 1945 ermordeten Anne Frank, die mit ihrem Tagebuch ein unvergängliches und bestürzendes Zeitdokument für die Verbrechen des Holocaust hinterlassen hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Ebenfalls erst Mitte der 90er Jahre fasste der Rat der Stadt einen offiziellen Beschluss, der Hitler und Hindenburg die 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft der Stadt aberkannte. Zuvor hatte die Stadt argumentiert, die Ehrenbürgerschaften seien mit dem Tode Hitlers und Hindenburgs automatisch erloschen. Nach Auskunft des Verbandes der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN) stand die Aberkennung der umstrittenen Ehrenbürgerschaften aus der NS-Zeit bereits 1946 und 1985 Thema im Stadtparlament, war aber nie abschließend beschlossen wurde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Bis heute gibt es in Mülheim Straßennamen, an denen sich die Geister scheiden. Das bekannteste Beispiel ist die 1967 nach Fritz Thyssen benannte Straße in Dümpten. Thyssen, der einst von sich sagte: "I paid Hitler/Ich bezahlte Hitler" wandelte sich immerhin noch während der Nazi-Zeit vom Förderer zum Gegner Hitlers und wurde so selbst zum Verfolgten. Die Debatte über diesen Straßennamen ist sicher noch nicht abgeschlossen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;em&gt;Ein ausführlicher Beitrag zu diesem Thema erschien in der NRZ vom 9. November 2011 &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-6403843448576489456?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/6403843448576489456/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/11/ein-streifzug-durch-ein-dunkles-kapitel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6403843448576489456'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6403843448576489456'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/11/ein-streifzug-durch-ein-dunkles-kapitel.html' title='Ein Streifzug durch ein dunkles Kapitel der Mülheimer Straßennamen'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-7021797052198940501</id><published>2011-11-05T14:39:00.010+01:00</published><updated>2011-11-08T22:47:12.838+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik; Portrait'/><title type='text'>Eine Politikerin mit Weitsicht: Die Mülheimer Bundestagsabgeordnete Helga Wex starb vor 25 Jahren</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-N8Sc8Watgnw/TrmirT-iESI/AAAAAAAAAnI/t7UlskV_Yoc/s1600/HELGAWEX.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 134px; FLOAT: left; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5672744070630478114" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-N8Sc8Watgnw/TrmirT-iESI/AAAAAAAAAnI/t7UlskV_Yoc/s200/HELGAWEX.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Elterngeld bei Vätern immer beliebter." So titelte kürzlich die NRZ. Die Idee, Eltern finanziell zu unterstützen, damit sie Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können, ist nicht neu.Bereits 1973 beantragte eine Mülheimerin im Deutschen Bundestag, ein Erziehungsgeld einzuführen und Erziehungszeiten auf die gesetzliche Rente anzurechnen. Helga Wex hieß sie. Sie war damals als stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende der Union eine der prominentesten Bundespolitikerinnen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Als Bundesvorsitzende der damals 160?000 Mitglieder zählenden Frauenvereinigung in der CDU, die heute Frauenunion heißt, gehörte sie in den 70er und 80er Jahren zu den exponiertesten Frauen- und Familienpolitikerinnen.Viele Ideen und Forderungen, die sie damals in Positionspapieren und Programmen formulierte, klingen auch 25 Jahre nach ihrem Tod immer noch aktuell: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch Teilzeitarbeit und Job-Sharing, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Frauen in politische Führungsverantwortung, Partnerrente und Erziehungsgeld. Mit letzterem konnte sich Wex 1973 nicht durchsetzen, weil ihr Anliegen auf finanzpolitische Vorbehalte stieß. Auch das klingt uns heute vertraut."Einige ihrer Forderungen waren für einige in ihrer Partei damals fast revolutionär", erinnert sich ihr damaliger Mitarbeiter Jochen Hartmann. Bis heute bewundert er ihre Intensität und Leidenschaft, mit der sie für ihre Überzeugungen kämpfte. Woher diese unermüdliche Motivation kam erfuhr er in einem Gespräch, in dem sie von ihrem sozialdemokratischen Vater erzählte, der von den Nazis in Handschellen durch die Straßen von Buxtehude geführt wurde, wo Wex als Helga Schimke 1924 geboren wurde und heute ein Platz ihren Namen trägt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;"Damit so etwas in Deutschland nicht noch einmal vorkommen kann", wollte die promovierte Literaturwissenschaftlerin nach ihrem Studium in die Politik gehen.Nach einem Intermezzo als Mitarbeiterin einer Literaturzeitschrift und einem Auslandstudium in Brügge und Den Haag machte Wex als Ministerialreferentin in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Bonn ab 1953 ihre ersten politischen Erfahrungen. In der damaligen Bundeshauptstadt lernte sie auch ihren Mann, den Juristen Günther Wex kennen, mit dem sie nach Mülheim ging, wo später zwei Töchter zur Welt kamen. Hier stieg Helga Wex 1961 als CDU-Ratsfrau mit den Themenschwerpunkten Weiterbildung und Kultur in die Kommunalpolitik ein.Doch schon bald bahnte sich der Wechsel in die Bundespolitik an.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;1965 kandidierte sie erstmals für den Bundestag. Erfolglos. Ausgerechnet der Tod des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer sorgte im April 1967 dafür, dass die Stadträtin über die Landesliste ihrer Partei in den Bundestag einzog. Dort machte sie sich nicht nur im Ausschuss für Bildung Wissenschaft einen Namen, der dafür sorgte, dass Wex auch in der Bundespolitik blieb, als sie 1969 den Wiedereinzug in den Bundestag verpasste. 1969 wurde sie deshalb zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden ihrer Partei gewählt, um mit dem Themenschwerpunkten Frauen und Familie weibliche Wähler für die gerade abgewählte Union zurückzugewinnen. Ein Jahr vor ihrem Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag übernahm Wex 1971 den Vorsitz der CDU-Frauenvereinigung, mit der sie 1975 ein modernes frauen- und familienpolitisches Programm durchsetzte, das sich zum Prinzip Partnerschaft in Familie und Beruf und zur Gleichwertigkeit von Familien- und Erwerbsarbeit bekannte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;"Wir sind Mitstreiter für eine freie Gesellschaft, in der die Stellung der Frau auf gleicher Verantwortung, gleichen Pflichten und gleichen Rechten beruht," betonte sie damals in ihrer Parteitagsrede.Das mag heute, da wir von einer Kanzlerin und einer Ministerpräsidentin regiert werden, fast banal klingen, hört sich aber ganz anders an, wenn man weiß, dass Frauen erst 1977 das Recht erhielten, ohne Zustimmung ihres Ehemannes berufstätig zu werden. Mit Erfolg kämpfte Wex in den 70ern für die Einrichtung einer Bundestags-Kommission und eines Forschungsinstitutes, die ebenso, wie die 1985 von ihr initiierten CDU-Leitsätze "für eine neue Partnerschaft zwischen Mann und Frau" Antworten auf ihre Lebensfrage gaben: Wie wird Gleichberechtigung Wirklichkeit?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Obwohl sie während der Bundestagswahlkämpfe 1972, 1976 und 1980 in den Schattenkabinetten der jeweiligen Unions-Kanzlerkandidaten als Familienministerin vorgesehen war, wurde sie nach dem Regierungswechsel 1982 unter dem CDU-Kanzler Helmut Kohl keine Familienministerin. Sie blieb Fraktionsvize und wurde Koordinatorin für die deutsch-französischen Beziehungen. Auch ihr Vorschlag eines Familienkabinetts, das alle Regierungsentscheidungen auf Familienfreundlichkeit überprüfen sollte, wurde nicht aufgegriffen. Warum? Der Spiegel mutmaßte in einem Nachruf auf die 1986 an einem Krebsleiden verstorbene Helga Wex, Kohl habe die "elegante und unbequeme Dame aus Mülheim nicht leiden" können. Der Spiegel selbst würdigte sie als "christliche Frauen-Streiterin" und als "Farbtupfer in dem vom grauen Männer-Zwirn beherrschten" Bundestag.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Dieser Beitrag erschien am 10. Seotember 2011 in der NRZ&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-7021797052198940501?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/7021797052198940501/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/11/eine-politikerin-mit-weitsich-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7021797052198940501'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7021797052198940501'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/11/eine-politikerin-mit-weitsich-die.html' title='Eine Politikerin mit Weitsicht: Die Mülheimer Bundestagsabgeordnete Helga Wex starb vor 25 Jahren'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-N8Sc8Watgnw/TrmirT-iESI/AAAAAAAAAnI/t7UlskV_Yoc/s72-c/HELGAWEX.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-4057675267077682140</id><published>2011-10-23T11:21:00.004+02:00</published><updated>2011-10-23T11:28:53.215+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche; Glauben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Keine Institution von gestern oder: Warum die Katholischen Öffentlichen Büchereien in Zeiten des demografischen Wandels nötiger denn je sind</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Vera Steinkamp vom Medienforum des Bistums nennt beeindruckende Zahlen: 1200 Frauen und Männer haben sich 2010 als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit insgesamt 112.000 Arbeitsstunden in den Katholischen Öffentlichen Büchereien ihrer Gemeinden engagiert. Sie haben dabei 1843 Veranstaltungen auf die Beine gestellt und rund 38.000 Leserinnen und Leser beraten, 5,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. "Ihre Arbeit wird geschätzt. Sie sind sichtbar. Sie sind keine grauen Mäuse", bestätigt die Leiterin des Medienforums den rund 90 ehrenamtlichen Bibliothekaren, die den Weg zum Diözesantag der Katholischen öffentlichen Büchereien in die Wolfsburg gefunden haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Die Frauen und Männer des guten Buches haben sich an diesem Samstag im Auditorium der katholischen Akademie versammelt, um sich mit ihrer Zukunft zu beschäftigen. Wie wird diese Zukunft aussehen? "Weniger, vielfältiger, älter und weiblicher", sagt Referentin Ellen Ehring. Die Organisationsberaterin ist immer wieder gefragt, wenn Städte und Landkreise darüber nachdenken, wie sie sich auf den demografischen Wandel einstellen können. Dass unsere Gesellschaft immer älter und bunter wird, macht Ehring mit einem "bewegten Einstieg" deutlich. Alle Tagungsteilnehmer müssen sich in einer Runde aufstellen. "Wer ist unter 30? Bitte vortreten!" Keiner. Gerade mal zwei KÖB-Frauen sind unter 40. Die Gruppe der 40- bis 50-Jährigen ist überschaubar. Die Gruppe der 50- bis 60-Jährigen ist die größte, gefolgt von der Gruppe 60 Plus. Viele treten auch vor, als nach Freunden, Nachbarn und Verwandten mit Zuwanderungshintergrund gefragt wird.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Die Zahlen, die Ehring nennt machen nachdenklich. 2010 hatten wir in 16 deutschen Bundesländern nur 678.000 Neugeborene. 1964 waren es in elf westdeutschen Bundesländern noch 1,57 Millionen. 2050 werden ein Drittel aller Deutschen 65 und älter sein. Schon heute wächst ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland in einer Zuwandererfamilie auf. Und 73 Prozent aller Frauen über 65 sind heute aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung verwitwet. Was bedeutet diese Entwicklung für die Katholischen öffentlichen Büchereien der Zukunft? Ehring macht ihren Zuhörern Mut. "Das wird Ihre Stunde sein. Denn sie sind mit ihren Büchereien nah dran an den Menschen. Halten sie das aufrecht. Denn wir brauchen in Zukunft immer mehr kommunikative Bildungs- und Begegnungsorte, zu denen ältere Menschen hingehen können. Außerdem brauchen wir mehr Komm- und Bringstrukturen." Und auch das macht Ehring deutlich. Katholische öffentliche Büchereien müssen sich im Zeitalter des demografischen Wandel mehr denn je vernetzen, um mit Partnern neue Angebote machen zu können. Sei es eine Informationsveranstaltung für pflegende Angehörige, Qualifizierungsangebote für Zuwanderer oder eine intensivere Betreuung und Förderung der weniger, aber um so wichtiger werdenden Kinder einer immer älter werdenden Gesellschaft. Für Vera Steinkamp steht nach dem Vortrag fest: "Katholische öffentliche Büchereien sind kein kultureller Luxus, sondern ein gesellschaftliches Muss."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Dieser Beitrag erschien am 21. Oktober 2011 im Ruhrwort&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-4057675267077682140?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/4057675267077682140/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/keine-institution-von-gestern-oder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4057675267077682140'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4057675267077682140'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/keine-institution-von-gestern-oder.html' title='Keine Institution von gestern oder: Warum die Katholischen Öffentlichen Büchereien in Zeiten des demografischen Wandels nötiger denn je sind'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3106154443069747661</id><published>2011-10-21T09:20:00.007+02:00</published><updated>2011-10-21T09:31:47.476+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirtschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Warum Bernd Fleskes das Prädikat eines behindertenfreundlichen Arbeitgebers verdient hat</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Schwerbehindert. Das Wort klingt nach Leistungsunfähigkeit. Vielleicht liegt es daran, dass der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zu dem Ergebnis kommt, dass 80 Prozent aller Unternehmen in seinem Bereich ihre gesetzliche Verpflichtung nicht erfüllen, nämlich mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze an Menschen mit Behinderung zu vergeben. Lieber zahlen sie eine entsprechende Ausgleichsabgabe und kaufen sich von ihrer Verpflichtung frei. Der Anteil der Mitarbeiter mit Behinderung liegt in der freien Wirtschaft landesweit gerade mal bei 4,3 Prozent, während im öffentlichen Dienst immerhin 6,6 Prozent aller Beschäftigten ein Handicap haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Doch es gibt auch in der freien Wirtschaft Ausnahmen von dieser unrühmlichen Regel. Eine von ihnen ist der Mülheimer Unternehmer Bernd Fleskes. Der 50-Jährige, der selbst einen behinderten Schwager hat, betreibt im Hafen eine Firma für Behältermanagement und Verpackungslogistik. Drei seiner zwölf Mitarbeiter, also 25 Prozent sind schwerbehindert. Einer von ihnen arbeitete zuvor in einer beschützenden Werkstatt und absolviert jetzt bei ihm mit Aussicht auf Erfolg eine Ausbildung zum Fachlageristen. Er schaffte damit den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt. Zwei weitere Mitarbeiter von Fleskes sind körperbehindert. „Sie sind alle sehr glücklich, dass sie mit ihrer Arbeit ihr Leben selbstständig gestalten können und sind deshalb auch besonders leistungsbereit und zuverlässig“, lobt Fleskes seine behinderten Mitarbeiter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Sein Vorbild empfiehlt der LVR zur Nachahmung und verlieh Fleskes jetzt das Prädikat „behindertenfreundlicher Arbeitgeber.“ Er selbst weiß, was er an seinen Kollegen mit und ohne Handicap hat. „Wir verstehen unseren Betrieb als ein Unternehmen mit sozialem Anspruch“, betont Fleskes. Aber auch in der betriebswirtschaftlichen Praxis hat sich sein Vertrauen in seine gehandicapten, aber leistungsbereiten Mitarbeiter ausgezahlt. „Wir arbeiten sehr gerne mit unseren Mitarbeitern mit Behinderung zusammen. Denn wenn die Rahmenbedingungen auf die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt sind, haben alle Freude an der Arbeit und liefern gute Qualität“, versichert Fleskes und macht so seinen skeptischen Unternehmerkollegen Mut, seinem Beispiel zu folgen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Auch die bei Arbeitgebern weit verbreitete Furcht vor unkalkulierbaren finanziellen und rechtlichen Risiken kann er aus seiner Erfahrung nicht bestätigen.Er selbst musste aus betriebsbedingten Gründen schon einmal zwei gehörlosen Mitarbeiterinnen kündigen und bekam das vom LVR nach einer entsprechenden Begründung auch genehmigt. „Ich bin dort gut aufgehoben“, erklärt Fleskes mit Blick auf die fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung, die ihm vom LVR, sowie vom Sozial- und Integrationsamt zuteil geworden ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Weitere Arbeitgeberfragen zu den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Einstellung eines schwerbehinderten Mitarbeiters beantwortet &lt;strong&gt;Frank Spiller&lt;/strong&gt; von der Fürsorgestelle beim Sozialamt unter  der Rufnummer: &lt;strong&gt;4 55 -50 62&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Dieser Beitrag erschien am 14. Oktober 2011 in der NRZ &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3106154443069747661?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3106154443069747661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/warum-bernd-fleskes-das-pradikat-eines.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3106154443069747661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3106154443069747661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/warum-bernd-fleskes-das-pradikat-eines.html' title='Warum Bernd Fleskes das Prädikat eines behindertenfreundlichen Arbeitgebers verdient hat'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-8624276867142764114</id><published>2011-10-20T22:54:00.007+02:00</published><updated>2011-10-20T23:08:49.412+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><title type='text'>Welche Bedeutung hat die Styrumer Gesamtschule in den letzten 25 Jahren für den Stadtteil gewonnen? Ein Gespräch mit ihrem Schulleiter Behrend Heeren</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Heute kann man es sich gar nicht mehr vorstellen. Aber bis 1986 konnte man in Styrum kein Abitur machen. Dann kam die Gesamtschule, die seit 1993 den Namen des ehemaligen Bundeskanzlers und SPD-Vorsitzenden Willy Brandt trägt. Welche Bedeutung hat diese Schule mit ihren heute 975 Schülern in den letzten 25 Jahren gewonnen. &lt;strong&gt;Behrend Heeren&lt;/strong&gt; muss es wissen. Der 65-jährige Pädagoge leitet die Schule von Anfang an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie hat sich die Schule in den letzten 25 Jahren verändert?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Schule hat an Kontinuität und Stabilität gewonnen. Anfangs hatten wir nur 85 Schüler und begannen als eine Abteilung der Gustav-Heinemann-Schule. Damals mussten wir um unser Standing kämpfen. Doch schon im zweiten Schuljahr hatten wir bei den Anmeldungen Überhänge und das hat sich eigentlich bis heute so gehalten. Heute kommen 60 Prozent unserer Schüler aus Styrum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie hat sich der Stadtteil aus Ihrer Sicht seit 1986 gewandelt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Bau dieser Schule war Teil einer Wohnumfeldverbesserung in Styrum, die auch Früchte getragen hat. Doch seit zehn bis 15 Jahren merkt man, dass die soziale Spaltung des Stadtteils voranschreitet und die soziale Schere weiter aufgeht.Frage: Woran merkt man das?Antwort: Man muss nur mit offenen Augen durch die Straßen gehen und sehen, wie sich Menschen kleiden und bewegen, um zu erkennen, dass die Zahl der sozial schwachen Familien zugenommen hat. Ein Indikator an unserer Schule ist die Tatsache, das über 100 von insgesamt 975 Schülern Leistungen des Bildungsteilhabepaketes und kostenlose Schülerbücher des Schulträgers in Anspruch nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche Rolle spielt die starke türkischstämmige Gemeinschaft in Styrum?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir haben inzwischen eine gefestigte türkische Infrastruktur im Stadtteil. Das ist nicht nur von Vorteil, weil damit der Zwang abgenommen hat, Deutsch zu lernen. Neben türkischen Geschäften und Vereinen spielt dabei auch das türkische Satellitenfernsehen eine große Rolle, das es vor 25 Jahren noch nicht gegeben hat.Frage: Wie hoch ist der Anteil der türkischstämmigen Schüler an Ihrer Schule?Antwort: Diesen Anteil schätzte ich in der Sekundarstufe 1 auf 25 bis 27 Prozent. Dabei gibt es auch bei den türkischstämmigen Elternhäusern eine Spaltung zwischen bildungsbewussten und bildungsfernen Elternhäusern. In den bildungsnahen Elternhäusern sprechen die Eltern auch ganz bewusst Deutsch. Früher kamen fast alle türkischstämmigen Styrumer Kinder mit Gymnasialempfehlung zu uns. Heute haben einige bildungsnahe türkische Familien auch das Gymnasium für sich entdeckt. Sie stellen dort aber oft fest, dass ihre Kinder nicht so erfolgreich sind, weil wir hier eine breite Stützungs- und Förderinfrastruktur haben, die Kinder fördert und fordert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum hat eine Gesamtschule, wie die Ihre, in Styrum besonders viel Sinn?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gerade in einem Stadtteil, in dem sich die soziale Schere immer weiter öffnet, ist es wichtig eine Schule zu haben, die als Klammer wirkt, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Dazu trägt das gemeinsame Lernen in unserer Schule bei, in dem die soziale Teilung so lange wie möglich vermieden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mit der Gründung der Willy-Brandt-Schule konnten Styrumer Schüler erstmals vor Ort Abitur machen. Wie hat sich das auf den Stadtteil ausgewirkt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das ist schwer zu sagen, weil wir bisher noch keine Langzeitbiografien erhoben haben. Einige Schüler machen eine Ausbildung. Andere verlassen den Stadtteil, um zu studieren, behalten aber ihre Styrumer Wurzeln. Ein erfolgreiches Bildungsbeispiel ist für mich ein ehemaliger Schüler, der bei uns das Abitur gemacht hat und den ich heute als stellvertretenden Filialleiter regelmäßig in der Styrumer Sparkasse am Sültenfuß treffe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche Bedeutung hat für Sie die in Ihrer Schule ansässige Stadtteilbücherei?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir nutzen die Stadtteilbücherei als Schule sehr intensiv, aber auch die Stadtteilbücherei nutzt Räume unserer Schule, etwa für Spiel- und Bastelangebote mit Kindern. Die Leiterin der Stadtteilbücherei, Petra Sachse, stellt regelmäßig Themenapparate für Schüler zusammen. so dass sie in der Bibliothek arbeiten und Aufgaben lösen können. Außerdem haben Schüler zusammen mit der Stadtteilbücherei auch schon eine Ausstellung zum Thema „Widerstand in Mülheim“ erstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche Rolle spielt der Stadtteil im Schulalltag?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Er spielt auf vielen Ebenen eine Rolle. Unsere Schüler machen zum Beispiel ihre Betriebspraktika in Styrumer Firmen und Kindertagesstätten. Sie gehen als Lesepaten in die Grundschulen des Stadtteils. Kunstkurse stellen ihre Arbeiten in der Feldmannstiftung oder beim Optiker Früchtenicht aus. Erdkunde- und Kunstkurse haben zum Beispiel Ideen für die Neugestaltung des Sültenfußes oder für die Gestaltung des Naturbades geliefert. Sozialwissenschaftskurse nehmen zum Beispiel die Geschäfte des Stadtteils und ihre Werbung unter die Lupe. Und zurzeit bereitet ein Sozialwissenschaftskurs eine Befragung von Styrumer Senioren vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 20. Oktober 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-8624276867142764114?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/8624276867142764114/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/welche-bedeutung-hat-die-styrumer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8624276867142764114'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8624276867142764114'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/welche-bedeutung-hat-die-styrumer.html' title='Welche Bedeutung hat die Styrumer Gesamtschule in den letzten 25 Jahren für den Stadtteil gewonnen? Ein Gespräch mit ihrem Schulleiter Behrend Heeren'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-7121751187632621182</id><published>2011-10-17T22:45:00.006+02:00</published><updated>2011-10-17T22:54:00.966+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Die Stadtbücherei im Wandel der Zeit</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Bücher müssen nicht teuer sein. Dafür sorgt die Stadtbücherei. Fast eine Million mal haben Mülheimer im letzten Jahr dort nicht nur Bücher, sondern auch Zeitschriften, Hörbücher, Musik-CDs, Spiele oder DVD-Filme ausgeliehen. Dass sich der Umzug vom Rathausmarkt ins neue Medienhaus 2009 für die Stadtbücherei ausgezahlt hat, sieht Büchereileiterin Claudia vom Felde daran, dass die Zahl der Ausleihen in der alten, 1969 eröffneten Stadtbücherei am Rathausmarkt nur bei 690 000 lag.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Viele Geschäftsleute verbringen hier ihre Mittagspause. Und es kommen auch mehr Schüler und Studenten als früher“, berichtet vom Felde aus dem Alltag des Medienhauses am Synagogenplatz. Als dieser Platz noch Viktoriaplatz hieß, wurde dort bereits 1905 eine Volkslesehalle eingerichtet. So schließt sich der Kreis.Verführung zum LesenDie Bibliothekschefin bestätigt, dass literarische Appetitmacher, wie die Frankfurter Buchmesse oder die derzeit laufenden Mülheimer Herbstblätter vor allem die Nachfrage nach neuen Romanen steigern. Aber auch Hör- und Sachbücher, so vom Felde, stünden bei den Bibliotheksnutzern hoch im Kurs. Dagegen sind Musik- und Videokassetten inzwischen nicht mehr gefragt und deshalb aus den Regalen verschwunden.Heute haben sie in der Stadtbücherei, zu der neben der Zentralbibliothek im Medienhaus, auch die Schul- und Stadtteilbüchereien an der Oberhausener Straße in Styrum, an der Frühlingstraße in Speldorf, an der Kleiststraße in Heißen und an der Boverstraße in Dümpten gehören die Auswahl aus insgesamt 240 000 verschiedenen Medien. Ein Ankaufetat von jährlich 200 000 Euro sorgt dafür, dass die Stadtbücherei auf dem aktuellen Stand bleibt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Welcher Unterschied zu den 70 000 Büchern, mit denen die Stadtbücherei vor 60 Jahren an den Start ging. Es war ein Neustart nach dem Krieg. Denn beim großen Luftangriff vom Juni 1943 war ein Großteil des Bibliotheksbestandes in Flammen aufgegangen. Die Reste wurden an der Ruhr- und an der Kettwiger Straße eingelagert. Mit dem Wiederaufbau der Stadtbücherei, deren Ursprünge bis ins Jahr 1883 zurückreichen, konnte man erst 1947 beginnen.Schon ab 1926 hatte der Weg zum guten Buch zur Schloßbrücke geführt. Dort, wo heute neue Wohnungen mit exklusivem Ruhrblick entstanden sind, gingen die Mülheimer damals entweder zum Schwimmen ins Stadtbad oder zum Schmökern in die Stadtbücherei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Im Haus an der Leineweberstraße, damals lautete die Adresse noch Schloßstraße 70, waren nicht nur Ausleihe und Lesesaal sowie Jugend- und eine Musikbücherei, sondern auch eine heimatkundliche Abteilung, eine Buchbinderei und ein Ausstellungsraum untergebracht. Da war es nur folgerichtig, dass man nach dem Bibliotheksumzug in den Neubau am Rathausmarkt 1970 an der Schloßbrücke das städtische Kunstmuseum einquartierte, das 1994 in die Alte Post umziehen sollte.Und die Geschichte der Stadtbücherei, die heute täglich von mehr als 1000 Bürgern besucht wird, geht mit dem Start der E-Book-Ausleihe im Januar 2012 weiter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dieser Beitrag erschien am 15. Oktober 2011 in der NRZ&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-7121751187632621182?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/7121751187632621182/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/die-stadtbucherei-im-wandel-der-zeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7121751187632621182'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7121751187632621182'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/die-stadtbucherei-im-wandel-der-zeit.html' title='Die Stadtbücherei im Wandel der Zeit'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3698155949636120503</id><published>2011-10-15T22:59:00.007+02:00</published><updated>2011-10-21T22:34:53.725+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><title type='text'>Wie sich ein Stadtteil eine neue Schule erkämpfte: Die Entstehungsgeschichte der Styrumer Gesamtschule</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Als Pädagoge weiß der inzwischen pensionierte Winfried Schmidt: Die Schule ist wie das Leben, eine Baustelle. Die aktuellen Umbaumaßnahmen an der Styrumer Gesamtschule erinnern ihn an die Bauarbeiten, die dort bewerkstelligt werden mussten, als er dort vor gut 30 Jahren Schulleiter war.Was vor 25 Jahren zur Gesamtschule wurde, war zu seiner Zeit noch eine Hauptschule und in baulich bedenklichem Zustand.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;1977 kam Schmidt von der damals noch existierenden Hauptschule an der Bülowstraße in Broich an die Oberhausener Straße. „Das war das reinste Paradies gegenüber den Verhältnissen, wie ich sie damals in Styrum antraf“, erinnert sich Schmidt an eine Schule, die damals extremen Renovierungsbedarf hatte.Der Zustand der Klassenräume förderte die damals ohnehin schon vorhandene Frustration und Gewaltbereitschaft der Jugendlichen und stand im krassen Kontrast zur neuen Lehrküche und zum Technikraum, mit dem man schon damals auf praxis- und berufsorientiertes Lernen setzte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Als sich der Schulausschuss eines Tages zu einem Besuch mit Pressebegleitung ansagte, setzte Schmidt einige Schüler bewusst auf den Flur, um die Raumnot zu unterstreichen. Die Lokalpresse titelte „Kinder müssen auf dem Schulflur lernen.“Spätestens, als er davon erfuhr, dass die ohnehin baubedürftige Hauptschule an der Oberhausener Straße noch drei Pavillons auf ihren Schulhof gestellt bekommen sollte, um dort zwölf Klassen der Realschule Styrum unterzubringen und das ganze als „Schulzentrum Styrum“ zu deklarieren. mobilisierten sich Eltern, Lehrer und Schüler.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Unter dem Motto „Wir sind nicht Mülheims Cinderella. Macht mit dem Neubau etwas schneller. Für die City hat man Geld. Um Styrum ist es schlecht bestellt“ sammelte man 1980 über 5000 Unterschriften für einen Schulneubau an der Oberhausener Straße. „Der ganze Stadtteil hat sich uns angeschlossen und man merkte, wie die Aktion den Styrumern ein neues Selbstbewusstsein gab“, erinnert sich Schmidt.Doch ab 1981 wurde aus der Bewegung für die Modernisierung der alten Hauptschule eine Bewegung für eine Gesamtschule in Styrum. Schmidt erinnert sich an eine große Informationsveranstaltung in der Styrumer Union. Den Anstoß zur Trendwende vom Hauptschulumbau zur neuen Gesamtschule für Styrum kam durch den 1981 gefassten Ratsbeschluss zustande, in Saarn eine zweite Gesamtschule zu errichten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Die erste Gesamtschule der Stadt, die Gustav-Heinemann-Schule war bereits 1970 in Dümpten gegründet worden. „Wenn Ihr der Meinung seid, dass die Gesamtschule die bestmögliche Schulform ist, dann gehört sie auch nach Styrum“, beschreibt Schmidt die Argumentationslinie gegenüber der damals mit absoluter Mehrheit regierenden SPD. Doch es sollte noch bis 1986 dauern, ehe das Ziel einer Styrumer Gesamtschule, die erstmals die Möglichkeit eröffnete, im Stadtteil das Abitur zu machen, Wirklichkeit werden sollte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrung ist Schmidt, der später die Hauptschule an der Frühlingstraße in Speldorf leitete zu der Einsicht gekommen, dass das vielfach gegliederte Schulsystem schon lange nicht mehr funktioniert und das eine Stadtteilschule, die Schüler aller bisherigen Schulformen in einer neun Schulform zusammenführt zukunftsweisend ist, ob in Styrum oder auch in Eppinghofen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;Dieser Beitrag erschien am 6. Oktober 2011 in NRZ und WAZ&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3698155949636120503?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3698155949636120503/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/wie-sich-ein-stadtteil-eine-neue-schule.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3698155949636120503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3698155949636120503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/wie-sich-ein-stadtteil-eine-neue-schule.html' title='Wie sich ein Stadtteil eine neue Schule erkämpfte: Die Entstehungsgeschichte der Styrumer Gesamtschule'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5823767101159298889</id><published>2011-10-13T22:39:00.007+02:00</published><updated>2011-10-13T22:50:53.199+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Als die Demokratie in Mülheim laufen lernte: Vor 65 Jahren wählten die Mülheimer den ersten Stadtrat der Nachkriegszeit</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ein steigendes Haushaltsdefizit und rückläufige Gewerbesteuer. Da wird Kommunalpolitik zur Quadratur des Kreises. Da ist die Ratsarbeit alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Das war sie vor 65 Jahren allerdings noch viel weniger als heute. Damals wählten die Mülheimer ihren ersten Nachkriegsrat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Herr im eigenen Haus“ sollten die Mülheimer werden. So forderte es die britische Militärregierung in einem Aufruf vom Mai 1946. Das Müllheimer Haus glich ein Jahr nach Kriegsende noch einer Ruine. 800 000 Kubikmeter Trümmerschutt lagen auf den Straßen. Fast 30 Prozent aller Wohngebäude waren zerstört. Zwei Drittel galten als kriegsbeschädigt. In dieser Situation fordert die britische Militärregierung die Bürger auf: „Schließe dich einer Partei an. Informiere dich politisch. Arbeite mit. Hilf mit. Es gibt nur diesen einen Weg zur Freiheit.”Die Stadt wiederaufzubauen und den Hunger zu überwinden waren über alle Parteigrenzen hinweg das politische Gebot der Stunde und das beherrschende Thema in mehr als 100 Wahlversammlungen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Eine von ihnen fand mit dem späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer im Speldorfer Tengelmann-Saal statt. Der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Adenauer war damals CDU-Vorsitzender der britischen Zone.Brot und StimmeDie SPD-Ratskandidatin und Awo-Chefin Änne Fries forderte angesichts der dramatischen Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Kleidung in der NRZ: „Wir müssen verlangen, dass endlich mehr Bezugsmarken herausgegeben werden, denn Ware ist an verschiedenen Stellen noch gelagert.“ Die britische Militärregierung fürchtete angesichts der großen Not, dass die Kommunisten mehr Zulauf bekommen könnten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nicht zuletzt deshalb hob sie in der Woche vor der Wahl die Brotration an. Ihre Furcht war unbegründet.Fast 79 Prozent der wahlberechtigten Mülheimer machten am 13. Oktober 1946 von ihrem Wahlrecht Gebrauch, gut 27 Prozent mehr als bei der letzten Kommunalwahl 2009 Die Wahlnacht vom 13. auf den 14. Oktober 1946 wurde lang. Die Auszählung der 71 500 Stimmen Stimmen dauerte bis 4.30 Uhr. Dann stand fest:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die CDU zieht mit 39 Prozent der Stimmen und 22 Stadtverordneten als stärkste Fraktion in den neuen Rat ein und stellt mit Wilhelm Diederichs den Oberbürgermeister. Die von Heinrich Thöne angeführten Sozialdemokraten erringen 37 Prozent der Stimmen und 14 Mandate, werden zweitstärkste Fraktion. Die Freien Demokraten erringen mit 13 Prozent der Stimmen zwei und die Kommunisten mit zehn Prozent der Stimmen nur ein Stadtratsmandat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Drei Wochen nach der Kommunalwahl trat der erste Nachkriegsstadtrat zu seiner ersten Sitzung zusammen. Weil der Ratssaal noch kriegszerstört war, tagten die Stadtverordneten in der Aula des heutigen Otto-Pankok-Gymnasiums an der Von-Bock-Straße, streng beobachtet von den Vertretern der britischen Militärregierung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dieser Beitrag erschien am 13. Oktober 2011 in der NRZ &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5823767101159298889?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5823767101159298889/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/als-die-demokratie-in-mulheim-laufen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5823767101159298889'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5823767101159298889'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/als-die-demokratie-in-mulheim-laufen.html' title='Als die Demokratie in Mülheim laufen lernte: Vor 65 Jahren wählten die Mülheimer den ersten Stadtrat der Nachkriegszeit'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-162887045077224492</id><published>2011-10-09T15:50:00.009+02:00</published><updated>2011-10-09T16:12:55.416+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche; Glauben'/><title type='text'>Eine gute Idee braucht Unterstützung: Die katholische Ladenkirche am Kohlenkamp hat jetzt einen Förderverein</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-AznVEmja4KI/TpGrx_7wA7I/AAAAAAAAAmI/qMKyuZDG7rU/s1600/EVLADENKIRCHE.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5661495082045408178" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-AznVEmja4KI/TpGrx_7wA7I/AAAAAAAAAmI/qMKyuZDG7rU/s200/EVLADENKIRCHE.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-fYZkQt44Uy4/TpGrneHjDbI/AAAAAAAAAmA/7ZpKie_VmVk/s1600/KATHLADENKIRCHE.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5661494901169393074" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-fYZkQt44Uy4/TpGrneHjDbI/AAAAAAAAAmA/7ZpKie_VmVk/s200/KATHLADENKIRCHE.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;"Eingeladen Kirche zu erleben" steht über dem Eingang der katholischen Ladenkirche am Kohlenkamp 30. Das ist dort seit sechs Jahren Programm. Und das soll es auch in Zukunft bleiben. Deshalb stellt sich dort am 24. September 2011 ein neuer Förderverein vorgestellt, der die Ladenkirche finanziell unterstützen möchte, um dieses Angebot langfristig zu erhalten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Konkret geht es, wie der Vorsitzende des Fördervereins, der Pfarrer von St. Barbara, Manfred von Schwartzenberg, sagt, um die Finanzierung der Kaltmiete für das Ladenlokal in bester City-Lage. Dafür sind monatlich 1200 Euro aufzubringen.Beim Thema Miete hat es die vor sieben Jahren eröffnete Evangelische Ladenkirche an der Kaiserstraße 4 besser. Ihr Ladenlokal befindet sich im Altenhof und damit in einem Haus des Kirchenkreises An der Ruhr. Auch wenn die evangelische Ladenkirche im Gegensatz zu ihrer katholischen Schwester mit Nina Gutmann eine hauptamtliche Leiterin hat, werden beide Ladenkirchen maßgeblich von ehrenamtlichen Helfern betreut. In der katholischen Ladenkirche tun 50 und in der evangelischen 25 Ehrenamtliche Dienst. Trotz dieses unentgeltlichen Einsatzes bleiben nicht unerhebliche Kosten für den Betrieb der Ladenkirchen. Können sich das Kirchen in Zeiten sinkender Mitgliederzahlen und stagnierender Kirchensteuereinnahmen überhaupt leisten und wenn ja, warum?&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Johannes Valkyser, der das ehrenamtliche Mitarbeiterteam der katholischen Einrichtung leitet, sieht sie als "Türöffner" und als "eine Oase der Stille" für Menschen, die vielleicht nicht ohne weiteres eine Kirche betreten oder das Gespräch mit einem Pfarrer suchen würden, aber dennoch viele Fragen an das Leben, den Glauben und die Kirche haben. "Gerade weil wir keine Hauptamtlichen sind, können wir mit unseren Besuchern auf Augenhöhe sprechen und uns manchmal dabei in unserem christlichen Glauben gegenseitig bestärken", sagt Valkyser. Rund 6000 Besucher pro Jahr und täglich eine Handvoll Besucher der 12-Uhr-Andacht sieht er als Beleg dafür, "dass die Ladenkirche verhältnismäßig gut angenommen wird."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das gelte auch für die Sozialsprechstunde der Caritas am Freitagvormittag.Valkysers ehrenamtliche Kollegin Monika Nelges, die sich seit drei Jahren im Mitarbeiterteam der evangelischen Einrichtung engagiert, sieht die Ladenkirche als "einen religiös geprägten Kommunikationsort und als ein niederschwelliges Angebot." Immer wieder stellt sie fest, "dass die Menschen, die zu uns kommen, es genießen, hier immer jemanden anzutreffen, der ein offenes Ohr und Zeit für sie hat." Dabei sprechen sie und ihre Kollegen mit den Besuchern der Ladenkirche im wahrsten Sinne über Gott und die Welt, ohne das es immer gleich um Religion gehen müsste.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Superintendent Helmut Hitzbleck, der die Evangelische Ladenkirche wie mancher seiner Pfarrerkollegen auch gerne als Ort für seine Sprechstunde nutzt, begreift die Ladenkirche als ein "Stück Öffentlichkeitsarbeit" und weist darauf hin, dass jährlich 60 bis 90 Menschen die Ladenkirche als Anlaufpunkt nutzen, um "in einer freien Atmosphäre das Gespräch zu suchen" und wieder in die Evangelische Kirche einzutreten. Auch Hitzblecks katholischer Amtsbruder, Stadtdechant Michael Janßen, der bedauert, dass es seiner Zeit nicht zu einer ökumenischen Ladenkirche gekommen ist, weiß, "dass der allergrößte Teil der Menschen, die in die katholische Kirche eintreten über ein Gespräch in der Ladenkirche zu uns Pfarrern kommen."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Janßens Amtsvorgänger und Ehrenstadtdechant von Schwartzenberg hält die Ladenkirche für unverzichtbar, "weil wir als Kirche auch dort hingehen müssen, wo die Menschen sind, die nicht auf die Idee kämen, die Schwelle einer Kirche zu übertreten."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Mit jeweils rund 52 000 Gemeindemitgliedern&lt;/strong&gt;, stellen Katholiken und Protestanten in Mülheim je ein knappes Drittel der Stadtbevölkerung. Beide Stadtkirchen haben sich in den vergangenen Jahren mit zum Teil schmerzvollen Gemeindefusionen auf weiter sinkende Kirchensteuereinnahmen eingestellt. Der Evangelische Kirchenkreis, der für 2010 5,25 Millionen Euro Kirchensteuer einnahm, geht davon aus, bis 2015 2,5 Millionen Euro seiner Mittel einsparen zu müssen. Die hauptamtliche Mitarbeiterstelle in der Evangelischen Ladenkirche wurde halbiert. Auf katholischer Seite reduzierten sich die Kirchensteuerzuweisungen des Bistums mit der Gründung der drei neuen Groß-Pfarreien 2006 von 1,7 Millionen auf eine Million Euro. Personal musste abgebaut und der katholische Gemeindeverband aufgelöst werden.Die katholische Ladenkirche am Kohlenkamp 30 ist unter der Rufnummer:  2999 678 erreichbar und werktags (10-18 Uhr) sowie samstags (10-14 Uhr geöffnet. Die evangelische Ladenkirche an der Kaiserstraße 4 (Rufnummer:  305  67  31) ist wochentags zur gleichen Zeit und samstags von 11 bis 14 Uhr geöffnet.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 24. September 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;　&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-162887045077224492?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/162887045077224492/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/eine-gute-idee-braucht-unterstutzung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/162887045077224492'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/162887045077224492'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/eine-gute-idee-braucht-unterstutzung.html' title='Eine gute Idee braucht Unterstützung: Die katholische Ladenkirche am Kohlenkamp hat jetzt einen Förderverein'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-AznVEmja4KI/TpGrx_7wA7I/AAAAAAAAAmI/qMKyuZDG7rU/s72-c/EVLADENKIRCHE.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-8289237023385536905</id><published>2011-10-05T23:46:00.007+02:00</published><updated>2011-10-06T00:10:56.165+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst Kultur'/><title type='text'>Werner Gilles: Ein Maler aus Mülheim wird 50 Jahre nach seinem Tod vom Kunstmuseum Alte Post mit einer Ausstellung geehrt:</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-zN7wTadIiL0/TozVpAtSvAI/AAAAAAAAAl4/nCInCl2W3SA/s1600/GILLESAUSSTELLUNG.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5660133732239195138" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-zN7wTadIiL0/TozVpAtSvAI/AAAAAAAAAl4/nCInCl2W3SA/s200/GILLESAUSSTELLUNG.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Träumender und Sehender. Unter diesem Titel präsentiert das Kunstmuseum in de Alten Post von Sonntag, 9. Oktober, bis zum 8. Januar eine Werkschau des Malers und Grafikers Werner Gilles (1894-1961), der zu den Meistern der klassischen Moderne gehört. Im Vorfeld der Ausstellung sprach ich für die NRZ mit dem 1925 in Mülheim geborenen Gilles-Neffen &lt;strong&gt;Klaus Kleinheisterkamp&lt;/strong&gt; über den Maler und dessen Verhälsnis zu Mülheim.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Welche Beziehung hatte Ihr Onkel zu Mülheim?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Er ist als Fünfjähriger zusammen mit seinen Eltern nach Heißen gekommen, wo sein Vater als Volksschullehrer unterrichtete.Frage: Wie stark war seine Bindung an die Stadt?Antwort: Er hat bis zum Ersten Weltkrieg in Mülheim gelebt, ehe er dann 1914 Soldat wurde. Später hat er zwar nicht mehr hier gelebt, war aber immer wieder in Mülheim zu Besuch und hat sich auch selbst immer als Mülheimer gesehen. Auch die Entwicklung seiner alten Schule, des Staatlichen Gymnasiums, das heute den Namen Otto Pankoks trägt, interessierte ihn sehr. Deshalb hat er in Mülheim nicht nur uns, sondern immer wieder auch seinen alten Kunstlehrer Borgmann besucht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;In welcher Beziehung standen Werner Gilles und Otto Pankok?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dazu kann ich aus eigener Kenntnis nur wenig sagen. Ich weiß, dass sie Klassenkameraden am Staatlichen Gymnasium waren und während der 20er Jahre mehrfach gemeinsam in Frankreich waren. Später hat es dann aber eine Verstimmung zwischen ihnen gegeben, über deren Ursache ich aber nichts herausfinden konnte. Ich weiß aber, dass mein Onkel Otto Pankok als Maler sehr geschätzt hat, auch deshalb, weil Pankok, wie er selbst, unter den Nazis als „entarteter Künstler“ galt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie sah Gilles die Nationalsozialisten?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Er war Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg. Das entsprach dem damaligen deutschnationalen Zeitgeist. Auch als Student am Bauhaus war er noch deutschnational eingestellt, hat sich dann aber Ende der 1920er Jahre vom Gedanken des starken Deutschtums entfernt. Den Nationalsozialismus hat er von vorneherein abgelehnt, weil er immer wieder sagte: „Das kann nur Krieg geben.“ Während der NS-Zeit wurden einige seiner Bilder vernichtet. Er durfte nicht ausstellen und bekam kein Arbeitsmaterial. Doch er hatte Freunde, die ihm immer wieder ein Bild abgekauft und ihn somit unterstützt haben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;In welcher Beziehung stand Gilles zur Industriellenfamilie Stinnes?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Edmund Stinnes, der älteste Sohn von Hugo Stinnes senior und Bruder von Hugo Stinnes junior, war ein Klassenkamerad und Freund. Er hat ihm bereits nach dem Abitur 1913 ein Stipendium verschafft, das dann zwar durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen wurde, mit dessen Hilfe er dann allerdings in den 20er Jahren am Bauhaus in Weimar und Dessau studieren konnte. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;War Ihr Onkel als Künstler auch in seiner alten Heimat angesehen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Werner Gilles hat seine große Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt. Ab 1948 hat er viele Bilder verkaufen können. Da war er dann auch finanziell gut gestellt, blieb aber weiter bescheiden. Wenn er während des Winters nach Mülheim kam, hat er sehr stark mit dem damaligen Museumsdirektor Werner Kruse und dem Kunstpädagogen Johannes Rickert zusammengearbeitet. Diese beiden haben sich immer wieder dafür eingesetzt, dass das städtische Museum für seinen Bestand auch Werke Mülheimer Künstler erwarb.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was macht Ihren Onkel in Ihren Augen zu einem großen Maler?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In den 20er Jahren wurde er sehr stark von den neuen Klassikern wie Erich Heckel, Franz Marc und anderen beeinflusst. Später hat er sich dann selbstständig gemacht und nach dem Krieg auch sehr stark mystisch, religiös und durch die Insel Ischia inspiriert gemalt. Er hat immer versucht, den Gegenstand, den er malte, noch etwas mit zu erfassen und dann doch zu abstrahieren. Das ist, was ihn einmalig macht. Es gibt eigentlich keine Schule, die vergleichbar ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 4. Oktober 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-8289237023385536905?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/8289237023385536905/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/werner-gilles-ein-maler-aus-mulheim.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8289237023385536905'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8289237023385536905'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/werner-gilles-ein-maler-aus-mulheim.html' title='Werner Gilles: Ein Maler aus Mülheim wird 50 Jahre nach seinem Tod vom Kunstmuseum Alte Post mit einer Ausstellung geehrt:'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-zN7wTadIiL0/TozVpAtSvAI/AAAAAAAAAl4/nCInCl2W3SA/s72-c/GILLESAUSSTELLUNG.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-9109846686166089418</id><published>2011-10-03T13:37:00.007+02:00</published><updated>2011-10-03T13:48:42.540+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Sprechen wir über Deutschland und seine (Un)-Tugenden: Eine Mülheimer Umfrage zum Tag der Deutschen Einheit</title><content type='html'>Heute feiern wir den Tag der Deutschen Einheit. An so einem Feiertag, an dem wir uns über die Wiedervereinigung unseres Landes freuen können, stellt sich die Frage: Was ist eigentlich deutsch? Für die NRZ suchte ich nach Antworten und wurde fündig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vorsitzende des Türkischen Vereins, &lt;strong&gt;Fevzi Eraslan&lt;/strong&gt; (73), der seit 1957 in Deutschland lebt, findet es typisch deutsch, "dass hier alles in vergleichbar ruhigen und geordneten Bahnen verläuft." Das fange schon beim Straßenverkehr an. Für den Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde Rhein-Ruhr. &lt;strong&gt;Mustafa Okur&lt;/strong&gt; (70) ist typisch deutsch, dass er als türkischer Zuwanderer eine berufliche und private Existenz aufbauen konnte und nach 50 Jahren in Deutschland sagen kann: "Hier ist meine Heimat."&lt;br /&gt;Und das liegt für ihn "an den Menschen, mit denen ich hier lebe."Der am Otto-Pankok-Gymnasium unterrichtende Deutsch- und Geschichtslehrer &lt;strong&gt;Joachim Junik&lt;/strong&gt; (59) sieht sein Deutschsein als "ein besonderes Gefühl für die deutsche Sprache und die Zugehörigkeit zur deutschen Sprache." Auch einen "in weiten Teilen kritischer und differenzierter Umgang mit der eigenen Geschichte", und ein vorsichtiger Patriotismus sind für ihn typisch deutsch. Deutsch?! Da denkt auch der Religionspädagoge und Israel-Experte des Städtepartnerschaftsvereins &lt;strong&gt;Gerhard Bennertz&lt;/strong&gt; (73) neben der "Vielfalt des deutschen Waldes" an die "Wortvielfalt und komplexe Grammatik der deutschen Sprache." Die mache vielen Zuwanderern das Leben schwer, schaffe aber auch die Grundlage dafür: "sich in der deutschen Sprache besonders präzise ausdrücken zu können."&lt;br /&gt;Denkt der Heißener Pfarrer &lt;strong&gt;Michael Manz&lt;/strong&gt; (48) an Deutschland, fallen ihm das Nörgeln und die Unzufriedenheit als deutsche Untugenden ein. "Wir suchen erst mal das Haar in der Suppe, bevor wir sie überhaupt kochen", glaubt Manz. Den deutschen Perfektionismus sieht er als "unser preußisches Erbe", dass uns das Leben schwer macht. "Wir wollen alles perfekt haben und wenn es nicht so ist, fangen wir an zu meckern", schreibt er uns Deutschen ins nationale Stammbuch.Auch der Leiter des Altenheines Ruhrgarten, &lt;strong&gt;Oskar Dierbach&lt;/strong&gt;, hat manchmal den Eindruck, "dass wir Deutschen jammern, bis der Arzt kommt und uns durch eine totale Ökonomisierung bekloppt machen lassen, statt uns auf unser kreatives Potenzial und unsere guten Ansätze in Bildung, Kultur und Nächstenliebe zu besinnen."&lt;br /&gt;Für Markthändler &lt;strong&gt;Heinz Rademacher&lt;/strong&gt; (76), der mit seiner Familie die Fische von der deutschen Waterkant auf den Mülheimer Wochenmarkt an der Schloßstraße bringt, sind: "Fleiß, Pünktlichkeit und das Streben nach Regelmäßigkeit und Ordnung" deutsche Tugenden.Für den 41-jährigen &lt;strong&gt;Jens Roepstorff&lt;/strong&gt; , der als Stadtarchivar unsere Geschichte bewahrt, dokumentiert und vermittelt, sind "Pessimismus und Zukunftsangst" typisch deutsche Charakterzüge. "Wir gucken immer pessimistisch in die Zukunft, obwohl es uns besser geht als vielen anderen Ländern und auch unsere Geschichte zeigt, dass es wieder aufwärts gehen kann, auch wenn man am Boden liegt."&lt;br /&gt;Für den am Löhberg ansässigen Buchhändler &lt;strong&gt;Michael Fehst&lt;/strong&gt; (47) sind "Regulierungswut und das starre Festhalten an überkommenen Dingen, die wir eigentlich nicht mehr brauchen" typisch deutsch, egal, ob im Straßenverkehr, in der Schullandschaft oder beim Steuerrecht. "Zuverlässigkeit, Beständigkeit und Treue" sieht die aus dem heute polnischen Teil Pommerns stammende Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, &lt;strong&gt;Margrit Schlegel&lt;/strong&gt; , als typisch deutsche Tugenden. "Wir Deutschen versprechen nicht so leichtfertig etwas. Wenn wir das Gefühl haben, ein Versprechen nicht einhalten zu können, lehnen wir einen an uns herangetragenen Wunsch im Zweifel lieber gleich ab", beschreibt Schlegel, die in ihrer alten Heimat regelmäßig deutsch-polnische Seminare durchführt, ihre Landsleute."&lt;br /&gt;Genauigkeit, Gründlichkeit und latente Unfreundlichkeit", sieht die 54-jährige Leiterin der Schule am Hexbachtal, &lt;strong&gt;Ulrike Nixdorff&lt;/strong&gt; , als typisch deutsche Charakterzüge. Genauigkeit und Gründlichkeit entspringen ihrer Ansicht nach dem Wunsch, es nach den Erfahrungen von NS-Diktatur und Krieg "wieder gut und besser zu machen und das wieder aufzubauen, was in der Zeit des Nationalsozialismus zerstört worden ist." Dazu gehört für sie auch ein bewusster und kritischer Umgang mit der eigenen Geschichte. Die latente Unfreundlichkeit ihrer Landsleute führt Nixdorff schlicht auf das schlechte Wetter zurück. Ein Mann aus Jamaika sagte ihr jüngst: "Wie kann man fröhlich sein, wenn der Himmel und die Häuser grau sind."&lt;br /&gt;Fröhlich sein? Schauspieler und Regisseur &lt;strong&gt;Dean Luthmann&lt;/strong&gt; (65) attestiert seinen Landsleuten nicht nur einen Hang zur bürokratischen Pedanterie, sondern auch eine "gewisse Humorlosigkeit", die manchmal darin gipfelt, "sich lieber auf Kosten anderer zu amüsieren, statt über sich selbst zu lachen."Die blau-weiße Karnevalistin &lt;strong&gt;Dagmar Bohnenkamp&lt;/strong&gt; (59) traut den Deutschen dagegen auch Frohsinn zu. Sie sieht aber einen auf der Basis individueller Freiwilligkeit funktionierenden Familiensinn, der nicht durch kulturelle Normen erzwungen wird, ebenso als deutsche Tugend wie das starke Bewusstsein für Sauberkeit und Anspruch: "Wenn ich etwas mache, muss ich es gut machen. Sonst kann ich es gleich bleiben lassen."&lt;br /&gt;Alt-Bürgermeister &lt;strong&gt;Günter Weber&lt;/strong&gt; (75), der sowohl den Tag des Mauerbaus wie den des Mauerfalls in Berlin erlebte, sieht die "Gründlichkeit" im Guten wie im Schlechten als typisch deutsche Eigenschaft. Das macht er an dem enormen Unheil fest, das die Deutschen im Zweiten Weltkrieg angerichtet haben, aber auch in dem erfolgreichen Streben, "sich nach dem totalen Krieg einzubringen, um eine bessere Welt wieder aufzubauen."Künstler &lt;strong&gt;Peter Torsten Schultz&lt;/strong&gt; (67) beschreibt das typisch Deutsche im Telegrammstil: "Märchen, Brot, Eigenheime, Wandern, Recht haben, aufräumen, arbeiten, krank werden, Tatort gucken, nach Amerika gucken und europäisch denken."&lt;br /&gt;Für seine Künstlerkollegin &lt;strong&gt;Ursula Vehar&lt;/strong&gt; (71) geht das Deutschsein durch den Magen: "Unseren Pflaumenkuchen mit Zimt, Zucker und Schlagsahne gibt es so in keinem anderen Land der Welt", weiß sie von ihren ausländischen Freunden und Gästen, die sich von ihr immer wieder einen typisch deutschen Pflaumenkuchen wünschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 3. Oktober 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-9109846686166089418?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/9109846686166089418/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/sprechen-wir-uber-deutschland-und-seine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/9109846686166089418'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/9109846686166089418'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/sprechen-wir-uber-deutschland-und-seine.html' title='Sprechen wir über Deutschland und seine (Un)-Tugenden: Eine Mülheimer Umfrage zum Tag der Deutschen Einheit'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-8773743530458715680</id><published>2011-10-02T22:20:00.005+02:00</published><updated>2011-10-02T22:39:12.832+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Warum sich Kirchen und Gewerkschaften dafür stark machen, dass der Sonntag Sonntag bleibt</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-vnuAkA2IE7k/TojL1StYk4I/AAAAAAAAAlY/k7bs3ezGnhU/s1600/messmannblog.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5658997048206726018" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-vnuAkA2IE7k/TojL1StYk4I/AAAAAAAAAlY/k7bs3ezGnhU/s200/messmannblog.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;War heute was? Ach ja. Sonntag! Bereits am Samstag ging die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) auf die Straße, um vor der Ladenkirche am Kohlenkamp mit Passanten über den Wert des Sonntags ins Gespräch zu kommen. Warum und mit welcher Resonanz? Für die NRZ fragte ich den Vorsitzenden des KAB-Stadtverbandes, &lt;strong&gt;Hermann Meßmann&lt;/strong&gt;.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum gehen Sie für den Sonntag auf die Straße?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wir machen gemeinsam mit den Gewerkschaften Aktionen, weil wir die Sonntagsruhe bewahren wollen. Für uns als KAB geht es natürlich auch darum, dass die Kirche in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und zu gesellschaftlich relevanten Themen Stellung bezieht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;War Ihren Gesprächspartnern der Sonntag wichtig?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Menschen erkennen, dass die Sonntagsruhe immer mehr ausgehöhlt wird, auch wenn viele aus wirtschaftlichen Gründen schon mal eine Sonntagsschicht mitgenommen haben. Ich habe in den Gesprächen eine positive Resonanz gespürt und bin unter diesem Eindruck mehr denn je sehr dafür, dass die ausufernden Ladenöffnungszeiten wieder zurückgeschraubt werden sollten. Ich muss nicht spät abends oder nachts noch ein Pfund Zucker kaufen können. Das kann ich den ganzen Tag über erledigen. Ich denke dabei an die vielen Mitarbeiter im Einzelhandel, die aus ihren Familien gerissen werden, weil sie noch am späten Abend oder eben sonntags Dienst tun müssen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Brauchen wir nicht auch Sonntagsarbeit und tut es ein anderer freier Tag in der Woche nicht auch?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dinge, die sein müssen, wie Dienst am Kranken oder gesellschaftliche Hilfsdienste, müssen natürlich auch am Sonntag geleistet werden. Aber die Sonntagsarbeit, die nicht unbedingt sein muss, sollte reduziert werden. Denn am Sonntag besteht die Möglichkeit, dass die Familie wieder zusammenfindet und gemeinsam Dinge erleben kann. Dazu gehört für mich natürlich auch der religiöse Bereich. Die Familie hat aus unserer Sicht oberste Priorität, weil sie die Grundlage der Gesellschaft ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 26. September 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-8773743530458715680?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/8773743530458715680/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/warum-sich-kirchen-und-gewerkschaften.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8773743530458715680'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8773743530458715680'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/10/warum-sich-kirchen-und-gewerkschaften.html' title='Warum sich Kirchen und Gewerkschaften dafür stark machen, dass der Sonntag Sonntag bleibt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-vnuAkA2IE7k/TojL1StYk4I/AAAAAAAAAlY/k7bs3ezGnhU/s72-c/messmannblog.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3575161684022995919</id><published>2011-09-14T00:07:00.008+02:00</published><updated>2011-10-03T14:07:06.979+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Urlaub anno dazumal: Erinnerungen an die gute alte Sommerfrische</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-5o3SBrqCQ0A/TomlRHo31gI/AAAAAAAAAlw/Tl1rOscT2MU/s1600/sommerfrische1.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5659236120294577666" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-5o3SBrqCQ0A/TomlRHo31gI/AAAAAAAAAlw/Tl1rOscT2MU/s200/sommerfrische1.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-9LInqQbK2Ow/TomkvsKQ_AI/AAAAAAAAAlo/ekKKtMuQ2no/s1600/sommerfrische2.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 150px; FLOAT: right; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5659235545982761986" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-9LInqQbK2Ow/TomkvsKQ_AI/AAAAAAAAAlo/ekKKtMuQ2no/s200/sommerfrische2.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Sommerzeit ist Urlaubszeit. Und der Trend, so bestätigt &lt;strong&gt;Alexandra Scholz&lt;/strong&gt; vom Speldorfer Reisebüro Fleck, geht wieder zum Urlaub im eigenen Land, "weil es preiswerter ist und viele Leute auch nicht gerne fliegen." Die Reisekauffrau und ihre Kollegen stellen fest, dass vor allem der Urlaub an Ost- und Nordsee hoch im Kurs steht. Wer keine Flugangst hat und sich viel Sonne für wenig Geld wünscht, den zieht es laut Scholz derzeit vor allem in die Türkei oder nach Ägypten und Tunesien, während klassische Urlaubsziele wie Ibiza und Menorca wegen gestiegener Preise weniger attraktiv seien, anders, als die "gut gebuchten" Kreuzfahrten und das Urlaubsziel schlechthin: Mallorca. Da sei vor allem bei ganz jungen Urlaubern gefragt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wie machten eigentlich unsere Eltern und Großeltern Urlaub, als von All inclusive noch keine Rede war. Aus erster Hand erfahre ich von meiner Mutter &lt;strong&gt;Edith Emons&lt;/strong&gt;, die gerade ihren 80. Geburtstag gefeiert hat, dass sie in ihren Kindertagen mit Vater, Mutter und zwei jüngeren Geschwistern "entweder in unserem eigenen Schrebergarten in Köln oder auf Bauerhöfen im Westerwald und im österreichischen Vorarlberg" ihre Sommerfrische verlebt hat. "Da konnte man Tiere entdecken und mit Freunden spielen. Außerdem kam man schnell dort hin und es war preiswert," schildert sie die unschlagbaren Vorteile der sommerlichen Landpartien, als die Kinder noch nicht kriegsbedingt aufs Land verschickt werden mussten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Meine Zeitreise auf der Suche nach der Sommerfrische von Anno Dazumal führt mich weiter in das Haus Ruhrgarten an der Mendener Straße. Der Name ist Programm. Beim Ausblick auf die Ruhr fühlt man sich gleich, wie im Urlaub. Hier treffe ich unter anderem die 85-jährige &lt;strong&gt;Sophia Heinz&lt;/strong&gt;. Sie verbindet den Sommer ihrer Kindheit nicht mit Urlaub, sondern "mit viel Arbeit." Denn ihre Eltern betrieben eine Landwirtschaft und brauchten die Tochter im Sommer als Erntehelferin. Den ersten richtigen Urlaub erlebte sie erst Ende der 60er Jahre bei einer Familienfreizeit im ostwestfälischen Bracke. "Dort gab es für unsere Kinder jede Menge Spiel, Sport und Programm. Und mein Mann und ich konnten einmal in aller Ruhe spazieren gehen und die wunderbare Landschaft genießen," erinnert sie sich an ihre Sommerfrische in der Bibelschule von Bracke. Urlaub in einer Bibelschule? "Ja. Denn mein christlicher Glaube hat mir immer viel Kraft gegeben und mich froh gemacht", sagt Heinz im Rückblick auf ihre Lebensreise.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ähnlich erging es auch ihrer 1921 in Selbeck geborenen Mitbewohnerin &lt;strong&gt;Margarete Anstütz&lt;/strong&gt;. "Im Sommer sind wir schön zu Hause geblieben. Denn meine Eltern hatten eine große Landwirtschaft. Wir hatten selbst Feriengäste und haben auf dem Feld mitgeholfen. Außerdem durften wir in den Sommerferien immer länger aufbleiben." Nur bedingt in guter Erinnerung hat sie dagegen den ersten Urlaub, den sie vor 60 Jahren mit ihrem frisch angetrauten Mann an der ostfriesischen Waterkant und mit einer eifersüchtigen Schwiegermutter im Gepäck verbracht hat. "Ein Mal und nie wieder", resümiert Anstütz.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ihre 95-jährige Mitbewohnerin &lt;strong&gt;Leni Haag&lt;/strong&gt;, die den Ruhrgarten bereits aus ihrem früheren Engagement als Grüne Dame bei der Evangelischen Krankenhaushilfe kennt, verbrachte die Sommerferien ihrer Kindheit entweder in Hiddensen bei Detmold, also im Teutoburger Wald, oder bei Opa und Onkel, die in Trebin bei Lukenwalde, also in der Nähe von Berlin, einen großen Bauernhof betrieben. Natürlich besuchte sie mit ihren Schwestern im Teutoburger Wald auch das Hermanns-Denkmal. Allemal lieber waren ihr aber die Wanderungen, bei denen sie unzählige Blumen pflücken konnte. Bei den Ferien auf dem Lande fand sie es spannend, Kühe, Schweine und Hunde zu füttern oder dem Opa, der eine Bienenzucht betrieb, beim Schleudern des Honigs zuzuschauen. Im Rückblick bleiben Haag auch die sommerlichen Opernbesuche bei Wagners auf dem Grünen Hügel in Bayreuth in guter Erinnerung, die sie sich später zusammen mit einer Schwester immer wieder gerne gönnte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Margarete Dütemeyer&lt;/strong&gt; (87) und ihre sechs Geschwister hatten bei der Fahrt in die Sommerferien einen unschlagbaren Preisvorteil: einen Vater, der bei der Eisenbahn arbeitete. Wenn sich Dütemeyer daran erinnert, wo sie und ihre Geschwister den Sommer verlebten, dann erinnert sie sich an Bauernhöfe und Landgüter im Lipper- und im Oldenburger Land oder auch in der Magdeburger Börde. Mal musste sie den Pferden Hafer geben, mal die Kinder des Gutsbesitzers hüten, mal im Hühnerstall die Eier fürs Frühstück einsammeln. Die Zeit auf dem Lande war für die Kinder aus dem Ruhrgebiet die reinste Aufpäppelung, bei der sich jeder nach Herzenslust satt essen durfte. In der Rückschau auf ihre Jugend ist ihr aber auch eine Reise auf die Nordseeinsel Baltrum unvergessen geblieben, die sie als Mitglied der Mädchengruppe ihrer Kirchengemeinde erlebte. Noch heute gerät sie ins Schwärmen, wenn sie daran zurückdenkt, wie sie mit ihren Kameradinnen am Strand spielte, im Meer schwamm oder in den Dünen den Sonnenuntergang beobachtete.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dass Berlin immer eine Reise wert ist, kann die 86-jährige &lt;strong&gt;Martha Lange&lt;/strong&gt; aus eigener Anschauung bestätigen. Den beeindruckendsten Sommerurlaub ihrer Jugend verbrachte die 14-Jährige in der Deutschen Hauptstadt. Der Onkel besuchte mit ihr den Zoologischen Garten und die Tante ging mit ihr abends ins Kabarett. Nicht minder beeindruckte sie dort die erste U-Bahn-Fahrt ihres Lebens. "So etwas kannten wir hier damals ja noch gar nicht", erinnert sich die gebürtige Saarnerin an ihren abenteuerlichen Sommerurlaub in der Weltstadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 11. August 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3575161684022995919?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3575161684022995919/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/urlaub-anno-dazumal-erinnerungen-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3575161684022995919'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3575161684022995919'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/urlaub-anno-dazumal-erinnerungen-die.html' title='Urlaub anno dazumal: Erinnerungen an die gute alte Sommerfrische'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-5o3SBrqCQ0A/TomlRHo31gI/AAAAAAAAAlw/Tl1rOscT2MU/s72-c/sommerfrische1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-2692243061876482740</id><published>2011-09-12T23:12:00.008+02:00</published><updated>2011-10-02T22:55:48.819+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Warum brauchen wir eigentlich Denkmalschutz? Ein Gespräch mit dem Mülheimer Architekten Wolfgang Kamieth, der in einem Denkmal zu Hause ist</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-BRlsH04RoRc/TojPrUtb4wI/AAAAAAAAAlg/wrvK86n7FS8/s1600/Kamiethblo.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5659001274991633154" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-BRlsH04RoRc/TojPrUtb4wI/AAAAAAAAAlg/wrvK86n7FS8/s200/Kamiethblo.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Zum Tag des offenen Denkmals sprach ich für die NRZ mit Wolfgang Kamiethdarüber, warum wir den Denkmalschutz als Gesellschaft brauchen. Als Architekt ist Kamieth nicht nur am Bau neuer Häuser interessiert. Er selbst wohnt zusammen mit seiner Frau Annette in einem sehr alten Fachwerkhaus, das 1784 am Ruhrufer errichtet wurde und das er 1988 erworben und restauriert hat. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Damals mussten wir jeden Balken nummerieren und 80 Prozent des Fachwerkes austauschen, weil die Balken verfault waren&lt;/em&gt;, erinnert sich Kamieth an den Kraftakt.&lt;em&gt;In einem Haus zu wohnen, in dem schon viele Generationen vor uns gelebt haben&lt;/em&gt;, fasziniert ihn. Wir können uns nur mit unserer Zukunft beschäftigen, wenn wir auch unsere Vergangenheit kennen, ist Kamieth überzeugt. Er selbst hat sich sehr intensiv mit der Geschichte seines Hauses und dessen früheren Bewohnern beschäftigt, die er bis 1812 zurückverfolgen kann. Er weiß, dass hier früher Ruhrschiffer und Schlosser lebten und arbeiteten. An der Fassade hat er auch Hinweise auf Vorrichtungen gefunden, die zeigen, dass die alten Mölmschen hier früher ihre Pferde festmachen und ein Päuschen mit Ruhrblick einlegen konnten. Ob hier auch mal aus- und eingeschenkt wurde, &lt;em&gt;konnte ich aber bisher nicht herausfinden&lt;/em&gt;, bedauert Kamieth.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Was macht ein Haus oder ein Gebäude zum Denkmal? &lt;em&gt;Wenn es das Stadtbild prägt und für eine Epoche steht,&lt;/em&gt; sagt der Architekt.&lt;em&gt; &lt;/em&gt;Denkmalschutz ist für ihn deshalb kein Selbstzweck&lt;em&gt;, sondern eine elementare Aufgabe der Stadt, weil wir als Menschen Bilder brauchen, die uns unsere kulturellen Entwicklung vor Augen führen und unsere Identität prägen.&lt;/em&gt;Deshalb macht es aus seiner Sicht auch Sinn, Denkmäler und Wahrzeichen, wie die Alte Post, die Petrikirche oder das Schloss Broich zu erhalten, &lt;em&gt;obwohl man heute sicher kein Schloss Broich mehr bauen würde.&lt;/em&gt; Dass man Anfang der 60er Jahre darüber nachdachte, die Broicher Burg abzureißen, kann er sich heute gar nicht mehr vorstellen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Aber auch die in den frühen 70er Jahren entstandenen Hochhäuser am Hans-Böckler-Platz mag er in diesem Sinne &lt;em&gt;nicht als schlecht und falsch&lt;/em&gt; verurteilen, sondern sieht sie &lt;em&gt;als Zeugen für den modernistischen Zeitgeist der 70er Jahre, in denen alles Alte als schlecht galt und die Menschen mit ganz anderen Erwartungen und Vorstellungen lebten.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Er selbst hat in den 70er Jahren Architektur studiert und erinnert sich noch gut daran, dass wir damals für Denkmalschutz gar nicht sensibilisiert wurden. Die Faszination für die Restaurierung alter Häuser packte ihn aber schon bald, als der junge Architekt für eine große Wohnungsbaugesellschaft in Duisburg eine alte Arbeitersiedlung wiederstellen musste. &lt;em&gt;Bei Neubauprojekten arbeitet man am Schreibtisch, aber bei der Restaurierung von Altbauten muss man vor Ort sein. Da ist man festgelegt und muss sehen, was man aus dem machen kann, was man vorfindet&lt;/em&gt; beschreibt der Architekt seine Begeisterung für denkmalgeschütztes Bauen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Durchaus kritisch sieht er die Privatisierung von Häusern in den alten Arbeitersiedlungen Heimaterde und Mausegatt. &lt;em&gt;Dort, wo privatisiert wird und jeder Hauseigentümer individuell entscheiden kann, ob er zum Beispiel ein altes Holz- durch einen Kunststofffenster ersetzen kann,&lt;/em&gt; &lt;em&gt;geht ein Stück des ursprünglichen Charakters der Siedlung verloren&lt;/em&gt;, glaubt Kamieth.Obwohl er sich in diesen Fällen eine strengere Gestaltungssatzung, wie in den Niederlanden wünschen würde, begrüßt er es, dass der Denkmalschutz heute nicht mehr so regide ist wie noch vor einigen Jahren und verstärkt auch die moderne Nutzung alter Gebäude im Blick hat, wenn zum Beispiel eine Gründerzeitvilla mit einem Halbetagenaufzug barrierefreier gemacht werden muss. Deshalb macht es für Kamieth auch nur dann Sinn, ein altes Gebäude zu erhalten, &lt;em&gt;wenn es heute sinnvoll genutzt werden kann&lt;/em&gt;, wie das zum Beispiel mit den alten Wassertürmen in Broich und Styrum geschehen ist, die als Camera Obscura mit Filmmuseum und als Aquarius mit Wassermuseum zu neuen Wahrzeichen in alten Mauern geworden ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Faszinierend findet es der Architekt aus dem Baujahr 1951, der heute auch als Energieberater in Sachen Wärmedämmung unterwegs ist, dass alte Häuser, wie die über 600 Jahre alte Walkmühle im Rumbachtal oder auch viele alte Kirchen mit so dicken Mauern gebaut wurden, dass sie es bis heute mit jeder modernen Wärmedämmung aufnehmen können.&lt;em&gt;Beim Bau eines Hauses maßstäblich auf menschliche Proportionen und Symmetrien zu achten und Baumaterial aus der Region zu verwenden, sind für den Architekten Kamieth die wichtigsten Lehren der alten Baumeister, die es in seinen Augen bis heute zu beherzigen gilt, weil sie unsere Häuser, Straßen und Städte schön machen. &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 10. September 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dieser Beitrag erschien am 10. September 2011 in der NRZ&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-2692243061876482740?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/2692243061876482740/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/warum-brauchen-wir-eigentlich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2692243061876482740'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2692243061876482740'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/warum-brauchen-wir-eigentlich.html' title='Warum brauchen wir eigentlich Denkmalschutz? Ein Gespräch mit dem Mülheimer Architekten Wolfgang Kamieth, der in einem Denkmal zu Hause ist'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-BRlsH04RoRc/TojPrUtb4wI/AAAAAAAAAlg/wrvK86n7FS8/s72-c/Kamiethblo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-6550478232256868229</id><published>2011-09-10T10:57:00.005+02:00</published><updated>2011-09-10T11:04:38.004+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Ein Blick in die Stadtgeschichte: Wie die Mülheimer vor 50 Jahren den Mauerbau in Berlin erlebten</title><content type='html'>Wenn wir heute an Flüchtlinge denken, denken wir an Menschen, die aus fernen Ländern zu uns kommen, weil sie vor Krieg und Verfolgung fliehen. Laut Ausländerbehörde leben in Mülheim derzeit 91 Asylbewerber aus dem Irak und aus verschiedenen afrikanischen Staaten, die als Asylbewerber in unserer Stadt Zuflucht gefunden haben.Flüchtlinge aus der ZoneVor 50 Jahren kamen die Flüchtlinge, die in Mülheim Zuflucht suchten aus Deutschland, nämlich aus der DDR, die damals noch als sowjetische besetzte Zone bezeichnet wurde. In den Wochen vor dem Mauerbau schwoll der Flüchtlingsstrom an. Anfang August 1961 ging die Stadtverwaltung von 1500 Zonenflüchtlingen aus, die in Mülheim untergebracht werden mussten, weil sie die Freiheit im Westen Deutschland dem realexistierenden Sozialismus im SED-Staat vorzogen. „Spitzbart und Brille sind nicht des Volkes Wille“ hieß es damals in einem Witz, der in der DDR hinter vorgehaltener Hand über Staats- und Parteichef Walter Ulbricht erzählt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch angesichts der Flüchtlingsströme und der Kriegsgefahr verging vielen Menschen im August 1961 das Lachen.Schon am 25. Juli 1961 hatte es in der Mülheimer NRZ geheißen: „Durch die anhaltende Flüchtlingswelle aus der Sowjetzone sieht sich jetzt auch Mülheim vor ein schwieriges Problem gestellt. Die Stadt muss etwa um die Hälfte mehr an Flüchtlingen aufnehmen, als die Jahresquote von 1961 vorsah. Und sie hat nicht genügend Platz für diese Menschen. Die Notquartiere sind allesamt belegt.“ Untergebracht werden die Zonenflüchtlinge damals zum Beispiel in der Speldorfer Hubertusburg, in einem eigentlich schon zum Abriss freigegebenen städtischen Gebäude an der Düsseldorfer Straße und in der ehemaligen Kaserne an der Kaiserstraße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In ihrer Not prüft die Stadt auch die Möglichkeit, alte Gasthaussäle und Schulbaracken in Übergangsquartiere umzufunktionieren. Anders, als noch einige Jahre zuvor, als die Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in die Stadt kamen, gibt es 1961 in Mülheim nicht genug Bauland für schnelle Neubaumaßnahmen.„Das Problem kam sozusagen über Nacht auf uns zu. Wir sind vorher schon mehrfach damit fertig geworden. Weshalb sollte nicht auch diesmal wieder klappen“, verbreitet Stadtdirektor Niehoff in der NRZ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weniger Sorge, auch das wird in der damaligen Berichterstattung deutlich, machte 1961 die Frage nach der Berufsperspektive der neuen Mülheimer. Denn die meisten Flüchtlinge aus der DDR waren jung und gut ausgebildet. Und im Westen herrschte noch Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel. Viel schwerer wog im August 1961 die Sorge um den Weltfrieden. Denn in Berlin standen sich sowjetische und amerikanische Panzer gegenüber. Ihren ohnmächtigen Protest gegen die Einmauerung ihrer Landsleute in der DDR drückten die Mülheimer im Stillen aus. Einem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes folgend ließen die Mülheimer am 15. August um 11 Uhr ihre Arbeit für zwei Minuten ruhen. Auch der Straßenverkehr wurde in dieser Zeit von der Polizei angehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am selben Tag schrieb Günter Heubach in der Mülheimer NRZ: „Ganz Mülheim stand unter dem Eindruck der vom Ostregime geschaffenen verschärften Situation. Einziges Thema auf den Straßen, in den Omnibussen und Straßenbahnen: Berlin. Offen sprechen die einheimischen Mülheimer ihre Meinung, aber auch ihre Besorgnis aus. Zurückhaltender sind die Zonenflüchtlinge, die erst vor wenigen Tagen in unserer Stadt eingetroffen sind. Ihre Gedanken gehen zurück zu der eben erst verlassenen Heimat, zu Eltern, Geschwistern und Verwandten, die noch drüben sind und nicht mehr durch den Eisernen Vorhang zu schlüpfen vermögen. Gemeinsam ist aber ist allen Äußerungen, dass der Westen nun nicht mehr nachgeben möge. Und: Bloß kein Krieg! heißt es immer wieder.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;28 Jahre später sollten im September 1989 wieder der DDR-Flüchtlinge, damals über Ungarn und Prag nach Mülheim kommen. Doch da waren die Tage der Berliner Mauer schon gezählt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 13. August 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-6550478232256868229?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/6550478232256868229/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/ein-blick-in-die-stadtgeschichte-wie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6550478232256868229'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6550478232256868229'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/ein-blick-in-die-stadtgeschichte-wie.html' title='Ein Blick in die Stadtgeschichte: Wie die Mülheimer vor 50 Jahren den Mauerbau in Berlin erlebten'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-2931775120122366163</id><published>2011-09-07T22:56:00.003+02:00</published><updated>2011-09-07T23:02:49.020+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Als Bürger Bürgern halfen von Deutschland-Ost nach Deutschland-West zu kommen: Eine Mülheimer Geschichte zum 50. Jahrestag des Mauerbaus</title><content type='html'>Als die Mauer in Berlin gebaut wurde, war der Mülheimer Jurist Jochen Hartmann drei Jahre alt. Obwohl er selbst keine Verwandten in der damaligen DDR hatte, hat sich Hartmann, wie er sagt, „immer für Deutschlandpolitik interessiert, weil ich mich auch immer schon für deutsche Geschichte interessiert habe.“ Deshalb verfolgte er auch schon als 20-Jähriger Ende der 70er Jahre die Mitteilungen des Vereins „Hilferufe von drüben“ und gründete in der Jungen Union (JU) einen deutschlandpolitischen Arbeitskreis. Durch den Verein „Hilferufe von drüben“ wurde er 1979 auf den Fall der Familie Baumgart aufmerksam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die dreiköpfige Familie lebte damals in Weinböhla, im Bezirk Dresden, wollte aber seit 1976 nach Mülheim übersiedeln, um sich dort um ihre kranke Mutter und Schwiegermutter kümmern zu können.Von Deutschland-Ost nach Deutschland-West überzusiedeln, war in Zeiten der Mauer und der deutschen Teilung mit Schikanen durch das SED-Regime verbunden, da ein Ausreiseantrag in den Augen des DDR-Staates an Landesverrat grenzte. Unterstützt von seinen Mitstreitern in der Jungen Union startete Hartmann einen regen Briefwechsel mit Bundestagsabgeordneten, dem damaligen Innerdeutschen Minister und dem DDR-Anwalt Wolfgang Vogel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Egon Franke hat uns in der Sache damals sehr unterstützt“, lobt der Ex-Christdemokrat Hartmann den damaligen SPD-Bundesminister. Flankiert wurde der umfangreiche Briefwechsel durch Infostände, Flugblätter, Presseberichte, einen Protestzug und Unterschriftenaktionen.Einmal haben wir auf der Schloßstraße die Mauer nachgebaut“, erinnert sich Hartmann. Seine Hartnäckigkeit wurde belohnt. Im Sommer 1982 konnten Günter Baumgart, seine Frau Marlies und Tochter Anne nach Mülheim ausreisen, das sie einige Jahre später wieder in Richtung West-Berlin verlassen sollten. „Ohne Ihre Unterstützung wären wir heute bestimmt noch nicht hier. Wir sind ganz sicher, dass die Publikmachung unseres Falles durch Sie in der Öffentlichkeit der auslösende Faktor für unsere Übersiedelung war und uns außerdem vor Schlimmerem, nämlich vor einer Inhaftierung bewahrt hat.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Hartmann, der damals auch gerne eine deutsch-deutsche Städtepartnerschaft initiiert hätte, diese Dankeszeilen, die er am 9. Juni 1982 von Marlies und Günter Baumgart erhielt, heute noch einmal nachliest, weiß er, „dass der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung trotz aller Probleme bei der Vollendung der Deutschen Einheit für ganz Europa das großartigste Ereignis des 20. Jahrhunderts war.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 13. August 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-2931775120122366163?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/2931775120122366163/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/als-burger-burgern-halfen-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2931775120122366163'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2931775120122366163'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/als-burger-burgern-halfen-von.html' title='Als Bürger Bürgern halfen von Deutschland-Ost nach Deutschland-West zu kommen: Eine Mülheimer Geschichte zum 50. Jahrestag des Mauerbaus'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-8708649497841137933</id><published>2011-09-06T22:44:00.009+02:00</published><updated>2011-09-06T23:24:39.569+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><title type='text'>Wo die Kunst auf die Straße gesetzt wird: Kunst Raus zeigt sich im September in Saarn noch einmal von seiner besten Seite</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-x2EAvf8um3s/TmaLK8N5uZI/AAAAAAAAAlQ/MGeIP5VTUr8/s1600/PETERFLACH.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5649355802662254994" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-x2EAvf8um3s/TmaLK8N5uZI/AAAAAAAAAlQ/MGeIP5VTUr8/s200/PETERFLACH.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Im September geht die Saarner Aktion „Kunst raus“ auf die Zielgerade. Am 8. und 17. September kann man sich noch einmal um 19 Uhr und um 17 Uhr fachkundig durch die Freiluftgalerie der elf, 1,50x1,20-Meter großen und plakativen Kunstwerke führen lassen, die 22 Künstler der Gruppe XX+X im Dialog miteinander kreiert haben. Los geht es jeweils an der Saarner Dorfkirche an der Holunderstraße.Schon jetzt sprachen die beteiligten XX+X-Kreativen Peter Flach (46), Markus Schmidt (44) und Pauline Höchter (12) beim Spaziergang über die Saarner Kunstmeile in einem Dialog über die Kunstaktion, die am 25. September um 10 Uhr mit einem musikalischen Gottesdienst in der Dorfkirche ausklingt und über ihre eigene Kunst.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Welche Resonanz hat Kunst Raus bisher gefunden?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Flach: Bei der ersten Führung am 28. Mai hatten wir mindestens 120 Teilnehmer, so viele, wie noch nie zuvor in den letzten 19 Jahren, in denen es Kunst Raus gibt. Natürlich ist der Andrang bei den normalen Werktagsführungen nicht so stark, aber auch diese werden gut angenommen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was macht den Reiz von Kunst Raus aus?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Schmidt: Anders, als beim Besuch eines Museums oder einer Galerie, müssen die Menschen keine Hemmschwelle überwinden. Sie können im Vorbeigehen mit Kunst in Kontakt kommen, ohne den Druck zu verspüren, diese bewerten oder sich positionieren zu müssen. Hier kann man flanieren und, wenn man will, sich auch viel Zeit nehmen, um die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Birgt die Idee von Kunst Raus nicht auch ein Risiko in sich?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Flach: Wir arbeiten Gott sei Dank mit wetterfesten Farben. Aber wir hatten leider auch schon die eine oder andere Schmiererei oder ein Werbeschild, das zwischenzeitlich vor einem Kunstwerk aufgestellt wurde. Aber damit müssen wir leben, dass man nicht immer so mit unseren Kunstwerken umgeht, wie wir uns das wünschen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Schmidt: Das schmerzt schon, wenn jemand da was drauf schmiert, woran das eigene Herzblut und die eigene Seele hängt. Auf der anderen Seite bekommt man aber auch viele positive Rückmeldungen und ich habe noch niemanden gehört, der sich nicht mindestens von einem unserer Dialog-Bilder angesprochen gefühlt hätte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum fühlen sich besonders viele Kunst-Raus-Rundgänger gerade von deiner Comic-Collage angesprochen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Höchter: Ich habe mich einfach für einen Comic entschieden, weil man den gut aufteilen kann. Und ich habe mir besonders ausdrucksstarke Asterix-und-Obelix-Figuren ausgesucht, die lustig aussehen und gut brüllen, damit man ihnen ein Zeichen in ihre Sprechblase malen kann, das mehr ausdrücken kann als Worte. Dafür habe ich mir andere Künstler aus der Gruppe XX+X gesucht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie kommt man so jung, wie du zur Kunst?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Höchter: Es gibt noch jüngere Mitglieder bei XX+X. Mich haben meine Eltern, die selbst auch Künstler sind dort hin geschleppt. Ich bin damit aufgewachsen und arbeite gerne mit Farben. Sicher werde ich auch später weitermalen, die Kunst aber nicht zu meinem Hauptberuf machen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wurden die XX+X-Dialog-Kunstwerke für Kunst Raus also nicht nur von Profi-Künstlern geschaffen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Flach: Wir verstehen uns nicht als eine Gruppe akademischer Maler. Wir wollen keine abgehobenen Künstler sein, sondern alle Generationen und Talente mitnehmen. Das können zum Beispiel freischaffende Künstler und Kunstpädagogen, aber auch kunstschaffende Schüler und Studierende sein. Denn Kunst bedeutet für mich Vielfalt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Weitere Auskünfte unter Rufnummer:  48 66 54 oder  301 61 38&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 25. August 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-8708649497841137933?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/8708649497841137933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/wo-die-kunst-auf-die-strae-gesetzt-wird.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8708649497841137933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8708649497841137933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/wo-die-kunst-auf-die-strae-gesetzt-wird.html' title='Wo die Kunst auf die Straße gesetzt wird: Kunst Raus zeigt sich im September in Saarn noch einmal von seiner besten Seite'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-x2EAvf8um3s/TmaLK8N5uZI/AAAAAAAAAlQ/MGeIP5VTUr8/s72-c/PETERFLACH.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5953562885310606488</id><published>2011-09-05T22:45:00.005+02:00</published><updated>2011-09-05T23:02:31.325+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Was Mülheimern zum 20. Juli 1944 einfällt: Nur Mut! oder eine aktuelle Umfrage zu einem historischen Gedenktag, der kein Thema von gestern ist</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Llyl6APIkdQ/TmU4yVzdNlI/AAAAAAAAAlI/EOCahT8mzh8/s1600/05082011_003.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 150px; FLOAT: right; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5648983745103738450" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-Llyl6APIkdQ/TmU4yVzdNlI/AAAAAAAAAlI/EOCahT8mzh8/s200/05082011_003.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Sie sind bis heute ein Sinnbild für Mut, die Männer des 20. Juli 1944. Mit dem Attentat auf Adolf Hitler versuchten sie ein unmenschliches Regime und einen verbrecherischen Krieg zu beenden, um das Schicksal Deutschland zum besseren zu wenden. Diese Männer des militärischen Widerstandes um den Grafen Stauffenberg, zu denen auch der aus Mülheim stammende Offizier Günther Smend (siehe Kasten) gehörte, bezahlten ihren Mut mit dem Leben. Doch was ist für uns und unseren Alltag in einer Demokratie, jenseits von Krieg und Diktatur, heute noch mutig? Für die NRZ suchte und wurde ich fündig:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Werner Andorfer&lt;/strong&gt; (63), Leiter der Karl-Ziegler-Schule: "Mut bedeutet für mich, sich für etwas oder jemanden einzusetzen, ohne dabei an die Konsequenzen zu denken, die sich daraus ergeben könnten. Das kann zum Beispiel bedeuten, einzuschreiten, wenn Menschen attackiert werden. Als Demokrat bedeutet Mut für mich, sich gegen alle totalitären und extremistischen Tendenzen aufzulehnen, die auf eine Unterdrückung und Diskriminierung von Menschen hinauslaufen."&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Peter Flach&lt;/strong&gt; (45), Künstler, antwortet:"Mutig zu sein, dass bedeutete für mich ganz persönlich, nach meinem Studium meiner Berufung zu folgen und trotz aller Risiken, die diese Entscheidung mit sich brachte, als freischaffender Künstler zu arbeiten. Auch wenn ich keine große Erfolgskarriere gemacht habe und noch viel passieren kann und soll, kann ich heute sagen, dass ich meine Entscheidung von damals nicht bereue und mein Mut mit Zufriedenheit belohnt worden ist."&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Kriminalhauptkommissarin &lt;strong&gt;Petra Dahles&lt;/strong&gt; (51): "Für mich bedeutet Mut die Zivilcourage, sich einzumischen und zu sagen, wenn mir etwas nicht gefällt. Es kann mutig sein, die Polizei anzurufen oder Aufmerksamkeit zu erregen, wenn man zum Beispiel einen Übergriff beobachtet. Mutig zu sein, kann auch bedeuten, wenn Eltern zu ihrem Kind sagen: "Ich halte zu dir", weil sie es von einem Lehrer ungerecht behandelt sehen, oder wenn man Mobbing-Opfern hilft und sagt: "Wir lassen dich nicht allein." Natürlich gehört auch Mut und Energie dazu, Nein zu sagen, wenn jemand eine Grenze überschritten hat, oder wenn Eltern in der Erziehung Kindern Werte und Normen vorleben und ihnen, wenn nötig, auch Grenzen aufzeigen. Leider ist unsere Gesellschaft sehr egoistisch geworden. Wir sollten mehr Mut haben nicht nur auf uns sondern auch darauf zu achten, wie es dem Menschen neben uns geht."&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ex-SPD-Stadträtin und Kulturstifterin &lt;strong&gt;Helga Künzel&lt;/strong&gt; (69): "Auch heute braucht man als Mensch in einer demokratischen Gesellschaft immer wieder Mut, um sich in Konflikte hineinzubegeben und Widerstand gegen Dinge zu leisten, die mal als ungerecht empfindet. Mut bedeutet dann, auch unerwünschte Reaktionen ertragen zu können. Ich glaube, dass uns auch heute oft der Mut fehlt, Dinge zu hinterfragen und unsere Vernunft walten zu lassen".&lt;br /&gt;Pfarrer Manfred von Schwartzenberg, (66): Auch heute braucht man Mut, einzugreifen, statt wegzuschauen und sich abzuwenden, wenn Menschen auf der Straße offen attackiert werden. Mutig ist es aber auch, gegen den Strom zu schwimmen und Wahrheiten auszusprechen, die keiner hören möchte. Aber auch junge Leute brauchen heute oft Mut, wenn sie sich in der Schule als gläubig outen und offen für ihren Glauben eintreten".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hanns Peter Windfeder&lt;/strong&gt; (46), Unternehmer und Sprecher des Unternehmerverbandes: "Als Unternehmer braucht man Mut, um für andere Menschen Verantwortung zu übernehmen, weil man weiß, dass sie nicht mehr in Lohn und Brot sind, wenn man selbst nicht gut und innovativ genug arbeitet. Als Unternehmer setzt man sein eigenes Geld ein. Wenn da etwas schief geht, können schnell Haus und Hof verloren gehen.Persönlich bewundere ich den Mut meines Bruders, der als Teilnehmer eines Rallye-Trosses Bürgerkriegsflüchtlingen an der tunesisch-libyschen Grenze Lebensmittel und Medikamente gebracht hat. Gesellschaftlich glaube ich, dass wir den Mut fördern müssen, uns gegen Strömungen einzusetzen und anzugehen, die dazu geführt haben, dass gewalttätige Übergriffe in den letzten Jahren nicht weniger, sondern mehr geworden sind."&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Günther Smend&lt;/strong&gt; kam als Zwölfjähriger mit seiner Familie nach Mülheim. Hier besuchte er das heutige Otto-Pankok-Gymnasium. Dort machte er sich als guter Schüler und als erfolgreicher Ruderer und Leichtathlet einen Namen. Nachdem er 1932 das Abitur bestanden hatte, trat Smend als Offiziersanwärter in die Reichswehr ein. Als Offizier und Adjutant des Generalobersten Zeitzler stieg er 1943 in den Generalstab des Heeres auf. Dort kam er mit den Widerstandskämpfern um Graf Stauffenberg zusammen und versuchte vergeblich seinen Vorgesetzten für die Teilnahme am Hitler-Attentat zu gewinnen. Deshalb wurde er nach dem 20. Juli 1944 verhaftet, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 8. September 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Er hinterließ seine Ehefrau und drei Kinder. Seit 2007 erinnert ein vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegter "Stolperstein" vor Smends Elternhaus im Luisental 11 an den Mülheimer Widerstandskämpfer.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 20. Juli 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5953562885310606488?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5953562885310606488/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/was-mulheimern-zum-20-juli-1944.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5953562885310606488'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5953562885310606488'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/was-mulheimern-zum-20-juli-1944.html' title='Was Mülheimern zum 20. Juli 1944 einfällt: Nur Mut! oder eine aktuelle Umfrage zu einem historischen Gedenktag, der kein Thema von gestern ist'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-Llyl6APIkdQ/TmU4yVzdNlI/AAAAAAAAAlI/EOCahT8mzh8/s72-c/05082011_003.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-7648688776513785639</id><published>2011-09-04T18:15:00.007+02:00</published><updated>2011-09-04T18:43:19.186+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Ein nachdenkliches "Geburtstagsgespräch" mit Christa Ufermann zum 90. Geburtstag des Blinden- und Sehbehindertenvereins</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-MHyQaWwRie8/TmOqjtGmqjI/AAAAAAAAAlA/8WoccE6IuKI/s1600/CHRISTAUFERMANN.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 150px; FLOAT: right; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5648545888032172594" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-MHyQaWwRie8/TmOqjtGmqjI/AAAAAAAAAlA/8WoccE6IuKI/s200/CHRISTAUFERMANN.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Mit einer Schiffstour an Bord der Weißen Flotte feierte der Blinden- und Sehbehinderten verein am 3. September seinen 90. Geburtstag. Woher kommt der Verein und wohin geht die Reise für ihn und die Menschen, deren Interessen der BSV vertritt. Für die NRZ sprach ich darüber mit &lt;strong&gt;Christa Ufermann&lt;/strong&gt;, die vor 65 Jahren blind auf die Welt kam und den BSV seit 1987 als Vorsitzende führt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum hat man den BSV vor 90 Jahren ins Leben gerufen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Verein ist damals als reiner Blindenverein gegründet worden, der hilfsbedürftige Blinde unterstützte. Das war ja nach dem Ersten Weltkrieg eine schwierige gesellschaftliche Situation, in der es noch keinen Sozialstaat gab, wie wir ihn heute kennen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie hat der Verein geholfen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Verein hat über einen Blindenhilfsverein Spendengelder für die Ärmsten gesammelt und am Dickswall sogenannte Blindenwaren verkauft. Das waren zum Beispiel Besen, Bürsten, Aufnehmer, Webwaren oder auch Körbe, die von blinden Handwerkern hergestellt wurden. Früher waren die allermeisten Blinden in Werkstätten beschäftigt. Dass sie auch für andere Berufe ausgebildet wurden, hat sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;In welchen Berufen können Blinde arbeiten?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Früher gab es oft blinde Telefonisten oder Klavierstimmer. Ich kenne aber auch Blinde, die zum Beispiel als Programmierer in der Computerbranche oder arbeiten. Wenn die Leute können und wollen, können sie auch sehr spezialisiert arbeiten, sei es als Pädagoge und Psychologe, als Organist oder auch als Programmierer in der Computerbranche. Manche sind natürlich auch nicht vermittelbar und müssen ihr Berufsleben in einer beschützenden Werkstatt fristen. Ich selbst habe bis zu meiner Pensionierung im Schreibdienst der Stadtverwaltung gearbeitet. So weit ich weiß, hat die Stadt heute nur noch einen blinden Mitarbeiter, der die Hörzeitung Echo Mülheim betreut.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Ist es für Blinde und Schwersehbehinderte heute leichter oder schwieriger geworden, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auf dem Arbeitsmarkt ist es für sie schwierig. Viele Leute sitzen heute mit einer guten und teuren Ausbildung zu Hause herum. Hinzu kommt: Wenn Menschen durch einen Berufsunfall erblindet sind, bekommen sie eine Erwerbsunfähigkeitsrente, die aber sofort wegfällt, wenn sie sich umschulen lassen. Und dann haben die nichts. Vor diesem Hintergrund kann man verstehen, dass viele Betroffene dann lieber auf eine Umschulung verzichten und sich mit ihrer Rente begnügen. So wie ich das mitbekomme, tun sich heute viele Arbeitgeber schwer, sich auf Mitarbeiter mit einem Handicap einzulassen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was sind die wichtigsten Barrieren für den beruflichen Erfolg blinder Menschen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Viele Arbeitgeber haben die Panik, dass sie einen blinden Mitarbeiter, der nicht hinhaut, nie wieder los werden. Dem ist zwar nicht so, aber es gibt diese vorgefasste Meinung. Und viele wissen auch nicht, dass es Eingliederungshilfen für blinde Mitarbeiter gibt, die vom Landschaftsverband, von der Agentur für Arbeit, von der Berufsgenossenschaft oder von der Hauptfürsorgestelle übernommen werden. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Welche Barrieren behindern Blinde und Sehbehinderte in Mülheim?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das können Baustellen sein, die nicht fertig werden, Autos, die auf dem Bürgersteig parken, Geschäftsauslagen, die mitten auf der Straße stehen oder auch ausbleibende Lautsprecherdurchsagen an Haltestellen oder in Bussen und Bahnen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was leistet Ihr Verein für die soziale Integration seiner Mitglieder?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wir geben ihnen vor allem Informationen. Wir laden alle zwei Monate zu einer Mitgliederversammlung und einmal im Monat zu einem Stammtisch. Wir geben eine monatliche Hörzeitung heraus und informieren auch über unsere Internetseite. Außerdem informieren wir monatlich Ratsuchende in einer Sprechstunde über Hilfsmittel und Hilfsleistungen für Blinde. Wir organisieren aber auch regelmäßig Ausflüge oder laden auch zu einem Brunch ein, damit die Leute heraus- und zusammenkommen. Bei Museumsbesuchen und Exkursionen achten wir natürlich darauf, dass wir eine blindenspezifische Führung bekommen, bei der Anfassen erlaubt. Durch unsere Aktivitäten lernen sich die Leute natürlich auch kennen. Wir können natürlich immer nur anbieten. Annehmen und aus ihrem Nest herauskommen, müssen die Leute selbst.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Vereins?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Unser Verein braucht wie alle Vereine mehr junge Leute, die etwas aktiver sind und der Sache neues Leben einhauchen. Wir können nur hoffen, dass immer wieder neue Leute zu uns kommen, die Lust haben mitzumachen. Wir haben viele Mitglieder die erst im Alter, etwa durch Makuladegeneration, erblindet sind. Junge Leute kommen nur selten zu uns und wenn, dann sind sie erst mal passiv.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund:&lt;/strong&gt; Der Blindenverein, der 2001 zum Blinden- und Sehbehindertenverein umbenannt wurde, hat heute 70 Mitglieder. Laut Landschaftsverband Rheinland gibt es in Mülheim derzeit 675 offiziell gemeldete blinde und sehbehinderte Menschen. Der Verein bietet jeweils am ersten Donnerstag des Monats von 10 bis 14 Uhr bei den Grünen an der Bahnstraße 50 eine Beratungssprechstunde an. Außerdem lädt er alle Interessierten am letzten Mittwoch des Monats um 16 Uhr zu seinem Stammtisch in den Handelshof. Umfangreiche Informationen bietet er auf seiner Internetseite: www.bsv-muelheim.de an.Telefonische Auskünfte geben Christa Ufermann unter der Rufnummer: 43 25 18 und ihre Stellvertreterin Maria St. Mont unter  der Rufnummer: 47 30 12.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 2. September 2011 in der Neuen Ruhr Zeitung &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-7648688776513785639?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/7648688776513785639/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/ein-nachdenkliches-geburtstagsgesprach.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7648688776513785639'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7648688776513785639'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/09/ein-nachdenkliches-geburtstagsgesprach.html' title='Ein nachdenkliches &quot;Geburtstagsgespräch&quot; mit Christa Ufermann zum 90. Geburtstag des Blinden- und Sehbehindertenvereins'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-MHyQaWwRie8/TmOqjtGmqjI/AAAAAAAAAlA/8WoccE6IuKI/s72-c/CHRISTAUFERMANN.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3992000488568781964</id><published>2011-08-30T10:24:00.005+02:00</published><updated>2011-08-30T10:46:28.166+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik; Portrait'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Kein Tag wie der andere: Warum sich Karl Czekala und Andrea Jaskolka auf ihren Dienst bei der Mülheimer Polizei freuen</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ws-R9YPc36o/Tlyi1issPVI/AAAAAAAAAk4/Oah5uHX46w4/s1600/polizeineu.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5646567073546779986" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-ws-R9YPc36o/Tlyi1issPVI/AAAAAAAAAk4/Oah5uHX46w4/s200/polizeineu.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Polizei bekommt Verstärkung. 15 neue Polizisten sorgen ab 1. September für Sicherheit auf &lt;span id="SPELLING_ERROR_0" class="blsp-spelling-error"&gt;Mülheims&lt;/span&gt; Straßen. Zwei von ihnen sind die frisch ausgebildeten Polizeikommissare &lt;strong&gt;Karl &lt;span id="SPELLING_ERROR_1" class="blsp-spelling-error"&gt;Czekala&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; (22) und &lt;strong&gt;Andrea &lt;span id="SPELLING_ERROR_2" class="blsp-spelling-error"&gt;Jaskolka&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; (23) Kurz vor ihrem ersten Arbeitstag traf ich mich mit ihnen in der Polizeiinspektion an der Von-Bock-Straße, um für die &lt;span id="SPELLING_ERROR_3" class="blsp-spelling-error"&gt;NRZ&lt;/span&gt; mit ihnen über ihren Beruf zu sprechen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum zieht es Sie beruflich zur Polizei?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_4" class="blsp-spelling-error"&gt;Jaskolka&lt;/span&gt;: Mir war es wichtig einen Beruf auszuüben, in dem nicht jeder Tag gleich aussieht und in dem ich mit Menschen zu tun habe. Außerdem arbeite ich lieber im Team als allein. Und da bin ich bei der Polizei gut aufgehoben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_5" class="blsp-spelling-error"&gt;Czekala&lt;/span&gt;: Ich finde es spannend, sich als Polizist immer wieder schnell auf neue Situationen einstellen zu müssen. Polizeiarbeit ist eben nicht monoton, sondern ein guter Wechsel zwischen Büroarbeit und aktivem Umgang mit den Bürgern. Einen reinen Bürojob hätte ich mir nicht vorstellen können.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Sie kommen beide aus Essen. Haben Sie sich &lt;span id="SPELLING_ERROR_6" class="blsp-spelling-error"&gt;Mülheim&lt;/span&gt; als Dienstort ausgesucht?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_7" class="blsp-spelling-error"&gt;Jaskolka&lt;/span&gt;: Ja, ich habe mir &lt;span id="SPELLING_ERROR_8" class="blsp-spelling-error"&gt;Mülheim&lt;/span&gt; ausgesucht, weil ich hier während meiner Ausbildung bereits ein Praktikum absolviert hatte und von den Kollegen meiner Dienstgruppe gut aufgenommen wurde. Auch die Arbeit mit den Bürgern hat mir damals hier Spaß gemacht. Man kann &lt;span id="SPELLING_ERROR_9" class="blsp-spelling-error"&gt;Mülheim&lt;/span&gt; nicht mit Essen vergleichen. Da ist mehr los. Hier hat man einen guten Wechsel zwischen eher ruhigeren und &lt;span id="SPELLING_ERROR_10" class="blsp-spelling-error"&gt;actiongeladeneren&lt;/span&gt; Einsätzen, je nachdem, in welchem Stadtteil man sich bewegt. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_11" class="blsp-spelling-error"&gt;Czekala&lt;/span&gt;: Essen war meine Praktikumsbehörde und ich wollte auch gerne nach Essen, bin aber jetzt auch mit &lt;span id="SPELLING_ERROR_12" class="blsp-spelling-error"&gt;Mülheim&lt;/span&gt; zufrieden, obwohl ich noch kein ortskundiger Beamter bin. Da muss ich mich erst noch einleben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was wird Ihre Aufgabe sein?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_13" class="blsp-spelling-error"&gt;Czekala&lt;/span&gt;: Als Polizeikommissare kommen wir jetzt für ein Jahr in den Wach- und Wechseldienst. Das bedeutet Büroarbeit und jeweils gemeinsam mit einem erfahrenen Kollegen Streife fahren. Wir bekommen es mit dem ganzen Paket der Polizeiarbeit zu tun: Körperverletzung, Gewaltdelikte, Diebstähle. Anschließend arbeiten wir drei Jahre in einer &lt;span id="SPELLING_ERROR_14" class="blsp-spelling-error"&gt;Einsatzhundertschaft&lt;/span&gt; und dann können wir uns auf eine Stelle bewerben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Hat man es als Frau bei der Polizei besonders schwer?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_15" class="blsp-spelling-error"&gt;Jaskolka&lt;/span&gt;: Ich bin von Anfang an, auch bei meinem Praktikum, als Kollegin akzeptiert und angenommen worden. In meiner Dienstgruppe sind wir immerhin sieben Frauen, die mit 14 männlichen Kollegen zusammenarbeiten und in meinem &lt;span id="SPELLING_ERROR_16" class="blsp-spelling-error"&gt;Ausbildungsjahrgang&lt;/span&gt; waren wir fast zur Hälfte Männer und Frauen. Als Frau ist man heute bei der Polizei keine Minderheit mehr.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie stellen Sie sich auf die Risiken ein, die der Polizeiberuf mit sich bringt?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_17" class="blsp-spelling-error"&gt;Jaskolka&lt;/span&gt;: Das gehört dazu. Darauf wurden wir in unserer Ausbildung vorbereitet und auch in Rollenspielen darauf hin getestet und überprüft, inwiefern wir psychisch belastenden Situationen Stand halten können. Das Gute ist, dass man im Einsatz ja nie allein ist, sondern immer den Partner dabei hat.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_18" class="blsp-spelling-error"&gt;Czekala&lt;/span&gt;: Wir haben uns während unserer Ausbildung sehr intensiv mit den soziologischen und psychologischen Strukturen auseinandergesetzt, die Menschen aggressiv handeln lassen. Wir haben auch gelernt, wie man verbal auf Menschen reagieren kann, die die Polizei nicht positiv sehen und sich aggressiv verhalten. Wir haben während unserer Ausbildung auch gelernt, die Angst als Schutzmechanismus zuzulassen, um sich vor einem Einsatz auf alle möglichen Situationen einzustellen, ohne dass die Angst so groß würde, dass man gar nicht mehr reagieren kann.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Haben junge Polizisten vor dem ersten Einsatz Lampenfieber?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_19" class="blsp-spelling-error"&gt;Czekala&lt;/span&gt;: Am Anfang ist das Lampenfieber sehr groß, aber Übung macht den Meister. Sicher wird es auch in Zukunft immer wieder Einsätze geben, die man so vorher in seiner Ausbildung noch nicht erlebt hat.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span id="SPELLING_ERROR_20" class="blsp-spelling-error"&gt;Jaskolka&lt;/span&gt;: Als Praktikantin habe ich den Dienst hier auch schon erlebt, wenn auch nur alsdritter Mann. Zu meinen ersten Einsätzen gehörte es einen Verkehrsunfall aufzunehmen. Das war für mich sehr aufregend, obwohl es eigentlich nur ein normaler Unfall war. Aber ich hatte Glück, weil der Bürger, dem ich als Polizistin entgegengetreten bin, nett und einsichtig war. Bisher habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht, sondern nur nette Bürger getroffen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Weitere Informationen zur Ausbildung bei der Polizei findet man im Internet unter: &lt;a href="http://www.polizeiberuf-nrw.de/"&gt;http://www.polizeiberuf-nrw.de/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dieser Beitrag erschien am 30. August 2011 in der &lt;span id="SPELLING_ERROR_21" class="blsp-spelling-error"&gt;NRZ&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3992000488568781964?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3992000488568781964/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/08/kein-tag-wie-der-andere-warum-sich-karl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3992000488568781964'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3992000488568781964'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/08/kein-tag-wie-der-andere-warum-sich-karl.html' title='Kein Tag wie der andere: Warum sich Karl Czekala und Andrea Jaskolka auf ihren Dienst bei der Mülheimer Polizei freuen'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-ws-R9YPc36o/Tlyi1issPVI/AAAAAAAAAk4/Oah5uHX46w4/s72-c/polizeineu.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-4048441111117559106</id><published>2011-08-11T22:42:00.006+02:00</published><updated>2011-08-11T23:00:32.092+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Vergebung um jeden Preis? Wa dem Pastor und sechsfachen Vater Ekkehart Vetter zum Fall Mirco einfällt, der derzeit vor Gericht verhandelt wird</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Y7xUvt-YHxk/TkRC1LXKqtI/AAAAAAAAAkw/4UJ8a6qskJ8/s1600/EckhardVetter.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5639706114725161682" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-Y7xUvt-YHxk/TkRC1LXKqtI/AAAAAAAAAkw/4UJ8a6qskJ8/s200/EckhardVetter.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Es ist wohl das Schlimmste, das Eltern widerfahren kann, ihr Kind, wie im Fall Mirco, durch die Hand eines Mörders zu verlieren. Deshalb mag es manchen wundern, wenn Mircos Eltern als freikirchlich engagierte Christen Verständnis für den Täter zeigen und trotz ihrer Tragödie vom Glauben sprechen, der sie stärkt, ihnen Hoffnung gibt und sie nicht verzweifeln lässt. Vor diesem Hintergrund sprach ich bereits vor einigen Monaten für die NRZ mit Pastor Ekkehart Vetter von der freikirchlichen Christusgemeinde über Glauben, Gemeinschaft, Schuld, Sühne, Vergeltung und Vergebung.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Können Sie die Haltung von Mircos Eltern nachvollziehen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das ist eine Extremsituation, in die man sich nicht theoretisch hineindenken kann. Ich selbst würde für mich nicht die Hand ins Feuer legen, wie ich in einer vergleichbaren Situation reagieren würde. Natürlich kann man auch für einen Täter Verständnis entwickeln, auch, wenn man seine Tat verabscheut. Jeder Mensch hat Gründe, warum er so handelt, wie er handelt. Es geht nicht um Verständnis im Sinne von Relativierung oder Verharmlosung eines Verbrechens, sondern in dem Sinne, zu verstehen, dass es sich vielleicht um einen belasteten Menschen handelt, der aus einer bestimmten Situation dieses dramatische Verbrechen begangen hat.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Vergebung ist eine christliche Tugend. Aber ist es nicht auch natürlich, den Mörder seines Kindes zu hassen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;So verständlich Hass in so einer Situation ist, Hass macht einen am Ende selbst kaputt. So wie ich Mircos Eltern verstehe, sagen sie: Wir wissen, wohin wir mit unserer Trauer und unserem Bestürztsein hingehen können und dass sie dieses Verbrechen in ihrem Glauben, durch die Gemeinschaft und die Gespräche mit Christen verarbeiten können.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Mircos Eltern sprechen von der Unterstützung durch ihre freikirchliche Gemeinde und von ihrem Glauben, der ihnen Halt gibt. Können Menschen, die glauben und von einer Gemeinschaft getragen werden, solche Schicksalschläge besser verkraften?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das ist keine Frage von Freikirche, Landeskirche oder Konfession. Das ist eine Frage gelebter Gemeinde und Gemeinschaft. Gerade in Angesicht eines schweren Schicksalschlages brauche ich etwas, an dem ich mich festhalten kann und das mich trägt. Und da ist der Glaube sicher sehr hilfreich und wertvoll. Ich würde mich aber nicht in eine Situation hineinmanövrieren, in der ich sage: "Die Verarbeitung eines solchen Unglücks gelingt einem gläubigen Menschen auf jeden Fall besser als jemanden, der vielleicht nicht glauben kann."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie gehen Sie in ihrer 260 Mitglieder zählenden Gemeinde mit Menschen um, die einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften haben?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Natürlich bemühen wir uns darum, dass die Gemeinde sich wahrnimmt. Wir bilden in unserer Gemeinde kleine, überschaubare Gruppen, etwa in Form von Hausbibelkreisen, zu denen jeweils acht bis zehn Personen gehören, die sich regelmäßig treffen und die dabei nicht nur über theologische Fragen, sondern auch über persönliche Probleme sprechen. Die Menschen spüren so, dass sie mit ihren Nöten nicht alleingelassen werden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Brauchen wir mehr Mitmenschlichkeit und können Gemeinden, wie die Ihre dafür ein Vorbild sein?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wo immer Menschen von solchen Schicksalsschlägen getroffen werden, ist die Gemeinschaft von Christen, die ihnen zur Seite stehen, extrem wertvoll. Man braucht in so einer Situation keine Menschen, die eine schnelle Antwort haben, warum etwas passiert ist, sondern die einfach da sind, um mit den Betroffenen zu trauern, zu weinen, zu sprechen und vielleicht auch zu beten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Ist es in einer solchen Situation nicht auch unmenschlich, Wut und Trauer durch das christliche Gebot von Vergebung und Nächstenliebe zu übertünchen?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Vergebung, Wut und Trauer sind kein Gegensatz. Man muss natürlich Gefühle zu lassen und darf sie nicht verdrängen. Man darf nichts unter den Teppich kehren. Man muss authentisch und ehrlich zu sich selbst sein und darf nichts mit einer frommen Soße zudecken wollen. Vergebung ist aber auch nichts, was von heute auf morgen entsteht, wie ein Klick im Gehirn. Das ist immer ein langer Prozess. Das ist ein langer Weg, auf dem Menschen auch vielleicht durch Therapie begleitet werden müssen, damit sie das vielleicht irgendwann können, damit sie sich mit der Last, die sie tragen oder auch jemanden hinterhertragen, am Ende nicht selbst kaputt machen. Vergebung ist in so einer Situation natürlich kein Muss. Aber es wäre Betroffenen zu wünschen, dass sie irgendwann erkennen, dass Vergebung für Sie am hilfreichsten ist.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Und was ist mit Schuld und Sühne?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Was würden Sie einem Täter sagen, der sich mit seiner Schuld an Sie als Seelsorger wendet?&lt;br /&gt;Ich würde diesen Menschen zunächst dazu ermutigen, zu seiner Schuld zu stehen und es nicht bei der Vertrautheit des seelsorgerischen Gesprächs zu belassen. Ich würde ihm sagen: Stell dich deiner Tat und übernimm Verantwortung. Überlege, wie du an dem Menschen, an dem du schuldig geworden bist, etwas wieder gutmachen kannst. Das Unrecht ist im Fall Mirco natürlich nicht korrigierbar. Hier brauchen Opfer und Täter ganz viel Hilfe und Therapie. Aus der Missbrauchstherapie weiß man, dass Täter in ihrem Leben immer auch Opfer waren und oft selbst Gewalt- und Missbrauchserfahrungen gemacht haben, was ihre Tat natürlich in keiner Weise rechtfertigt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien im März 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-4048441111117559106?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/4048441111117559106/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/08/vergebung-um-jeden-preis-wa-dem-pastor.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4048441111117559106'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4048441111117559106'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/08/vergebung-um-jeden-preis-wa-dem-pastor.html' title='Vergebung um jeden Preis? Wa dem Pastor und sechsfachen Vater Ekkehart Vetter zum Fall Mirco einfällt, der derzeit vor Gericht verhandelt wird'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Y7xUvt-YHxk/TkRC1LXKqtI/AAAAAAAAAkw/4UJ8a6qskJ8/s72-c/EckhardVetter.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-2687109466525064594</id><published>2011-08-10T22:43:00.006+02:00</published><updated>2011-08-10T23:03:41.872+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><title type='text'>60 Jahre nach ihrem Abitur am städtischen Gymnasium trafen sich sechs ehemalige Klassenkameraden am der heutigen Karl-Ziegler-Schule wieder</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-iiZiqEsL2hA/TkLx1JVswAI/AAAAAAAAAko/4h4ZyTHLsis/s1600/P1030615.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5639335578763575298" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-iiZiqEsL2hA/TkLx1JVswAI/AAAAAAAAAko/4h4ZyTHLsis/s200/P1030615.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Joseph Otterbeck, Karl-Heinz Memmel, Heinz Wilhelm Auberg, Ulrich Grabowski, Hans Bernskötter und Friedrich Heierhoff besuchen an diesem Tag ihre alte Schule, an der sie vor 60 Jahren mit dem Zeugnis der Reife in den Ernst des Lebens entlassen worden sind. Damals war es das städtische Gymnasium, heute die Karl-Ziegler-Schule.Nicht wieder zu erkennenDie alten Herren aus den Jahrgängen 1930 und 1931 erkennen nichts wieder.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Denn ihre alte Schule wurde in den 70er Jahren durch einen Neubau ersetzt, der inzwischen um- und ausgebaut wird, um für die Anforderungen einer modernen Ganztagsschule fit gemacht zu werden. Was sie besonders beeindruckt, ist die technische Ausstattung der neuen naturwissenschaftlichen Fachräume und das breite Fremdsprachenangebot. Spanisch stand bei ihnen damals nicht auf dem Stundenplan. Und Französisch konnte man nur in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft lernen.Dafür gab es jeweils acht Wochenstunden Latein und Mathematik, drei Wochenstunden Englisch und sechs Wochenstunden Deutsch.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Wir mussten viel mitschreiben, weil die alten Schulbücher aus der Nazi-Zeit aus dem Verkehr gezogen worden waren“, erinnert sich Auberg.Die ersten Romane nach dem Krieg lasen sie auf Zeitungspapier. Die gab es für 50 Pfennig das Exemplar. „Manchmal haben wir auch auf den weißen Streifen der Tageszeitungen geschrieben, weil das Papier so knapp war“, erinnert sich der vom Bodensee zum Ehemaligentreffen angereiste Karl Heinz Memmel an seine ersten Nachkriegsschuljahre.Damals brachten seine Kollegen und er nicht nur einen Ranzen, sondern auch einen Henkelmann mit zur Schule.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In den wurde während der Pause die Schulspeisung aus Schweden und USA eingeschenkt. Mal gab es Erbsen- mal Biskuitsuppe, mal Haferflocken, mal Kartoffelpüree und manchmal auch ein Maisbrot. „Das Maisbrot schmeckte scheußlich“, erinnert sich Hans Bernskötter, der aus Hamburg gekommen ist, um seine alten Schulkameraden wiederzusehen.WechselschichtWeil die Schulgebäude noch kriegsbeschädigt waren, mussten sich die Schüler des staatlichen und des städtischen Gymnasiums das Schulgebäude an der Schulstraße bis 1947 teilen. Deshalb wurde in Wechselschichten gelernt, mal morgens, mal mittags.An den Unterricht, der damals noch frontal vom Katheder aus erteilt wurde, erinnern sie sich als „streng und diszipliniert.“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Besonders dankbar denken sie an ihren Mathematik und Mechaniklehrer Paul Voigt zurück, der ihnen das kleine Einmaleins des wissenschaftlichen Arbeitens beigebracht hat und dessen Einfluss es zu verdanken gewesen sei, dass dieser Abiturjahrgang des als naturwissenschaftlich geltenden Gymnasiums besonders viele Ingenieure hervorgebracht habe, unter ihnen Auberg, Memmel, Grabowski und den Physiker Otterbeck, während Bernsksötter und Heierhoff als Betriebswirte, Unternehmensberater und Juristen einen anderen Berufsweg einschlugen.Mensch und LehrerGerne erinnern sich die alten Abiturienten auch an ihren Deutschlehrer Walter Engels, der sie mit Thomas Mann und Franz Kafka bekannt machte und der bei den insgesamt 21 Abiturienten des Abiturjahrganges 1951 deshalb so beliebt war, „weil er zuhören, auf uns eingehen konnte und Menschlichkeit ausstrahlte.“ Der Geschichtsunterricht, so erinnert sich Auberg, „hörte damals bei Bismarck auf.“ Die Weltkriege und die Nazi-Zeit waren kein Thema.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Bernskötter erinnert sich aber an einen Englischlehrer, der in Großbritannien studiert hatte und den Schülern abseits des Lehrplans über die englische Demokratie und ihre historische Wurzeln berichtete. „Wir verließen die Schule mit einem guten Gefühl und dem festen Entschluss zu studieren , auch wenn einige vorher noch eine Ausbildung gemacht haben“, erinnert sich Otterbeck an die gemeinsame Schulentlassung. Über die berichtete damals auch die Lokalpresse und zitierte den Klassenlehrer des Abiturjahrgangs mit den an seine Schüler gerichteten Worten: „Werden Sie eine Persönlichkeit. Es kommt nicht darauf an, welchen Beruf Sie ergreifen, sondern wie Sie ihn ausüben.“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 28. Juli 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-2687109466525064594?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/2687109466525064594/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/08/60-jahre-nach-ihrem-abitur-am.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2687109466525064594'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2687109466525064594'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/08/60-jahre-nach-ihrem-abitur-am.html' title='60 Jahre nach ihrem Abitur am städtischen Gymnasium trafen sich sechs ehemalige Klassenkameraden am der heutigen Karl-Ziegler-Schule wieder'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-iiZiqEsL2hA/TkLx1JVswAI/AAAAAAAAAko/4h4ZyTHLsis/s72-c/P1030615.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5382254486808328089</id><published>2011-07-10T00:13:00.007+02:00</published><updated>2011-07-11T22:59:37.318+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><title type='text'>Vorbeugen ist besser als verurteilen: Deshalb erleben Schüler an der Hauptschule Bruchstraße, wie es sich anfühlt, wenn man vor Gericht steht</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-uzdO-4dPFPY/ThtkIlMRBzI/AAAAAAAAAkg/GFtawUq2tJU/s1600/BENNOBRAUN.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5628202257914857266" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-uzdO-4dPFPY/ThtkIlMRBzI/AAAAAAAAAkg/GFtawUq2tJU/s200/BENNOBRAUN.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Vom Schüler zum Staatsanwalt. Diese ungewöhnliche Karriere macht Nikolaj aus der sechsten Klasse der Hauptschule an der Bruchstraße an diesem Morgen. Und er merkt gleich, dass es gar nicht so leicht ist, die im besten Juristendeutsch verfasste Anklageschrift unfallfrei vorzutragen. Aller Anfang ist schwer. Doch dann klappt es immer besser.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Das war nicht so leicht, viele neue Wörter vorzulesen, die ich gerade erst kennen gelernt hatte“, gibt Nikolaj später zu. Wörter, wie Strafzumessung, Beweismittel oder Angeschuldigter benutzt ein Sechstklässler ja auch nicht jeden Tag.Doch Nikolaj ist an diesem Schultag Teil einer Gerichtsverhandlung, die er mit seinen Klassenkameraden nachspielt. Und so wird aus seiner Mitschülerin Melissa im juristischen Rollenspiel der Schüler Steffen, der vor Gericht steht, weil er seinem Mitschüler Daniel bei einem Streit buchstäblich zwischen Tür und Angel den Arm gebrochen hat. Auch Davina, die trotz vorgeschriebenem Manuskript, frei spricht, spielt als Zeugin Hilal eine zentrale Rolle und gerät zwischenzeitlich sogar unter Verdacht, selbst an der Tat beteiligt gewesen zu sein.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Nur der Richter ist bei dieser Gerichtsverhandlung echt. Benno Braun war bis zu seiner Pensionierung Jugendrichter am Amtsgericht Gelsenkirchen. Jetzt spielt der 69-Jährige seinen alten Beruf regelmäßig und detailgetreu an Schulen nach. „Es macht Freude, den Schülern Neuland zu erschließen und meine Erkenntnisse, die ich über Jahrzehnte gesammelt habe, weiterzugeben. Ich möchte den Schülern zeigen, dass es sich nicht lohnt, Konflikte mit Gewalt zu lösen. Wenn ich nur einen Schüler so davon abhalten kann, straffällig zu werden, hat sich der Einsatz schon gelohnt“, erklärt Braun seine Motivation. Auch wenn der pensionierte Jurist, der über das Centrum für bürgerschaftliches Engagement zur Hauptschule an der Bruchstraße kam, zugibt, dass die Sechstklässler noch etwas jung sind, um den Lerneffekt der nachgespielten Gerichtsverhandlung vollends zu erfassen, kennt er aus seiner Berufspraxis viele Fälle, in denen Zwölf- und Dreizehnjährige gezielt Straftaten begangen haben, weil sie wussten, dass sie erst mit 14 Jahren strafmündig werden. Deshalb plädiert er auch dafür, die Altersgrenze der Strafmündigkeit auf 13 Jahre herunterzusetzen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Den Schülern von der Bruchstraße wird an diesem Vormittag schnell klar, dass eine Gerichtsverhandlung kein Kinderspiel ist. Gleich zu Beginn lernen sie, dass man aus Respekt vor dem Gericht aufsteht, wenn Richter und Schöffen den Raum betreten. Auch spöttische Zwischenbemerkungen maßregelt der Richter sofort. Zwar hat Nikolaj als Staatsanwalt die textlastigste Rolle. Doch auch seine Mitschüler und Mitspieler merken während der eineinhalbstündigen Verhandlung, wie anstrengend die detaillierte Befragung durch einen Richter sein kann, bei der jede Kleinigkeit, auch aus dem Privatleben auf den Tisch kommt, um den Hintergrund des Tathergangs zu erhellen. Immer wieder müssen sie konzentriert zuhören oder präzise formulieren.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Für Melissa steht nach der Verhandlung, fest, „dass man immer gleich die Wahrheit sagen sollte, um sich Ärger zu ersparen.“ Und ihre Mitschülerin Davina hat beim Gerichtsspiel gelernt: „Was aus so einem Streit werden kann und das man sich besser nicht provozieren lässt.“ Deutschlehrerin Christna Thomas, die das juristische Rollenspiel angeregt hatte und Klassenlehrer Lothar Jankowski sind sich nach der Urteilsverkündung einig, dass ihre Schüler „dafür sensibilisiert worden sind, was aus Gewalt entstehen kann und das eine Körperverletzung keine Lappalie ist.“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 7. Juli 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5382254486808328089?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5382254486808328089/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/07/vorbeugen-ist-besser-als-verurteilen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5382254486808328089'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5382254486808328089'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/07/vorbeugen-ist-besser-als-verurteilen.html' title='Vorbeugen ist besser als verurteilen: Deshalb erleben Schüler an der Hauptschule Bruchstraße, wie es sich anfühlt, wenn man vor Gericht steht'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-uzdO-4dPFPY/ThtkIlMRBzI/AAAAAAAAAkg/GFtawUq2tJU/s72-c/BENNOBRAUN.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-1916036845884281790</id><published>2011-07-05T23:26:00.006+02:00</published><updated>2011-07-05T23:33:23.543+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sport'/><title type='text'>Bei der Weltmeisterschaft sind die deutschen Fußball-Frauen auf der Erfolgsspur: Aber wie ist es um den Mülheimer Frauenfußball bestellt?</title><content type='html'>Kaum zu glauben, dass Frauenfußball bis 1970 beim Deutschen Fußballbund Tabu war. Inzwischen ist die Frauennationalmannschaft als mehrfache Welt- und Europameisterin ein Aushängeschild des deutschen Fußballs. Am Samstag steht sie bei der Frauen-WM im eigenen Land gegen Japan im Viertelfinale. Viele schauen auf die Nationalkickerinnen und drücken die Daumen, damit es mit dem dritten Titel in Folge klappt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie sieht es mit dem Frauen- und Mädchenfußball in Mülheim aus?Gisela Schmitz kennt sich aus. Über ihren Sohn zum Fußball gekommen, engagiert sie sich seit 20 Jahren als Vorstandsfrau im Verband Mülheimer Fußballvereine sowie im Fußballverband Niederrhein und im Westdeutschen Fußballverband, dessen Vize-Vorsitzende sie ist.„Der Mülheimer Mädchen- und Frauenfußball stagniert. Wir hatten mal über 20 Prozent Zuwachs pro Jahr. Das gibt es nicht mehr“, sagt Schmitz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie kann sich zwar vorstellen, dass die Frauenfußballweltmeisterschaft zu einem gewissen Schub für den lokalen Frauenfußball führen könnte. Doch ihr Erwartungen in diese Richtung sind nicht euphorisch. Gerade mal drei von 16 Mülheimer Fußballvereinen, der Turnerbund Heißen, der MSV 07 und der TSV Heimaterde, haben Frauen- oder Mädchenmannschaften. Die Zahl der aktiven Fußballerinnen schätzt sie auf etwa 200, die durchschnittliche Zuschauerzahl bei Frauenfußballspielen mit Mülheimer Beteiligung auf 50 bis 70. Dabei spielen die Fußballdamen des Turnerbundes Heißen immerhin in der Niederrheinliga und damit in der vierthöchsten Spielklasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem erinnert sich die Fußballfachfrau an eine Frauenmannschaft beim Post SV, die unter ihrem Trainer Bernd Brattge in den 70er und 80er Jahren sehr erfolgreich spielte. Nur kurzlebig war dagegen die 1978 gegründete Frauenmannschaft von Rot Weiß Mülheim. Das gleiche Schicksal erlitt die Mädchenmannschaft des Tuspo Saarn. Warum hat es der Frauenfußball in Mülheim so schwer? „In vielen Vorständen gibt es noch alte Zöpfe. Das Potenzial der Mädchen und Frauen bei der Mitgliedergewinnung ist leider noch nicht überall erkannt worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht führt die Frauen-WM da zu einem Umdenken“, analysiert Schmitz die Lage.Das oft gehörte Argument, es fehle an Umkleidekabinen und Toiletten für Frauen, hält sie für vorgeschoben. Schmitz weiß aus Erfahrung, dass sich auch manche Trainer mit Frauen und Mädchen schwertun, „weil die gerne alles hinterfragen und genau wissen wollen, warum sie was wie machen sollen.“ Die meisten Eltern, so Schmitz, hätten heute kein Problem mehr damit, wenn ihre Tochter kickt. Und für die Mädchen selbst sei „Fußball heute ein Sport, wie jeder andere.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bliebe aus gegebenem Anlass noch die Frage, ob die deutsche Mannschaft im eigenen Land ihren dritten WM-Titel holen kann: „Das wird kein Selbstläufer für Deutschland“, sagt Schmitz und sieht neben den Asiatinnen auch die Französinnen, die Brasilianerinnen und die Amerikanerinnen als mögliche Titelaspirantinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 25. Juni 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-1916036845884281790?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/1916036845884281790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/07/bei-der-weltmeisterschaft-sind-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/1916036845884281790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/1916036845884281790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/07/bei-der-weltmeisterschaft-sind-die.html' title='Bei der Weltmeisterschaft sind die deutschen Fußball-Frauen auf der Erfolgsspur: Aber wie ist es um den Mülheimer Frauenfußball bestellt?'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3856050596373952909</id><published>2011-07-03T23:07:00.010+02:00</published><updated>2011-07-04T04:07:58.624+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Gut 200 Katholiken, denen ihre Kirche am Herzen liegt, diekutierten in St. Barbara über deren Weg aus der Krise und in die Zukunft</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-lR-7ACp3f5E/ThDgEYE1wBI/AAAAAAAAAkY/f1ppSDKA4WA/s1600/KD.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 134px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5625242300372598802" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-lR-7ACp3f5E/ThDgEYE1wBI/AAAAAAAAAkY/f1ppSDKA4WA/s200/KD.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Wenn Katholiken sich in einer Kirche versammeln, wird in der Regel gebetet. Als sich am Dienstagabend gut 200 Katholiken in der Dümptener Barbarakirche versammeln, wird auch gebetet. Doch der Zweck der Zusammenkunft, zu der Katholiken- und Diözesanrat eingeladen haben, ist, mit der Kirche ins Gebet zu gehen. Zwei Stunden diskutieren Menschen, die sich in der Kirche engagieren und beheimatet fühlen darüber, wie ihre Kirche wieder anziehender, lebendiger und glaubwürdiger werden kann. Dass trotz hochsommerlicher Temperaturen so viele Menschen zum Kirchendialog gekommen sind, werten der Katholikenratsvorsitzende Wolfgang Feldmann und Stadtdechant Michael Janßen als ein gutes Zeichen dafür, dass "Kirche und Glauben den Menschen noch am Herzen liegen".&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Was aber auffällt, ist das Fehlen ganz junger Gesichter. "Ich fühle mich hier schon als jung", sagt eine Frau in den Vierzigern. Für einen katholischen Vater aus Selbeck lautet die entscheidende Zukunftsfrage seiner Kirche: "Was wird unsere Jugend glauben und wie können wir die Fundamente unseres Glaubens auf sie übertragen?" Hans-Theo Horn aus Saarn sieht sie Kirchenkrise vor allem als "Glaubens- und Glaubwürdigkeitskrise." Er wünscht sich nicht nur einen Papst, der sich davon überzeugen lässt, dass es auch ein Priesteramt ohne Zölibat und eine Kommunion mit wiederverheirateten Geschiedenen geben kann, sondern auch "eine Kirche, in der es mehr um Begegnung als um Mitgliedschaft geht." Niederschwellige City- und Jugendkirchen sind für ihn das pastorale Gebot der Stunde.Applaus bekommt Gerda Kaufmann aus als Speldorf, als sie "mehr Chancen und eine stärkere Mitwirkung der Frauen in der Kirche" fordert und später auch zu bedenken gibt, ob man konfessionell gemischten Familien nicht auch die gegenseitige Teilnahme an Kommunion und Abendmahl gestatten sollte. "&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Ökumene wird nicht wirklich vorangetrieben", beklagt auch Kolpingbruder Theo Niess aus Heimaterde. Applaus bekommt er, als er transparentere Entscheidungsprozesse und mehr Mitwirkungsrechte der Laien fordert, sei es bei der Wahl eines Bischofs oder bei der Entscheidung über die Umstrukturierung von Gemeinden."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Kirche muss die Menschen stärker mitnehmen und einbinden. Außerdem brauchen die Kirchenvorsteher der Gemeinden mehr Handlungsfreiheit", glaubt Rolf Hohage aus Saarn. Eine Frau aus der Broicher Gemeinde Herz Jesu ist davon überzeugt, dass ihre Kirche nur bestehen kann, wenn sie sich "zu einer ganz anderen Offenheit gegenüber den Jugendlichen" durchringt, "um diese mitzunehmen und für den Glauben zu begeistern.""So geht es auf keinen Fall weiter", sagt der Dümptener Grundschulrektor Andreas Illigens mit Blick auf den Priestermangel und eine katholische Jugendarbeit, "die vor die Hunde zu gehen droht", weil sie keine Impulse mehr durch das aufgelöste Katholische Jugendamt bekommt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wie Illigens glauben viele Diskussionsteilnehmer, dass der akute Seelsorgermangel in der katholischen Kirche nur dann aufgelöst werden kann, wenn die Kirche künftig auch verheiratete Männer und Frauen zum Priesteramt zulässt und darüber hinaus auch qualifizierten Laien mehr Seelsorgeaufgaben zutraut.Jochen Schulte aus Stadtmitte warnt beim Thema Seelsorge davor, die alten und kranken Menschen in Kliniken und Altenheim zu vergessen, die nicht mehr zur Kirche kommen können. Kritisch sieht er den Rückzug seiner Kirche aus Kindertagesstätten, durch die Schließung ihres Jugendamtes oder durch die Einsparung ihrer Öffentlichkeitsarbeit, weil sie dadurch die Chance verliere, auch kirchenferne Menschen anzusprechen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Überhaupt zweifelt er, "ob unsere Kirche den Stresstest in Sachen Nächstenliebe überall bestehen würde." Auch Meinolf Demmel aus Styrum glaubt, dass die katholische Kirche nur durch das aktive Vorbild ihrer Gläubigen: "Guck mal, wie die miteinander umgehen" wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen kann, sei es durch lokale Bibelkreise, Gemeindefeste oder auch konkrete Alltagshilfen im eigenen Wohnviertel. Der Saarner Hohage sagt es so: "Wenn wir auf die Menschen zugehen und ihnen zeigen, dass wir uns darüber freuen, dass sie da sind, kommt unsere Kirche auch wieder in die Gänge."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;"Wir erwarten schon eine nachhaltige Resonanz&lt;/strong&gt; auf unsere Vorschläge und Anregungen", machte der Vorsitzende des Katholikenrates, Wolfgang Feldmann, mit Blick auf die Ergebnisse des Kirchendialogs am Dienstag in St. Barbara deutlich. Diesen Dialog sieht der aus Mülheim stammende Vorsitzende des Diözesanrates, Luidger Wolterhoff, der die Veranstaltung moderierte, als "ein wichtiges Transportband, um unseren Dialog mit den Bischöfen zu gestalten."Der Katholikenratschef Feldmann nutzte den Kirchendialog in St. Barbara auch dazu, um die Gründung eines Fördervereins anzukündigen, der die Arbeit der katholischen Ladenkirche am Kohlenkamp absichern soll.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 30. Juni 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3856050596373952909?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3856050596373952909/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/07/gut-200-katholiken-denen-ihre-kirche-am.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3856050596373952909'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3856050596373952909'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/07/gut-200-katholiken-denen-ihre-kirche-am.html' title='Gut 200 Katholiken, denen ihre Kirche am Herzen liegt, diekutierten in St. Barbara über deren Weg aus der Krise und in die Zukunft'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-lR-7ACp3f5E/ThDgEYE1wBI/AAAAAAAAAkY/f1ppSDKA4WA/s72-c/KD.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-2418875284609144854</id><published>2011-06-27T18:11:00.000+02:00</published><updated>2011-06-27T18:37:30.024+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><title type='text'>Seit 65 Jahren in der politischen Diaspora aktiv: Die CDU im Mülheimer Norden will nicht zur Ruhe kommen</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-md-tCaokQJk/TgivNIjxFrI/AAAAAAAAAkQ/tx06Dw3UY4E/s1600/P1030240.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5622936774942725810" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-md-tCaokQJk/TgivNIjxFrI/AAAAAAAAAkQ/tx06Dw3UY4E/s200/P1030240.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Mit 65 Jahren geht man normalerweise in den Ruhestand. So alt ist jetzt auch der CDU-Ortsverband Nord. „Doch wir werden mit 65 nicht zur Ruhe kommen. Denn wir haben zwar viel unternommen, aber längst noch nicht alles erreicht. Und wir haben noch viel Energie“, sagte die Ortsverbandsvorsitzende und Ratsfrau Ursula Schröder am Freitag beim Geburtstagsfest im Gemeindehaus am Steigerweg. Künftig möchte sie den Ortsverband noch stärker als bisher für an einer Mitarbeit interessierte Bürger öffnen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Schröder, die den Ortsverband Nord seit 2002 führt, macht sich keine Illusionen darüber, dass die Stadtteile Winkhausen, Eppinghofen, Papenbusch und Mellinghofen für die CDU eine politische Diaspora darstellen, die aus ihrer Perspektive "dunkelrot" ist. Dabei war der Norden in der Gründungsphase der CDU mit 91 "Aufnahmen" der mitgliederstärkste Ortsverband, der in der Spitze bis zu 140 Mitglieder zählte. "Wenn wir hier bei einer Wahl zwei oder drei Prozent dazu gewinnen, ist das für uns schon ein großer Sieg", betont Schröder. Wenn der Ortsverband, der heute 89 Mitglieder hat, Stadtverordnete stellt. dann werden sie nicht direkt gewählt, sondern ziehen über die Reserveliste ihrer Partei in den Rat ein.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ursula Schröder, die sich zusammen mit ihren Kollegen aus dem Ortsverbandsvorstandsvorstand bei Stadtteilrundgängen ein Bild über aktuelle Probleme macht, ist das 15. Ratsmitglied, das seit 1956 für den Ortsverband Nord ins Stadtparlament eingezogen ist. Auf der aktuellen Agenda der Nord-CDU stehen neben dem Dauerbrenner Sauberkeit und Ordnung unter anderem Instandsetzungsmaßnahmen an Einfallstraßen, der Ausbau der Übermittagbetreuung an der Realschule Mellinghofer Straße, die Schaffung von Nahversorgungszentren in der Papenbusch-Siedlung. der Naturschutz im Winkhauser Tal, die Bebauung des Klöttschens und die Überplanung der alten Feuerwache an der Aktienstraße.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Kreisparteivorsitzende Andreas Schmidt, der seine politische Laufbahn mit 18 Jahren als Schriftführer des Ortsverbandes Nord begonnen hatte, nahm die kommunalpolitisch aktiven Bürger aller Parteien bei der Jubiläumsfeier im Gemeindehaus am Steigerweg ausdrücklich in Schutz: „Es ist immer leichter, auf den Golfplatz zu gehen und alles zu kritisieren, als es selbst besser zu machen “, betonte er. Der aus Eppinghofen stammende Oberbürgermeister Hagens, Jörg Dehm, dessen politischer Werdegang ebenfalls im Vorstand der CDU-Nord begonnen hatte, sprang für die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker in die Bresche. „Sie sind weder korrupt noch dumm und arbeiten in ihrer Freizeit Hunderte von Vorlagen durch“, unterstrich der Hagener OB.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Er machte deutlich, dass seine erste und zweite Heimatstadt vor vergleichbaren Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, Schulden abzubauen und die kommunale Infrastruktur dem demografischen Wandel anzupassen.Trotz „permanenter Mangelverwaltung“ ist Dehm davon überzeugt, „dass Kommunalpolitik auch Freude machen kann, wenn es uns gelingt, die Bürger mit ins Boot zu holen und ihre Lebensbedingungen an der einen oder anderen Stelle zu verbessern.“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dehm bekannte sich angesichts der kommunalen Verschuldung zur finanzpolitischen Eigenverantwortung der Städte, machte aber auch deutlich, dass die Kommunen ihre Probleme nur mit Hilfe von Bund und Land lösen könnten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Text zu diesem Thema erschienen am 16. Juni und am 23. Juni 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-2418875284609144854?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/2418875284609144854/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/seit-65-jahren-in-der-politischen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2418875284609144854'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2418875284609144854'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/seit-65-jahren-in-der-politischen.html' title='Seit 65 Jahren in der politischen Diaspora aktiv: Die CDU im Mülheimer Norden will nicht zur Ruhe kommen'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-md-tCaokQJk/TgivNIjxFrI/AAAAAAAAAkQ/tx06Dw3UY4E/s72-c/P1030240.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-7514432983400319342</id><published>2011-06-26T00:33:00.000+02:00</published><updated>2011-06-26T13:48:33.931+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><title type='text'>In Dümpten will man sich nicht damit abfinden, dass die Grundschule an der Gathestraße geschlossen wird</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-E6lpMPFmj0E/TgccIH0uluI/AAAAAAAAAkI/BE7Esyv8DKw/s1600/P1030242.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5622493585660090082" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-E6lpMPFmj0E/TgccIH0uluI/AAAAAAAAAkI/BE7Esyv8DKw/s200/P1030242.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Seit 140 Jahren lernen Kinder in der Schule an der Gathestraße. Eines von ihnen war die heutige NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Doch wenn es nach den Vorschlägen der Schulverwaltung geht, sollen die Schuljahre an der Gathestraße gezählt sein. Die Dümptener Grundschule steht im Rahmen der kommunalen Bildungsentwicklungsplanung zur Disposition. Das letzte Wort hat der Rat. Nach der Sommerpause soll entschieden werden.Am Samstag meldeten sich Eltern der Gathestraße zu Wort. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Beim Sommerfest der Werbegemeinschaft WIK und des Dümptener Bürgervereins, das in diesem Jahr auf dem Schulhof an der Gathestraße stattfand, sammelten sie Unterschriften für den Erhalt der Schule. Innerhalb einer Stunde kamen 300 davon zusammen."Es wäre sehr schade, wenn diese Schule geschlossen würde. Dann könnten die Kinder nicht mehr gemeinsam zur Schule gehen, sondern müssten morgens zu einer anderen Schule gefahren und nachmittags wieder abgeholt werden. Damit würde ihnen eine wichtige Erfahrung für ihre Entwicklung genommen", findet Antje Kocks. Sie unterschreibt den Appell zum Erhalt der Traditionsschule an diesem Nachmittag ebenso wie Claire Kleiner. Sie sagt: "Diese Schule war für uns immer ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Hier haben unsere Kinder nicht nur gemeinsam gelernt. Hier konnten sie auch nachmittags in einem geschützten Raum spielen, weil gleich neben der Schule auch ein Spielplatz ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Bei einer Schulschließung würde den Menschen im Stadtteil ein Stück Heimat genommen."Als Mütter, deren Kinder bereits die vierte Grundschulklasse besuchen, wären Kleiner und Kocks nicht mehr persönlich von einer Schließung betroffen.Anders ist das für Elternvertreterin, Nicole Kunze, deren Kind die erste Klasse besucht und vor allem für die 37 Eltern, die ihr Kind für das kommende Schuljahr an der Gathestraße angemeldet hatten. Sie könnten bei einer Schließung nicht mehr davon ausgehen, dass ihre Kinder die Grundschulzeit an der Gathestraße beenden können."Die Menschen sind sofort bereit, zu unterschreiben, weil sie sich auch fragen, was hier hin käme, wenn die Schule geschlossen würde", schildert Kunze die spontane Resonanz auf ihre Unterschriftensammlung. Sie weist darauf hin, dass das alte Schulgebäude an der Straße unter Denkmalschutz steht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auch mit Blick in die Zukunft wäre eine Schulschließung an der Gathestraße aus ihrer Sicht kontraproduktiv, weil im Rahmen des 100-Häuser-Programms an der Sellerbeckstraße 40 neue Häuser für Familien mit Kindern im Grundschulalter gebaut würden. "Die anderen Schulen könnten unsere Schüler gar nicht alle aufnehmen", glaubt auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Frank Denkhaus und verweist auf weitere Neubaumaßnahmen im Bereich Auf dem Bruch. "Das ist ein wichtiger Mittelpunkt von Unterdümpten. Wir haben hier eine sehr familiäre Atmosphäre. Hier geht jeder gerne hin", beschreibt Denkhaus das Profil der Schule, die er sich mit ihrem barrierefreien Schulhof und ebenerdigen Klassenräumen im Erdgeschoss des Altbaus auch als geeigneten Standort für gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung vorstellen könnte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auch der Erhalt als Außenstelle einer anderen Grundschule wäre für die beiden Elternvertreter denkbar.Mit dieser Option könnte auch Rektor Hans Gerd Krimphove leben. Er könnte sich seine Schule, die in Dümpten als Kontaktschule für die Integration von Flüchtlingskindern zuständig ist, auch als Schwerpunktschule für die Förderung von Kindern aus Zuwandererfamilien vorstellen. Derzeit haben 35 Prozent der rund 170 Grundschüler an der Gathestraße einen Migrationshintergrund.Das mögliche Aus für seine Schule überrascht Krimphove außerdem deshalb, weil die Schule auch Kinder aus anderen Bezirken aufnimmt und ihr neuer Gebäudeteil erst im vergangenen Jahr mit neuen Fenstern und einer neuen Toilettenanlage ausgestattet worden ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Unterstützung&lt;/strong&gt; bekommen Eltern, Lehrer und Kinder der Grundschule an der Gathestraße vom Dümptener Bürgerverein. Dessen Vorsitzender Bernd Lüllau hat sich in einem Brief an Schuldezernent Peter Vermeulen für einen zweizügigen Erhalt der traditionsreichen Schule ausgesprochen. Lüllau weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass im Rahmen der Bildungsentwicklungsplanung ein zweizügiger Schulneubau an der ebenfalls traditionsreichen Trooststraße erwogen wird. Diese Option muss aus Lüllaus Sicht auch für den Grundschulstandort in Dümpten in Betracht gezogen werden.Außerdem kann sich der Vorsitzende des Dümptener Bürgervereins vorstellen, dass die Grundschule an der Gathestraße künftig durch den Anschluss eines Familienzentrums und eines Vorschulkindergartens aufgewertet werden könnte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 20. Juni 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-7514432983400319342?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/7514432983400319342/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/in-dumpten-will-man-sich-nicht-damit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7514432983400319342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7514432983400319342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/in-dumpten-will-man-sich-nicht-damit.html' title='In Dümpten will man sich nicht damit abfinden, dass die Grundschule an der Gathestraße geschlossen wird'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-E6lpMPFmj0E/TgccIH0uluI/AAAAAAAAAkI/BE7Esyv8DKw/s72-c/P1030242.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3668451450865437802</id><published>2011-06-24T23:53:00.000+02:00</published><updated>2011-06-25T00:03:37.027+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtgeschichte'/><title type='text'>Rückblick: Als die Zillertalbahn vor 40 Jahren an die Ruhr kam, waren nicht nur die Mülheimer begeistert</title><content type='html'>Wie bekommt man Leute in die Stadt und macht Mülheim über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Das ist eine gute Frage, mit der sich heute nicht nur die Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft MST beschäftigt. Eine Antwort lautet: „Man muss Anziehungspunkte schaffen, die Menschen begeistern.“ Genau das tat man vor 40 Jahren, als der Mülheimer Verkehrsverein im Mai 1971 die Zillertalbahn für zwei Wochen ins Ruhrtal holte. Oberbürgermeister Heinz Hager, Oberstadtdirektor Heinz Heiderhoff, Hauptamtsleiter Kurt Wickrath und Presseamtsleiter Günter Ader stießen mit ihrer Idee nicht nur auf Zustimmung. Kritiker befürchten ein Zuschussgeschäft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Eisenbahnfans im Rathaus setzten sich durch und stießen beim Freundeskreis der Zillertalbahn und dem Fremdenverkehrsverband des Zillertales mit ihrer Idee auf Gegenliebe.Die Ruhrstädter hofften auf eisenbahnbegeisterte Touristen aus ganz Nordrhein-Westfalen und die Zillertaler auf Touristen aus dem Ruhrgebiet. Beide Seiten werden nicht enttäuscht.Zehntausende, unter ihnen auch viele Medienvertreter aus Nah- und Fern pilgerten ins Ruhrtal, um über die alte Dampflok (Baujahr 1900) zu berichten und diese zu bestaunen, die auf einer 600 Meter langen Trasse zwischen Schloßbrücke und Luisental pendelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anziehende NostalgieKleine und große Eisenbahnnostalgiker kamen vom 1. bis 16. Mai 1971 voll auf ihre Kosten. Die NRZ schätzte die Zahl der Fahrgäste auf 75 000 Menschen. Doch die Zahl der schaulustigen Eisenbahnfans, die die alte Zillertalbahn an der Ruhr fahren sehen und bestaunen wollten, ging weit über diese Zahl hinaus. Allein an den ersten drei Tagen, an denen die Dampflok ihre drei „schokoladenbraunen Wagen“ durch die Ruhranlagen zog, schätzte man die Zahl der Besucher auf 100 000.„Wir machen es hier spannender als bei der englischen Königin“, scherzte Lokführer Hans Oberholzer damals angesichts des großen Aufsehens, dass er mit seiner gerade mal zehn km/h schnellen Zillertalbahn an der Ruhr erregte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die viereinhalbminütige Fahrt kostet e eine Mark. Kinder waren für die Hälfte dabei. Die Geschäftsleute der Innenstadt hatten bereits vorab einige 1000 Fahrkarten gekauft, die sie an ihre Kunden und deren Kinder verteilten. „Das ist die beste Werbeaktion, die wir je durchgeführt haben“, sagte Valentin Reicheneder vom Werbering Innenstadt damals der NRZ.Bei der Probefahrt mit Pressevertretern fühlte sich der NRZ-Reporter an den „feurigen Elias“ erinnert, eine Dampflok, die nach dem Krieg bei der Trümmerbeseitigung eingesetzt worden war. Sein Resümee: „Die Zillertalbahn absolvierte ihre Generalprobe mit viel Glanz und Dampf.“Der organisatorische und finanzielle Aufwand hatte sich gelohnt. Das zeigte schon der erste Tag, an dem die historische Zillertalbahn, die auch schon mal als „schwarzer Star aus Tirol“ beschrieben wurde, durch die Ruhranlagen schnaufte. Die NRZ schrieb damals: „Das hat es in Mülheim noch nicht gegeben, ein Volksfest in den Ruhranlagen. Die fröhliche Jungfernfahrt der Zillertalbahn brachte am Samstagnachmittag die gesamte Stadt auf die Beine. Von der Schloßbrücke bis zum Luisental, überall grenzenlose Begeisterung über die alte Schnauferlok.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oberbürgermeister Heinz Hager freute sich nach der ersten Fahrt mit der Zillertalbahn „über die erste Eisenbahnstrecke, die ich in meinem Leben eröffnen durfte.“ Und der Direktor des Fremdenverkehrsverbandes, Erich Heiß, fragte sich mit dem Ausblick auf die Weiße Flotte, „ob man im Zillertal nicht darüber nachdenken sollte, Urlaubsreisen ins Ruhrgebiet auszuschreiben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zillertalbahnfahrten an der Ruhr wurden übrigens von der Post mit einem Sonderstempel gewürdigt und durch ein Festprogramm mit Musikkapellen, Chören und einem Tiroler Heimatabend mit Schuhplattlern und Jodlern flankiert.Am Tag, nachdem die Bahntrasse im Ruhrtal demontiert und die Dampflok aus dem Zillertal abtransportiert worden war, schrieb die NRZ fast wehmütig: „Das große Spiel der Kleinen und Großen mit der kleinen Eisenbahn ist aus. Den Mülheimern wird die Zillertalbahn ewig in heiterer Erinnerung bleiben. Viele haben versprochen, sie schon bald im Zillertal zu besuchen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 17. Mai 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3668451450865437802?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3668451450865437802/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/ruckblick-als-die-zillertalbahn-vor-40.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3668451450865437802'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3668451450865437802'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/ruckblick-als-die-zillertalbahn-vor-40.html' title='Rückblick: Als die Zillertalbahn vor 40 Jahren an die Ruhr kam, waren nicht nur die Mülheimer begeistert'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-4136935406469383</id><published>2011-06-23T18:10:00.000+02:00</published><updated>2011-06-23T18:28:14.355+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Mit einem Kirchendialog suchen auch Mülheims Katholiken einen Ausweg aus der Krise ihrer Kirche</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-o1_l1_iQLxg/TgNoJeokdvI/AAAAAAAAAkA/tsemRIHaEec/s1600/kirche.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 150px; FLOAT: right; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5621451271939847922" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-o1_l1_iQLxg/TgNoJeokdvI/AAAAAAAAAkA/tsemRIHaEec/s200/kirche.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Nicht zuletzt nach den Missbrauchsfällen in ihren Reihen steckt die katholische Kirche in einer Krise. Viele Menschen verlassen die Kirche, auch deshalb, weil sie sich in ihr nicht mehr verstanden und aufgehoben fühlen. Im Dialog mit den katholischen Laien und allen interessierten Menschen wollen die Bischöfe mit einem Kirchendialog Wege aus der Krise suchen. Auch in Mülheim, wo in diesem Jahr über 230 Katholiken und Protestanten ihrer Kirche den Rücken gekehrt haben, wird dieser Dialog stattfinden, bei dem kein Thema ausgespart werden soll. Dazu laden der Mülheimer Katholikenrat und der Diözesanrat des Bistums Essen am 28. Juni um 19 Uhr in die Dümptener Barbarakirche (Foto) am Schildberg 84 ein. Die Veranstaltung wird von dem aus Mülheim stammenden Vorsitzenden des Diözesanrates, Luidger Wolterhoff, moderiert.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ihre Ergebnisse werden dokumentiert und fließen in einen Dialog mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und seinen Kollegen der Deutschen Bischofskonferenz ein. Deren Vorsitzender, Robert Zollitsch hatte den Kirchendialog 2010 angestoßen. In einem Aufruf des Diözesanrates, der auch in Mülheims Kirchen verlesen wurde, heißt es unter dem Motto: "Aufruhr-Bistum - Kirche gestalten. Jetzt!" unter anderem: "Unsere Kirche steckt in einer tiefen Krise. Wir sehen es in unseren Gemeinden und Verbänden. Wir werden weniger und weniger. Dafür gibt es viele Gründe. Viele wollen noch etwas von Kirche. Aber bei nicht wenigen hat die Strukturreform des Bistums in Hinblick auf die Veränderungen in den Pfarreien und Gemeinden einschließlich der Schließung von Kirchen viel Ärger, Ohnmacht und Verunsicherung ausgelöst...Wir möchten allen die Möglichkeit geben, sich am Prozess der Weiterentwicklung der Kirche in unserem Bistum aktiv zu beteiligen. Nehmen Sie die Chance der Beteiligung in unserer Kirche wahr. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Und wir versprechen Ihnen: Wir werden Ihrer Stimme Gehör verschaffen."&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das Leben ist eine Baustelle, die Kirche auch. Weil Menschen die Kirche verlassen, aus der Region wegziehen oder sterben, schrumpfen auch die Kirchensteuermittel. Als Konsequenz aus dieser Entwicklung wurden aus 15 Pfarrgemeinden 2006 drei Großpfarreien. Ehrenstadtdechant Manfred von Schwartzenberg sieht langfristig sogar nur noch eine Großpfarrei. Der Gemeindeverband und das katholische Jugendamt wurden ebenso aufgelöst wie die Gemeinden St. Raphael und Heilig Kreuz. Deren Kirchen wurden als Caritaszentrum und als Urnenkirche umfunktioniert. Viele Katholiken haben ihre alte Heimat verloren und müssen sich jetzt in neuen Strukturen zurechtfinden. Hinzu kommen Glaubens- und Glaubwürdigkeitskrisen, die nicht nur durch die Missbrauchsfälle in der Kirche angefacht wurde. Was muss sich in der Kirche verändern, damit sie wieder mehr Menschen ansprechen und gewinnen kann? Darüber sprach ich für die NRZ mit aktiven Laien.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Der Katholikenratsvorsitzende &lt;strong&gt;Wolfgang Feldmann&lt;/strong&gt; (59) sieht seine Kirche nach den Missbrauchsfällen und den Umstrukturierungen der letzten Jahre in einem defensiven Schockzustand. Wie kann man da raus kommen? Feldmann empfiehlt "eine konsequente Umsetzung des II. Vatikanischen Konzils", das unter anderem die Rolle der Laien in der Kirche gestärkt habe. Außerdem glaubt er: "Kirche muss stärker im Internet und in den Medien präsent sein." Als Vorbild hat er dabei die erfolgreiche Wahlkampagne Obamas im Jahr 2008 vor Augen. Nur wenn Kirche über ihre Angebote und Aktivitäten auch öffentlich spreche, ist Feldmann überzeugt, könne sie auch wieder mehr Menschen ansprechen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ebenso wie Feldmann wurde auch der 27-jährige &lt;strong&gt;Manuel Gatz&lt;/strong&gt; durch das Vorbild und die Prägung seiner Familie zu einem aktiven katholischen Laien. Prägend waren für ihn vor allem die positiven Erfahrungen in der katholischen Jugendarbeit. Heute engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von St. Mariae Himmelfahrt und im Förderverein der Selbecker Theresienkirche. Wie Feldmann sieht Gatz den Schlüssel zur Zukunft der Kirche in den Familien. "Wir brauchen Pastöre und Gemeindemitglieder, die auf junge Familien zugehen können. Sie sind der Schlüssel. Sonst stirbt der Laden aus", sagt Gatz und fügt hinzu: "Der persönliche Kontakt entscheidet." In seiner Gemeinde hat man gute Erfahrungen mit einem Besuchsdienst gemacht, mit dem Zugezogene in der Gemeinde willkommen geheißen werden. Gatz: "80 Prozent der Besuchten finden das toll."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der 66-jährige Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Mariae Himmelfahrt, &lt;strong&gt;Rolf Hohage&lt;/strong&gt; , glaubt nicht, dass der Mülheimer Kirchen-Dialog in St. Barbara "die heilige Kirche reformieren wird." Als in Mülheim aktiver Laie hat er den Eindruck, "dass man es hier mit Geistlichen zu tun hat, mit denen man reden kann." Auf der lokalen Kirchenebene wünscht er sich mehr stadtkirchliche Aktivitäten und weniger Kirchturmsdenken. Vom Bistum würde er sich etwas mehr Kirchensteuergeld für diese stadtkirchlichen Aktivitäten wünschen, sei es etwa mit Blick auf die Ladenkirche oder den katholischen Stadtempfang.In der weltkirchlichen Perspektive hat Hohage keinen Zweifel daran, dass die Kirche mit dem Verzicht auf einen Pflichtzölibat "viele für das Priesteramt gewinnen würde, die das von ihrer Ausbildung her gut ausfüllen könnten." Kritisch sieht Hohage die Tatsache, dass die großen christlichen Kirchen oft nicht schaffen, was kleinen Freikirchen offenbar gelingt, nämlich eine persönliche Nähe zu ihren Mitgliedern herzustellen. "Wir müssen auf die Menschen zugehen und ihnen zeigen, dass wir uns über ihre Anwesenheit freuen. Denn Christ sein kann man nicht für sich allein. Kirche ist Gemeinschaft. Ich habe in dieser Gemeinschaft viele gute Leute kennen gelernt, die mir gezeigt haben, dass es sich lohnt dafür zu arbeiten", sagt Hohage.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes, &lt;strong&gt;Helmi Loewe&lt;/strong&gt; (71), macht keinen Hehl daraus, dass sie mit der Stellung der Frau in der Amtskirche "gar nicht zufrieden" ist. "Die Zeit ist reif für das Diakonat der Frau", sagt sie. Loewe glaubt: "Die Kirche lässt eine Chance aus, wenn sie die seelsorgerischen Fähigkeiten der sozialen und kontaktfreudigen Frauen nicht nutzt." Als Gemeindemitglied wünscht sie sich nicht nur bessere, sondern auch am Alltag orientierte Predigten. Diese würde sie auch in der Kirche diskutieren und hinterfragen wollen. Um die religiöse Kompetenz in den Familien zu stärken, plädiert sie unter anderem für einen Kommunionsunterricht, an dem nicht nur Kinder, sondern auch ihre Eltern teilnehmen sollten. Damit sie sich weiterentwickelt und Zukunft hat, empfiehlt Loewe ihrer Kirche, die Dialog-Ergebnisse schnell und konsequent umzusetzen. Trotz aller Mängel in der Kirche aktiv zu sein, lohnt sich für Loewe, weil sie aus eigener Erfahrung weiß: "Glaube und Gemeinschaft in der Kirche geben Glück und Halt im Leben."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Christa Horn&lt;/strong&gt; (65), die die Gemeinde-Caritas von St. Mariae Himmelfahrt leitet, hofft, "dass nicht nur Berufskatholiken zum Kirchendialog kommen, damit wir ein rundes Bild bekommen" und darauf, dass die Bischöfe ihr Wort halten und auf die Laien hören." Sie wünscht sich von ihrer Kirche unter anderem glaubwürdige Repräsentanten, eine Sprache, die auch die Jugend verstehen kann und einen barmherzigeren Umgang mit gläubigen Katholiken, die nicht mehr an der Kommunion teilnehmen können, weil sie nach einer Scheidung wieder geheiratet haben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auch die 47-jährige &lt;strong&gt;Susanne Gregel&lt;/strong&gt; von der Gruppe Frauen aus St. Mariae Geburt weiß, "dass die Bibel ein spannendes Buch ist, wenn man sie aus den unterschiedlichen Blickwinkeln des eigenen Lebens betrachtet." Was die biblische Praxis in den Gemeinden angeht, wünscht sie sich, dass die Nächstenliebe nicht an der Kirchentür endet und die Menschen mehr miteinander sprechen und sich begegnen. Mit Blick auf das Priesteramt wünscht sie sich die Abschaffung des Pflichtzölibates, "um mehr Priester zu bekommen und die Arbeit auf mehr Schultern verteilen zu können" und eine Reform der Priesterausbildung, die die praktische Organisation von Gemeindeleben im Blick hat. "Gemeindemitglieder sollten Priester nicht als Übermenschen betrachten und Priester sollten keine Angst haben, vom Sockel gestoßen zu werden. Man braucht keine Angst haben, wenn man miteinander spricht", betont Gregel.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auch wenn man mit Geld viel Gutes tun kann, zum Beispiel bei der Caritas, ist unsere Kirche vielleicht zu sehr zu einem Geschäftsbetrieb geworden, in dem sich zu viel um das Geld dreht", sagt der Gemeinderatsvorsitzende von St. Joseph in Heißen, &lt;strong&gt;Johannes Kretschmann&lt;/strong&gt;. Der 59-Jährige wünscht sich für seine Kirche mehr engagierte Priester mit Herzblut und Zeit für Zuwendung. Der Schrumpfungsprozess, den seine Kirche derzeit durchmacht, birgt in seinen Augen auch die "Chance, die Kräfte zu bündeln und sich auf das Urchristentum zu besinnen." Dessen wichtigstes Credo sieht Kretschmann in dem Gebot: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der 71-jährige Ko-Vorsitzende des Kolping-Bezirksverbandes, &lt;strong&gt;Hans op ten Höfel&lt;/strong&gt; , zeigt sich optimistisch, dass der Kirchen-Dialog "etwas gerade biegen kann, was schief gelaufen ist."Er selbst wünscht sich vor allem eine verstärkte Ökumene mit mehr gemeinsamen Gottesdiensten, in denen man vorerst auf ein gemeinsames Abendmahl verzichtet. "Wir Christen haben es heute schon schwer genug. Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen", meint der Kolpingbruder und plädiert für eine Kirche mit weit offenen Fenstern und Herzen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 21. Juni 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-4136935406469383?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/4136935406469383/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/mit-einem-kirchendialog-suchen-auch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4136935406469383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4136935406469383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/mit-einem-kirchendialog-suchen-auch.html' title='Mit einem Kirchendialog suchen auch Mülheims Katholiken einen Ausweg aus der Krise ihrer Kirche'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-o1_l1_iQLxg/TgNoJeokdvI/AAAAAAAAAkA/tsemRIHaEec/s72-c/kirche.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5755105511057954113</id><published>2011-06-19T22:21:00.000+02:00</published><updated>2011-06-19T22:29:15.839+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>30 Jahre im Priesteramt: Der Pastor von St. Engelbert, Michael Clemens, zieht eine kritische Zwischenbilanz</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-p1qnprUaPPA/Tf5b6gQIUVI/AAAAAAAAAj4/9gLMHFaM6n8/s1600/clemens.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5620030445653086546" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-p1qnprUaPPA/Tf5b6gQIUVI/AAAAAAAAAj4/9gLMHFaM6n8/s200/clemens.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Es waren die prägenden und positiven Erfahrungen in der katholischen Jugendarbeit, die ihn seinerzeit zu seiner geistlichen Berufswahl inspirierten. “Ich wollte etwas zurückgeben“, sagt Clemens. Obwohl er zwischenzeitlich der Theologie ade gesagt und Erziehungswissenschaften studiert hatte, kehrte er zur Theologie und zum Priesteramt zurück, weil er sich als jemanden sieht, „der gut mit Menschen umgehen kann und gerne Verantwortung übernimmt.“ Das Priesteramt sieht er als einen Beruf, “den man nur mit Haut und Haaren machen kann.“ Genau das fasziniert ihn.Seit 18 Jahren leitet er jetzt die Gemeinde in einem zunehmend multikulturellen Stadtteil.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Das multikulturelle Zusammenleben ist eine Herausforderung“, gibt Clemens zu. Doch auch wenn er seine Kirche kritisch sieht und sich manchmal fragt, „wie tief das Christentum bei uns verankert ist“, sieht er keinen Grund für Lethargie und Untergangsstimmung.Zurzeit fühlt er sich durch einen jungen und aktiven Gemeinderat und von steigenden Besucherzahlen im Gottesdienst beflügelt. „Es gibt einen großen Hunger nach Glauben“, ist sich Clemens sicher. Anspruchsvolle Liturgie und Predigten begreift er ebenso als Teil einer einladenden Seelsorge, wie die Einrichtung einer neuen Krabbelgruppe. Auch wenn seine Gemeinde mit dem Engelbertusstift ein Altenheim in ihren Mauern hat, möchte er sie nicht auf Altenpastorale reduziert wissen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Er selbst hat sich einem Familienkreis angeschlossen, um als Priester in der Gemeinde nicht zu vereinsamen und Menschen zu finden, „die einen mittragen.“ Obwohl er sich selbst mit der Priesterweihe vor 30 Jahren für den Zölibat entschieden hat, glaubt Clemens, dass das Priesteramt auch ohne diesen zu leben wäre. Außerdem ist er davon überzeugt, dass seine Kirche, der er „mehr Offenheit und Echtheit“ und weniger „Wagenburgmentalität“ wünscht, angesichts des Priestermangels nicht umhin kommt, über die Rolle der Frauen in der Kirche neu nachzudenken. „Es geht nicht, dass wir ihnen die Arbeit überlassen, aber sie trotzdem nichts zu sagen haben.“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auch wenn Clemens seiner Kirche empfiehlt, nicht nur über Strukturen zu diskutieren, sondern auch dem heiligen Geist eine Chance zu geben, empfindet er die jetzigen Strukturen der Großgemeinden als „übergestülpt.“ Nach seiner Ansicht „nehmen sie den Menschen das Gefühl, dass die Kirche im Dorf ist.“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Seine Zukunftsvision ist die einer auf Teilhabe ausgerichteten Kirche, „die den Menschen das Gefühl gibt, mittendrin zu sein.“ Der Pastor von St. Engelbert geht davon aus, dass es noch zwei Generationen dauern wird, bis die jetzigen Gemeindestrukturen von den Menschen vor Ort akzeptiert werden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 16. Juni 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5755105511057954113?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5755105511057954113/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/30-jahre-im-priesteramt-der-pastor-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5755105511057954113'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5755105511057954113'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/30-jahre-im-priesteramt-der-pastor-von.html' title='30 Jahre im Priesteramt: Der Pastor von St. Engelbert, Michael Clemens, zieht eine kritische Zwischenbilanz'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-p1qnprUaPPA/Tf5b6gQIUVI/AAAAAAAAAj4/9gLMHFaM6n8/s72-c/clemens.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-4270891539084727039</id><published>2011-06-12T14:24:00.000+02:00</published><updated>2011-06-12T14:40:33.655+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Wie ein großes Familientreffen:  Ein Besuch beim Musik- und Sommerfest am Krug zur Heimaterde</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-cArxzEM4bIM/TfSziauWuJI/AAAAAAAAAjw/DYLG-Y4KixE/s1600/P1030138.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617312039108524178" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-cArxzEM4bIM/TfSziauWuJI/AAAAAAAAAjw/DYLG-Y4KixE/s200/P1030138.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Manchmal hat man das Gefühl, dass die Welt doch noch in Ordnung ist, zum Beispiel beim Musik- und Sommerfest am Krug zur Heimaterde- Am Sonntagnachmittag lacht dort nicht nur die Sonne. Unter schattigen Bäumen wird fröhlich geplaudert, gegessen und getrunken. Die Musik kommt nicht vom Band, sondern wird live und zünftig von 14 Fanfarenzügen aus der Region gespielt. Mal hört man Schlager. Mal hört man Swing. Für jeden Geschmack ist was dabei. Die Atmosphäre erinnert an ein großes Familientreffen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Am Tombolastand, wo ein prall gefüllter Frühstückskorb als Hauptgewinn winkt, kauft Wilhelm Wirtz fleißig Lose. Sie helfen das Fest zu finanzieren. „Das ist ein Fest, das von vielen getragen wird und allen zugute kommt. Warum sollte man sich da nicht auch mit einem Loskauf beteiligen?“, fragt Wilhelm Wirtz, der seit 54 Jahren in der Heimaterde lebt. Die Antwort gibt er sich selbst: „Das ist ein Fest, bei dem man jeden Zweiten kennt und darüber hinaus alte Bekanntschaften auffrischt. Man merkt hier, dass die Heimaterde wirklich eine Heimat ist, in der wir uns zu Hause fühlen.“ Dass er nicht nur alte, sondern auch junge Gesichter bei diesem Fest sieht, bestärkt ihn in der Hoffnung, „dass man diese schöne Tradition bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag fortführen wird.“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wie die ehemalige Krupp-Siedlung der Heimaterde zu dem geworden ist, was sie heute ist, kann man an den historischen Fotos sehen, die sich der Vorsitzende der Siedlervereinigung, Egon Janz, zusammen mit Ulrich Matern anschaut. Für den 81-Jährigen, der am Finkenkamp geboren wurde und in der Heimaterde aufwuchs, ist es ein Wiedersehen nach vielen Jahren. 1952 ist Matern nach Kanada ausgewandert, „weil damals für unsere Generation hier wenig zu holen war.“ In der Heimaterde arbeitete Matern als junger Mann in einer Baumschule. In seiner Freizeit spielte er beim TSV Fußball. „Hier war alles inner sehr sauber und gut geregelt, alle Hecken gerade geschnitten“, erinnert sich Matern, der später als Rosenzüchter in Britisch Kolumbien sein Glück fand. Auch wenn es ihn immer mal wieder in die alte Heimat zieht, möchte Matern die unvergleichliche Natur, die er in der Wildnis seiner neuen Heimat gefunden hat, nicht mehr missen. Freundlich, aber doch auch ein bisschen fremd wirkt die Heimaterde heute auf den Besucher aus einer anderen Zeit. „Es wird wohl das letzte Mal gewesen sein, dass ich mit meinen müden Knochen hier hin gekommen bin“, glaubt Matern.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Auch wenn es einem nach der Love-Parade-Katastrophe mit neuen Sicherheitsauflagen nicht gerade leicht gemacht wird, so ein Fest zu organisieren, macht es uns doch immer wieder Spaß, den Menschen so ein Fest zu bieten und die tolle Resonanz des Publikums zu erleben“, sagt die Vorsitzende des federführenden Musikkorps der Mölmschen Houltköpp, Kerstin Schatke. Damit das von den Heimaterder Vereinen und der Siedlervereinigung mitgetragene Fest ordnungsgemäß über die Bühne gehen konnte, haben sich Schatke und ihre Mitstreiter im Organisationsteam eine Woche frei genommen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 9. Juni 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-4270891539084727039?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/4270891539084727039/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/wie-ein-groes-familientreffen-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4270891539084727039'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4270891539084727039'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/wie-ein-groes-familientreffen-ein.html' title='Wie ein großes Familientreffen:  Ein Besuch beim Musik- und Sommerfest am Krug zur Heimaterde'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-cArxzEM4bIM/TfSziauWuJI/AAAAAAAAAjw/DYLG-Y4KixE/s72-c/P1030138.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-8247136255656708896</id><published>2011-06-11T23:34:00.000+02:00</published><updated>2011-06-12T13:29:25.297+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stadtgeschichte'/><title type='text'>Eine Wechselausstellung im Haus der Wirtschaft zeigt, wo und wie man früher in Eppinghofen einkaufte</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Z_mheVLcizc/TfSiwWuL-hI/AAAAAAAAAjo/-iCQQEAjxvU/s1600/LATTE.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 134px; FLOAT: left; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617293586854574610" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-Z_mheVLcizc/TfSiwWuL-hI/AAAAAAAAAjo/-iCQQEAjxvU/s200/LATTE.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wie und wo wurde früher in Eppinghofen eingekauft? Davon kann man sich noch bis in den Oktober im Gründer- und Unternehmermuseum an der Wiesenstraße ein Bild machen.Historische Fotografien und Texte aus einer von der in Eppinghofen aufgewachsenen Inge Merz geschriebenen Artikel-Serie lassen die alte Geschäftswelt des heute multikulturell geprägten Eppinghofens lebendig werden. Die Wechselausstellung auf der obersten Etage im Haus der Wirtschaft führt den Besucher in eine Zeit zurück, als das Straßenbild des Stadtteils noch ausschließlich von deutschen Geschäftsleuten und ihren kleinen Läden bestimmt wurde und von Supermärkten oder Discountern noch keine Rede war.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Es waren diese Bürger, die angetrieben von ihrer Vision, hier Arbeit und ein Zuhause fanden, die das Gesicht des Stadtteils geprägt haben“, unterstrich Bezirksbürgermeister Arnold Fessen.„Es ist nicht mehr das selbe, wie vorher. Aber das Zusammenleben klappt eigentlich ganz gut. Die türkischen Geschäftsleute sind alle fleißig und haben es zu einem gewissen Wohlstand gebracht“, schilderte Irene Latte (Foto) am Rande der Ausstellungseröffnung den Wandel in dem Stadtteil, in dem sie 1923 geboren wurde und in dem ihre Eltern 1932 ein Obst- und Gemüse-Geschäft eröffneten. Sie selbst erweiterte das Geschäft der Familie zusammen mit ihrem Mann um einen Feinkosthandel, den sie von 1948 bis 1986 an der Eppinghofer Straße betrieb.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Heute befindet sich in ihren Haus der Handy-Laden eines türkischen Geschäftsmannes. Bei der Ausstellungseröffnung erinnerte sich Latte unter anderem, wie ein durch die damals noch viel schmalere Eppinghofer Straße fahren der Schwertransport das Aquarium in ihrem Feinkostgeschäft bersten ließ, so dass Ale und Forellen zur Tür hinaus schwammen.„Um diese Stadt weiterentwickeln zu können, muss man auch ihre Geschichte kennen. Man kann nicht einfach vorwärts laufen, ohne vorher zurückgeblickt zu haben“, sagte Tuncay Palta, der ebenfalls zu den ersten Ausstellungsbesuchern gehörte. Der als KFZ-Sachverständige an der Eppinghofer Straße ansässige Palta repräsentiert als Deutscher mit türkischen Wurzeln einen Teil der neuen Geschäftswelt in Eppinghofen. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 9. Juni 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-8247136255656708896?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/8247136255656708896/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/eine-wechselausstellung-im-haus-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8247136255656708896'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8247136255656708896'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/eine-wechselausstellung-im-haus-der.html' title='Eine Wechselausstellung im Haus der Wirtschaft zeigt, wo und wie man früher in Eppinghofen einkaufte'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Z_mheVLcizc/TfSiwWuL-hI/AAAAAAAAAjo/-iCQQEAjxvU/s72-c/LATTE.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-6780667803060073350</id><published>2011-06-06T23:22:00.000+02:00</published><updated>2011-06-11T23:44:41.363+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Portrait'/><title type='text'>Auch die schönste Schulzeit geht einmal zu Ende: Die stellvertretende Otto-Pankok-Schulleiterin Ursula Welker zieht Bilanz</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Mfe8XLq8ecE/TfPhPjoCt6I/AAAAAAAAAjg/hWqydSIS8II/s1600/Welker.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617080817638619042" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-Mfe8XLq8ecE/TfPhPjoCt6I/AAAAAAAAAjg/hWqydSIS8II/s200/Welker.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die meisten Menschen sind froh, wenn sie ihre 12 oder 13 Schuljahre hinter sich haben. Ursula Welker ist froh, das sie über 50 Jahre zur Schule gehen durfte, zunächst als Schülerin und ab 1970 als Lehrerin. Doch auch die schönste Schulzeit hat einmal ein Ende. Am 22. Juli hat die stellvertretende Leiterin des Otto-Pankok-Gymnasiums ihren letzten Schultag. Bereits am 20. Juli wird sie offiziell verabschiedet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Unser Schulleiter hat mir eine schöne Feier versprochen“, sagt Welker.Was wird sie vermissen? „Die Lebendigkeit der Schüler und ihre vielen Ideen, die jeden Tag auf mich zukommen“, glaubt die Pädagogin. Und was lässt sie gerne hinter sich? „Die vielen Korrekturen“, sagt die Lehrerin, die neben ihrer Leitungsfunktion Deutsch und Erdkunde unterrichtet. Einer der letzten Stapel Hefte liegt neben ihr. „In meinen besten Zeiten hatte ich sieben Klassen mit jeweils über 30 Schülern“, erinnert sie sich. Als stellvertretende Schulleiterin betreut sie derzeit noch drei Klassen und Kurse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War Lehrerin für sie ein Traumberuf? „Auf jeden Fall. Ich habe schon als Kind mit meinen Freundinnen Schule gespielt. Was mich begeistert, ist die Herausforderung, wissenschaftlichen Zusammenhänge so herunterzubrechen und zu vermitteln, dass sie Kinder unterschiedlichen Alters verstehen können.“An der Luisenschule, wo sie 1966 das Abitur bestand und später für einige Jahre unterrichtete, ehe sie zur Otto-Pankok-Schule wechselte, fand sie ihre ersten Vorbilder. Deutsch war ihr absolutes Lieblingsfach. Noch heute hat sie ihre Lehrerin Cläre Schmidt-Habel im Kopf, die so lebendig von der Uraufführung der „Dreigroschenoper“ zu berichten wusste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht minder beeindruckte sie ihre Mathematik- und Physiklehrerin Gundula Lambrecht. „Mich hat beeindruckt, wie sie Familie und Beruf miteinander vereinbart hat. Sie war als Lehrerin sehr exakt und achtete darauf, dass alle etwas gelernt haben und niemand zurückblieb.“Dass hat sich die Lehrerin Welker selbst zu Eigen gemacht. Das Interesse für ihre Schüler und ein gutes Gedächtnis haben ihren nicht immer leichten Beruf leichter gemacht. Sie kennt nicht nur die Leistungen, sondern auch die Hobbys und Lebensumstände ihrer Schüler. Das hilft beim Lernen und Lehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Frage nach den Veränderungen im Schulalltag, fällt Welker zunächst ein, was gleich geblieben ist. Damals wie heute bedeutet Schule für sie „soziales Lernen und das Lernen lernen.“In der Rückschau auf ihre Schulzeit glaubt sie, „dass wir freier waren und mehr Möglichkeiten hatten, unsere Zeit zu gestalten.“ Auch einen Numerus Clausus oder Zukunftsängste kannte man in den 60er Jahren nicht: „Nach dem Abitur stand uns alles offen. Wir konnten machen, was wir wollten“, erinnert sich Welker an ihren Übergang vom Schul- ins Berufsleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die heutigen Schüler sieht sie als „in ihrer Freizeit sehr verplant“ und unter „einem großen Leistungsdruck.“ Vielen würde sie im Rahmen ihrer Persönlichkeitsentwicklung mehr Zeit für spontane Aktivitäten, Gespräche und Begegnungen wünschen.“ Auch wenn sie das Abitur in acht Jahren mit Blick auf die europäische Bildungslandschaft für erforderlich hält, sieht sie auch dessen Schattenseiten von mehr Zeit- und Leistungsdruck.Kritisch sieht sie auch die medialen Reizüberflutungen, die das konzentrierte Lernen nicht gerade leichter machen und die negativen Auswirkungen der virtuellen Kommunikationsnetzwerke im Internet, die das Mobbing befördert haben. Hier sieht sie Lehrer verstärkt gefordert, mit der Kommunikation von Mensch zu Mensch, etwa in einer Klassenstunde, gegenzusteuern. Welker selbst wird sich nach ihrem letzten Schultag verstärkt um ihre beiden Enkel und als Präsidentin um ihren Rotary Club kümmern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 2. Juni 2011 in der NRZ &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-6780667803060073350?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/6780667803060073350/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/auch-die-schonste-schulzeit-geht-einmal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6780667803060073350'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6780667803060073350'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/auch-die-schonste-schulzeit-geht-einmal.html' title='Auch die schönste Schulzeit geht einmal zu Ende: Die stellvertretende Otto-Pankok-Schulleiterin Ursula Welker zieht Bilanz'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-Mfe8XLq8ecE/TfPhPjoCt6I/AAAAAAAAAjg/hWqydSIS8II/s72-c/Welker.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3606129324939330619</id><published>2011-06-05T23:44:00.000+02:00</published><updated>2011-06-06T00:04:30.149+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Der Theologe Eugen Drewermann sprach in der Heißener Friedenskirche darüber, was wir heute aus dem Lukas-Evangelium lernen können</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-AqRA2naAeiU/Tev8gwypz8I/AAAAAAAAAjY/DcU5FxHylnA/s1600/drewermann.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 150px; FLOAT: right; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5614859000230825922" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-AqRA2naAeiU/Tev8gwypz8I/AAAAAAAAAjY/DcU5FxHylnA/s200/drewermann.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;30. Mai 2011. Montagabend in der Friedenskirche am Humboldthain. Es ist keine Gottesdienstzeit. Trotzdem ist das evangelische Gotteshaus gut besucht, weil der Ex-Priester und Ex-Katholik Eugen Drewermann über das Lukas-Evangelium spricht.Seine Zuhörer kommen aus allen Konfessionen. Vielleicht sind auch einige Konfessionslose unter ihnen. Was sie eint, ist die Suche nach Orientierung und einem geistlichen Impuls, der sie fürs Leben stärkt. Der Titel, den Drewermann für seinen Vortrag gewählt hat, klingt verheißungsvoll: „Einmal richtig leben.“ Und die Antwort darauf soll im Lukas-Evangelium stehen? Drewermann zeigt es seinen Zuhörern mit einer Mischung aus Theologie, Psychologie und Politik.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Er spricht frei, leise und eindringlich, um zum guten Schluss einige Fragen und Stellungnahmen aus dem Publikum zu beantworten. Zwei Stunden vergehen wie im Flug.Befreiender GlaubeDer 70-Jährige beeindruckt immer wieder und immer noch, weil er mühelos den Bogen zwischen Alltag, Weltpolitik und Bibel schlägt, angereichert mit ein bisschen Weltliteratur hier und ein bisschen Neurobiologie dort. Und so holt Drewermann den Jesus aus dem Lukas-Evangelium in die Gegenwart.Er zeigt seinen Zuhörern zum Beispiel jenen Jesus, der sich dem Aussätzigen zuwendet und ihn durch seine Berührung heilt statt, dem mosaische n Gesetz folgend, sich abzuwenden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;“Im Vertrauen auf die Ewigkeit Gottes, der die Menschen entängstigt, geht Jesus durch die Angst durch bis nach Jerusalem“, sagt Drewermann. Ganz nebenbei lässt er einfließen, dass die Leprakrankheit, die in einigen Teilen der Welt immer noch lebensbedrohlich ist, mit einigen 100 000 Euro für die frühzeitige Behandlung der Betroffenen zu besiegen wäre. Außerdem berichtet er von einer Frau, die durch die Liebe eines Mannes die Symptome ihrer Neurodermitis überwinden konnte, eine alltägliche Heils- und Liebesgeschichte.Die Heilung des Gelähmten, dem Jesus ohne Nachfrage und Vorbedingung sagt: „Deine Sünden sind dir vergeben“ erkennt Drewermann als biblischen Beweis dafür, dass Jeus kein dogmatischer Religionsstifter im Sinne gutbürgerlicher Moralvorstellungen von Gut und Böse war.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Stattdessen führt Drewermann seinen Zuhörern einen Jesus vor Augen, der Menschen von der Lähmung durch ihre Angst und Verzweiflung befreit, die sie erst dazu treibt im moralischen Sinne böse statt gut zu handeln.Drewermann begreift des Jeus des Lukas-Evangeliums als Therapeuten, der wie ein Arzt auf die kranken Menschen schaut und genau weiß, “dass man niemandem mit einem moralischen Zeigefinger helfen kann, wenn er inwändig zerrissen ist und deshalb auch nicht im Einklang mit sich selbst handeln kann.“ Er erinnert an das Gebot der Bergpredigt, nicht zu richten.Beim Thema Moral lässt Drewermann aber keinen Zweifel daran, dass er das militärische Engagement in Afghanistan für unmoralisch hält und die These zurückweist, „dass wir in Afghanistan unsere Sicherheit und unsere christlich-abendländischen Werte verteidigen würden.“ &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Dieser Text erschien am 2. Juni 2011 in NRZ und WAZ&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3606129324939330619?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3606129324939330619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/der-theologe-eugen-drewermann-sprach-in.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3606129324939330619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3606129324939330619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/der-theologe-eugen-drewermann-sprach-in.html' title='Der Theologe Eugen Drewermann sprach in der Heißener Friedenskirche darüber, was wir heute aus dem Lukas-Evangelium lernen können'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-AqRA2naAeiU/Tev8gwypz8I/AAAAAAAAAjY/DcU5FxHylnA/s72-c/drewermann.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-8878014775900763635</id><published>2011-06-04T13:07:00.000+02:00</published><updated>2011-06-04T15:01:01.854+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>50 Jahre Unternehmen Fünf: Wie ein kleiner Verein in Afrika und Latreinamerika große Hilfe leistet</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-ycxOFz9cicw/TeoWNlpr-SI/AAAAAAAAAjQ/4GegIQm2PvI/s1600/oelsner.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5614324308171815202" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-ycxOFz9cicw/TeoWNlpr-SI/AAAAAAAAAjQ/4GegIQm2PvI/s200/oelsner.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wer Nachrichten liest, sieht und hört, könnte angesichts des weltweiten Elends manchmal verzweifeln. Was kann man dagegen tun? Für die NRZ sprach darüber mit dem 69-jährigen Ingenieur &lt;strong&gt;Manfred Oelsner&lt;/strong&gt;, der vor 50 Jahren mit Schulfreunden den Verein Unternehmen Fünf (U5) ins Leben rief, der heute Entwicklungshilfe in Afrika und Lateinamerika leistet.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie entstand Ihr Verein und wie kam er zu seinem Namen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Verein wurde am 10. Juni 1961 von vier Schülern gegründet, die damals ihren Schulabschluss feierten. Neben Günther Gellrich, Günter Fuß und Lothar Baron gehörte auch ich zu diesem Kreis. Wir waren sehr idealistisch eingestellt und wollten an der Lösung der Weltprobleme mitwirken. Unser Verein brauchte einen Namen und Geld. Da wir als angehende Lehrlinge und Studenten wenig verdienten, haben wir damit angefangen, monatlich fünf Mark in einen gemeinsamen Projekttopf einzuzahlen. Deshalb nannten wir unseren Verein Unternehmen Fünf (U5).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie kamen Sie zu Ihren ersten Hilfsprojekten?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Eines unserer Mitglieder konnte damals den CDU-Stadtverordneten und CVJM-Vorstand Paul Siebert nach Ghana begleiten. Dort lernte er einen begabten Jungen aus einer armen und kinderreichen Familie kennen, dem das Schulgeld fehlte. Diesen Jungen, der uns später auch in Mülheim besuchte, haben wir den Schulbesuch ermöglicht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Welche Projekte folgten und was sind Ihre aktuellen Projekte?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Durch Günther Gellrich haben wir dann auch Kontakte in Tansania geknüpft, wo wir unter anderem die deutsche Urwaldärztin Margarete Bund schuh unterstützt haben, die sich als eine der Ersten dort um die Behandlung Aids-Kranker gekümmert hat. Später haben wir hier zum Beispiel auch alte Nähmaschinen gesammelt und repariert, mit denen wir Mädchen in Tansania eine Berufsausbildung ermöglichen konnten. Wenig später finanzierten wir dann in Ghana die Anlage von Trinkwasserbrunnen und Dorftoiletten. Derzeit unterstützen wir eine von katholischen Ordensfrauen geleitete Berufsschule für Mädchen in Adeemmrra/Ghana und das Nikolaushaus am Viktoriasee in Kemondo/Tansania, das von der aus dem Ruhrgebiet kommenden Sozialarbeiterin Stefanie Köster aufgebaut wird, um dort behinderte und zum Teil Aids-kranke Waisenkinder zu betreuen. Spendengelder fließen auch in den Betrieb von Kindertagesstätten in Diamante Entre Rios/Argentinien und Encarnacion/Paraguay sowie in Patenschaft für bedürftige Kinder in Indien, die von der Kindernothilfe betreut werden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie kontrollieren Sie die Mittelverwendung für Ihre Projekte?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Um der Überprüfbarkeit willen zahlen wir nicht in große anonyme Töpfe ein. Wir machen kleine Dinge, suchen uns vor Ort unsere Partner, die uns ihre Projekte schildern und die wir dann auch später vor Ort kontrollieren. Natürlich fordern wir von unseren Projektpartnern detaillierte Abrechnungen ein. Wir hoffen natürlich, dass das später einmal von unseren jüngeren Mitgliedern übernommen werden kann, wenn sie selbst erfahren, wie das da unten ist. Sollte sich aber unser Verein, der derzeit 60 Mitglieder hat, einmal auflösen, würden wir unser Vereinsvermögen der Kindernothilfe zukommen lassen, die vom Vater eines U5-Mitglied es mitgegründet worden ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was haben Sie durch Ihr Engagement gelernt?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das ich im Leben eigentlich mit sehr wenig auskomme und viele Dinge gar nicht brauche.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Weitere Informationen im Internet unter: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.kirche-muelheim.de/u5"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;www.kirche-muelheim.de/u5&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dieser Beitrag erschien am 30. Mai 2011 in der NRZ&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-8878014775900763635?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/8878014775900763635/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/50-jahre-unternehmen-funf-wie-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8878014775900763635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8878014775900763635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/50-jahre-unternehmen-funf-wie-ein.html' title='50 Jahre Unternehmen Fünf: Wie ein kleiner Verein in Afrika und Latreinamerika große Hilfe leistet'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-ycxOFz9cicw/TeoWNlpr-SI/AAAAAAAAAjQ/4GegIQm2PvI/s72-c/oelsner.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-1661936225054995139</id><published>2011-06-02T20:40:00.000+02:00</published><updated>2011-06-02T20:57:06.293+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><title type='text'>Global denken, lokal handeln: Dieses Agenda-Motto ist für die Speldorfer Kirchengemeinde St. Michael schon seit langem gelebte Praxis</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-nW3lkm66vBM/Tefby1FEP_I/AAAAAAAAAjE/PdV3Lwl_cy0/s1600/ukraine.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 133px; FLOAT: right; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5613697126828883954" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-nW3lkm66vBM/Tefby1FEP_I/AAAAAAAAAjE/PdV3Lwl_cy0/s200/ukraine.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Eines kann man der Speldorfer Kirchengemeinde St. Michael bestimmt nicht vorwerfen: Dass sie nur um ihren eigenen Kirchturm an der Schumannstraße kreisen würde.Seit Jahren unterstützen zum Beispiel die zur Gemeinde gehörenden Eheleute Sigrid und Rudolf Wiebringhaus zusammen mit einem privaten Helferkreis eine katholische Internatsschule für Aids-Waisen in Tansania. Doch wenn die Speldorfer Gemeinde über ihre Kirchturmspitze schaut, guckt sie nicht nur nach Afrika, sondern auch in die osteuropäische Ukraine.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Eine von den Eheleuten Christa und Gerhard Fölting initiierte Gruppe, deren harter Kern aus 15 bis 20 Gemeindemitgliedern besteht, pflegt eine Partnerschaft mit der Mariengemeinde in der westukrainischen Bukowina. Die Freundschaft zwischen St. Michael in Speldorf und St. Marien in Stara Krasnoshora wurde durch den katholischen Weltjugendtag 2005 in Köln begründet, als Familien aus St. Michael Gäste aus der Ukraine aufnahmen.Mit dem Weltjugendtag 2005 fing alles an. Seit dem besuchen Gemeindegruppen aus Speldorf regelmäßig die Ukraine und heißen Gäste aus der Ukraine in Speldorf willkommen, frei nach der Devise: „Kleine Besuche erhalten die Freundschaft“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Natürlich geht es den Michaelanern, die in die Bukowina reisen oder hier Gäste aus. Stara Krasnoshora beherbergen und betreuen, auch um eine persönliche Horizonterweiterung. „Diese Partnerschaft ist eine gute Brücke nach Osteuropa. Doch das Engagement der Gastfamilien stärkt auch den Zusammenhalt in den Gemeinden“, sagt Gerd FöltingDoch die deutsch-ukrainischen Begegnungen, die nächste übrigens wird im Herbst in Speldorf stattfinden, haben auch einen praktischen Mehrwert. Denn bei den Besuchen dies- und jenseits der EU-Grenzen geht es nicht nur um Freundschaft, Sightseeing oder gemeinsames Beten, Meditieren und Singen, sondern auch um die konkrete Lösung von Alltagsproblemen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;So unterstützt St. Michael eine Gruppe, die sich unter dem Namen Smiley Kids in Stara Krasnoshora um Kinder alkoholkranker Eltern bemüht. So konnte die Speldorfer Gemeinde den Kontakt zu einer Fachfrau vom Kreuzbund herstellen, die bereits ein Seminar in der Ukraine abgehalten hat. Außerdem übten sich deutsche Gastgeber und ukrainische Gäste beim letzten Zusammentreffen in Speldorf in gemeinsamen Übungen am lebenden Objekt und unter professioneller Anleitung einer Krankenschwester im kleinen Einmaleins der häuslichen Krankenpflege, besuchten gemeinsam ein Altenheim und ließen sich beim Besuch einer Dachbaufirma über die Möglichkeiten des energiesparenden biologischen Bauens aufklären.„Das ist etwas ganz anderes als das Ruhrgebiet. Es gibt eine stark ausgeprägte Volkstümlichkeit mit Musikgruppen und Trachten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;"Viele Menschen leben dort in Holzhäusern, haben einen Brunnen vor der Tür und fahren noch mit Pferd und Wagen,“ schildert Gerd Fölting die selbst erlebten Unterschiede im Alltag, die aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es gemeinsame soziale und menschliche Probleme gibt.So wird man sich beim nächsten deutsch-ukrainischen Treffen in Speldorf mit der Lebenssituation von Frauen und von Menschen mit Behinderung auseinandersetzen.Das letztere Thema hat einen aktuellen Hintergrund. Denn im vergangenen Sommer ließen sich die Speldorfer und ihre ukrainischen Gastgeber durch den Besuch in einem Heim für alte und behinderte Männer in Tscheresch zum Handeln motivieren, um auf die dort herrschenden hygienischen und fachlichen Mängel aufmerksam zu machen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Über den CDU-Außenpolitiker Philipp Mißfelder und die deutsche Botschaft in Kiew konnte politischer Handlungsdurck auf die Verantwortlichen vor Ort organisiert werden, so dass eine Lösung der Probleme wahrscheinlicher wird.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 28. April 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-1661936225054995139?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/1661936225054995139/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/global-denken-lokal-handeln-dieses.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/1661936225054995139'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/1661936225054995139'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/06/global-denken-lokal-handeln-dieses.html' title='Global denken, lokal handeln: Dieses Agenda-Motto ist für die Speldorfer Kirchengemeinde St. Michael schon seit langem gelebte Praxis'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-nW3lkm66vBM/Tefby1FEP_I/AAAAAAAAAjE/PdV3Lwl_cy0/s72-c/ukraine.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3802933505406695032</id><published>2011-05-28T12:32:00.000+02:00</published><updated>2011-05-28T13:49:51.195+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Das Benefizkonzert der Marinekameradschaft hat wieder Geld für gute Werke eingespielt, könnte aber aus finanziellen Gründen 2012 vor dem Aus stehen</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-oevgCWAMifc/TeDTdvGaWJI/AAAAAAAAAi8/DPGJUJtsuvU/s1600/benefiz.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5611717643516663954" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-oevgCWAMifc/TeDTdvGaWJI/AAAAAAAAAi8/DPGJUJtsuvU/s200/benefiz.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das Benefizkonzert der Marinekameradschaft hatte gestern ein schönes Nachspiel. Der Vorsitzende der Marinekameradschaft konnte den Konzerterlös von insgesamt 6000 Euro für einen guten Zweck übergeben. Das Geld teilen sich in diesem Jahr die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung und die Jenny-Böken-Stiftung, die sich um verletzte Soldaten und die Hinterbliebenen von gefallenen Soldaten der Bundeswehr kümmert, die in Not geraten sind.Die Lebenshilfe wird ihren Spendenanteil in die Finanzierung eines Jubiläumsfestes investieren, mit dem ihre Sportgruppe am 2. Juli ihren 25. Geburtstag feiert. Die Jenny-Böken-Stiftung finanziert mit der Geldspritze der Marinekameradschaft Rüstwochenenden der Evangelischen Militärseelsorge, bei denen Hinterbliebene gefallener Bundeswehrsoldaten seelsorgerisch und psychologisch betreut und stabilisiert werden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ob die Marinekameradschaft auch im kommenden Jahr mit einem Benefizkonzert Geld für einen guten Zweck einspielen kann, ist für Gerbener und seine Mitstreiter mehr als fraglich.Der Konzerttermin 24. März steht bereits fest. Doch die Finanzierung des Konzertes steht in den Sternen. Gerbener liegt ein Vertrag der Mülheimer Stadtmarketinggesellschaft vor, wonach die Marinekameradschaft 2012 die doppelte Nutzungsgebühr für die Stadthalle bezahlen soll.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;MST-Geschäftsführerin Inge Kammerichs bestätigt, dass die entsprechende Nutzungsgebühr von 2950 Euro auf 6300 Euro steigen soll. In dieser Summe enthalten ist bereits ein 40-prozentiger Rabatt, den der Rat der Stadt für alle gemeinnützigen Vereine beschlossen hat, die die Stadthalle als Veranstalter nutzen. "Auch an dem erhöhten Betrag verdient die MST nichts. Aber das bisherige Arrangement war einfach unrealistisch. Das können wir uns nicht mehr leisten", sagt Kammerichs. Sie weist darauf hin, dass die Saalmiete für den Theatersaal nur mit knapp 1300 Euro zu Buche schlägt, während der Löwenanteil auf Personal und Technik entfällt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Während die Militärmusiker der Bundeswehr auf der Bühne stehen, sind gleichzeitig Licht- Ton- und Bühnentechniker, Brandschützer und das Aufsichtspersonal der Stadthalle hinter den Kulissen im Einsatz. Bürgermeisterin Renate aus der Beek (SPD) machte bei der Spendenübergabe im Handelshof deutlich, dass sie das Benefizkonzert der Marinekameradschaft sowohl sozial als auch kulturell für unverzichtbar hält. Sie will sich mit Blick auf den MST-Aufsichtsrat, für eine moderatere Nutzungsgebühr einsetzen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Doch ihr Rats- und Fraktionskollege Ulrich Scholten erklärt in seiner Funktion als Aufsichtsratschef der MST: "Wir stehen im Rahmen der Haushaltssicherung unter einem Kostendiktat. Unsere Möglichkeiten sind limitiert, Denn die Leute, die da rumlaufen müssen auch bezahlt werden."Dennoch hofft auch er auf eine kreative Lösung durch die MST. Scholten: "Vielleicht gibt es da noch einen gewissen Spielraum, um die Nutzungsgebühr abzumildern, in dem die MST der Marinekameradschaft ein abgespecktes Nutzungsangebot für die Stadthalle macht. Denn es wäre es ja tragisch, eine so schöne Veranstaltung untergehen zu lassen." Gleichzeitig macht der MST-Aufsichtsratsvorsitzende mit Blick auf die Ansprüche anderer gemeinnütziger Vereine deutlich: "Wir müssen alle gleich behandeln, sonst bekommen wir am Ende einen Schneeballeffekt." &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Kommentar:&lt;/strong&gt; Wenn sich Bürger, wie die Mitglieder der Marinekameradschaft mit einem Benefizkonzert für die Finanzierung sozialer Aktivitäten engagieren, entlasten Sie damit die öffentlichen Kassen. Das ist ein Kapital, das mehr wert ist als Geld und ohne das unsere Demokratie nicht überleben kann.Dass solche und ähnliche Veranstaltungen gemeinnütziger Vereine in der Stadthalle über die Bühne gehen können, entspricht ihrem Namen und ihrer Intention. Die Stadt, das sind wir Bürger. Deshalb ist die Stadthalle auch nicht mit einem kommerziellen Kongresszentrum zu vergleichen. Dennoch muss die für die Stadthalle zuständige MST im Interesse der Steuerzahler auf Kostendeckung achten.Wenn vor allem personelle und technische Standards die Kosten für ehrenamtliche und gemeinnützige Veranstalter in der Stadthalle ins Unerträgliche steigen lassen, müssen diese Standards auf den Prüfstand gestellt und wenn nötig und möglich abgeschmolzen werden. Folgende Fragen muss man beantworten: Welche Aufgaben können bei Veranstaltungen entfallen oder, etwa im Aufsichtsdienst, auch durch Ehrenamtliche kostensenkend kompensiert werden? Können gemeinnützige Veranstalter durch moderat angehobene Eintrittsgelder ihre Kosten senken oder können höhere Gebühren kommerzieller Nutzer zur Gesamtkostendeckung herangezogen werden? &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 27. Mai 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3802933505406695032?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3802933505406695032/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/das-benefizkonzert-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3802933505406695032'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3802933505406695032'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/das-benefizkonzert-der.html' title='Das Benefizkonzert der Marinekameradschaft hat wieder Geld für gute Werke eingespielt, könnte aber aus finanziellen Gründen 2012 vor dem Aus stehen'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-oevgCWAMifc/TeDTdvGaWJI/AAAAAAAAAi8/DPGJUJtsuvU/s72-c/benefiz.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-7155848125417622339</id><published>2011-05-27T10:18:00.001+02:00</published><updated>2011-05-28T00:02:26.156+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Portrait'/><title type='text'>Wenn Liebe durch den Magen geht oder: Warum der schottische Koch Peter Bannister seit zwölf Jahren in Mülheim auftischt</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-1HGyyvfyRBE/TeAfMwk4nLI/AAAAAAAAAi0/PY1NtFquad0/s1600/P1030010.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5611519439762136242" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-1HGyyvfyRBE/TeAfMwk4nLI/AAAAAAAAAi0/PY1NtFquad0/s200/P1030010.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Mal ehrlich. Beim Thema Lecker essen denken wir Deutschen an Frankreich und Italien oder an unsere eigene gutbürgerliche Küche. Die Britischen Inseln verbinden wir mit Fish und Chips. Zu Unrecht, wie ein Tischgespräch mit dem schottischen Koch Peter Bannister zeigt, der seine Gäste seit zwölf Jahren kulinarisch verwöhnt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum Sind Sie eigentlich Koch geworden?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Mein Vater spielte Wasserpolo. Und der beste Spieler in seinem Team war ein Koch. Der Mann und sein Beruf haben mich begeistert. Da war ich vier Jahre alt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was war das erste Gericht, das Sie gekocht haben?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das war Porridge, ein warmer Haferbrei, den man in Großbritannien schon zum Frühstück isst. Ich habe damals für meine Eltern ein Frühstück zubereitet und zwar schon um vier Uhr morgens. Meine Eltern haben es sich trotzdem schmecken lassen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was fasziniert am Kochen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Kochen ist für mich eine künstlerische Herausforderung. Egal ob Rind, Schwein oder Fisch. Mich fasziniert, wie man aus einem ganzen Tier verschiedene Gerichte zaubern kann, die dann am Ende ein Augen- und Gaumenschmaus werden. Ich versuche, immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Deshalb biete ich meinen Gästen auch jeden Tag eine neue Speisekarte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Welchen Anspruch haben Sie als Koch an sich selbst?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich möchte meine Gäste mit einer Mahlzeit überraschen, so dass sie am Ende sagen: "Wow, das wer toll. Das habe ich ja so noch nie ausprobiert.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Hat ein Koch noch ein Lieblingsgericht, mit dem er sich selbst verwöhnen kann?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich liebe beim Essen eigentlich alles, außer Schlangengurken. In Großbritannien isst man auch gerne Pansen, den man hier eher als Hundefutter kennt. Man kann ihn roh mit Zwiebeln und Zitrone verspeisen. Ich schmore ihn mir aber lieber mit Tomaten, Kräutern und Sellerie in einer Brühe.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Hat die britische Küche zu Recht einen schlechten Ruf?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Man kann Großbritannien weder kulturell noch kulinarisch in einen Topf werfen. Schottland war eigentlich immer schon bekannt für eine gute Küche. Aber auch die englische Küche ist inzwischen im Aufwind und dank Jamie Oliver und anderer Köche weiterentwickelt worden und inzwischen ein Insider-Tipp.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Sie bereiten gerade Haggis zu. Was ist das?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Haggis ist ein Relikt aus guter, alter Zeit, in der beim Schlachten alles verwendet werden konnte und musste. Dafür werden alle Innereien, wie Herz, Leber und Lunge, verwendet und mit Zwiebeln so lange geschmort, bis sie eine Konsistenz wie Püree haben. Dann werden eingeweichte Haferkörner beigemengt, wodurch Haggis sehr nahr- und schmackhaft wird. Ich koche es dann in einem Bratschlauch und serviere es mit Steckrübenpüree. Das kommt bei meinen Gästen gut an. Sehr beliebt sind auch der geräucherte Lachs und Steaks von schottischen Angus-Rindern. Ich serviere natürlich nicht nur schottische Gerichte. Meine Küche ist international.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Worin sehen Sie die deutsch-britischen Unterschiede in der Gastronomie?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In Großbritannien unterscheidet man stärker zwischen dem Pub, in dem man nur Bier trinkt und Snacks zu sich nimmt, und Restaurants, wo man speist und nur Wein trinkt. Zudem haben Chefköche dort ein viel größeres Ansehen, vergleichbar mit dem von Ärzten und Professoren.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Muss leckeres und gutes Essen immer auch teuer sein?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Nein, es kommt auf die Frische der Produkte an. Man muss vielleicht manchmal etwas länger kochen und etwas mehr Arbeit investieren, um etwas Gutes zuzubereiten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was macht einen guten Koch aus?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Er braucht sehr viel Verständnis für Produkte. Er muss einen Blick für ihre Frische haben und natürlich auch wissen, was man aus ihnen machen kann. Fürs Kochen braucht man Erfahrung, Geduld und Liebe zum Detail.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Zur Person:&lt;/strong&gt; Der Koch Peter Bannister wurde vor 56 Jahren in Glasgow geboren und begann dort 1970 seine dreijährige Ausbildung an der Hotelfachschule. Seitdem arbeitet er in der Gastronomie. Nach ersten Berufsjahren auf der Kanalinsel Jersey arbeitete er als Küchenchef für zwei renommierte Restaurants in seiner Heimatstadt, ehe er sich erstmals als Gastronom selbstständig machte. In den 90er Jahren ging er von Schottland nach Malta, wo er auf der Insel Comino die Küchenleitung von zwei Hotels übernahm. Dort lernte er auch seine spätere Frau Birgit kennen, der er 1997 nach Mülheim folgte. Zusammen mit ihr betrieb er von 1999 bis 2007 das Haus Klever in Dümpten und seit 2007 das Bannisters an der Kölner Straße 170 in Saarn. Weitere Informationen im Internet unter: &lt;a href="http://www.bannisters.de/"&gt;http://www.bannisters.de/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 23. Mai 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-7155848125417622339?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/7155848125417622339/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/wenn-liebe-durch-den-magen-geht-oder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7155848125417622339'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7155848125417622339'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/wenn-liebe-durch-den-magen-geht-oder.html' title='Wenn Liebe durch den Magen geht oder: Warum der schottische Koch Peter Bannister seit zwölf Jahren in Mülheim auftischt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-1HGyyvfyRBE/TeAfMwk4nLI/AAAAAAAAAi0/PY1NtFquad0/s72-c/P1030010.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-545043318914571248</id><published>2011-05-21T23:18:00.000+02:00</published><updated>2011-05-22T12:26:22.053+02:00</updated><title type='text'>Warum die Saarner Klosterfreunde im Klosterhof einen Kräutergarten angelegt haben: Ein Gespräch mit der Projektleiterin Stefanie Horn</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-V_Wp1vfAFx4/Tdjj9MHRKNI/AAAAAAAAAis/m_RxJ4mpAUY/s1600/horn3.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609483976253188306" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-V_Wp1vfAFx4/Tdjj9MHRKNI/AAAAAAAAAis/m_RxJ4mpAUY/s200/horn3.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem großen Fest haben die Freunde und Förderer von Kloster &lt;span id="SPELLING_ERROR_0" class="blsp-spelling-error"&gt;Saarn&lt;/span&gt; heute den von ihnen angelegten Kräutergarten im &lt;span id="SPELLING_ERROR_1" class="blsp-spelling-error"&gt;Saarner&lt;/span&gt; Klosterhof. Für die &lt;span id="SPELLING_ERROR_2" class="blsp-spelling-error"&gt;NRZ&lt;/span&gt; sprach ich mit der Biologielehrerin, Stefanie Horn, die das Projekt ehrenamtlich betreut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum braucht das Kloster einen Kräutergarten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit man draußen und im Vorbeigehen Kloster- und Kräutergeschichten kennen lernen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Knüpfen Sie mit dem Garten an eine Tradition an?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kräutergärten sind immer Bestandteil eines Klosters gewesen. Auch im Kloster &lt;span id="SPELLING_ERROR_3" class="blsp-spelling-error"&gt;Saarn&lt;/span&gt; hat es einen solchen gegeben, wenn auch an anderer Stelle. Er lag damals am Hang zum Mühlenteich hin. Wir greifen aber eine Tradition auf, indem wir das auch aus dem Kloster &lt;span id="SPELLING_ERROR_4" class="blsp-spelling-error"&gt;Saarn&lt;/span&gt; überlieferte Heilkräuterwissen der &lt;span id="SPELLING_ERROR_5" class="blsp-spelling-error"&gt;Zisterzienserinnen&lt;/span&gt; in angepflanzter Form präsentieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wachsen im heutigen Kräutergarten dieselben Kräuter wie zu Zeiten der &lt;span id="SPELLING_ERROR_6" class="blsp-spelling-error"&gt;Zisterzienserinnen&lt;/span&gt;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt keine ganz detaillierten Kenntnisse darüber, wie der Kräutergarten früher aufgebaut war und welche Kräuter in ihm wuchsen. Deshalb haben wir uns mit den &lt;span id="SPELLING_ERROR_7" class="blsp-spelling-error"&gt;kreuzförmig&lt;/span&gt; angelegten Hochbeeten an der Grundform mittelalterlicher Kräutergärten orientiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sparkasse und &lt;span id="SPELLING_ERROR_8" class="blsp-spelling-error"&gt;Leonhard&lt;/span&gt;-&lt;span id="SPELLING_ERROR_9" class="blsp-spelling-error"&gt;Stinnes&lt;/span&gt;-Stiftung unterstützen die Einrichtung mit 40 000 Euro. Wofür wurde das Geld ausgegeben?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders teuer sind die &lt;span id="SPELLING_ERROR_10" class="blsp-spelling-error"&gt;Ruhrsandsteine&lt;/span&gt;, die für die Hochbeete des Kräutergartens auf Maß gehauen worden sind. Natürlich musste auch viel Arbeitskraft aufgewendet werden, um die Fläche für den Kräutergarten vorzubereiten. Und natürlich musste auch Geld für die Anschaffung der Pflanzen ausgegeben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche Pflanzen findet man denn im Kräutergarten des Klosters?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das fängt an bei der Petersilie und geht über Thymian und &lt;span id="SPELLING_ERROR_11" class="blsp-spelling-error"&gt;Melisse&lt;/span&gt;, bis zum Johanniskraut, dem &lt;span id="SPELLING_ERROR_12" class="blsp-spelling-error"&gt;Gundermann&lt;/span&gt; und der &lt;span id="SPELLING_ERROR_13" class="blsp-spelling-error"&gt;Pfingstrose&lt;/span&gt;, die als &lt;span id="SPELLING_ERROR_14" class="blsp-spelling-error"&gt;Marienpflanze&lt;/span&gt; eine Bedeutung hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wer pflegt den Kräutergarten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gärtner Rumbaum, der ihn angelegt hat, geht da einmal im Monat durch. Ansonsten wird er auch ein Stück weit sich selbst überlassen. Natürlich schauen auch Gemeindemitglieder und Klosterfreunde regelmäßig nach dem Rechten oder sie bewässern den Garten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wer soll von dem Garten profitieren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich die gesamte Bevölkerung, vom Kindergartenkind bis zur Seniorengruppe. Es reicht, durch den Kräutergarten zu gehen, um wiederzuerkennen, was man schon kennt oder Neues über Kräuter zu lernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie vermitteln Sie Ihr Kräutergartenwissen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeweils am zweiten Sonntag des Monats gibt es um 14.30 Uhr Führungen durch den Garten. Außerdem sind Workshops mit Grundschulklassen geplant. Langfristig könnte ich mir auch einen Kräuterkochkurs oder andere Workshops für Erwachsene vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Weitere Informationen im Internet unter: &lt;a href="http://www.freunde-kloster-saarn.de/"&gt;www.freunde-kloster-saarn.de&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 21. Mai 2011 in der &lt;span id="SPELLING_ERROR_15" class="blsp-spelling-error"&gt;NRZ&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-545043318914571248?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/545043318914571248/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/warum-die-saarner-klosterfreunde-im.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/545043318914571248'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/545043318914571248'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/warum-die-saarner-klosterfreunde-im.html' title='Warum die Saarner Klosterfreunde im Klosterhof einen Kräutergarten angelegt haben: Ein Gespräch mit der Projektleiterin Stefanie Horn'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-V_Wp1vfAFx4/Tdjj9MHRKNI/AAAAAAAAAis/m_RxJ4mpAUY/s72-c/horn3.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3855034542097202525</id><published>2011-05-20T22:54:00.000+02:00</published><updated>2011-05-22T15:17:57.788+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Einkaufen mit gutem Gewissen? Der Blinden- und Sehbehindertenverein warnt vor "Blindenware", die keine ist</title><content type='html'>Etwas Gutes kaufen und damit etwas Gutes tun – das hört sich gut an. Das kann man zum Beispiel tun, wenn man mit dem Erwerb so genannter Blindenware, blinde Handwerker unterstützen möchte, die in anerkannten Blindenwerkstätten etwa Bürsten, Korbflecht-, Häkel- und Knüpfwaren, Putztücher, Wäscheklammern, Pinsel, Matten Schürzen oder Segeltücher herstellen und über diese Werkstätten auch vermarkten. Das tun sie zum Beispiel auf Märkten, über ihre Online-Shops oder auch an der Haustür. Skeptisch sollte man als Kunde aber werden, wenn einem zum Beispiel Seife oder Papierwaren angeboten werden, die nicht zur Produktpalette von Blindenwerkstätten gehören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch leider gibt es auch geschäftstüchtige Gauner, die den Wunsch, mit gutem Gewissen einzukaufen, für ihre Zwecke missbrauchen, indem sie ihre Produkte einfach als Blindenware anbieten.Angebote am TelefonSo ist der Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins (BSV), Christa Ufermann, der Fall einer Frau zu Ohren gekommen ist, der am Telefon vermeintliche Blindenware angeboten wurde. Die Frau war Gott sei Dank vorsichtig, ließ sich Telefonnummer und Adresse geben und wandte sich an die BSV-Vorsitzende. Ufermann recherchierte und fand heraus, dass es sich bei dem Anrufer um keinen der anerkannten Anbieter von Blindenware handelte.Ufermann alarmierte sofort die örtliche Verbraucherberatung an der Leineweberstraße. Deren Leiterin Christiane Lersch rät grundsätzlich von Geschäften am Telefon ab und empfiehlt im Zweifel sich auf den Internetseiten anerkannter Blindenwerkstätten über deren Warenangebot zu informieren und erst dann dort zu bestellen. Ufermann weist darauf hin, dass alle anerkannten Blindenwerkstätten bei der Bundesagentur für Arbeitet gelistet sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Text mit Sicherheitshinweisen hat sie jetzt auf die Internetseite des Blinden- und Sehbehindertenvereins – www.bsv-muelheim.de – gestellt. Außerdem empfiehlt sie zur weiteren Information die Internetseite www.blindenwerkstaetten.eu.Gütesiegel wird missbrauchtDarüber hinaus, so Ufermann, müssten sich reguläre Anbieter ausweisen können und ihre Waren mit einem Gütesiegel, zwei Hände, die nach seiner dreistrahligen Sonne greifen, versehen. „Dieses Gütesiegel bürgt für Qualitätsarbeit“, betont Ufermann. Sie ärgert sich über dessen Missbrauch durch unseriöse Händler. Durch diese schwarzen Schafe sieht die BSV-Vorsitzende nicht nur die Arbeit blinder Handwerker, sondern auch die Arbeit ihres Vereins in Misskredit gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Am Ende beschimpfen uns die Leute am Telefon“, fürchtet Ufermann mit Blick auf geprellte Kunden, die das Vertrauen in die gute Sache der Blindenwerkstätten und Blindenvereine verlieren könnten. Im Zweifelsfall können sich Kunden, denen Blindenwaren angeboten werden, unter  320 25 auch an die örtliche Verbraucherberatung an der Leineweberstraße 54 wenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 19. Mai 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3855034542097202525?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3855034542097202525/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/einkaufen-mit-gutem-gewissen-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3855034542097202525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3855034542097202525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/einkaufen-mit-gutem-gewissen-der.html' title='Einkaufen mit gutem Gewissen? Der Blinden- und Sehbehindertenverein warnt vor &quot;Blindenware&quot;, die keine ist'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-8345313517050566273</id><published>2011-05-08T22:49:00.000+02:00</published><updated>2011-05-08T23:20:45.109+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesundheit'/><title type='text'>Warum der Hausarzt Markus Becker seinen Beruf als Traumjob ansieht und seine Praxis mit viel Familiensinn führt</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-J0RGbS9BSN4/TccHUGAMZKI/AAAAAAAAAik/1iPvCdT0sNA/s1600/markusbecker.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5604456303076074658" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-J0RGbS9BSN4/TccHUGAMZKI/AAAAAAAAAik/1iPvCdT0sNA/s200/markusbecker.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Steuern wir vor allem in sozial schwächeren Stadtteilen, in denen fast ausschließlich Kassenpatienten leben, auf einen Hausärztemangel zu, weil sich der Betrieb einer Hausarztpraxis dort für Mediziner nicht mehr rechnet? Die örtliche Ärztekammer und die Fraktion WIR/Linke zeigen sich speziell mit Blick auf Styrum, wo in diesem Jahr zwei von fünf Hausarztpraxen geschlossen werden sollen, besorgt. (Die NRZ berichtete) Schon heute muss ein Hausarzt im Ruhrgebiet, statistisch gesehen, rund 2200 Patienten versorgen, während im Rheinland und in Westfalen maximal 1700 Patienten auf einen Hausarzt kommen. Die FDP-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitikerin Ulrike Flach weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Versorgungsgesetz zu einer flexibleren Niederlassungsregelung führen wird, die auf den demografischen Wandel reagiert und auch dazu beiträgt, "dass auch in Mülheim durchaus mehr Allgemeinmediziner zugelassen werden könnten." Ist der Hausarztberuf heute wirklich so unattraktiv? Für die NRZ sprach darüber mit dem 52-jährigen Hausarzt und Sportmediziner Dr. Markus Becker, der seit 1990 in der Stadtmitte praktiziert und dessen Praxis gestern als familienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet wurde.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum sind Sie selbst Hausarzt geworden?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Für mich gab es dazu nie eine ernsthafte Alternative und ich würde meine Entscheidung auch heute nicht anders treffen, weil Sie nur als Hausarzt alle medizinischen Bereiche abdecken können. Man hat einfach ein ganz weites Spektrum, in dem man sich engagieren kann.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum erscheint es aber dann jungen Medizinern oft so unattraktiv, sich als Hausarzt niederzulassen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das ist vor allem ein innerärztliches Problem. Die Hausärzte galten unter den Medizinern lange als schlecht ausgebildete Barfußärzte, Das hat sich aber inzwischen geändert, weil Hausärzte alle fünf Jahre weitergebildet werden und auch mindestens drei Jahre im Krankenhaus gearbeitet haben müssen, so dass sie heute sehr breit ausgebildet sind.Frage: Verdienen Sie als Hausarzt denn schlechter als Ihre Facharztkollegen?Antwort: Ich fühle mich gut honoriert. Das ist aber ein Produkt der letzten fünf Jahre, in denen sich jede gesundheitspolitische Reform zugunsten der Haus- und zu Lasten der Fachärzte ausgewirkt hat. Davor haben die Fachärzte deutlich besser verdienst als die Hausärzte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie werden Sie denn als Hausarzt bezahlt?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wir bekommen als Hausarzt eine Pauschale pro Patient, die in Nordrhein-Westfalen zurzeit bei 38 Euro liegt. Ein Hausbesuch wird für 40 Euro natürlich nicht mehr gefahren. Die Leute müssen reinkommen. Aber wenn Sie Ihre Praxis betriebswirtschaftlich gut strukturieren, nicht zu viel Technik hereinbringen und genug Patienten haben, kann man als Hausarzt durchaus ein gutes Einkommen haben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Bekommen wir einen Hausärztemangel?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Den bekommen wir nicht. Der ist schon da. Wir haben einfach zu wenig Ärzte. Hinzu kommt, dass 60 Prozent der Medizinstudenten Frauen sind, die später nicht 50 bis 60 Stunden pro Woche arbeiten möchten und zu Recht eine Familie in ihre Arbeit integrieren möchten. Viele Kollegen gehen auch in die Pharmaindustrie, zu Gesundheitsbehörden oder zu den Krankenkassen. Deshalb stehen für die Patientenversorgung immer weniger Kollegen zur Verfügung.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Haben wir in Mülheim bei der Hausärzteversorgung ein Nord-Süd-Gefälle?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich glaube, dass es sich hier eher um eine zufällige Häufung von Praxisaufgaben in Styrum handelt. Ich selber habe zur Zeit einen jungen Assistenten, der sich nach dem Abschluss seiner Ausbildung im kommenden Jahr in Dümpten als Hausarzt niederlassen wird und dem ich eine goldene Zukunft voraussage. Wenn man sich als Hausarzt in einem eher unterversorgten Stadtteil niederlässt, hat man unter dem Strich auch ein besseres Einkommen als in einem eher gut versorgten Stadtteil.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Verdienen Hausärzte im Norden der Stadt weniger als im Süden, weil es im Norden mehr Kassen- und nur wenige Privatpatienten gibt?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das kann ich nicht sagen. Wenn ich eine Praxis mit 1000 Kassenpatienten habe, die ich zum Beispiel in ein Hausarztprogramm einschreibe und auch Krebs-Check-Ups oder Vorsorgeuntersuchungen anbiete, die außerhalb des Budgets bezahlt werden, kann ich mit einer gut gefüllten Kassenpraxis auch ein gutes Einkommen erzielen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Markus Becker&lt;/strong&gt; versteht seine Hausarztpraxis, die von der Stadt und dem Mülheimer Bündnis für Familie als familienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet worden ist, als einen "sehr personenbezogenen" Betrieb. Er orientiert sich nicht nur am Wohl der Patienten, sondern auch am Wohl seiner Mitarbeiterinnen Becker hat Mut zu einem "sehr komplexen und flexibelen" Arbeitszeitmanagement. Die Arzthelferinnen in seiner Praxis können ihre Arbeitszeit frei einteilen und können auch mal zu Hause bleiben, wenn das Kind eingeschult wird oder krank ist und die Mitarbeiterin als Mutter gefordert ist. Auch bei der Finanzierung von Fahrt- oder Kinderbetreuungskosten lässt Bäcker seine Mitarbeiterinnen nicht alleine. Arzthelferin Tanja Klein arbeitet seit zehn Jahren in der Praxis Bäcker. Sie sagt über ihren "ausgezeichneten" Chef: "Ich fühle mich hier wie in einer Familie gut aufgehoben. Unser Chef ist ein Arbeitgeber der gute Leistungen auch be- und gut entlohnt. Außerdem machen wir als Praxisteam einmal pro Jahr eine gemeinsame Wochenendreise. Wir waren schon in Rom, Venedig und Pisa. Das macht Spaß und man wächst als Team auch viel besser zusammen." &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 7. Mai 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-8345313517050566273?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/8345313517050566273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/warum-der-hausarzt-markus-backer-seinen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8345313517050566273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8345313517050566273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/warum-der-hausarzt-markus-backer-seinen.html' title='Warum der Hausarzt Markus Becker seinen Beruf als Traumjob ansieht und seine Praxis mit viel Familiensinn führt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-J0RGbS9BSN4/TccHUGAMZKI/AAAAAAAAAik/1iPvCdT0sNA/s72-c/markusbecker.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-6569009977465574832</id><published>2011-05-07T10:28:00.000+02:00</published><updated>2011-05-07T11:04:02.032+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Je früher desto besser: Wenn Jugendhilfe ins Rollen kommt: Eindrücke von einer Stadtrundfahrt mit dem Jugendamt</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-ItgaUeEdc5k/TcUIukL2fsI/AAAAAAAAAic/fG05TcYYYFs/s1600/wilinski.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5603894907412840130" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-ItgaUeEdc5k/TcUIukL2fsI/AAAAAAAAAic/fG05TcYYYFs/s200/wilinski.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bustouren mit Journalisten&lt;/strong&gt; kennt man aus Wahlkämpfen. Das Jugendamt macht am gestrigen Montag Wahlkampf in eigener Sache. Im Rahmen der bundesweiten Imagekampagne "Das Jugendamt - Unterstützung, die ankommt", lud es Pressevertreter zur Bustour. Auf dem Fahrplan stehen wichtige Stationen der Jugendhilfe, die dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche in Fahrt kommen und im Leben ihre Richtung finden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Schon beim ersten Halt&lt;/strong&gt; in der städtischen Kindertagesstätte Pusteblume an der Kaiser-Wilhelm-Straße in Styrum wird deutlich: Auf die Starthilfe kommt es an. Hier betreuen elf Erzieherinnen 73 Kinder, die zu 60 Prozent aus Zuwanderefamilien kommen. "Die Lebensverhältnisse der Familien haben sich sehr verändert. Die Eltern brauchen mehr Beratung und Unterstützung", sagt Kita-Leiterin Marina in der Heiden. Während die Jugendhilfetouristen eintreffen, verlassen gerade einige Eltern das Haus, die am sogenannten Rucksackkurs teilgenommen haben, der ihnen pädagogisches Rüstzeug mitgibt und ihnen hilft, den Rucksack, den ihre Kinder auf dem Lebensweg tragen müssen, leichter zu machen, durch gezielte Förderung und Erziehungstipps. Im Styrumer Familienzentrum kommen Hilfe und Beratung nicht stigmatisierend, sondern niederschwellig daher, ob im Rucksackkurs, beim Elterncafe und Elternfrühstück oder in den Bildungsräumen der Kita. Dort können Kinder spielerisch experimentieren, werken, musizieren oder auch Matschen. "Das fördert die Motorik und die Sprache, weil sich die Kinder ja auch unterhalten müssen", weiß in der Heiden. Frühkindliche, individuelle Betreuung und Förderung. Dafür steht auch die studierte Pädagogin und Tagesmutter Iris Wegner, die mit zwei ihrer Schützlinge in den Jugendhilfebus eingestiegen ist. "Die Eltern schätzen die kleinen Gruppen. Man kann viel bewirken und den Eltern den Wiedereinstieg ins Berufsleben leichter machen", sagt Wegner über ihre pädagogische Basisarbeit, die mit 3,50 Euro pro Kind und Stunde nicht gerade üppig bezahlt wird.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was passieren kann&lt;/strong&gt;, wenn die Frühförderung nicht gegriffen hat und das Kind in den Brunnen gefallen ist, zeigt die nächste Station in der benachbarten Styrumer Sozialagentur, wo die Sozialarbeiter Andrea Moser und Denis Leusmann Erziehungs- und Jugendgerichtshilfe leisten. "90 Prozent der Eltern nehmen die Hilfe gerne an", betont Moser. Ihr Kollege Leusmann berichtet von Halbwüchsigen mit langem Strafregister, das vom einfachen Ladendiebstahl und Fahren ohne Führerschein bis zur schweren Körperverletzung mit Todesfolge reicht. 771 Jugendgerichtshilfefälle haben er und seine Kollegen allein 2009 bearbeitet. In 230 Fällen konnte das Verfahren eingestellt werden. Wenn Leusmann von der Begleitung seiner Klienten spricht, von Täter-Opfer-Ausgleich-Gesprächen, Sozialdiensten, erlebnispädagogischen Maßnahmen, Gerichtsverfahren, Arrest- und Haftstrafen, ahnt man wie viel Zeit, Kraft und Geld es kostet, Jugendliche wieder auf den rechten Weg zu bringen, wenn sie erst mal auf die schiefe Bahn geraten sind. "Es ist oft die wirtschaftliche Not. Viele Familien haben nicht nur ein Problem. Da gibt es Streit ums Geld und dann ist oft auch Alkohol im Spiel. Viele Menschen können ihre Probleme nicht mehr selber in der Familie lösen", schildert die Leiterin des Kommunalen Sozialen Dienstes, Martina Wilinski (Foto) die sozialen Hintergründe mancher Jugendhilfekarriere.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie man schon am Lebensanfang&lt;/strong&gt; dafür sorgen kann, dass Kind und Co erst gar nicht auf die schiefe Bahn kommen, zeigt die nächste Station an der Viktoriastraße, wo Cornelia Gier und ihre Kolleginnen aus dem Bereich Schwangerenberatung, Familienbesuchsservice und frühe Hilfen davon berichten, dass immerhin 85 Prozent der 1260 Eltern, die im letzten Jahr ein Kind bekamen, sich gerne vom Jugendamt besuchen und mit Informationsmaterial rund um Erziehung und Gesundheit versorgen ließen. "Die Leute lassen uns rein", freut sich Erzieherin Silke Lohschelder. Zu ihnen gehörte auch die 22-jährige Jennifer, die selbst in einer Pflegefamilie aufwuchs und nach der Fachoberschulreife und einer Ausbildung zur Busfahrerin inzwischen ihr zweites Kind erwartet: "Das hat mir gut getan", sagt sie über die Hilfe, die sie durch das Jugendamt, erst als Kind und jetzt als Mutter , erfahren hat. Mit Unterstützung des Jugendamtes bekam sie nicht nur Geld für ihre Schwangerschaftskleidung, sondern auch, wie sie es empfand, wegweisende Informationen und soziale Kontakte zu anderen Eltern, für die zum Beispiel Babykurse und Krabbelgruppen angeboten werden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Doch was passiert&lt;/strong&gt;, wenn Eltern ihrer Aufgabe, als Erziehungsberechtigte, trotz Hilfestellung, nicht wahrnehmen können oder wollen? Dann kommen Sandra Klees und Andrea Rumswinkel vom Pflegekinder- und Adoptionsdienst ins Spiel. Von ihnen erfahren wir an der Bülowstraße in Broich, dass derzeit 134 Kinder in 120 Pflegefamilien aufwachsen, weil ihr Wohl im Elternhaus nicht gewährleistet werden kann. "Wir suchen Familien, die sich in ein Kind verlieben wollen", sagt Rumswinkel und macht keinen Hehl daraus, dass das Jugendamt noch mehr Pflegefamilien gebrauchen könnte. Doch die Hürden zur Pflegeelternschaft sind nicht ohne. Wirtschaftliche und gesundheitliche Stabilität müssen die Pflegeeltern ebenso mitbringen, wie ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und emotionale Wärme zu geben. All das schaffen zwei Pflegeeltern aus dem Mülheimer Süden, die zwei Jungs (7 und 3) aufziehen. "Das, was einem mit einem Pflegekind passieren kann, kann einem auch mit einem leiblichen Kinder passieren", sagt die Pflegemutter, die selbst keine Kinder bekommen konnte. Doch wenn sie berichtet, wie ihr dreijähriger Pflegesohn gerade zum ersten Mal seine Schuhe selbst zugebunden hat, ahnt man, was sie und Rumswinkel meinen, wenn sie sagen: "Die glücklichen Momente überwiegen alle Probleme." Dafür spricht auch die Tatsache, dass in den letzten 13 Jahren nur drei Pflegeeltern ihrer Aufgabe nicht gewachsen und ihre Pflegekinder wieder abgeben mussten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Zum guten Schluss der Jugendhilfetour&lt;/strong&gt;, erklärt der für Dümpten und Winkhausen zuständige Teamleiter des Kommunalen Sozialen Dienstes, Tobias Klempel, im alten Bürgermeisteramt an der Mellinghofer Straße, was "sozialräumliche Hilfen zur Erziehung" bedeutet. "Wir können jeden Fall aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und schneller eine Kurskorrektur vornehmen", beschreibt er den Vorteil des wöchentlichen Fallkonferenzen, zu denen sich die koordinierenden Kollegen vom KSD mit ihren Kollegen aus den Wohlfahrtsverbänden treffen. Er macht die Erfahrung, dass die sozialen Problemlagen in den Nordstadtteilen deutlich schwieriger sind als in den Linksruhrstadtteilen, bestätigt aber auch: "Man lässt und heute eher rein." Langfristig wollen Klempel und seine Kollegen mit ihrer sozialräumlichen Sozialarbeit Netzwerke mit Gemeinden, Schulen, Kitas und Vereinen schaffen, um wie in der guten alten Dorfgemeinschaft die soziale Kontrolle und damit das soziale Frühwarnsystem zu stärken: "Das klappt immer besser. Es gibt aber noch Luft nach oben", lautet seine Zwischenbilanz.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Zu dem von Dieter Schweers geleitete Jugendamt&lt;/strong&gt; gehören derzeit 481 Mitarbeiter. Davon sind 60 in dem von Martina Wilinski geleiteten Kommunalen Sozialen Dienst und 376 als Erzieherinnen in den städtischen Kindertagesstätten tätig. Hinzu kommen vier Erziehungsberater, 23 Jugendarbeiter sowie 15 Mitarbeiter, die für den Bereich der Vormundschaften zuständig sind. Zentrale Bedeutung für die praktische Jugend- Erziehungshilfe, die das Jugendamt vor Ort leistet, kommt den 21 Bezirkssozialarbeitern des Kommunalen Sozialen Dienstes zu, die jeweils 80 bis 90 Familien begeleiten und eng mit ihren Kollegen aus den Wohlfahrtsverbänden Diakonie, Caritas und Arbeiterwohlfahrt zusammenarbeiten. Rund 1300 Familien werden im Rahmen Erziehungshilfe kontinuierlich und rund 2000 niederschwellig und punktuell begleitet. Die Zahl der Fälle, in denen Familien kontinuierliche Erziehungshilfe benötigten ging im Vergleich zu 2009 um rund 200 zurück. Insgesamt wendet die Stadt rund 63 Millionen Euro für ihre Jugendhilfe auf. Dabei entfallen 24 Millionen Euro auf Hilfen für Kinder und Familien und 39 Millionen auf Jugendarbeit, Erziehungsberatung und Kindertagesstätten. Rund 20 Millionen Euro fließen dem Jugendhilfeetat der Stadt durch Landeszuschüsse und Elternbeiträge. Die Gesamtaufwendungen des Stadthaushaltes liegen 2011 bei 573,9 Millionen Euro.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 3. Mai 2011 in der NRZ　&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-6569009977465574832?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/6569009977465574832/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/je-fruher-desto-besser-wenn-jugendhilfe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6569009977465574832'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6569009977465574832'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/je-fruher-desto-besser-wenn-jugendhilfe.html' title='Je früher desto besser: Wenn Jugendhilfe ins Rollen kommt: Eindrücke von einer Stadtrundfahrt mit dem Jugendamt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-ItgaUeEdc5k/TcUIukL2fsI/AAAAAAAAAic/fG05TcYYYFs/s72-c/wilinski.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-6836220705678013362</id><published>2011-05-01T19:07:00.000+02:00</published><updated>2011-05-01T20:20:51.304+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Ein Rückblick in die Stadtgeschichte: Vor 110 Jahren holten sich die Broicher Bürger die Kirche ins Dorf</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-14sy_zPdnzw/Tb2f77ZCIkI/AAAAAAAAAiM/AOFNQWPdm94/s1600/wilhelminenkirche.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5601809363422552642" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-14sy_zPdnzw/Tb2f77ZCIkI/AAAAAAAAAiM/AOFNQWPdm94/s200/wilhelminenkirche.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Sie ist ein Wahrzeichen Broichs, nicht nur für die im Durchschnitt 80 Gemeindemitglieder, die hier sonntags um 11.15 Uhr den Gottesdienst besuchen. Vor 110 Jahren wurde die Evangelische Kirche an der Wilhelminenstraße eingeweiht. „Unsere Kirche ist auch bei Hochzeitspaaren beliebt, die sich im Schloss Broich standesamtlich und anschließend bei uns kirchlich trauen lassen“, erzählt Pfarrer Gerald Hillebrand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Massiv und anmutigIhre massive und zugleich anmutig-elegante neugotische Architektur stammt aus einer Zeit als man noch repräsentative Kirchen baute und nicht gezwungen war, mangels Gemeindemasse, wie zuletzt 2005 an der Calvinstraße, Gotteshäuser aufzugeben und abzureißen.„Das war damals eine Wachstumszeit. Heute gehen wir in die entgegengesetzte Richtung“, schildert Hillebrand die Hintergründe des Broicher Kirchbaus zu Kaisers Zeiten. Dass man sich damals für den neugotischen Entwurf des Architekten Heinrich Heidsiek entschied, sieht der Pfarrer der heute 4600 Mitglieder zählenden Gemeinde, die am 1. August mit der Gemeinde Saarn fusionieren wird, als eine Reaktion auf den katholischen Dombau in Köln.Vor 110 Jahren war Broich noch eine eigenständige Landbürgermeisterei, zu der auch die Nachbarstadtteile Speldorf und Saarn gehörte. Deren Bürgermeister Mentz war Presbyter der der ab 1890 selbstständig gewordenen Gemeinde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deren anfangs 1500 Mitglieder trafen sich vor der Fertigstellung der Kirche in einem von Ferdinand und Wilhelmine Rosskothen gestifteten Beetsaal an der Wilhelminenstraße.Auch die ortsansässigen Lederfabrikanten engagierten sich beim Kirchenbau. Das Grundstück stellte Bauer Pithan zur Verfügung. Die Steine für den Kirchenbau kamen aus dem Steinbruch Rauen.Der ehemalige Broicher Presbyter Günther Fraßunke, der sich mit der Baugeschichte der Kirche an der Wilhelminenstraße intensiv beschäftigt hat, weist in den Gemeindenachrichten darauf hin, dass das Gotteshaus mit seiner gotischen Architektur, bunten Chorfenstern mit biblischen Motiven sowie einer klaren Trennung von Altarraum und Kirchenschiff nicht unbedingt der evangelischen Kirchenbautradition der Kaiserzeit entsprochen habe und deshalb von Zeitgenossen als vorreformatorisch und konservativ angesehen werden konnte. „Immerhin“, so Fraßunke: „erhielt die Kanzel als Ort der Predigt, eine raumbeherrschende Stellung, bis sie in den 1960er-Jahren, heute nicht mehr nachvollziehbar, verkürzt und ihr Schalldeckel entfernt wurde.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pfarrer Hillebrand glaubt, dass dieser Umbau dem neuen Zeitgeist entsprach, wonach „der Pfarrer nicht mehr abgehoben über den Köpfen der Gemeinde predigen sollte“.Während man die 1944 bei einem Luftangriff zerstörten biblischen Motivfenster nach dem Krieg durch neue, von Carl Hellweg gestaltete, Darstellungen zur Taufe, zum Abendmahl und zum Wort Gottes ersetzte, verzichtete man im Sinne eines Schlichtheitsgedankens auf die alten Chorrauminschriften: „Land, Land, höre des Herren Wort. Ich bin dein Herr und Gott“ entfernte. „Das war so etwas, wie die letzte Gelegenheit“, erinnert sich Pfarrer Hillebrand an die Generalüberholung des Gotteshauses, das für 2,1 Millionen Mark vor zehn Jahren ein neues Dach, einen neuen Fußboden, eine neue Heizung und einen helleren und freundlicheren Innenanstrich verpasst bekam. Außerdem wurden einige Kirchenbänke geopfert, um unter der Orgelempore Tische und Stühle für eine gesellige Begegnung nach dem Gottesdienst aufzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 17. März 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-6836220705678013362?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/6836220705678013362/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/vor-110-jahren-holten-sich-die-broich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6836220705678013362'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/6836220705678013362'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/05/vor-110-jahren-holten-sich-die-broich.html' title='Ein Rückblick in die Stadtgeschichte: Vor 110 Jahren holten sich die Broicher Bürger die Kirche ins Dorf'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-14sy_zPdnzw/Tb2f77ZCIkI/AAAAAAAAAiM/AOFNQWPdm94/s72-c/wilhelminenkirche.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3402273939505198495</id><published>2011-04-26T17:04:00.000+02:00</published><updated>2011-04-26T17:32:43.215+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Natur'/><title type='text'>Vor 25 Jahren Tschernobyl: Heute Fukushima: Ein Gespräch mit Dagmar van Emmerich vom Verein Tschernobyl-Kinder</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Fot-cYeIpao/TbbkFl1oPDI/AAAAAAAAAiE/84EKnny3Tdg/s1600/emmerich.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5599913971389316146" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-Fot-cYeIpao/TbbkFl1oPDI/AAAAAAAAAiE/84EKnny3Tdg/s200/emmerich.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Bilder des berstenden Atomkraftwerkes in Fukushima weckten Erinnerungen an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Wie sieht Dagmar van Emmerich das Unglück in Japan und seine Folgen? Für die NRZ sprach mit der Frau, die zusammen mit ihren Mitstreitern im Verein Tschernobyl-Kinder seit 1992 den jungen Menschen hilft, die bis heute unter den Folgen der Reaktorkatastrophe vom April 1986 leiden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Welche Erinnerungen an 1986 wurden bei Ihnen wach, als Sie die Bilder aus Japan gesehen haben?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Vor 25 Jahren waren meine Kinder klein. Und ich erinnere mich das man panisch war und sich unmittelbar betroffen fühlte. Wir wollten unsere Kinder schützen und mussten plötzlich sehen, dass sie nicht mehr im Sandkasten spielen durften und das man zum Beispiel bestimmte Milchsorten nicht mehr trinken durfte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie wurde aus der Betroffenheit das Engagement für die Kinder der Tschernobyl-Region?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das hat einige Jahre gedauert. Ich war damals noch Schulleiterin in Neuss. Und als die Stadt Neuss Gastfamilien für Kinder aus der Tschernobyl-Region suchte, haben wir einen Jungen aufgenommen. Es hat mich fasziniert, wie gut dieser Erholungsurlaub Kindern getan hat und wie so ihr angeschlagenes Immunsystem wieder gestärkt werden konnte. Deshalb habe ich mich über die Presse an die Mülheimer Öffentlichkeit gewandt. Und schon im Sommer 1992 konnten wir mit 50 Gasteltern die ersten Kinder aus Weißrussland willkommen heißen. Das war der Anfang der Tschernobyl-Initiative.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie hat sich die Arbeit der Initiative, die heute ein eingetragener Verein ist, seitdem entwickelt?&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wir haben inzwischen 1500 Kindern aus Weißrussland einen Erholungsaufenthalt in Mülheim ermöglichen und einen Tschernobyl-Laden an der Bachstraße eröffnen können, dessen Erlöse unsere Arbeit finanziell unterstützt. Es ist aber schwieriger geworden, Gasteltern zu finden, so dass wir im letzten Jahr 35 Kinder in der Jugendherberge untergebracht haben. Die zunehmende Schwierigkeit, Gasteltern zu finden, hat damit zu tun, dass sich die soziale Situation vieler Menschen bei uns eher verschlechtert als verbessert hat. Natürlich können auch viele Menschen nicht nachvollziehen, dass die Hilfe für die Kinder aus der Tschernobyl-Region auch heute noch notwendig ist. Wir haben aber dennoch eine gute Unterstützung und konnten unsere Aktivitäten deshalb sogar ausbauen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Zeigt uns Fukushima, dass Tschernobyl und die Folgen kein Thema von gestern sind?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Tschernobyl ist kein Thema der Vergangenheit. Das wird weiter eine Herausforderung sein. Wenn ich mich mit Ärzten über die Krankheitsbilder der Kinder aus Weißrussland unterhalte, dann sagen sie mir, dass man mindestens 30 Jahre braucht, um die Folgen der Reaktorkatastrophe wissenschaftlich exakt analysieren zu können.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Könnte die Reaktorkatastrophe in Japan die Sensibilität für Ihr Anliegen wieder erhöhen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich denke schon. Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass ich noch am Samstag in Weißrussland war. Und ich hätte in diesem Land nichts über die Ereignisse in Japan erfahren, wenn mich mein Sohn nicht angerufen hätte. Das war ja auch vor 25 Jahren das Bittere, dass die Menschen einem so großen Leidensdruck ausgesetzt waren, weil sie nicht rechtzeitig informiert wurden.Frage: Wie sehen Sie heute die Informationspolitik der japanischen Regierung und der AKW-Betreiber?Antwort: Ich habe da ein sehr durchmischtes Gefühl. Ich habe aber auch den Eindruck, dass die Verantwortlichen selbst sehr verunsichert sind. Ich glaube nicht, dass uns die japanische Regierung etwas vormacht. Ich sehe aber eine gewisse Überforderung. Das so ein Unglück in so einem hochindustrialisierten Land wie Japan passiert ist, muss uns alle noch mal besonders aufrütteln. Das hätte ich vorher eher nicht für möglich gehalten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Würden Sie persönlich für einen Ausstieg aus der Atomenergie plädieren?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich sehe, dass die Politik bemüht ist, diesen Ausstieg aus der Atomenergie zu schaffen. Ob wir uns es erlauben können, dass das so lange dauert, ist eine andere Frage. Aber dafür fühle ich mich nicht kompetent genug, um das beurteilen zu können. Aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr muss ich mich davon überzeugen lassen, dass ein Atomkraftwerk nicht sicher ist. Da müssen wir als Gesellschaft nachdenklich und aktiv werden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Könnten Sie sich vorstellen, dass künftig auch japanische Kinder zu einem Erholungsurlaub nach Mülheim kommen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dazu wären wir immer bereit, auch wenn es dafür jetzt noch etwas zu früh ist. Aber wenn unsere Hilfe benötigt würde, wären wir sofort bereit, etwas zu tun. Auch wenn ich jetzt noch keine Idee dafür hätte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 15. März 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3402273939505198495?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3402273939505198495/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/04/vor-25-jahren-tschernobyl-heute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3402273939505198495'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3402273939505198495'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/04/vor-25-jahren-tschernobyl-heute.html' title='Vor 25 Jahren Tschernobyl: Heute Fukushima: Ein Gespräch mit Dagmar van Emmerich vom Verein Tschernobyl-Kinder'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Fot-cYeIpao/TbbkFl1oPDI/AAAAAAAAAiE/84EKnny3Tdg/s72-c/emmerich.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5965238600714714859</id><published>2011-04-17T15:56:00.000+02:00</published><updated>2011-04-17T16:11:08.367+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Warum Weihbischof Franz Grave in der Karwoche in St. Mariae Geburt über den Wert und Sinn des Sonntags predigt</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-GDriGz7JnLQ/Tar0ugFkFUI/AAAAAAAAAh8/w9E8ZD-gKv8/s1600/P1020718.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5596554566685693250" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-GDriGz7JnLQ/Tar0ugFkFUI/AAAAAAAAAh8/w9E8ZD-gKv8/s200/P1020718.JPG" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;div&gt;"Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht.“ So steht es in der Bibel. Doch der Sonntag sieht für viele Menschen heute anders aus. Manche müssen an ihm arbeiten. Andere verstehen ihn nur als arbeitsfreien Tag und andere wollen an möglichst vielen verkaufsoffenen Sonntagen Geld verdienen oder Schnäppchen jagen.Vor 27 Jahren hat der emeritierte Weihbischof Franz &lt;span id="SPELLING_ERROR_0" class="blsp-spelling-error"&gt;Grave&lt;/span&gt;, heute Seelsorger in St. &lt;span id="SPELLING_ERROR_1" class="blsp-spelling-error"&gt;Mariae&lt;/span&gt; Geburt, ein Buch mit dem Titel: „Unser Sonntag“ geschrieben. „Dieses Buch könnte ich heute wieder genau so schreiben“, sagt er angesichts der fortschreitenden &lt;span id="SPELLING_ERROR_2" class="blsp-spelling-error"&gt;Säkularisierung&lt;/span&gt;, die unsere Sonntagskultur aushöhlt.Geistliche ImpulseWeil das Thema immer noch aktuell ist, aber das Buch bereits geschrieben ist, setzt sich &lt;span id="SPELLING_ERROR_3" class="blsp-spelling-error"&gt;Grave&lt;/span&gt; in der kommenden Karwoche in einer Predigtreihe mit dem Sinn des Sonntags auseinander.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Zum Auftakt der &lt;span id="SPELLING_ERROR_4" class="blsp-spelling-error"&gt;sogenannten&lt;/span&gt; &lt;span id="SPELLING_ERROR_5" class="blsp-spelling-error"&gt;Trauermetten&lt;/span&gt;, die am 18., 19. und 20. April (jeweils um 18 Uhr) in St. &lt;span id="SPELLING_ERROR_6" class="blsp-spelling-error"&gt;Mariae&lt;/span&gt; Geburt an der Althofstraße gefeiert werden, fragt er: „Schönes Wochenende - Ist der Sonntag am Ende?“ In seiner zweiten Predigt beleuchtet er die Gemeinsamkeiten der jüdisch-christlichen &lt;span id="SPELLING_ERROR_7" class="blsp-spelling-error"&gt;Sabbath&lt;/span&gt;- und Sonntagskultur, um sich in seiner abschließenden &lt;span id="SPELLING_ERROR_8" class="blsp-spelling-error"&gt;Trauermetten&lt;/span&gt;-Predigt mit der Frage auseinanderzusetzen: „Muss man sonntags zur Heiligen Messe gehen?“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Ich möchte die Leute verunsichern“, sagt &lt;span id="SPELLING_ERROR_9" class="blsp-spelling-error"&gt;Grave&lt;/span&gt; &lt;span id="SPELLING_ERROR_10" class="blsp-spelling-error"&gt;augenzwinkernd&lt;/span&gt; mit Blick auf seine Predigtreihe. Er will, so sagt er: “zeigen, dass der Sonntag nicht nur ein konfessionelles Spezialgut, sondern eine Grundsubstanz unserer Kultur ist, die den Zusammenhalt und die &lt;span id="SPELLING_ERROR_11" class="blsp-spelling-error"&gt;Humanisierung&lt;/span&gt; unserer Gesellschaft fördert.“Weil er den Sonntag als &lt;span id="SPELLING_ERROR_12" class="blsp-spelling-error"&gt;sinnstiftenden&lt;/span&gt; Kontrapunkt zur totalen &lt;span id="SPELLING_ERROR_13" class="blsp-spelling-error"&gt;Ökonomisierung&lt;/span&gt; unserer Gesellschaft begreift, ist sich &lt;span id="SPELLING_ERROR_14" class="blsp-spelling-error"&gt;Grave&lt;/span&gt; mit dem &lt;span id="SPELLING_ERROR_15" class="blsp-spelling-error"&gt;Stadtdechanten&lt;/span&gt; Michael &lt;span id="SPELLING_ERROR_16" class="blsp-spelling-error"&gt;Janßen&lt;/span&gt; und dem Vorsitzenden des Katholikenrates, Wolfgang Feldmann, einig, dass unsere Gesellschaft zwar nicht auf Sonntagsarbeit, etwa in Krankenhäusern oder bei Polizei und Feuerwehr, aber sehr wohl auf verkaufsoffene &lt;span id="SPELLING_ERROR_17" class="blsp-spelling-error"&gt;Sonntage&lt;/span&gt; und die ausufernden &lt;span id="SPELLING_ERROR_18" class="blsp-spelling-error"&gt;Sonntagströdelmärkte&lt;/span&gt; verzichten kann und muss.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In dieser Frage sieht &lt;span id="SPELLING_ERROR_19" class="blsp-spelling-error"&gt;Grave&lt;/span&gt; die christlichen Kirchen nicht nur mit den Gewerkschaften in einem Boot.Immerhin hat die Lobbyarbeit für den Sonntag dazu beigetragen, dass die Zahl der verkaufsoffenen &lt;span id="SPELLING_ERROR_20" class="blsp-spelling-error"&gt;Sonntage&lt;/span&gt; in &lt;span id="SPELLING_ERROR_21" class="blsp-spelling-error"&gt;Mülheim&lt;/span&gt; auf sieben pro Jahr &lt;span id="SPELLING_ERROR_22" class="blsp-spelling-error"&gt;begrenz&lt;/span&gt; worden ist. Denn früher gab es auch schon mal Jahre mit doppelt so vielen verkaufsoffenen Sonntagen. Angesichts der Tatsache, dass nur neun Prozent der &lt;span id="SPELLING_ERROR_23" class="blsp-spelling-error"&gt;Ruhrkatholiken&lt;/span&gt; regelmäßig den Sonntagsgottesdienst besuchen, erhofft sich Katholikenrat Wolfgang Feldmann von &lt;span id="SPELLING_ERROR_24" class="blsp-spelling-error"&gt;Graves&lt;/span&gt; Predigtreihe Impulse für eine lebendigere und Zielgruppen-&lt;span id="SPELLING_ERROR_25" class="blsp-spelling-error"&gt;orientiertere&lt;/span&gt; Sonntags- und Gottesdienstkultur, die auch in anderen Gemeinden aufgegriffen werden könnten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 15. April in der &lt;span id="SPELLING_ERROR_26" class="blsp-spelling-error"&gt;NRZ&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5965238600714714859?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5965238600714714859/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/04/warum-weihbischof-franz-grave-in-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5965238600714714859'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5965238600714714859'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/04/warum-weihbischof-franz-grave-in-der.html' title='Warum Weihbischof Franz Grave in der Karwoche in St. Mariae Geburt über den Wert und Sinn des Sonntags predigt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-GDriGz7JnLQ/Tar0ugFkFUI/AAAAAAAAAh8/w9E8ZD-gKv8/s72-c/P1020718.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5371810037770229403</id><published>2011-04-03T23:31:00.000+02:00</published><updated>2011-04-03T23:45:35.672+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Warum sich die Mülheimerin Jennifer Hardes mit 29 Jahren taufen lässt und in die katholische Kirche eintritt</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-GR3qoI1kv9Q/TZjpFde0AUI/AAAAAAAAAh0/u25bo29bBqk/s1600/P1020415.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5591475217402954050" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-GR3qoI1kv9Q/TZjpFde0AUI/AAAAAAAAAh0/u25bo29bBqk/s200/P1020415.jpg" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;div&gt;Taufe. Dabei denkt man normalerweise an Kinder. Doch es gibt auch Erwachsene, die sich taufen lassen. Allein 2009 gingen, laut Bischofskonferenz, in Deutschland 3315 Menschen über 14 Jahren diesen Weg, fanden so spätberufen zum christlichen Glauben und zur katholischen Kirche. Das entspricht in etwa dem Niveau der letzten 15 Jahre. Während der Anteil der Erwachsenentaufen damit 2009 bundesweit bei etwa 1,8 Prozent lag, war der Anteil der Erwachsenentaufen vor allem in den ostdeutschen Bistümern deutlich höher. In Magdeburg lag er zum Beispiel bei 10.4 und in Görlitz bei 7,2 Prozent. Gleichzeitig bewegte sich der Anteil der Erwachsenentaufen in den süddeutschen Bistümern Regensburg, Augsburg, Passau und Würzburg nur zwischen 0,9 und 1,1 Prozent. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;"In den Südbistümern gibt es ein traditionell starkes katholisches Milieu. Da ist es noch selbstverständlicher, dass Eltern ihr neugeborenes Kind auch taufen lassen. In den ostdeutschen Bistümern ist das ganz anders. Dort finden viele Menschen erst im Erwachsenenalter zum Glauben", erklärt der beim Ruhrbistum Essen für Erwachsenenkatechese und Erwachsenentaufen zuständige Theologe Nicolaus Klimek die regionalen Unterschiede. Sein Bistum lag mit 112 Erwachsenentaufen 2009 und einem Anteil von 2,2 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Aus seiner eigenen Praxis und aus dem regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit seinen Kollegen aus den anderen Bistümern, weiß Klimek, was Menschen im Erwachsenenalter motiviert, sich taufen zu lassen. Er sieht vor allem die "Begegnung mit glaubwürdigen und überzeugten Christen, die Eheschließung mit einem katholischen Partner oder auch Lebenskrisen, in denen sich die Sinnfrage noch einmal ganz existenziell stellt" als die zentralen Schlüsselerlebnisse, die die Tür zum Glauben und zum Eintritt in die katholische Kirche öffnen. "Es ist immer wieder bewegend zu hören und zu sehen, was der Glaube für die Menschen bedeutet und welche Kraft sie durch ihn spüren", berichtet Klimek von inspirierenden Begegnungen mit Erwachsenen, die sich besonders intensiv und bewusst mit dem christlichen Glauben auseinandergesetzt haben, weil sie nicht schon durch ein religiöses Elternhaus geprägt worden sind. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das gilt auch für Jennifer Hardes. (Foto) Die 29-jährige Umweltschutzassistentin, die an der Universität Dortmund arbeitet und in Mülheim an der Ruhr lebt, bereitet sich zurzeit mit 18 anderen Erwachsenen in einem Glaubenskurs auf ihre Taufe vor. Obwohl ihre Eltern evangelisch sind, spielte Religion in ihrer Jugend keine große Rolle. Der Gottesdienstbesuch gehörte nicht zum Alltag. Mit dem Religionsunterricht in der Schule konnte sie anfangs nicht viel anfangen, weil der Glauben zu Hause nicht gelebt wurde. Die katholische Kirche war für sie, wie ein ferner Planet, galt ihr vor allem als streng, konservativ und lebensfern. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Doch dann lernte sie in der Berufsschule einen katholischen Priester kennen. Der begeisterte sie mit ihrem ausgesprochen lebenspraktischen Religionsunterricht und seiner gelebten Nächstenliebe. Denn der Priester nahm in seinem Pfarrhaus auch Obdachlose auf. "Das hat mich irgendwie aufgeweckt. Und ich habe gemerkt, dass man nicht alles schwarz-weiß sehen kann und das es im Leben viele Grauabstufungen gibt", erinnert sich Hardes. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Später lernte sie einen Mann aus dem katholischen Italien kennen und ließ sich von der Kirchenbaukunst in Bella Italia begeistern. "Wenn man darauf soviel Sorgfalt verwendet hat, muss da was dran sein", dachte und denkt sie immer wieder mit Blick auf alte Gotteshäuser. Doch den letzten Anstoß zur Taufe und zum Eintritt in die katholische Kirche kam erst viel später in Form einer Tauffeier und eines Trauergottesdienstes. "Die Symbolik der Liturgie hat mir gut gefallen. Und ich habe gespürt, dass der Glaube, den man als Teil einer großen Gemeinschaft lebt und mit anderen Menschen teilt etwas ist, woran man sich im Leben festhalten kann," schildert Hardes ihre spirituelle Erfahrung in und mit der katholischen Kirche. Dabei lässt die Naturwissenschaftlerin, die in der Naturbetrachtung göttlichen Ursprung entdeckt, "weil dort alles sehr perfekt aufeinander abgestimmt ist", keinen Zweifel daran, dass sie sich auch eine katholische Kirche vorstellen kann, in der auch Frauen eines Tages Priester werden können, in der der Pflichtzölibat für Priester abgeschafft wird und in der auch Homosexuelle ihren Platz haben. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Kein Wunder, dass es zu Hause "Grund zur Diskussion gab", als die evangelischen Eltern erfuhren, dass sich ihre Tochter katholisch taufen lassen wollte. Doch Hardes, die mit der Taufe im Mai auch die Heilige Erstkommunion und die Firmung empfangen wird, ließ sich nicht von ihrer Entscheidung abbringen. Auch Naturkatastrophen, wie jetzt in Japan, können die Naturwissenschaftlerin nicht in ihrem neuen Glauben erschüttern. Denn sie sieht die Not dieser Welt als "von Menschen gemachtes Problem." Sie kann mit Blick auf Japan zum Beispiel nicht nachvollziehen, wie man in einem geologisch sehr aktiven Gebiet Atomkraftwerke errichten kann. Insofern sieht sie Gott zwar bei den Menschen in Not, aber nicht "als jemanden, der alles glatt bügelt."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Apropos glatt bügeln. Die Freude über Menschen, wie Jennifer Hardes, die aus eigenem Entschluss und freiem Willen den Weg in die katholische Kirche gefunden haben, kann die ebenfalls aus der Statistik der Bischofskonferenz hervorgehende Tatsache nicht "glatt bügeln", dass allein im Jahr 2009 über 120.000 Menschen in Deutschland die katholische Kirche verlassen haben, während nur etwas mehr als 12.000 Menschen in die katholische Kirche eintraten oder wieder aufgenommen wurden und insgesamt 179.000 Taufen 255.000 Sterbefälle gegenüberstanden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 31. Mär 2011 in der katholischen Tageszeitung Die Tagespost&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5371810037770229403?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5371810037770229403/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/04/vom-spaten-gluck-des-glaubens-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5371810037770229403'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5371810037770229403'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/04/vom-spaten-gluck-des-glaubens-ein.html' title='Warum sich die Mülheimerin Jennifer Hardes mit 29 Jahren taufen lässt und in die katholische Kirche eintritt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-GR3qoI1kv9Q/TZjpFde0AUI/AAAAAAAAAh0/u25bo29bBqk/s72-c/P1020415.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-4864753648055074462</id><published>2011-03-22T22:43:00.001+01:00</published><updated>2011-05-05T23:52:50.610+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Gemeinsam zu neuer Stärke: Warum sich die Kolpinfamilien Zentral und Heißen-Heimaterde zusammengeschlossen haben</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-QFKHTqAZjDo/TcMb5NKQbZI/AAAAAAAAAiU/aBmQyMwgs8A/s1600/kolpingfusion.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5603353030978203026" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-QFKHTqAZjDo/TcMb5NKQbZI/AAAAAAAAAiU/aBmQyMwgs8A/s200/kolpingfusion.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ Etwas von diesem zeitlos gültigen Satz des Dichters Hermann Hesse war auch am Sonntag im Gemeindesaal von St. Theresia in Heimaterde zu spüren. Da wurde zur Feier des Tages eine Hochzeitstorte angeschnitten. Zuvor hatten sich die Kolpingfamilien Zentral und Heimaterde auf ihren Jahreshauptversammlungen das Ja-Wort für eine Fusion gegeben, bei der es, anders als in der Wirtschaft, nur Gewinner gibt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Wir haben bereits seit 2007 zusammengearbeitet“, sagt Andreas Pöhlmann aus Heimaterde zur Vorgeschichte der Fusion. Der 43-Jährige bildet zusammen mit Peter Prions und dem bisherigen Vorsitzenden der Kolpingfamilie Zentral, Peter Vieten, das Sprecherteam der neuen Kolpingfamilie Mülheim-Zentral-Heimaterde bildet.Demografischer Wandel„Als ich vor fast 50 Jahren zu Kolping kam, hatten wir noch rund 250 Mitglieder. Heute sind wir noch 20,“ beschreibt der 69-jährige Vieten den demografischen Wandel der 1856 noch mit der Unterschrift von Gesellenvater Adolph Kolping gegründeten Kolpingfamilie Zentral.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ohne die jetzt vollzogene Fusion wäre diese Keimzelle des Mülheimer Kolpingwerkes zwangsläufig ihrer Auflösung entgegengegangen. Mit der Fusion ist jetzt eine neue Kolpingfamilie mit alten Wurzeln entstanden, zu der jetzt immerhin 180 Mitglieder zählen. 58 von ihnen sind jünger als 18 Jahre.„Wir müssen bei unseren Veranstaltungen mehr auf Klasse statt auf Masse setzen und vor allem unser Angebot für Kinder und Jugendliche ausbauen“, gibt Pöhlmann die Richtung vor. Wenn man das versäume, so glaubt er, werde die Kolpingfamilie in 50 oder 60 Jahren nicht mehr existieren.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Doch Pöhlmann, dessen kleiner Sohn auch schon bei Kolping mitmacht, sieht Ansatzpunkte, die ein positive Entwicklung befördern könnten. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Wir haben hier in Heimaterde eine relativ große Messdienergruppe und viele junge Familien mit Kindern“, betont der Kolpingbruder und verweist in diesem Zusammenhang auch auf das seit vielen Jahren erfolgreiche Kolping-Kinderfest in der Heimaterde.Mit Blick auf die Nachwuchsförderung fängt die neue Kolpingfamilie am kommenden Sonntag, 20. März, schon mal an, indem sie nach dem Gottesdienst, der um 9.45 Uhr in St. Theresia vom Kinde Jesu beginnt, zu einem Spielevormittag mit Familienfrühschoppen ein, Außerdem plant man für den Juni ein Zeltlager für Groß und Klein in Warburg. Natürlich will man neben den Angeboten für den Nachwuchs auch bewährte Angebote wie etwa den Seniorennachmittag auf dem Kirchenhügel nicht vernachlässigen. Dass man bei der neuen Kolpingfamilie keine kritischen Themen scheut, zeigten jüngste Bildungsveranstaltungen rund um Krankenhauskeime und Kirchenaustritte. Kontakte zu einer polnischen Kolpingfamilie sowie die regelmäßige Unterstützung von Entwicklungsprojekten in Brasilien und Uganda machen deutlich, dass man bei Kolpings in Stadtmitte und Heimaterde nicht nur auf die Kirchtürme von St. Mariae Geburt und St. Theresia schaut,&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Peter Vieten ist davon überzeugt, dass der alte Kolping-Mix aus Bildung und Geselligkeit auch in einer stärker individualisierten und deshalb manchmal auch anonymeren Stadtgesellschaft weiterhin gefragt ist: „Wir müssen den Leuten nur klar machen, dass man nicht unbeding Katholik sein muss, um bei uns mitmachen zu können“, glaubt er.Man trifft sich dienstags um 20 Uhr, abwechselnd im Gemeindesaal von St. Theresia an der Kleiststraße/Ecke Max-Halbach-Straße oder in der Begegnungsstätte von St. Mariae Geburt an der Pastor-Jakobs-Straße 6. Telefonische Auskünfte unter der Rufnummer 78 21 660.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 17. März 2011 in NRZ und WAZ &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-4864753648055074462?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/4864753648055074462/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/gemeinsam-zu-neuer-starke-warum-sich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4864753648055074462'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4864753648055074462'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/gemeinsam-zu-neuer-starke-warum-sich.html' title='Gemeinsam zu neuer Stärke: Warum sich die Kolpinfamilien Zentral und Heißen-Heimaterde zusammengeschlossen haben'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-QFKHTqAZjDo/TcMb5NKQbZI/AAAAAAAAAiU/aBmQyMwgs8A/s72-c/kolpingfusion.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-2218304607282646129</id><published>2011-03-21T23:19:00.000+01:00</published><updated>2011-03-21T23:30:14.125+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><title type='text'>Angst, wie sie im Bilderbuch steht: Eine literarische Spurensuche in der katholischen Akademie Die Wolfsburg</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-dUorBpVma8g/TYfRAp4_cdI/AAAAAAAAAhs/975vOdC1F8A/s1600/spurensucheangst.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5586663671951487442" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-dUorBpVma8g/TYfRAp4_cdI/AAAAAAAAAhs/975vOdC1F8A/s200/spurensucheangst.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Angst gilt im internationalen Vergleich als eine typisch deutsche Eigenschaft. Die German Angst wurde zum feststehenden Begriff für ein Land, in dem Verlust- und Existenzängste vor dem Hintergrund der traumatischen Erfahrungen von Inflation, Krieg und Diktatur besonders ausgeprägt sind und die aktuell vor allem in der Angst münden, dass unsere Gesellschaft den Wohlstand verlieren könnte, den uns das westdeutsche Wirtschaftswunder nach 1945 bescherte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Wenn Eltern heute zum Beispiel um ihren Arbeitsplatz und das Familieneinkommen fürchten müssen, bekommen natürlich auch die Kinder die Angst zu spüren. Auch Grundschulkinder haben heute schon Schulstress und die durch ihre Eltern vermittelte Angst, den Leistungsansprüchen nicht genügen und damit Zukunftschancen nicht bekommen zu können. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;"Doch diese realistischen Ängste, etwa vor Armut oder Missbrauch spielen in den Bilderbüchern keine Rolle. In den meisten Bilderbüchern herrscht immer noch der Trend zur heilen Welt vor." Stattdessen, so Linsmann weiter, würden vor allem die Angst vor dem Einschlafen, vor der Dunkelheit oder vor dem ersten Schultag beschrieben. Zu diesem Ergebnis kam Maria Linsmann bei einer Tagung zur Thematisierung der Angst in der Kinder und Jugendliteratur.&lt;br /&gt;Auf Einladung des Medienforuns und der katholischen Akademie diskutierten 150 Bibliothekarinnen und Pädagoginnen jetzt darüber, wie Kinder- und Jugendliteratur dem Nachwuchs helfen kann, Ängste zu erkennen, auszudrücken und so zu verarbeiten. Gleich zum Auftakt der Tagung machte Akademieleiter Michael Schlagheck deutlich: "Angst gehört zu unserem Leben. Sie kann nicht vermieden werden. Angst begegnet uns mit einem Doppelgesicht, kann uns hemmen und lähmen, aber auch aktivieren, fördern, uns bei unserer Entwicklung helfen. Ein Leben ohne Angst wäre nicht denkbar, wäre geradezu fatal."&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;An einigen Beispielen konnte Linsmann in ihrem Vortrag aufzeigen, dass gerade das gute alte Bilderbuch Kindern in der pädagogisch prägenden Frühphase helfen kann, Ängste "zu verbalisieren, zu akzeptieren und so auch zu überwinden." Nicht nur Willi Wiberg, der seine Schulangst überwindet, als er feststellt, dass auch seine Lehrerin ihre Angst vor der neuen Klasse mit dem Kauf eines neuen Kleides und einem Besuch beim Friseur besänftigen musste, der Cowboy, der seine Angst vor Pferden überwinden muss und deshalb erst mal lieber Fahrrad fährt als zu reiten oder der Ritter Sir Fred, der seine Furcht vor der Dunkelheit erst durch ein nächtliches Rendezvous mit der Dame seines Herzens überwindet, sorgten im Auditorium für erhellende Heiterkeit. In der Diskussion waren sich die Tagungsteilnehmerinnen einig, dass Eltern ihren Kindern bei der Bilderbuchlektüre "mehr zutrauen sollten."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Warum Eltern, wie Linsmann feststellte, in der Regel vor dem Kauf von Bilderbüchern zurückschrecken, die schwierige und kritische Themen aufgreifen, beantwortete die Psychoanalytikerin Dagmar Lehmhaus mit ihrer These, dass Eltern immer noch den Anspruch hätten, für ihre Kinder angstfreie Räume zu schaffen." Das war, wie Bilderbuchexpertin Linsmann deutlich machte, noch bis in die 1950er Jahre anders, als Angst auch in der Kinderliteratur, siehe Struwwelpeter oder Max und Moritz, in der Kinderliteratur als Instrument der Abschreckung eingesetzt wurde, um Kinder zu regelgerechtem Verhalten zu erziehen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;"Wir bekommen hier wissenschaftlich fundierte Anregungen und Impulse", beschrieben die beiden Pädagoginnen Claudia Michels und Hella Theill den Mehrwert der literarischen Spurensuche in der Wolfsburg. Für beide steht fest, dass das Lesen und Vorlesen Kinder positiv prägt und in ihrer persönlichen Entwicklung stärkt. Sie sehen aber auch "einen immer größer werdenden sozialen Spalt" zwischen den Elternhäusern, in denen viel gelesen und vorgelesen wird und jenen, in denen es kein einziges Buch gibt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 18. März 2011 im Ruhrwort&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-2218304607282646129?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/2218304607282646129/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/angst-wie-sie-im-bilderbuch-steht-eine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2218304607282646129'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2218304607282646129'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/angst-wie-sie-im-bilderbuch-steht-eine.html' title='Angst, wie sie im Bilderbuch steht: Eine literarische Spurensuche in der katholischen Akademie Die Wolfsburg'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-dUorBpVma8g/TYfRAp4_cdI/AAAAAAAAAhs/975vOdC1F8A/s72-c/spurensucheangst.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3083226086494415650</id><published>2011-03-20T17:04:00.000+01:00</published><updated>2011-03-20T17:24:14.939+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><title type='text'>Die Dümptener Gemeinde St. Barbara erinnerte an eine starke Frau: Elisabeth Groß wurde vor 110 Jahren geboren</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-jOJpFPLIrD0/TYYpXblcSjI/AAAAAAAAAhk/gcQXnkL-W18/s1600/mariawolf1.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5586197870318209586" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-jOJpFPLIrD0/TYYpXblcSjI/AAAAAAAAAhk/gcQXnkL-W18/s200/mariawolf1.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In einer Zeit, in der mehr als jede dritte Ehe geschieden wird und die Patchworkfamilie als der Normalfall erscheint, fragen sich viele Menschen, ob Ehe und Familie noch ein tragfähiges Lebensmodell sein können. Dass sie dies sehr wohl sein können, wenn sich beide Partner vom christlichen Fundament aus Liebe, Glaube und Hoffnung tragen lassen, machte die Hommage deutlich, mit der die Dümptener Gemeinde St. Barbara am 11. März den 110. Geburtstag von Elisabeth Groß feierte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Diakon Bernhard Groß, der an der Gedenkstunde in St. Barbara teilnahm, nannte das Eheleben seiner Eltern ein Beispiel dafür, "dass es einen tieferen Sinn hat, wenn sich Paare an ihr Eheversprechen halten und in guten wie in bösen Tagen beieinander bleiben." So war die Erinnerung an das außergewöhnliche Lebens- und Glaubensbeispiel für die 80 Zuhörer in St. Barbara ein willkommener geistlicher Impuls für die soeben begonnene Fastenzeit.&lt;br /&gt;Die Bochumer Schauspielerin Maria Wolf und Ralf Schumacher, der in dem seit 1997 von Gemeindemitgliedern immer wieder aufgeführten Nikolaus-Groß-Musical den ebenfalls im Kampf gegen Hitler ums Leben gekommenen Dr. Otto Müller spielt, lasen Texte von Elisabeth und Nikolaus Groß, die ebenso wie die Texte anderer Zeitzeugen und Wegbegleiter deutlich machten, dass auch für den Arbeiterführer, Journalisten, Familienvater und Widerstandskämpfer Nikolaus Groß galt: Hinter jedem starken Mann, steht eine starke Frau.&lt;br /&gt;Diese starke Frau lernte Nikolaus Groß 1920 kennen und lieben. 1923, auch damals schon in wirtschaftlich und politisch schwieriger Zeit, gaben sie sich das Jawort für das gemeinsame Leben, das sie später mit sieben Kindern teilten. Nach der Ermordung ihres Mannes durch die Nazis musste Elisabeth Groß diese sieben Kinder allein erziehen und ernähren. Neben dieser schweren Aufgabe engagierte sie sich in Kirche und Gesellschaft, etwas bei der Mitarbeit in Entnazifizierungsausschüssen oder in der CDU und in der Katholischen Frauengemeinschaft KFD. Sechs Jahre vor ihrem Tod (1972) wurde ihr Einsatz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;An dem Tag, an dem Elisabeth Groß, wie es ihr Sohn Bernhard formulierte: "ihr 110. Lebensjahr in Gottes zeitloser Ewigkeit vollendet hat" erlebten die Besucher in St. Barbara nicht nur in Texten, sondern auch in den von Verena Rützel gesungenen und dem Organisten Burkhard Maria Kölsch, der Violinistin Gabi Gräfe und der Fötistin Cornelia Bentlage musikalisch begleiteten Elisabeth-Groß-Liedern aus dem Nikolaus-Groß-Musical, dass uns Elisabeth und Nikolaus Groß mit ihrem großen Gottvertrauen und ihrer großen Liebe noch viel zu sagen haben. "Sie haben eine Liebe gelebt, die man heute als Ehepaar vielleicht nicht erreichen, aber doch als Ideal anstreben kann", glaubt Lektor Ralf Schumacher: Und seine Mitlektorin Maria Wolf (Foto), die unter anderem aus Nikolaus Groß‘ Buch "Sieben um einen Tisch" las, findet als Mutter wegweisend, dass Groß seine Kinder als "liebe Gäste" bezeichnete, denen man durch Führung und Freiheit rechtzeitig helfen müsse, zu brauchbaren Menschen heranzureifen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Elisabeth Groß erinnerte sich 1964 in der Ketteler Wacht&lt;/strong&gt;: "Es war eine, grausame, herzzerbrechende und doch gnadenreiche Viertelstunde. Ich höre noch die bestimmten Worte des SS-Mannes: "Die Viertelstunde ist zu Ende." Wir nahmen Abschied voneinander, indem wir uns gegenseitig das Zeichen des Kreuzes auf die Stirn machten, und tief seufzte er: "Auf Wiedersehen in einer besseren Welt." (...) "Dann begann für mich eine harte Zeit, allein mit sieben unversorgten Kindern. Und doch darf ich sagen: wenn ich in Not und Verzweiflung war, habe ich das Bild meines Mannes angeschaut und ihn um Hilfe gebeten. Und Gott hat dann immer wunderbar, oft wirklich durch ein Wunder, geholfen."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Nikolaus Groß schreibt in seinem Abschiedsbrief im Januar 1945&lt;/strong&gt;: "Besonders Dir, liebe Mutter, muß ich noch danken. Als wir uns vor einigen Tagen für dieses Leben verabschiedeten, da habe ich, in die Zelle zurückgekehrt, Gott aus tiefem Herzen gedankt für Deinen christlichen Starkmut. Ja, Mutter, durch Deinen tapferen Abschied hast Du ein helles Licht auf meine letzten Lebenstage gegossen. Schöner und glücklicher konnte der Abschluß unserer innigen Liebe nicht sein, als er durch Dein starkmütiges Verhalten geworden ist. Ich weiß: Es hat Dich und mich große Kraft gekostet, aber daß uns der Herr diese Kraft geschenkt, dessen wollen wir dankbar eingedenk sein."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 18. März 2011 im Ruhrwort&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3083226086494415650?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3083226086494415650/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/die-dumptener-gemeinde-st-barbara.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3083226086494415650'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3083226086494415650'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/die-dumptener-gemeinde-st-barbara.html' title='Die Dümptener Gemeinde St. Barbara erinnerte an eine starke Frau: Elisabeth Groß wurde vor 110 Jahren geboren'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-jOJpFPLIrD0/TYYpXblcSjI/AAAAAAAAAhk/gcQXnkL-W18/s72-c/mariawolf1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3669940892058568350</id><published>2011-03-14T23:09:00.000+01:00</published><updated>2011-03-14T23:19:08.549+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Ein Vortrag des Stadtarchivars Kai Rawe zeigte jetzt, dass Arbeit auch vor 100 Jahren nur das halbe Leben war</title><content type='html'>Mal ehrlich. Die meisten Gespräche beginnen mit der Frage: „Was machen Sie eigentlich beruflich?“ Auch wenn Großeltern oder Urgroßeltern aus ihrem Leben erzählen, drehen sich ihre Erinnerungen meistens um die Arbeit. Doch Arbeit ist bekanntlich nur das halbe Leben. Und so beleuchtete Stadtarchivar Kai Rawe in einem Vortrag, der rund 100 Zuhörer in die Alte Post lockte, die Freizeit der alten Mölmschen anno 1911.Was den Mülheimer des Jahres 2011 an seiner Zeitreise überraschte, war die Tatsache, dass es in Mülheim vor 100 Jahren fast 230 Gaststätten gab, die zum Teil über große Veranstaltungssäle verfügten. Der größte von ihnen war der in Eppinghofen gelegene Kirchholtes-Saal, der 1300 Gästen Platz bot und im Volksmund „Sinfoniescheune“ genannt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Dort gingen seit Beginn des 20. Jahrhunderts regelmäßig Abonnementkonzerte und 1911 sogar einige Opernaufführungen über die Bühne. Am Dirigentenpult stand der später berühmte Hans Knappertsbusch, der damals, 24-jährig, seine Karriere in Mülheim begann. Opernaufführungen, wie der „Barbier von Sevilla“ sollten im Kirchholtschen Saal allerdings ein Intermezzo bleiben, weil sie sich wirtschaftlich nicht rechneten.Zunehmender Beliebtheit erfreute sich vor 100 Jahren das Kino, damals noch als kinematografische Aufführungen angekündigt wurden. Sie flimmerten zum Beispiel im Zentralhallentheater an der Leineweberstraße oder bei Meyers Lichtspiel über die Leinwand. Der unbestrittene Star jener Stummfilmtage war Asta Nielsen. Auf dem Kinoprogramm standen 1911 so schauerliche Filmtitel wie „Abgrund“ oder „Die Morphinistin“, aber auch die experimentelle Vorführung von Röntgenstrahlen. Letzteres war, wie man heute weiß, ein fast selbstmörderisches Freizeitvergnügen.Ganz ungefährlich erstrahlte das Zentralhallentheater an der Leineweberstraße und andere große Säle, wie im Kahlenbergrestaurant anno 1911 bei Bällen, Konzerten und Festbanketten, mit denen man zum Beispiel am 27. Januar den Geburtstag von Kaiser Wilhelm II. feierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht ganz so gutbürgerlich, dafür aber frech-fröhlich ging es vor 100 Jahren im „Wilden Mann“ zu. Das Gasthaus an der Bachstraße machte vor allem mit seinen Damenorchestern Furore. Der Spaß an der Freude kam auch im Alhambra an der heutigen Friedrich-Ebert-Straße nicht zu kurz. Dort wurden in der Fünften Jahreszeit 1911 Maskenbälle gefeiert, Karnevalskonzerte gegeben und Büttenreden geschwungen: „Alles jubelt. Alles lacht. Die neue Brücke Stimmung macht“ hieß es mit Blick auf die neu eröffnete Schloßbrücke.In einer Zeit, in der es weder Fernsehen noch Radio und auch noch keinen massenhaften Autoverkehr gab, suchten die damals rund 112. 000 Mülheimer ihr Freizeitvergnügen in zahlreichen Vereinen, Chören und Gaststätten vor der eigenen Haustür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kahlenbergrestaurant, das später zur Jugendherberge werden sollte, gehörte ebenso zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadt, wie Tersteegensruh im Witthausbusch, Haus Hammerstein im Uhlenhorst, das Rheinische Bauernhaus an der Delle, der Bürgergarten an der Aktienstraße oder das Monning-Viertel mit seinen zahlreichen Lokalitäten am Speldorfer Stadtrand.„Zur Arbeit gingen die meisten Menschen damals zu Fuß. Aber am Wochenende gönnten sie sich dann auf eine Straßenbahnfahrt ins Grüne, die damals noch ein echtes Erlebnis war“, schilderte Stadtarchivar Rawe in seinem Vortrag die mölmsche Freizeitmobilität der Kaiserzeit.Echte Publikumsmagneten jener Zeit waren auch die Broicher Kirmes, die 1911 mit den kleinen Pferden der Welt und mit sibirischen Wölfen aus dem Tierpark Hagenbeck lockte oder das Schützenfest der Selbecker St. Sebastianus-Bruderschaft, dass damals mit Umzügen, Musikkapellen, einem Ball, einem Feuerwerk und „anderen Volksbelustigungen“ auch in der Stadtmitte gefeiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei schlich sich auch die Politik in das scheinbar harmlose Freizeitvergnügen ein, wenn etwa die Militärmusiker des in Mülheim stationierten Infanterieregiments „patriotische Konzerte“ gaben oder bei einem marokkanischen Abend im Bürgergarten , bei dem der sogenannte „Panthersprung von Agadir“ nachgestellt wurde, mit dem das Kaiserreich durch die Entsendung eines Kanonenbootes nach Agadir 1911 seinen kolonialen Ambitionen Nachdruck verliehen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 14. März 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3669940892058568350?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3669940892058568350/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/ein-vortrag-des-stadtarchivars-kai-rawe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3669940892058568350'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3669940892058568350'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/ein-vortrag-des-stadtarchivars-kai-rawe.html' title='Ein Vortrag des Stadtarchivars Kai Rawe zeigte jetzt, dass Arbeit auch vor 100 Jahren nur das halbe Leben war'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3836117832476700065</id><published>2011-03-10T10:43:00.000+01:00</published><updated>2011-03-10T10:48:37.324+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Seit 50 Jahren leistet Unicef auch in Mülheim große Hilfe für kleine Menschen in aller Welt</title><content type='html'>Auch in unserer Stadt gibt es Kinder in Not. Warum engagiert man sich dann, wie es Anne Kebben und Ingrid Goertz es tun, seit fast 40 Jahren ehrenamtlich für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) und damit für arme Kinder in den Entwicklungsländern?&lt;br /&gt;"Wir sind immer noch ein reiches Land, das in der Lage ist, Kindern alles zu geben, was sie brauchen. Aber es gibt viele Länder auf dieser Erde, denen das Geld dafür fehlt", sagt Kebben. Die zweifache Mutter glaubt, dass es in Deutschland vor allem an der Bereitschaft des Staates mangelt, Eltern mit aller Konsequenz deutlich zu machen, "was ihre Aufgabe ist". Kebben kam 1975 mit Unicef in Kontakt. Damals organisierte die pensionierte Leiterin einer Dümptener Kindertagesstätte mit Eltern einen Basar, der 1850 Mark in die Kassen von Unicef fließen ließ.&lt;br /&gt;Ihre Mitstreiterin Goertz kam 1972 dazu. Damals wurde die Bankkauffrau in der Speldorfer Sparkasse von Luise Schlebusch angesprochen, die damals die Ortsgruppe leitete und fragte, wie man den Verkauf der Unicef-Grußkarten ankurbeln könne. Goertz schaltete sich ein und fand bei ihren Kollegen breite Unterstützung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich habe gelesen, dass weltweit täglich 60 000 Kinder an Krankheiten wie Durchfall oder Masern sterben, weil sie in ihren Ländern nicht angemessen behandelt werden können", erinnert sich Goertz an ein Schlüsselerlebnis. Dass heute nur noch halb so viele Kinder auf der Welt an behandelbaren Krankheiten sterben, sieht sie, trotz der immer noch viel zu hohen Sterblichkeitsraten, als einen Fortschritt, der auch auf den Einsatz von Unicef zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Kebben und Goertz in die Unicef-Gruppe Mülheim/Oberhausen einstiegen, gab es diese bereits über ein Jahrzehnt. Die ersten Grußkarten verkauften Frauen vom Deutschen Frauenring schon vor 50 Jahren. Da existierte Unicef Deutschland gerade fünf Jahre. Verkaufsstelle war ein von Heimtrud Neveling und ihrer Schwester betriebenes Geschäft an der Leineweberstraße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1986 konnte Unicef seinen ersten eigenen Laden an der Mülheimer Trooststraße eröffnen, ehe man 2004 in den heutigen Laden an der Dimbeck umzog. In den 80er Jahren begannen Kebben und Goertz die Informationsarbeit der örtlichen Unicef-Gruppe aufzubauen. Sie wollten sich nicht länger damit begnügen, auf Adventsmärkten und Basaren Grußkarten zu verkaufen. Sie wollten in Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und bei Gruppen und Verbänden erklären, was Unicef weltweit leistet. "Das ist doch Zeitverschwendung. Das bringt kein Geld", bekamen sie anfangs zu hören. Doch Kebben und Goertz setzen auf die Langzeitwirkung ihrer bewusstseinsbildenden Informationen über die Arbeit von Unicef. Immer wieder haben sie erlebt, wie nach Vorträgen oder Projektwochen in Schulen plötzlich kleinere und größere Spenden bei der Unicef-Gruppe eingingen. Da verkauften Grundschulkinder aus eigener Initiative selbst gesammelte und bemalte Steine. Oder zwei Schüler starteten an ihren Schulen einen Spendenaufruf für die Unicef-Nothilfe im vom Erdbeben heimgesuchten Haiti und brachten so insgesamt 10 000 Euro auf. Auch Benefizkonzerte der Musikschule, der Otto-Pankok-Schul-Big Band oder bei den Herbstblättern 2010 waren das Ergebnis einer Netzwerk- und Informationsarbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kebben und Goertz haben sich 2000 und 2004 in Guatemala und Vietnam ein Bild gemacht, wie Unicef hilft, etwa durch den Bau von Schulen und Wasserleitungen, die Kindern Bildung und sauberes Wasser bringen. "Die Dankbarkeit der Menschen zu sehen und auch ihre Bereitschaft zu erleben, selbst mit anzupacken, um ihr Leben zu verbessern, ist für mich ein Gewinn, von dem ich bis ans Ende meiner Tage zehren werde", erinnert sich Goertz an ihre Reise nach Guatemala. Auch Kebben, erlebte in Vietnam, wie mit Hilfe von Unicef Dörfer mit sauberem Wasser versorgt werden konnten. "Alle Projekte laufen jeweils über fünf Jahre und werden von Unicef-Mitarbeitern vor Ort kontrolliert. Unicef trägt jeweils 40 Prozent der Projektkosten. Weitere 40 Prozent müssen die jeweiligen Landesregierungen bezahlen. Und 20 Prozent bringen die Hilfeempfänger vor Ort durch Geld- oder Sach- und Arbeitsleistungen aufbringen", erklärt Kebben die Arbeitsweise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2007 erlebten Kebben, Goertz und ihre rund 60 ehrenamtlichen Helfer in der örtlichen Gruppe einen herben Rückschlag, weil Unicef Deutschland durch einen mit 250 000 Euro dotierten Beratervertrag für den Umbau seiner Geschäftsstelle in die Schlagzeilen geriet. "Gott sei Dank haben die Menschen vor Ort zwischen unserem ehrenamtlichen Engagement und den von hauptamtlichen Mitarbeitern begangenen Fehler unterschieden. Aber bundesweit hat uns das einen Spendenrückgang von etwa 25 Millionen eingebracht", erinnert sich Goertz. Und Kebben gibt zu: "Daran haben wir bis heute zu arbeiten." Dass der jährliche Spenden- und Verkaufsumsatz der Unicef-Gruppe in den letzten zehn Jahren von 130 000 auf etwa 90 000 Euro zurückgegangen ist, führen sie aber nicht auf die Affäre, sondern darauf zurück, "dass die Menschen immer weniger schreiben".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Unicef-Laden&lt;/strong&gt; liegt an der Mülheimer Dimbeck 57. Er ist dienstags und donnerstags von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet. Außerdem ist er donnerstags nach einer Mittagspause noch einmal von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Die Unicef-Karten, Kalender und Briefpapier können bei Bedarf aber auch per Post ins Haus geschickt werden. Unicef ist in Mülheim unter&lt;br /&gt;Telefon: 38 38 28 oder per E-Mail an: info@muelheim.oberhausen.unicef.de erreichbar. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.muelheim.oberhausen.unicef.de&lt;br /&gt;Ihr Jubiläum feiert die örtliche Unicef-Gruppe unter anderem am 7. Mai von 14 bis 18 Uhr mit einem Tag der offenen Türe im Sportpark an der Mintarder Straße sowie am 14. Mai von 11 bis 15 Uhr im Unicef-Laden an der Dimbeck. Darüber hinaus sind für den Juli ein Danke-Schön-Fest für Freunde und Förderer und für den Herbst eine Benefizveranstaltung mit der Mülheimer Schriftstellerin Elke Müller-Mees und dem MPI-Mitarbeiter und Pianisten Nuno Maulide geplant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 10. März 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3836117832476700065?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3836117832476700065/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/seit-50-jahren-leistet-unicef-auch-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3836117832476700065'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3836117832476700065'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/seit-50-jahren-leistet-unicef-auch-in.html' title='Seit 50 Jahren leistet Unicef auch in Mülheim große Hilfe für kleine Menschen in aller Welt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-7196943488413711481</id><published>2011-03-08T10:40:00.000+01:00</published><updated>2011-03-08T10:45:15.139+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Karneval'/><title type='text'>Hoch auf dem silber-blauen Wagen der Röhrengarde: Ein närrisches Vergnügen im Mülheimer Rosenmontagszug</title><content type='html'>"Wir kommen alle in den Himmel, weil wir so lieb sind", lautet ein Karnevalsschlager. Am Rosenmontag merkt man, dass dieser närrische Gassenhauer einen wahren Kern hat. Denn die Karnevalisten sind so lieb und so freigiebig, um zig tausend Mölmsche mit Kamelle und Co zu versorgen. Gratis. Ein fröhliches Helau reicht.&lt;br /&gt;Petrus belohnt die Spendierfreude der Jecken mit einem frühlingshaften Rosenmontagswetter, an dem nicht nur die Gesichter auf den Wagen und am Straßenrand, sondern auch die Sonne strahlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Karnevalsreporter wirft an diesem Rosenmontag an Bord des Gesellschaftswagens der KG-Röhrengarde, was er kann. Er merkt schnell. Als Rosenmontagszugfahrer braucht man Kondition, um im närrischen Dreikampf Ziehen, Reißen, Werfen bestehen zu können. Allein auf dem Wagen der Röhrengarde, der sich um 13 Uhr an der Kaiserstraße mit der Startnummer 6 in den närrischen Lindwurm des Rosenmontagszuges einreiht, stapeln sich 150 Kisten voller Kamelle, Waffeln, Popcorn und Chipstüten, Lutscher, Mausespeck- und Schokoladenriegel. Das Nachwerk will unter das Narrenvolk gebracht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was geworfen wird, fällt nicht vom Himmel: "Unsere Gesellschaft investiert jedes Jahr etwa 1500 Euro in das Wurfgut für den Rosenmontagszug. Der größte Teil wird von unseren Ehrensenatoren bezahlt. Für den Rest sorgen Sponsoren oder der Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval", erzählt die Vorsitzende der Röhrengarde, Elli Schott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da versteht es sich natürlich von selbst, dass Ehrensenatoren, wie Hebert Ertel und Brigitte Donau auch auf dem Zugwagen mitfahren und vor allem mitwerfen dürfen. Hinzu kommt, dass die beiden Röhrengardisten auch zum Wagenbauteam der Gesellschaft gehören. "Wir haben in diesem Jahr nicht nur unseren eigenen Wagen von einem Clown in einen Harlekin umgebaut, sondern auch noch einen Motivwagen für die Gemeinschaftshauptschule an der Bruchstraße gebaut. Das hätten wir mit unseren sechs bis sieben Wagenbauern nie geschafft, wenn wir nicht schon im Mai damit angefangen hätten," erzählt Ertel. "Ich habe geholfen, wo ich konnte", erinnert sich Donau an die zig Stunden in der Wagenbauhalle, in denen sie den vor allem mit Holz und Draht gebauten Gesellschaftswagen blau anmalte und anschließend Karos aus Aluminiumfolie schnitt, damit aus dem Blau auch ein Silber-Blau wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor sich der Rosenmontagswagen der Röhrengarde zusammen mit seinen 34 Kollegen um 14.11 Uhr in Bewegung setzt wird Martin Weltgen noch schnell mit dem Orden der Gesellschaft ausgezeichnet. Denn der Landwirt stellt den Silber-Blauen seit Jahren seinen Trecker für den Rosenmontagswagen zur Verfügung und sitzt dann auch selbst am Steuer. Diesmal sind seine vier- und sieben Jahre alten Enkelsöhne Thomas und Stefan mit von der närrischen Partie.&lt;br /&gt;Der Trecker hat es in sich. Der Wagen ruckelt und es riecht immer wieder nach Diesel. Den härtesten Job im Zugteam der Röhrengarde haben zweifellos die Ordner, die den Wagen der Gesellschaft zu Fuß begleiten und verhindern, dass übereifrige Kamellejäger unter die Räder kommen. Wie gesagt: Karnevalisten brauchen Kondition.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dazu gehört eben nicht nur eine gute Wurftechnik, sondern auch Stehvermögen auf wankendem Untergrund. Da tut der warme Tee, mit dem Elli Schott die Wagenmannschaft der Röhrengarde versorgt, besonders gut. Alkohol ist auf den Zugwagen Tabu. Erst nach dem Zug gönnen sich Schott und ihre Karnevalskollegen bei der Karnevalsparty in der Stadthalle ein Bier als Belohnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rosenmontagszug ist eine echte Lebensschule. Das sieht man auch am Straßenrand. Auch beim Kamellefangen gilt: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Manche Jecken am Straßenrand haben eine gute Fangtechnik, Marke Regenschirm, Plastiktüte und Cowboyhut oder sie wissen sich mit einem fröhlichen Helau und einem Lächeln so in Szene zu setzen, dass sie viel öfter etwas zugeworfen bekommen, als andere, die irgendwo in der breiten Mitte stehen und abwarten. Sie müssen nehmen, was vom Himmel regnet und übrigbleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Frage. Wurftechnisch gesehen ist die gute alte Kamelle für den Rosenmontagszugfahrer immer noch erste Wahl. Doch bei den Jecken am Straßenrand stehen die bei weitem nicht so aerodynamischen Chipstüten höher im Kurs. Denkt man am Anfang der 3,5 Zug-Kilometer noch: "Wer soll das alles werfen und fangen", so erkennt man spätestens an der Friedrichstraße, als die letzten Kartons geöffnet werden, dass beim Wurfgut genug nie genug ist, auch wenn die Wagenbesatzung selbst ihre stillsten Reserven, die vielleicht mal für die Zeit nach dem Zug gedacht waren, über die Bande gehen lässt. Aber Geben ist eben auch am Rosenmontag seliger als Nehmen, vor allem wenn man als Rosenmontagszugfahrer in so viele fröhliche und dankbare Gesichter am Straßenrand schaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 8. März 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-7196943488413711481?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/7196943488413711481/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/hoch-auf-dem-silber-blauen-wagen-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7196943488413711481'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7196943488413711481'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/hoch-auf-dem-silber-blauen-wagen-der.html' title='Hoch auf dem silber-blauen Wagen der Röhrengarde: Ein närrisches Vergnügen im Mülheimer Rosenmontagszug'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5234985884813457276</id><published>2011-03-08T10:31:00.000+01:00</published><updated>2011-03-08T10:39:30.899+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Karneval'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reportage'/><title type='text'>Karneval mal anders gesehen: Ein Erfahrungsbericht als Elferrat bei der KG Blau Weiß</title><content type='html'>Normalerweise sitzt der Karnevalsreporter irgendwo hinten im Saal und schaut sich das närrische Treiben auf der Bühne von vorne an. Doch an diesem Karnevalssamstag ist das anders. Da sitzt er bei der Prunksitzung der KG Blau Weiß im Altenhof ganz vorne und erlebt das Geschehen auf der Bühne von hinten. Eine ungewohnte, aber durchaus reizvolle Perspektive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Elferratstribüne aus kann man vor allem die Beinarbeit der Tanzgarden und Tollitäten besonders gut beobachten und darüber staunen, was sie als Show auf eine gerade mal vier-mal-acht-Meter-große Bühne zaubern. Alle Achtung, auch vor den Jecken, die die Bühne in mehrtägiger Arbeit aufgebaut haben. Auf der Elferratstribüne spürt man jeden Schritt, der auf der Bühne getanzt wird, egal, ob man auf seinem kleinen Klappstuhl sitzt oder gerade steht. Man hat also ganz automatisch den Rhythmus im Körper, bei dem man mit muss.&lt;br /&gt;Apropos Rhythmus. Die wichtigste Regel lernt man als Elferrat sehr schnell. Alle oder keiner. Als Elferrat muss man nicht nur auf das Geschehen auf der Bühne und im Saal, sondern auch auf seine Kollegen achten. Aufstehen, setzten, die Hände zum Himmel, klatschen, schunkeln, singen. Alles geschieht auf der schmalen Elferratstribüne synchron, fast wie von selbst. Das nennt man Gruppendynamik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und während sich der Karnevalsreporter sonst auch schon mal gemütlich zurücklehnt, muss er als Elferrat immer auf der Höhe des närrischen Geschehens sein und mitmachen. Als Elferrat soll man ja Vorbild für die Jecken im Saal sein und nicht als Spaßbremse aus Reihe tanzen.&lt;br /&gt;Das an diesem Abend zu fast 100 Prozent kostümierte Publikum sieht der Elferrat übrigens nur schemenhaft. Hier und da erahnt man im nur von einigen Kerzen erleuchteten Saal den einen oder anderen Cowboy, Clown oder Kappenträger.&lt;br /&gt;Der Elferrat von der Presse hat zur Feier des Tages eine bunte Narrenkappe und die Orden des Prinzenpaares und der KG Blau Weiß angelegt, die er im Laufe der Session verliehen bekommen hat. Im reinen Straßenzivil auf einer Elferratstribüne zu sitzen oder zu stehen, hieße ja närrisch betrachtet, fast nackt zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die roten Stoffnasen, die die Tollitäten den Elferräten gleich zum Beginn der Prunksitzung verpassen, um sie an ihre Pflichten als Stimmungsmacher zu erinnern stehen ihnen gut. Allerdings stellen diese lustig anzusehenden Karnevalsaccessoires für ihre Träger ein zweifelhaftes Vergnügen dar. Denn so lange man sie auf der Nase sitzen hat, kann man nur durch den Mund ein und aus atmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein eindeutige Vergnügen sind an diesem Abend die Tanzgarden und Musiker der KG Blau Weiß, die mit ihren Kollegen von den Neukirchener Tanzbienen, einem unbeschreiblich weiblichen Männertanzballett ,oder den gut 50 Musikern und Tänzerinnen der Aachener KG Eulenspiegel ebenso für Stimmung sorgen, wie Bauchredner Peter Moreno und die Funky Marys aus Köln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stimmungssängerinnen vom Rhein lassen die Elferräte auch nicht einfach hinter sich sitzen, sondern holen sie als mitsingende und mitschunkelnde Backroundboys von ihrer Tribüne herunter. Drücken geht nicht. Denn Mitmachen ist erste Elferratspflicht. Der Gott sei Dank bühnenerprobte Blau-Weiß-Präsident Thomas Straßmann muss auf Geheiß der fünf flotten Damen aus der Domstadt sogar ein Tanzsolo aufs Bühnenparkett legen. Manchmal ist es angenehm, wenn man als Elferrat in der ersten Reihe, aber nicht an der Spitze steht. Doch dafür darf der Präsident die Damen auch anschließend mit dem Gesellschaftsorden auszeichnen und bützen. Das Privileg eines Präsidenten. Mann freut sich. Straßmann, der auf seinem Präsidentenplatz abwechselnd mit Zepter, Mikrofon und Programmzetteln hantiert, ist eben ein echter Karnevalsprofi. Das zeigt sich auch als sich die Neukirchener Tanzbienen verspäten und er die Programmlücke gekonnt mit einer selbst gesungenen Schlagerrunde: "Hey, was geht ab. Wir feiern die ganze Nacht" gekonnt überspielt, ohne dass die Stimmung im Saal abstürzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Nacht feiern die Blau-Weißen dann doch nicht. Nach gut vier Stunden, die auch für die Elferräte, wie im Flug vergangen sind, sorgen die Musiker der KG Blau Weiß mit "Danke Schön. Auf Wiedersehen. Beim nächsten Mal wird es noch mal so schön." für einen stimmungsvollen Ausklang, während die Elferräte über eine kleine Holzleiter von ihrer Tribüne herabsteigen und wieder sicheren Bühnenboden unter den Füßen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Närrische Notizen am Rande:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Als Elferrat habe ich am Samstag bei der KG Blau Weiß mitgemacht. Da war ich froh und hab mehr als einmal gelacht. Die Prinzessin, eine Rheinhessin, hat uns elf närrischen Kollegen rote Nasen mitgebracht, der Stimmung wegen&lt;br /&gt;Die haben wir uns aufgesetzt und wollten sie behalten bis zu letzt. Als Gast im Elferrat war ich auch immer schön parat. Ich bewegte mich nicht nur beim Schunkeln, immer wieder auf und nieder und sang dabei auch manche jecken Lieder&lt;br /&gt;Ich habe auch nicht mit Schorle, Brötchen und Schokoriegeln auf dem Elferratstisch herumgematscht, dafür aber so geklatscht, dass meine Finger waren fast wund. Doch es hat sich gelohnt, denn die Sache war wirklich rund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als närrischer Zeitungsmensch konnte ich nicht nur beim Elferrat sitzen und unter den Scheinwerfern schwitzen. Da musste ich zwischendurch auch mal meinen Stift spitzen. Und bei diesem Manöver fiel mir meine rote Narrennasse zwischen die Bühnenritzen&lt;br /&gt;Ich armer Mohr, der seine rote Nase vor der Zeit verlor. Doch Gott sei Dank hatten die Tollitäten Humor. Als sie später noch mal kamen, blieb ihr Tadel wohl im Rahmen. Auch die angedrohte Strafe, den Prinzenwagen heut zu ziehen, traf mich armen Wicht Gottlob nicht. Ich würd es ja tun mit Entzücken. Doch tät ich’s, so fürchte ich, hätte ich es Aschermittwoch am Rücken und müsste bis zum nächsten Elften im Elften schmerzhaft gehen an Krücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 7. März 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5234985884813457276?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5234985884813457276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/karneval-mal-anders-gesehen-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5234985884813457276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5234985884813457276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/karneval-mal-anders-gesehen-ein.html' title='Karneval mal anders gesehen: Ein Erfahrungsbericht als Elferrat bei der KG Blau Weiß'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3864618960855124580</id><published>2011-03-08T10:22:00.000+01:00</published><updated>2011-03-08T10:27:51.623+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Karneval'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Vor 20 Jahren stoppte der Krieg in Kuwait auch die Mülheimer Karnevalisten und ließ den Rosenmontagszug ausfallen</title><content type='html'>Kann man Karneval feiern, wenn anderswo Krieg herrscht? Während bei uns heute die Jecken mit dem Rosenmontagszug durch die Straßen ziehen, wird zum Beispiel in Libyen und Afghanistan gekämpft und gestorben. Vor 20 Jahren entscheidet man sich tatsächlich, den Rosenmontagszug ausfallen zu lassen, weil Krieg in Kuwait herrscht. Unter dem Dach der Vereinten Nationen und angeführt von den USA vertreibt eine internationale Allianz die Truppen des irakischen Diktators Saddam Hussein aus Kuwait, das er wenige Monate zuvor besetzen ließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter dem Titel: "Der Prinz macht es sich heute ganz gemütlich" schreibt die NRZ am Rosenmontag 1991 in ihrer Lokalausgabe: "Ein Tag wie jeder andere für die meisten Geschäfte und Behörden. Von Karneval ist kaum etwas zu spüren."Dass militärische "Operation Wüstensturm" den Rosenmontagszug 1991 stoppt, ist besonders bitter, nachdem auch schon der Rosenmontagszug 1990 wegen eines ganz natürlichen Sturmtiefs ausfallen musste.Dennoch zeigt der damalige Prinz Wolfgang I. (Schmitz) von den Roten Funken im Gespräch mit der NRZ Verständnis für die kriegsbedingte Absage des Karnevalszuges, bei dem 15 Zentner Kamelle unter das Narrenvolk gebracht werden sollten. "Wir sind doch mitfühlende Menschen. Und wenn wir in unserer Regentschaft dafür gesorgt haben, dass die Menschen mal für einige Stunden die schrecklichen Kriegsereignisse vergessen konnten, dann haben wir unsere Aufgabe erfüllt. Ich weiß genau, wie die Jungs da unten sich fühlen müssen. Da ist es doch unfair, hier die Puppen tanzen zu lassen", meint der damals 65-jährige Schmitz, der den Zweiten Weltkrieg als Soldat bei der Luftwaffe erlebt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch seine damals 43-jährige Prinzessin Gisela II. (Engels) reagiert vor 20 Jahren gelassen auf den Ausfall des höchsten närrischen Feiertages, der damals auf einen 11. Februar fällt. Der NRZ-Reporterin Andrea Krebs sagt sie: "Ich fühle mich genauso wie vorher. Dass wir heute nicht auf den Straßen feiern, dafür habe ich volles Verständnis. Ich weine nicht."Statt mit dem Rosenmontagszug durch die Stadt zu fahren, macht sich Prinz Wolfgang mit seiner Ehefrau an diesem denkwürdigen Rosenmontag 1991 einen gemütlichen Nachmittag daheim, ehe er nach über 90 Sessionsauftritten am Abend zur feierlichen Verabschiedung der Prinzenpaare ins Raphaelhaus am Hingberg geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein für 1000 Mark erworbenes Prinzenornat, so verrät Schmitz der NRZ, wolle er nicht in den Kleiderschrank zurückhängen, sondern seinem Schneider gegen einen kleinen Gebrauchsabschlag zurück verkaufen.Allerdings lässt die Lokalausgabe der NRZ ihre Leser am Rosenmontag 1991 auch nicht im Unklaren darüber, dass bei den kleinen Tollitäten, anders als bei ihren großen Kollegen, bittere Tränen der Enttäuschung geflossen sind. Deshalb, so das Blatt, überlege man beim Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval, Prinzessin Marina, Prinz Tobias und Harlekin Conny in der nächsten Session noch einmal als Kindertollitäten zu proklamieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 7. März 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3864618960855124580?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3864618960855124580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/vor-20-jahren-stoppte-der-krieg-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3864618960855124580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3864618960855124580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/vor-20-jahren-stoppte-der-krieg-in.html' title='Vor 20 Jahren stoppte der Krieg in Kuwait auch die Mülheimer Karnevalisten und ließ den Rosenmontagszug ausfallen'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-4547550722926312841</id><published>2011-03-05T16:44:00.000+01:00</published><updated>2011-03-05T17:03:25.666+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Karneval'/><title type='text'>In Memoriam Teobert Kuhs: Erinnerung an einen närrischen Wagenbauer</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-2gWX-0mmybw/TXJeuH3JMfI/AAAAAAAAAhc/CTHEeHMuNu0/s1600/industriekultur.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 133px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5580627034742796786" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-2gWX-0mmybw/TXJeuH3JMfI/AAAAAAAAAhc/CTHEeHMuNu0/s200/industriekultur.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Am Rosenmontag werden die Trecker, die die Zugwagen ziehen, mit Trauerflor fahren. Damit grüßen die Wagenbauer ein letztes Mal ihren im Alter von 73 Jahren verstorbenen Vormann Teobert Kuhs. Das, was in den letzten 22 Jahren an Farben, Formen und Figuren mit dem Rosenmontagszug ins Rollen kam, trug seine Handschrift.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Hier kann man sich einbringen und Dinge realisieren, die man sonst nie realisieren könnte“, sagte er mir vor elf Jahren. Damals schrieb ich für die NRZ meine erste Reportage über die närrischen Wagenbauer. „Ich nehme Sie einfach mal mit“, hatte mir Kuhs bei einer Karnevalsveranstaltung gesagt. Und plötzlich stand ich mitten in einer dunklen Werkshalle der Mannesmannröhren-Werke, in der es kalt und nass war. Mir kam es wie ein finsteres Loch vor. Doch Kuhs sagte nur: „Hier ist es immer schön schattig.“ Diese Selbstironie war typisch für seinen Humor.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Kuhs nahm sich selbst nie zu ernst, auch als er Jahre später für seine Verdienste um den mölmschen Karneval zum Ritter vom Schiefen Turm geschlagen wurde.Wenn der Karosseriebaumeister, der seine karnevalistische Heimat bei der KG Mölm Boowenaan gefunden hatte, vom Einmaleins des Wagenbaus und seinen Entwürfen erzählte, merkte man: Der Mann weiß, wovon er redet. Und er kann nicht nur reden, sondern auch mit anpacken.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Altmeister des Mülheimer Wagenbaus hat man ihn oft und zu Recht genannt. Doch er ließ nie den Meister heraushängen. Unter seiner Regie ging es immer kollegial und unkompliziert zu. Es wurde nicht nur gearbeitet, sondern auch gelacht und gefeiert. Man merkte: Hier ziehen Menschen an einem Strang und haben Spaß an der gemeinsamen Aufgabe: „Der Ton kann mal hart sein. Aber Teo hilft immer“, sagte Karnevalist Lothar Schwarze von den Mölmschen Houltköpp einmal über Kuhs.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Wagenbauer nahm das Leben mit einer Mischung aus Realismus und närrischer Gelassenheit. Ich erinnere mich an einen furchtbar verregneten Rosenmontagszug, den ich mit Kuhs auf einem Wagen von Mölm Boowenaan erlebte. Die Gesichter waren so trüb, wie das Wetter. Doch Kuhs meinte nur: „Ist doch nur Wasser. Ihr spart euch das Duschen. Seid froh, dass es nicht schneit und friert.“ Als er, schon gezeichnet von seiner schweren Krankheit, 2010 den Rohbau der neuen Wagenbauhalle im Hafen besichtigte, erstickte er jeden Anflug von Mitleid mit dem schlichten Satz: „Ich weiß nicht, was ihr wollt. Die Sonne scheint und ich lebe.“ Heute lebt Kuhs in den Herzen seiner Mitmenschen weiter und weist ihnen mit seiner heiteren Gelassenheit und Bodenständigkeit den Weg.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 5. März 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-4547550722926312841?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/4547550722926312841/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/in-memoriam-teobert-kuhs-erinnerung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4547550722926312841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4547550722926312841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/03/in-memoriam-teobert-kuhs-erinnerung.html' title='In Memoriam Teobert Kuhs: Erinnerung an einen närrischen Wagenbauer'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-2gWX-0mmybw/TXJeuH3JMfI/AAAAAAAAAhc/CTHEeHMuNu0/s72-c/industriekultur.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-2944205507260277584</id><published>2011-02-26T10:39:00.001+01:00</published><updated>2011-02-26T15:24:47.149+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildung'/><title type='text'>Ausgezeichneter Nachwuchs oder: Warum die Realschule Stadtmitte nicht nur Jugendliche für besondere Leistungen ehrt</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-jkth3ViKZBM/TWkMqwSZpZI/AAAAAAAAAhI/wktBhFrptDI/s1600/IMG_0627.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5578003542131189138" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-jkth3ViKZBM/TWkMqwSZpZI/AAAAAAAAAhI/wktBhFrptDI/s200/IMG_0627.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ja, ja, die Jugend von heute. Die kann was! Davon konnte man sich am Dienstagabend in der Realschule Stadtmitte überzeugen. In der Aula, die jedem Kleinstadttheater zur Ehre gereichen würde, hatten 72 Schüler ihren großen Auftritt. Es waren Jugendliche, die von ihrer Schule ganz offiziell ausgezeichnet wurden, weil sie auf ganz unterschiedliche Weise etwas besonderes geleistet haben.Das Spektrum der mit Urkunden und kleinen Präsenten vom guten Buch bis zum Fußballticket für ein Länderspiel der U-17-Junioren ausgezeichneten Leistungen reicht von den extrem guten Noten der Jahrgangsbesten über das soziale Engagement der Schulsanitäter und Pausenhelfer bis zu den politisch engagierten Jugendstadträten und Schülersprechern.Man begegnet an diesem Abend Schülern, die sich als Streitschlichter bewährt haben, die bei Vorlesewettbewerben und Mathematik-Olympiaden gezeigt haben, was in ihnen steckt oder sich bei Fußball- und Badmintonturnieren als nicht nur erfolgreiche, sondern auch als faire Sportskanonen erwiesen haben.Tut man Schülern eigentlich einen Gefallen, wenn man sie als Vorbilder für die Schulgemeinschaft ins Rampenlicht stellt? &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Kann diese Würde nicht auch zur Bürde werden. Die Zehntklässler Randi Käufer und Maik Stein, die an diesem Abend nicht nur durch das auch musikalisch reizvolle Programm führen und später für ihr Engagement als Schülersprecher ausgezeichnet werden, sehen das anders: „Das ist doch eine schöne Belohnung und ein Ansporn, weiterzumachen“, finden sie.Auch Neuntklässler Elias Luft, der mit einem atemberaubenden Notendurchschnitt von 1,4 als Jahrgangsbester ausgezeichnet wird, empfindet diese Ehrung als „angenehm und motivierend.“ Der für seinen Einsatz als Pausenhelfer ausgezeichnete Neuntklässler Marvin Steffen meint: „So etwas sollte es an jeder Schule geben, weil die Ehrung engagierter Schüler die Integration und den Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft fördert.“Abgesehen davon, dass sich sein jetzt auch dokumentierter Einsatz als Pausenhelfer bei Bewerbungen gut macht, macht ihm seine ehrenamtliche Arbeit auch Spaß, weil er an der Schnittstelle zwischen Schulfreizeit und Unterricht: „meine Erfahrungen jüngeren Schülern vermitteln kann.“Konrektorin Susanne Dieker (Foto) sieht den vor drei Jahren eingeführten Festakt zur Ehrung besonderer Leistungen als Ausdruck einer „Erfolgs- und Förderkultur.“&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Und Schulleiter Gebhard Lürig betont: „Wir machen durch diese Ehrung deutlich, dass wir Engagement und Leistungen auch jenseits der Zeugnisnoten wahrnehmen und anerkennen.“Anerkannt und ausgezeichnet wurden an diesem Abend in der Realschule Stadtmitte übrigens nicht nur Schülerleistungen. Ausgezeichnet wurden zum Beispiel auch der langjährige Berufsberater Reinhard Nastaly von der Agentur für Arbeit, der in den letzten 30 Jahren rund 6000 Schülern bei der Berufswahl geholfen hat, die ebenfalls langjährige und in verschiedenen Aufgabenbereichen engagierte Gabriele Kexel sowie die über ihre Pensionierung hinaus in der Ganztagsbetreuung engagierte Hausmeisterin Ursula Oesterwind.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 24. Februar 2011 in der NRZ &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-2944205507260277584?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/2944205507260277584/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/ausgezeichneter-nachwuchs-oder-warum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2944205507260277584'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2944205507260277584'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/ausgezeichneter-nachwuchs-oder-warum.html' title='Ausgezeichneter Nachwuchs oder: Warum die Realschule Stadtmitte nicht nur Jugendliche für besondere Leistungen ehrt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-jkth3ViKZBM/TWkMqwSZpZI/AAAAAAAAAhI/wktBhFrptDI/s72-c/IMG_0627.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-4976413285343003589</id><published>2011-02-24T23:24:00.001+01:00</published><updated>2011-02-26T15:32:14.062+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Rückblick: Vor 100 Jahren wurde die erste Schloßbrücke eingeweiht</title><content type='html'>Wer zwischen Stadtmitte und Broich die Ruhrseiten wechseln will, geht oder fährt über die Schloßbrücke. Sie machte zuletzt mit Restaurierungsbedarf von sich reden. Die Stadt will die Abdichtung und die Fahrbahn der Brücke erneuern, braucht dafür aber im Rahmen ihrer vorläufigen Haushaltsführung erst mal grünes Licht von der Bezirksregierung.Die Schloßbrücke, wie wir sie heute kennen, wurde im September 1960 für den Verkehr freigegeben. Doch sie ist nicht die erste Schloßbrücke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wurde bereits am 24. Februar 1911 in Betrieb genommen. Die erste Schloßbrücke trat die Nachfolge der 1844 eröffneten Kettenbrücke an. Heute kann man es sich gar nicht mehr vorstellen, dass man vor 1844 nur mit einer Fähre von einem zum anderen Mülheimer Ruhrufer kommen konnte, wenn nicht gerade das Hochwasser auch diesen Weg über den Fluss versperrte.Durch die Kettenbrücke kamen die Mülheimer links und rechts der Ruhr erstmals schneller zueinander. Zu Fuß konnte man sie gratis überschreiten. Fuhrwerke mussten ein Brückengeld entrichten. Doch schon 1874 zeigten sich die Kapazitätsgrenzen der Kettenbrücke, die damals verstärkt werden musste, um die zunehmende Verkehrsbelastung tragen zu können.Doch 1909 ging nichts mehr über die gerade einmal 7,53 Meter breite von den Mülheimern heiß und innig geliebte Kettenbrücke. Sie wurde von den Bürgern am Tag vor ihrem Abriss im Oktober 1909 mit einem Fackelzug feierlich verabschiedet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brückenabriss und Neubau waren nicht unumstritten. Der damalige Oberbürgermeister Paul Lembke musste sich den Vorwurf gefallen lassen, mit dem Abriss der Kettenbrücke ein Mülheimer Kleinod und Wahrzeichen zerstört zu haben. Diskutiert, aber nicht realisiert wurden Pläne, die Kettenbrücke zwischen Styrum und Speldorf wiederaufzubauen.Die aus massivem Klinker- und Ruhrsandstein gebaute Nachfolgerin der Kettenbrücke ließ sich die Stadt rund 500 000 Mark kosten. Errichtet wurde das 164 Meter lange und 14 Meter breite Bauwerk von der Firma Grün und Bilfinger. Die Brückenbauspezialisten aus Mannheim hatten sich bereits 1907 in einem von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb gegen 20 Konkurrenten durchgesetzt. Während der zweijährigen Bauphase konnten die Mülheimer die Ruhr nur über eine provisorische Holzbrücke überqueren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Eröffnung der ersten Schloßbrücke bedeutete einen enormen Mobilitätsfortschritt. Denn erstmals konnte die zentrale Ruhrbrücke nicht nur von Fußgängern und Fuhrwerken, sondern auch von der Straßenbahn und den immer häufiger über Mülheims Straßen fahrenden Automobilen überquert werden. Auch die Installierung einer elektrischen Brückenbeleuchtung war jetzt möglich.Ständchen zur EröffnungBei der Eröffnung der ersten Schloßbrücke, die mit mit Böllerschüssen und einem Ständchen des Männergesangvereins Frohsinn gefeiert wurde, gab Oberbürgermeister Paul Lembke seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieser 24. Februar 1911 „einen glücklichen Fortschritt für die Entwicklung der Stadt bedeuten“ möge. Sein Baudezernent Carl Linnenmann wies in seiner Festansprache darauf hin, dass bei den Bauarbeiten niemand zu Schaden gekommen sei und stellte vor diesem Hintergrund fest: „Diese Tatsache mag uns in der Hoffnung bestärken, dass auch fürderhin ein guter Stern über diesem Bauwerk walten möge. Möge es alle Hoffnungen, welche die Bürgerschaft auf dieses neue Verkehrsmittel gesetzt hat, reichlich erfüllen und noch den entferntesten Geschlechtern ein Denkmal solchen Bürgersinns und technischen Könnens sein.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich waltete über der Brücke, über die im Laufe der kommenden Jahrzehnte deutsche, französische, amerikanische und englische Soldaten marschieren sollten am 11. April 1945 ein guter Stern. Denn als einzige Ruhrbrücke überlebte sie das Kriegsende unzerstört, weil der Unteroffizier Rudolf Steuer den Befehl ihrer Sprengung nicht ausführte. Ironie der Geschichte: 15 Jahre später sollte sie dann ganz offiziell gesprengt werden, um für die neuen, jetzt 24,50 Meter breiten und damit viel autogerechteren Schloßbrücke Platz zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 24. Februar 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-4976413285343003589?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/4976413285343003589/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/ruckblick-vor-100-jahren-wurde-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4976413285343003589'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/4976413285343003589'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/ruckblick-vor-100-jahren-wurde-die.html' title='Rückblick: Vor 100 Jahren wurde die erste Schloßbrücke eingeweiht'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5248320690768633949</id><published>2011-02-21T22:35:00.000+01:00</published><updated>2011-02-21T22:48:12.553+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Karneval'/><title type='text'>Fromm und fröhlich gesellt sich gern, wie die Närrische Festmesse in St. Mariae Rosenkranz zeigt</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-IWyWs4mlql4/TWLdWJPzVPI/AAAAAAAAAhA/8-qAOruNICg/s1600/P1020174.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5576262661147153650" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-IWyWs4mlql4/TWLdWJPzVPI/AAAAAAAAAhA/8-qAOruNICg/s200/P1020174.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Um Gottes willen, mag mancher Karnevalsmuffel denken, wenn er hört, dass die Karnevalisten jetzt sogar in die Kirche einziehen. Doch die Tatsache, dass die närrische Festmesse die Styrumer Kirche St. Mariae Rosenkranz am vergangenen Sonntag bis auf den letzten Platz füllte (was man sonst nur Ostern oder Weihnachten erlebt), spricht für die Anziehungskraft der Symbiose aus Fromm und Fröhlich.Beides sind zwei Seiten der selben Medaille. Davon ist der Pastor von St. Mariae Rosenkranz, Norbert Dudek überzeugt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Kein Wunder. Der Gottesmann wurde vor 42 Jahren in der Karnevalshochburg geboren. Deshalb fiel es ihm am Sonntag auch nicht schwer, eine Predigt in bester Büttenrednermanier zu halten, in der er unter anderem sagte: "Der gute Glaube hat Humor, über sich und seine Sachen. Wenn ein Schelm tritt dann hervor, lasst die Korken krachen. So kenne ich fröhliche Muslime und heitere Kommunisten. Doch oftmals gibt’s im Karneval im Rudel frohe Christen." Und der Pastor mit dem Karnevalsgen beließ es nicht nur bei der gereimten Predigt, sondern legte mit seiner Gitarre und eine Karnevalsständchen noch eins drauf.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;O-Ton: "Ich möchte einmal im Leben Prinz Karneval heißen und für euch und die Leut Kamelle schmeißen." Die, die in Mülheim bereits Prinz und Prinzessin heißen, Hans &amp;amp; Urde sowie Yannik &amp;amp; Saskia, enthielten sich beim närrischen Hochamt allerdings des Kamellewerfens. Schließlich haben wir ja noch nicht Rosenmontag. Stattdessen brachten sie zum Beispiel die Hostien zur Gabenbereitung und brachten in den Fürbitten ihren Wunsch nach mehr Lebensfreude, und das nicht nur in der Fünften Jahreszeit, zum Ausdruck und beherzigten natürlich, was Pastor Dudek ihnen und den anderen närrisch gesinnten Christenmenschen mit auf den Weg gegeben hatte: "Ihr Jecken, lacht laut und frohgestimmt über andere und euch selber. Schaut, dass das Prinzenpaar sich gut benimmt und saut nicht wie die Kälber."Erstaunlich gut harmonierte auch die Orgel von St. Mariae Rosenkranz mit den Pauken und Trompeten, die von den Musikern der Karnevalsgesellschaften Blau Weiß, Houltköpp und Düse intoniert wurden. Da traf "Lobet und preiset den Herrn" wie selbstverständlich auf: "Wenn das Trömmelchen geht, dann stehen wir alle parat."Doch nicht nur das Hinhören, auch das Hinschauen lohnte sich in der närrischen Festmesse, in der das MükaGe-Tanzmariechen Noel Gaetke nach der Eucharistie im Altarraum bewies, dass eine professionelle Tanzgardistin auch auf kleinstem Raum eine große Show präsentieren kann.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dafür gab es im Kirchenschiff voller Narren ebenso Applaus wie zuvor für Dudeks Predigt und Gesang. Zum guten Schluss der Festmesse kam Mülheims Chefkarnevalist Heiner Jansen in seinen Dankesworten zu dem Ergebnis: "Die Gemeinde St. Mariae Rosenkranz kann froh sein, einen so aktiven und innovativen Pastor zu haben. Als kleines Dankeschön für die geistliche Gastfreundschaft machte er das Angebot, einige Gemeindemitglieder im Rosenmontagszug mitfahren zu lassen, nicht ohne gleich zu versichern: "Die Wagen sind sicher und stabil gebaut. Da braucht keiner Angst zu haben."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Am Samstag, 5. März, gibt es um 19.11 Uhr im Styrumer Union-Saal an der Neustadtstraße unter dem Motto "Firlefanz im Engelkranz" einen närrischen Nachschlag.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 17. Februar 2011 in NRZ und WAZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5248320690768633949?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5248320690768633949/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/fromm-und-frohlich-gesellt-sich-gern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5248320690768633949'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5248320690768633949'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/fromm-und-frohlich-gesellt-sich-gern.html' title='Fromm und fröhlich gesellt sich gern, wie die Närrische Festmesse in St. Mariae Rosenkranz zeigt'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-IWyWs4mlql4/TWLdWJPzVPI/AAAAAAAAAhA/8-qAOruNICg/s72-c/P1020174.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-8518893751076158149</id><published>2011-02-18T22:41:00.000+01:00</published><updated>2011-02-26T15:41:04.924+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Karneval'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Wenn die Röhrengarde und ihre Freunde im Engelbertusstift für Spaß an der Freude sorgen, macht das Wiedersehen seit 40 Jahren Freude</title><content type='html'>Kann man im Altenheim Spaß haben? Man kann. Das beweist der Seniorenkarneval, zu dem die Röhrengarde Silber-Blau am vergangenen Sonntag in den Engelbertusstift einlud. Bereits seit 40 Jahren sorgten die silber-blauen Jecken an der Seilerstraße für Spaß an der Freude. Früher wurde das Altenheim noch von Nonnen geführt und Pfarrer Erich Endlein von St. Engelbert ging in die Bütt. „Nur einmal mussten wir aussetzen. Das war während des Golfkrieges 1991“, erinnert sich die Frontfrau der Röhrengarde, Elli Schott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ehrenvorsitzende der Röhrengarde, Werner Heise und seine Frau Waltraud haben 38 der 40 Karnevalsfeste im Engelbertusstift miterlebt: „Heute sind die Senioren viel aktiver als früher“, findet Heise. Thomas Straßmann von der KG Blau Weiß konnte das als Schlagersänger des närrischen Festtages nur bestätigen: „Die Leute kennen nicht nur die alten, sondern auch die neuen Schlager und singen alle mit“, lobte er sein Publikum. Das ließ sich auch trotz mancher sichtbaren Handicaps den Spaß an der Freude und das Schunkeln nicht verderben. Nur selten sieht man auch so viele kostümierte Jecken in einem farbenfroh dekorierten Saal wie am Sonntag im Engelbertusstift.Da konnte und wollte auch Einrichtungsleiter Lutz Sarzio als Blues Brother mit dunkler Sonnenbrille nicht nachstehen. „Da die meisten Bewohner das Haus nur selten verlassen können, um am normalen Alltagsleben teilzunehmen, wollen wir mit Festen wie diesen soviel Normalität wie möglich ins Haus holen“, beschreibt er den menschlichen Mehrwert des Karnevals im Engelbertusstift.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Bewohner, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an der Karnevalsveranstaltung im Erdgeschoss des Altenheimes teilnehmen konnten, bekamen von der Röhrengarde einen bunten Clownsorden, den ihre Freunde aus den Fliednerwerkstätten für sie als kleinen Karnevalsgruß gebastelt hatten.Außerdem zogen die Musiker der KG Düse mit Pauken und Trompeten durch das gesamte Haus. „Wir hatten erst Bedenken, ob das vielleicht zu laut sein könnte. Doch dann haben uns die Bewohner und Mitarbeiter gesagt: Nein, kommt ruhig mit einer Musikkapelle. Denn je mehr Leben ins Haus kommt, desto besser.“, berichtet Elli Schott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 24. Februar 2011 in NRZ &amp;amp; WAZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-8518893751076158149?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/8518893751076158149/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/karneval.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8518893751076158149'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/8518893751076158149'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/karneval.html' title='Wenn die Röhrengarde und ihre Freunde im Engelbertusstift für Spaß an der Freude sorgen, macht das Wiedersehen seit 40 Jahren Freude'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-3741840690592893524</id><published>2011-02-17T12:29:00.001+01:00</published><updated>2011-02-27T23:49:03.200+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umwelt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brauchtum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Natur'/><title type='text'>Warum der örtliche Wasserversorger RWW mit Blick auf den Valentinstag zum Wassersparen rät</title><content type='html'>Viele Menschen fragen sich, wie sie Wasser sparen können. "Das ist bei uns eigentlich überflüssig, denn wir sind ein mit Wasser gesegnetes Land", sagt der Pressesprecher der RWW, Ulrich Schallwig. Allerdings findet er ,dass man sich Gedanken über das Einsparen von Wasser machen sollte, wenn man seiner Liebsten zum Valentinstag Blumen schenkt.Er weist darauf hin, dass rund 80 Millionen Rosen aus wasserarmen Entwicklungsländern wie Kenia, Äthiopien, Kolumbien oder Ecuador stammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"In jedem Rosenstrauß zum Valentinstag", so Schallwig, "stecken nahezu 120 Liter virtuelles Wasser aus Regionen mit dramatischer Wasserknappheit und einem täglichen Kampf um Trinkwasser. Das sind fast genauso viel, wie für den täglichen Bedarf im Haushalt eingesetzt werden, nämlich 122 Liter."Schallwig selbst zieht für sich die Konsequenz, dass er seiner Frau zum Valentinstag keine Blumen schenkt, sondern lieber mit ihr essen geht. Doch der Mann vom RWW will es sich auf keinen Fall mit der Floristik verderben und rät deshalb nicht zur Blumenabstinenz, sondern zum Kauf regionaler und saisonaler Blumen, für deren Herstellung und Transport nicht so viel Wasser und Energie aufgewendet werden muss, wie für Blumen aus Übersee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hans-Hermann Nagel, der mit seiner Frau Angelika auf dem Wochenmarkt an der Schloßstraße Blumen verkauft, sagt: "Wir ziehen unsere Blumen nicht selbst, sondern beziehen sie über den Großhandel. Im Moment verkaufen wir sehr viele saisonale Blumen, wie Tulpen, Zwiebelgewächse, Anemonen und Freesien. Aber Rosen sind natürlich das ganze Jahr über gefragt."Die meisten Blumen, so Nagel, die er und seine Frau verkaufen, kommen ohnehin aus der Region, vom Niederrhein und aus Holland. Allerdings hat er auch Rosen aus Ecuador im Sortiment, die besonders haltbar sind. Hans-Hermann Nagel und seine Frau bieten auch Rosen aus dem sogenannten Fairen Handel an, die aus Kundensicht aber den Nachteil haben, im Schnitt einen Euro teurer zu sein als die konventionell hergestellten Übersee-Blumen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Claudia Brück von Transfair schätzt den Marktanteil der Rosen in der Republik auf etwa ein Drittel und den Anteil der Blumen aus fairem Handel und fairer Produktion auf etwa 2,4 Prozent. Damit Rosen und andere Blumen aus Übersee das grün-schwarz-türkis-farbene Fair-Trade-Zeichen bekommen, müssen sie ohne Kinderarbeit, zu fairen Löhnen, sowie umweltschonend hergestellt worden sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Für Kunden müssen Blumen vor allem günstig sein", weiß die Styrumer Blumenhändlerin Edith Freitag. Auch ihre Kollegin Heike Simons aus Stadtmitte wird von ihren Kunden nie danach gefragt, woher ihre Blumen kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Dennoch bieten beiden Blumenhändlerinnen Fair-Trade-Blumen an. "Ich kalkuliere halt etwas anders", sagt Freitag, der es wichtig ist, fair hergestellte Blumen zu verkaufen und die geschätzte 95 Prozent ihrer Blumen aus der Region und den benachbarten Niederlanden bezieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heike Simons Kundin Julia Roloff, die sich gestern bei ihr einen Strauß violetter Tulpen kaufte, gibt zu, dass sie bisher gar nicht wusste, dass unsere Blumen nicht nur aus Deutschland und Holland, sondern zum Teil auch aus Übersee zu uns kommen. Sie bevorzugte aber auch jetzt schon Blumen aus der jeweiligen Jahreszeit und Region. Jetzt gönnt sie sich Tulpen und etwas später im Jahr kommen dann die Pfingstrosen an die Reihe. Und wie sieht es mit den Blumenpreisen zum Valentinstag aus: "Das ist, wie immer auf dem Markt. Die Nachfrage bestimmt den Preis", sagt Blumenhändlerin Edith Freitag und rechnet im Großhandel mit Valentinstagsaufschlag von etwa fünf Cent pro Blume.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 11. Februar 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-3741840690592893524?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/3741840690592893524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/warum-der-ortliche-wasserversorger-rww.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3741840690592893524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/3741840690592893524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/warum-der-ortliche-wasserversorger-rww.html' title='Warum der örtliche Wasserversorger RWW mit Blick auf den Valentinstag zum Wassersparen rät'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-2958534205065843532</id><published>2011-02-16T00:02:00.001+01:00</published><updated>2011-02-27T23:37:19.362+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><title type='text'>Wie ein Mülheimer mit ägyptischen Wurzeln die Revolution am Nil erlebt: Ein Gespräch mit Adel Saliman</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-9vF_QqmHBhA/TWrSDzwD7iI/AAAAAAAAAhU/h3i4Ec8335c/s1600/P1020101.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5578502051325013538" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-9vF_QqmHBhA/TWrSDzwD7iI/AAAAAAAAAhU/h3i4Ec8335c/s200/P1020101.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wie sieht und erlebt ein Mülheimer mit ägyptischen Wurzeln die Revolution im Heimatland seines Vaters, das er selbst aus eigener Anschauung gut kennt. Darüber sprachen ich für die NRZ mit Adel Saliman.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie die revolutionären Ereignisse in Ägypten überrascht?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das hat mich auf jeden Fall überrascht. Das ist ja ein Prozess, der nicht von heute auf morgen entschieden wird. Der Gedanke musste erst mal aufgebaut und die Angst der Menschen überwunden werden. Das fing alles mit dem tunesischen Studenten an, der sich selbst verbrannt und damit geopfert hat. Als ich das sah, habe ich mir zwar gedacht, dass die Proteste auch auf Ägypten überschwappen könnten. Ich habe aber nicht vorausgesehen, dass die Proteste ein solches Ausmaß annehmen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie bei Ihren Besuchen in Ägypten und bei Gesprächen mit dort lebenden Verwandten und Freunden etwas von der Unzufriedenheit der Menschen und vom Unterdrückungsapparat des Mubarak-Regimes gespürt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Diesen Unterdrückungsapparat habe ich selbst gespürt. Das war ein Militärregime. Die Unterdrückung war da. Immer wieder wurden Menschen unterdrückt und niedergemacht. Es gab Folter. Es gab Mord. Es gab Familien, deren Angehörige plötzlich für Wochen verschwunden waren. Überall gibt es von Stadt zu Stadt Militärkontrollpunkte. Ich bin einmal mit Freunden 500 Kilometer von Scharm El-Scheich nach Suez gefahren und auf dieser Strecke fünf Mal kontrolliert worden. Man wollte wissen: Was macht ihr? Woher kommt ihr und wohin wollt ihr? Und warum wollt ihr dort hin, wo ihr hin wollt? Das war beängstigend. Das ist ein Polizeistaat in jeglicher Form, in dem sich die Menschen nicht wohl fühlen, weil sie frei sein wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sind Sie selbst auch von staatlichen Sicherheitskräften drangsaliert worden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Problem hatte ich selbst nicht, weil ich nicht wie ein Ägypter, sondern wie ein Ausländer aussehe. Deshalb haben sie mich immer in Ruhe gelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie frei konnten Sie in Ägypten mit Menschen sprechen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mit meiner Familie konnte und kann ich über alles sprechen. Da brauche ich keine Angst zu haben, dass etwas ausgeplaudert wird. Aber nach außen musste man schon vorsichtig mit seinen Äußerungen sein. Es gibt da eine Geheimpolizei, die für den Präsidenten und nicht für dich arbeiten. Alles, was falsch gesagt wird, wird gegen dich verwandt. Man konnte zwar über Politik reden, hat aber manche Themen nicht so angesprochen, wie man es sollte. Man hat zum Beispiel nicht gesagt, dass der Präsident Unrecht tut. Unter Freunden hat man darüber geredet und jeder wusste, worum es geht, ohne es konkret auszusprechen. Denn die Angst war groß, morgen nicht mehr da zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sehen Sie die Ereignisse in Ägypten anders, als der deutsche Fernsehzuschauer und Zeitungsleser ohne familiäre Verbindungen nach Ägypten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Natürlich. Das ist ein Teil von mir, weil meine Familie dort lebt. Und es tut mir weh, zu sehen, dass die Menschen dort so viele Jahre Leid und Unrecht ertragen mussten und umso mehr freue ich mich jetzt darüber, was sie tun.Frage: Würden Sie sich in die Massenproteste einreihen?Antwort: Ich würde sofort mit auf die Straße gehen. Aber ich würde unterscheiden zwischen Gewalt und Demonstration. Die Eskalation der Gewalt ist nicht richtig, weil man damit nicht rüberbringt, was man will, nämlich ein friedliches Leben in einem demokratischen Sozialstaat und dass der jetzt noch amtierende Präsident auf eine faire Weise geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Im Westen haben viele Menschen Angst vor einer Machtübernahme durch die Moslembrüder. Wie sehen Sie die Zukunft Ägyptens?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Die Moslembrüder werden mit an die Macht kommen. Das bleibt gar nicht aus. Denn sie sind die stärkste Oppositionsgruppe in Ägypten. Gut ist, dass sie Mohammed El-Baradei akzeptieren. Denn das ist eine Person, die sich als ehemaliger Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde in der Welt auskennt. Er hat den Friedensnobelpreis bekommen und ist auf der politischen Ebene bekannt und kennt das internationale Recht. Dass die Moslembrüder so eine Persönlichkeit akzeptieren, deutet darauf hin, dass sie doch nicht so islamistisch sind, wie man vielleicht denkt. Sicher müssen sie sich in der Zusammenarbeit mit El-Baradei auf Kompromisse einlassen. Es wäre mein Wunsch, dass Ägypten ein Sozialstaat und eine Demokratie wird, in der alle Menschen frei und friedlich zusammenleben können, ohne Angst zu haben, etwas Falsches zu sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Adel Saliman&lt;/strong&gt; wurde vor 34 Jahren als Sohn eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter in Mülheim geboren. Als Adel (Dieser Name bedeutet: Der Schlichter) fünf Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Suez, wo der Vater als Bauzeichner sechs Jahre lang für britische und amerikanische Firmen arbeitete. Danach kehrte die Familie nach Mülheim zurück.Doch Saliman, der inzwischen beim zentralen Außendienst des Ordnungsamtes arbeitet, bewahrte sich einen engen Kontakt zum Heimatland seines Vaters, indem er jedes Jahr für mehrere Wochen seine in Suez und Alexandria lebenden Verwandten besucht. Außerdem lebt auch seine Schwester, die mit einem Ägypter verheiratet ist, inzwischen wieder in der Heimat des Vaters.Nach Angaben der Stadtforschung lebten in Mülheim Ende 2010 72 ägyptische Staatsbürger&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 9. Februar 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-2958534205065843532?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/2958534205065843532/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/wie-ein-mulheimer-mit-agyptischen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2958534205065843532'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/2958534205065843532'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/wie-ein-mulheimer-mit-agyptischen.html' title='Wie ein Mülheimer mit ägyptischen Wurzeln die Revolution am Nil erlebt: Ein Gespräch mit Adel Saliman'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-9vF_QqmHBhA/TWrSDzwD7iI/AAAAAAAAAhU/h3i4Ec8335c/s72-c/P1020101.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5463367290910209550</id><published>2011-02-14T22:53:00.001+01:00</published><updated>2011-02-14T23:17:27.962+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><title type='text'>Vom Untergang einer kleinen Geschäftswelt: Vor 30 Jahren wurden die Bahnbögen an der Bahnstraße geöffnet</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-1u2k-ZRitfU/TVmp4UedZwI/AAAAAAAAAg4/vFMXImsQK3o/s1600/bahnb%25C3%25B6gen.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573672798881933058" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-1u2k-ZRitfU/TVmp4UedZwI/AAAAAAAAAg4/vFMXImsQK3o/s200/bahnb%25C3%25B6gen.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Der 30. und 31. Januar ist in meinem Kalender rot angestrichen", erzählt Familienforscherin Bärbel Essers. Dass das so ist, hat mit der Geschichte ihrer Familie zu tun. Denn am 30. und 31. Januar 1981 wurde das Geschäft ihrer Eltern am Bahnbogen 19 abgerissen. Mit diesem Abriss ging vor 30 Jahren eine lange Geschäftstradition unter den Bahnbögen an der Bahnstraße zu Ende. Denn als Gerhard Essers 1955 dort sein Geschäft für Angler- und Campingbedarf eröffnete, war er nicht der einzige Geschäftsmann, der unter den 1865 errichteten und 1866 als Eisenbahntrasse in Betrieb genommenen Bahnbögen sein Quartier aufgeschlagen hatte.&lt;br /&gt;Seine 1961 geborene Tochter erinnert sich nicht nur an eine legendäre Pommesbude, eine Eisdiele und den Löschbogen, der damals noch wirklich unter dem Bahnbogen Bier und mehr ausschenkte und die traditionelle Stammkneipe der Marktleute war.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Als Essers noch ein Kind war, handelten ihre Nachbarn unter den Bahnbögen zum Beispiel mit Lederwaren, Obst und Gemüse, Kartoffeln, Kleidung und Futtermitteln oder sie verdienten ihr Geld zum Beispiel mit der Reparatur von Fahrrädern.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Wenn man den bunten Branchenmix unter den Bahnbögen betrachtet und sieht, wie die Bahnbögen heute aussehen, wundert man sich im Rückblick darüber, warum man in den 70er Jahren auf die Idee kam, die Bahnbögen zu öffnen und die dort ansässigen Geschäfte, Wohnungen und Lagerräume abzureißen. "Man war damals der Ansicht, dass die Bahnbögen mit ihren Geschäften ein verkehrshemmendes Bauwerk darstellen", erinnert sich Essers an den fortschrittsgläubigen und autogerechten Zeitgeist der 70er Jahre. "Treibende Kraft für das Projekt war der damalige Bürgermeister und Planungsausschussvorsitzende Gerd Müller", erinnert sich der heutige Stadtsprecher Volker Wiebels, dessen Eltern als begeisterte Camper zu den Stammkunden von Familie Essers gehörten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die zog bereits ein Jahr vor der Öffnung der Bögen 1980 mit ihrem Geschäft zur Auerstraße. Wer die alten Bilder von den belebten Bahnbögen betrachtet erkennt über einigen Geschäften auch Wohnräume.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Konnte man denn unter der Bahnstrecke überhaupt wohnen ohne taub zu werden? "Unsere 50 bis 60 Quadratmeter große Wohnung war sehr gut gedämmt und ausgebaut", erinnert sich Essers an ihre Kindheit unter der Eisenbahnbrücke. Die Vibrationen der Züge nahmen sie und ihre Eltern, im Gegensatz zu Gästen gar nicht mehr wahr. Und selbst ihre Lehrer, die sich bei einem Hausbesuch davon überzeugten, dass man auch unter dem Bahnbogen in aller Ruhe seine Hausaufgaben machen konnte, staunten über dem vergleichsweise großen Wohnkomfort.&lt;br /&gt;Bei ihren Recherchen ist Essers auf einen Artikel aus dem Mülheimer Generalanzeiger vom 24. Juli 1905 gestoßen, der belegt, dass man schon damals über eine Öffnung der Bahnbögen nachdachte. Dort ist unter anderem zu lesen: "In der vor längerer Zeit durch die Spalten verschiedener Zeitungen gegangenen Polemik betreffend der Umgestaltung der hiesigen Bahnhofsverhältnisse wurde auch die Verlegung der Rheinischen Bahn und im Interesse der Verschönerung der Stadt durch Beseitigung der Eisenbahnbrücke und des Bahndammes gefordert."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Bereits 1890 dokumentiert ein Zeitungsbericht über einen Geschäftsbrand unter den Bahnbögen, das geschäftige Treiben an diesem Ort am Rande von Ruhr und Rathausmarkt. Und 1954 beschrieb die NRZ (siehe Kasten) die Wiederauferstehung der Ladenstraße unter den Bahnbögen. Doch in den 1970er Jahren, als mit dem Rhein-Ruhr-Zentrum und dem City Center erste Einkaufszentren und an der Schloßstraße eine Fußgängerzone entstand, erschien dieses alte Geschäftsquartier an der Bahn buchstäblich auf der Strecke zu bleiben und vom Zug der Zeit überrollt worden zu sein. Die Öffnung der Bahnbögen, die man mit Ranken, Bäumen und Blumenkübel aufhübschen wollte, begriff man damals als Teil der Innenstadterneuerung, in deren Zuge auch die Bahnstraße und ihre alten Gründerzeithäuser restauriert, umgebaut und erneuert wurden. Nach der Öffnung der Bahnbögen wurden 1982/83 Bahngleise für die heutige Straßenbahnlinie 102 verlegt, die inzwischen aber seit 13 Jahren unterirdisch durch den Ruhrtunnel fährt. In den 90er Jahren wurde dann noch einmal darüber diskutiert, ob man die Bahnbögen nicht wieder durch Geschäfte und Wohnungen beleben könne. Das verwarf man dann aber aus Kostengründen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Klaus Beisiegel, der sich als Referent der Baudezernentin federführend mit dem Thema Ruhrbania beschäftigt, kann sich in diesem Zusammenhang auch an Vorschläge erinnern, die Bahnbögen als Kunst- und Kulturräume zu nutzen. Im Rahmen des Ruhrpromenaden-Baufeldes 3 gibt es, laut Beisiegel, Pläne ein Wohngebäude direkt an die Bahnbögen anzubauen, so dass man dieses Haus dann durch deren Torbögen betreten könnte, während die alte Bahntrasse dann zum Rad- und Fußweg würde. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Im April 1954 schreibt die Mülheimer NRZ:&lt;/strong&gt; "Die unansehnlichen Bögen des Bahndammes in der Bahnstraße scheinen nun hübsch dekoriert zu werden. Den Anfang machte das Handarbeitsgeschäft Kunigunde Buschmann. Es richtet unter dem Torbogen 23 ein hübsches Ladenlokal ein. Die Stadt ist wieder sehr daran interessiert, eine sogenannte Ladenstraße anzulegen. Obwohl die Bahnbögen schon seit langem genutzt werden, geben sie als Verschläge und Werkstätten kein angenehmes Bild ab. Dass man daraus eine für das Stadtbild vorteilhafte Bahndammfront schaffen kann, ist nun zu beweisen. Und auch Nachahmer haben sich gefunden, so dass sich vielleicht über kurz oder lang das unschöne Gesicht des Bahndammes vollkommen wandeln wird."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 31. Januar 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5463367290910209550?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5463367290910209550/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/vom-untergang-einer-kleinen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5463367290910209550'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5463367290910209550'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/vom-untergang-einer-kleinen.html' title='Vom Untergang einer kleinen Geschäftswelt: Vor 30 Jahren wurden die Bahnbögen an der Bahnstraße geöffnet'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-1u2k-ZRitfU/TVmp4UedZwI/AAAAAAAAAg4/vFMXImsQK3o/s72-c/bahnb%25C3%25B6gen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-7853486794618334351</id><published>2011-02-13T22:31:00.000+01:00</published><updated>2011-02-13T22:51:11.150+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Religion'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glauben'/><title type='text'>Quo vadis Stadkirche? Quo vadis Priesteramt: Ein Gespräch mit Mülheims Ehrenstadtdechant Manfred von Schwartzenberg, der seit 1971 Priester ist</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-D98ou3KrKM0/TVhSM0JvimI/AAAAAAAAAgw/gLqoGIzhq50/s1600/mschwartzenberg.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573294918982404706" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-D98ou3KrKM0/TVhSM0JvimI/AAAAAAAAAgw/gLqoGIzhq50/s200/mschwartzenberg.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Die katholische Kirche sucht sie, findet sie aber hierzulande immer seltener Priester. Im letzten Jahr wurde im Ruhrbistum nur ein Priester geweiht. 2011 werden es gerade mal zwei sein. Ehrenstadtdechant Manfred von Schwartzenberg wurde vor 40 Jahren zum Priester geweiht. Für die NRZ sprach ich mit ihm über die Sonnen- und Schattenseiten eines Berufes, der für ihn bis heute Berufung und Traumberuf geblieben ist.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;War das Priesteramt immer schon Ihr Traumberuf?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nein. Ich wollte erst Theaterwissenschaftler und Regisseur werden, angeregt durch das Vorbild zweier Lehrer, die mit uns Theater gespielt und kreative Sachen gemacht haben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum sind Sie dann doch Priester geworden?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Der Tick des Heiligen Geistes kam bei mir durch die besagten Lehrer und zwei Priester, die ich im Essener Münster kennen gelernt habe. Das waren Menschen, die ich nicht nur als fromm, sondern auch als kreativ erlebte und die mich darin bestärkten, dass ich ein Stück Berufung in mir haben könnte. Dieses Gefühl hat sich dann während meines Studiums verstärkt, in dem ich auch einen Chor für neue liturgische Musik aufbauen konnte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was begeistert Sie für Ihren Beruf?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Seine Vielschichtigkeit. Ich würde auch im Rückblick nicht behaupten, dass ich ein sehr frommer Mensch gewesen wäre, der seinen Hauptgenuss im Beten und Meditieren gefunden hätte. Mir hat es immer Freude gemacht, mich Menschen zuzuwenden und ihnen helfen zu können, aber auch mit ihnen die Freude am Glauben zu teilen und Feste zu feiern.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was macht einen guten Priester aus?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das Wichtigste ist, dass man sich für Menschen Zeit nimmt und ihnen zuhört. Das tut ihnen gut und macht mir Freude, auch wenn man an dem Leid, mit dem man als Priester konfrontiert wird, oft nicht viel ändern kann.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie 1971 so etwas, wie Aufbruchstimmung erlebt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wir hatten ein enormes Selbstbewusstsein. Mit unserem Studium begann auch die Umsetzung des II. Vatikanischen Konzils, das für eine Erneuerung der Kirche sorgte. "Wandelt euch durch neues Denken." Dieses Paulus-Wort war damals in aller Munde.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erleben Sie Ihre Kirche heute im Abbruch?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wir arbeiten in unserer Gemeinde derzeit an einem Pastoralplan, in dem wir auch der Frage nachgehen, wie kann kirchliches Leben in Zukunft organisiert werden. Zurzeit spüren wir noch keine Not. Denn wir haben für jede Gemeinde einen Pastor. Doch in fünf Jahren wird das schon anders aussehen und in 20 Jahren wird es in Mülheim nur noch eine Pfarrgemeinde geben, St. Mariae Geburt, in der sich alle katholischen Christen versammeln. Wir werden weniger Gläubige und damit auch weniger hauptamtliches Personal, weniger Kirchen und Gemeindehäuser haben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Frustriert Sie diese Aussicht?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wir müssen die Situation realistisch sehen, um keine falschen Erwartungen zu wecken und damit Frustration zu erzeugen. Mein Lebensprinzip ist es, in neuen Situationen immer wieder neue Antworten zu finden. Man darf nicht mit dem Kopf durch die Wand wollen. Denn dabei geht nur der Kopf kaputt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was bedeutet das für die Kirche der Zukunft?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die Kirche der Zukunft wird ganz anders sein als heute. Wir werden nicht mehr überall einen Pastor und eine Kirche haben. Die Laien werden einen Lernprozess durchmachen und künftig noch mehr Leitungsfunktionen in der Kirche übernehmen. Dann werden die Gottesdienstbesucher vielleicht die Kommunion für einen kranken Nachbarn selbst mitnehmen und es werden sich vielleicht auch mehr private Haus- und Bibelkreise gründen. Viele neue Formen von Kirche sind denkbar und nötig, ohne das man heute schon sagen könnte, wie diese Formen konkret aussehen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Könnte die Aufhebung des Pflichtzölibates den Priestermangel beheben?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Es gibt sicher viele Priester, die den Zölibat nicht um des Zölibates Willen auf sich nehmen, sondern weil ihnen das Priesteramt und das Mittun in der Kirche etwas bedeuten. Der Kirche in Deutschland würde es sicher weiterhelfen, wenn man auch verheirateten Männern, die das wollen, den Zugang zum Priesteramt ermöglicht. Warum auch nicht? Aber das hätte Konsequenzen für die gesamte Weltkirche. Und das ist der Haken daran. Ich glaube aber auch, dass der Zölibat nicht ausschlaggebend dafür ist, dass sich heute nur wenige Männer zum Priesteramt berufen fühlen. Früher wurden Priesteramtskandidaten viel mehr von der Gesellschaft getragen und mussten sich nicht die Frage gefallen lassen: "Bist du verrückt?" Die jungen Männer, die aber trotzdem heute Priester werden, sind oft besonders fromm und würdig, Priester zu sein.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Weshalb kommt es dann zu Missbrauchsfällen und sexuellen Entgleisungen katholischer Priester?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die größte Gefahr sehe ich in der Einsamkeit, wenn ein Priester sich in seiner Gemeinde nicht anerkannt, sondern isoliert und missverstanden fühlt. Dann besteht das Risiko, dass er sich die Anerkennung wo anders sucht und im Extremfall in kriminelle Entgleisungen abdriftet, die etwa in einen Missbrauch münden können. Oft ist es aber so, dass solche Priester sich ihre Anerkennung dann in einer Partnerschaft suchen und damit den Zölibat und ihr Amt aufgeben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Zur Person: &lt;/strong&gt;Der in Essen aufgewachsene Manfred von Schwartzenberg (66) wurde nach seinem Theologie- und Philosophiestudium in Münster, Bonn und Bochum am 15. Januar 1971 vom ersten Ruhrbischof Franz Hengsbach in St. Engelbert zum Priester geweiht. Nach ersten Kaplansjahren in Gelsenkirchen, kam er 1976 als Kaplan und Stadtjugendseelsorger erstmals nach Mülheim, wo er bis 1982 in der Gemeinde St. Mariae Rosenkranz tätig war, ehe er für zehn Jahr als Militärseelsorger zur Bundeswehr wechselte. Doch 1992 kam er als Pfarrer von St. Barbara zurück nach Mülheim und übernahm 1993 für 15 Jahre zusätzlich das Amt des Stadtdechanten. Seit 2006 steht er an der Spitze der neuen Nord-Pfarrei St. Barbara, zu der neben St. Barbara (Dümpten) auch die Gemeinden St. Mariae Rosenkranz (Styrum), Christ König (Winkhausen) und St. Engelbert (Eppinghofen) mit insgesamt knapp 20 000 Seelen gehören. 2008 wurde von Schwartzenberg zum Ehrenstadtdechanten ernannt und im Jahr darauf für seine Verdienste als Seelsorger mit der Nikolaus-Groß-Medaille ausgezeichnet. Er hat das Libretto für ein Musical über den 1945 ermordeten Widerstandskämpfer Nikolaus Groß geschrieben, das seit 1998 von Gemeindemitgliedern aus St. Barbara fast 60 Mal aufgeführt worden ist. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 29. Januar 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-7853486794618334351?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/7853486794618334351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/quo-vadis-stadkirche-quo-vadis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7853486794618334351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7853486794618334351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/quo-vadis-stadkirche-quo-vadis.html' title='Quo vadis Stadkirche? Quo vadis Priesteramt: Ein Gespräch mit Mülheims Ehrenstadtdechant Manfred von Schwartzenberg, der seit 1971 Priester ist'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-D98ou3KrKM0/TVhSM0JvimI/AAAAAAAAAgw/gLqoGIzhq50/s72-c/mschwartzenberg.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5905222103274861313</id><published>2011-02-05T23:46:00.000+01:00</published><updated>2011-02-06T22:28:27.797+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><title type='text'>Ein Blick über den Tellerrand nach Lateinamerika: Ein Interview mit dem brasilianischen Bischof Alfredo Schaffler</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TU8RKzGVZgI/AAAAAAAAAgo/WfQvPeCUkdU/s1600/schaeffler.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 189px; FLOAT: right; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570690141293733378" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TU8RKzGVZgI/AAAAAAAAAgo/WfQvPeCUkdU/s200/schaeffler.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Der langjährige Weihbischof und ehemalige Vorsitzende von Adveniat, Franz Grave, nutzt seinen geistlichen Ruhestand als Seelsorger in der Mülheimer Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt. Doch seine langjährige Bindung zu Lateinamerika, das er auch aus eigener Anschauung kennt, hat der 78-jährige Theologe nicht verloren und deshalb im Dezember 2010 den brasilianischen Bischof Alfredo Schaffler (Foto) zu einer Lateinamerika-Woche ins Ruhrbistum eingeladen. Bei einem Einkehrtag in der Mülheimer Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt suchten Priester und Laien das Gespräch mit Schaffler, um Impulse für die eigene Gemeindearbeit zu bekommen. Für Die Tagesspost traf den brasilianischen Bischof bei dieser Gelegenheit zu einem Interview und lernte einen Gottesmann kennen, der uns nicht über Lateinamerika viel zu sagen hat.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie wird man als Österreicher Bischof in Brasilien?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ich bin durch das Fernsehen in Brasilien gelandet. Man sieht: Das Fernsehen hat auch seine guten Seiten. Dort habe ich während des Zweiten Vatikanischen Konzils einen brasilianischen Bischof gesehen und sprechen gehört, der mit 16 aus Österreich nach Brasilien gegangen- und dort Priester geworden war. Das hat mich damals aus meiner europäischen Ruhe gebracht. Das war der Grund, warum ich mein Leben umgekrempelt und neu angefangen habe. So wurde auch ich nach meinem Studium Priester in Brasilien und später Bischof.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was nehmen Sie von Ihrem Besuch im Ruhrbistum mit nach Brasilien?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Dankbarkeit, Freude und die Überzeugung, dass die Welt zu einem globalen Dorf geworden ist, in dem wir enger zusammenrücken müssen, in dem wir aber auch voneinander lernen und geschwisterlich zusammenleben können, wenn wir aufeinander hören.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was haben Sie hier selbst gelernt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Es gibt soviel positives in Deutschland, was in Jahrhunderten christlicher Verkündigung gewachsen ist und sich heute als Grundgedanke in der Wirtschaft, in der Politik oder in der Schule wiederfindet. Ich habe aber auch viele engagierte Gemeindemitglieder kennengelernt, die sich einbringen, weil sie erkannt haben, dass die Kirche nicht nur aus Priestern besteht und das wir alle als Gläubige in einem Schiff stehen, jeder an seinem Platz.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Aber ohne Priester funktioniert Kirche auch nicht und wir haben hier im Gegensatz zu Brasilien einen Priestermangel.&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das Priester fehlen ist sicher auch ein Zeichen Gottes. Er will uns vielleicht dahin führen, dass wir wieder stärker von der Taufe ausgehen, damit jeder Gläubige seinen Beitrag dazu leistet, dass die Kirche immer wieder eine lebendige und fußwaschende Kirche ist, die als Zeichen der Hoffnung für die Menschen wahrgenommen wird, in dem wir durch die Kirche immer wieder neu lernen, dass wir geschwisterlich in einer Welt zusammenleben können.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Was kann die katholische Kirche in Brasilien und Lateinamerika von der Kirche in Deutschland lernen und umgekehrt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Es steht mir nicht zu, zu sagen, was die deutsche Kirche von uns lernen kann. Aber was wir von der Kirche in Deutschland lernen können, das sind viele Elemente. Ich denke zum Beispiel an die gute Organisation, die man hier hat. Wir können hier von der Gründlichkeit lernen, mit der man zu einer Sache steht und sie überzeugend weiterführt. Aber wir können auch von der Offenheit der Menschen für unsere Welt lernen. Wie viele Menschen hier haben im Laufe der Jahrzehnte gelernt, über Grenzen zu sehen und Horizonte zu erkennen. Als Mitglied der Bischofskonferenz Brasiliens kann ich nur dankbar sein. Denn was wäre unsere Kirche in Brasilien und in Lateinamerika ohne das Dahinterstehen der vielen Katholiken Deutschlands, durch Adveniat, Miserior oder andere Aktionen. Wir wären sicher nicht die Kirche, die wir heute sind. Wir sind sicher nicht nur eine heilige, sondern auch eine sündige Kirche. Aber wir haben sicher viele Zeichen der Heiligkeit, der Hoffnung und der Veränderung setzen können, weil wir aus dem Hintergrund durch die Aktion Adveniat in 50 Jahren viel Hilfe erfahren haben. Dafür empfinden wir tiefe Dankbarkeit. Und das war auch ein Grund für mich, der Einladung zu folgen, um Danke zu sagen. Das ist eine Brücke, die geschlagen worden ist. Aber eine Brücke wird nur durch Pfeiler getragen. Und so ein Pfeiler ist Franz Grave. Solche Pfeiler sind aber auch die beiden Priester aus dem Ruhrbistum, die heute in meiner Diözese durch ihren überzeugenden Einsatz segensreich wirken.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie haben bei Ihrem Besuch aber auch mit Erfolg um finanzielle Unterstützung für den Zisternenbaum in Ihrem Bistum geworben. Warum?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wir leben in einer ausgesprochenen Trockenzone, in der es sechs Monate im Jahr nicht regnet und in der die Menschen nicht einfach den Wasserhahn aufdrehen können, um Wasser zu trinken. Was ist aber Leben. Also bauen wir Zisternen, mit denen wir Regenwasser auffangen können, damit Familien in den Trockenmonaten Regenwasser haben, das sie nutzen können, um zu waschen, zu trinken und zu kochen. Für 400 Euro kann man schon eine Zisterne bauen, die etwa 15.000 Liter Regenwasser auffängt. Dass bedeutet, dass die Leute die Trockenzeit überstehen und nicht in die Städte abziehen oder sogar ihr Land verlassen müssen. Sie können bleiben, um ihre Kinder großzuziehen und ihr Land zu bestellen. Das bedeutet Leben. Natürlich haben wir auch Sozialzentren, in denen wir Kinder aufnehmen, deren Zuhause die Straße ist, in denen wir Näh- oder Kochkurse geben und den Leuten zum Beispiel zeigen, wie man einen Gemüsegarten anlegt. Denn was man mit der einen Hand empfängt, das muss man mit der anderen Hand weitergeben, um den Menschen Hoffnung zu geben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie beurteilen Sie als katholischer Bischof das Verhältnis zwischen Kirche und Staat im Brasilien des jetzt aus seinem Amt geschiedenen sozialistischen Präsidenten Lula?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat ist ein relativ friedvolles. Man sucht den Dialog und die Bischofskonferenz wird mit viel Respekt vom Präsidenten angehört. Aber leider bleibt es dann oft auch dabei und geht nicht in die Realität hinein.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Zuletzt machten menschenunwürdige Verhältnisse in Brasilien Gefängnissen Schlagzeilen. Wie ist es um die Menschenrechte in Brasilien bestellt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ich war vor zehn Monaten in einer Haftanstalt. Da saßen 158 Männer ein. Von denen waren 60 Prozent jünger als 25 und nur 30 rechtskräftig verurteilt. Die anderen warteten auf ihren Prozess. Das kann oft Jahre dauern, auch wenn die Menschen unschuldig sind. So verlieren auch unschuldige Menschen oft zwei oder drei Jahre ihres Lebens, in denen sie nichts positives für ihr Leben lernen können. Das ist gegen die Menschenrechte. Und diesbezüglich sehen wir bei der amtierenden Regierung nicht viele Fortschritte, weil es an Grundwerten fehlt. Ich meine damit Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit. Wir haben leider sehr viel Betrug und Korruption. Und Lüge wird oft solange erzählt, bis sie als Wahrheit verkauft wird.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was erwarten Sie von der Nachfolgerin Lulas, Dilma Rousseff?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Als Kirche müssen wir immer eine hoffende Kirche sein, um Hoffnung zu schenken. Und so hoffen wir, dass sie als Frau vielleicht eine größere Sensibilität hat, um ihre Mitarbeiter zum Handeln zu bringen, damit es zum Beispiel im Gesundheitssystem besser wird. Das was auf dem Papier steht, muss auch umgesetzt werden, nämlich, dass auch der arme Mensch die Möglichkeit hat, eine medizinische Behandlung zu bekommen, dass sich das Schulwesen verbessert und wir weniger Analphabeten haben. Das wir weniger Korruption haben und das mit mehr Ehrlichkeit gewirtschaftet wird und es weniger Unterschlagung gibt. Das erwarten wir.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie versucht die katholische Kirche in Lateinamerika auf die Herausforderung durch die evangelikalen Sekten zu reagieren?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die fünfte lateinamerikanische Bischofskonferenz hat einen Impuls gegeben, damit wir wieder etwas mehr zu einer missionarischen Kirche werden. Wir dürfen uns nicht an Kirche gewöhnen. Denn wenn man sich an etwas gewöhnt, besteht die Gefahr, dass man schläft. Und die Kirche darf nicht schlafen. Die Evangelisierung war bei uns oft oberflächlich. Das Herz des Brasilianers gehört Jesus Christus, aber der Kopf dem, der als erster kommt und das waren nicht immer wir, weil wir nicht immer mit missionarischem Elan ausgezogen sind. Wir haben in Brasilien aber auch eine Verfassung, die allen Religionsgemeinschaften Steuerfreiheit gewährt, aber nicht genau definiert, was eine Religionsgemeinschaft ist. Und so kann jeder an der nächsten Straßenecke die Kirche von den blauen Augen Gottes aufmachen, um seine Steuern hinterrücks zu verstecken. Denn die meisten Sekten sind ein rein finanzielles Unternehmen und dem können wir nur entgegenwirken, in dem wir wieder stärker eine missionarische Kirche werden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie beurteilen Sie die Lage der katholischen Kirche in lateinamerikanischen Ländern, die wie Venezuela, von einem neosozialistischen Regime regiert werden und in denen es eine Frontstellung zwischen Kirche und Regierung gibt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In Brasilien haben wir jetzt nach sehr vielen Jahren ein Konkordat, in dem das juristische Verhältnis von Kirche und Start definiert ist. Was wir auf der lateinamerikanischen Ebene hören, von Leuten, die dort her kommen, so ist die wirtschaftliche Lage in Venezuela sehr schlecht und die Armut groß. Das ist ein sozialistisches System, in dem Präsident Chavez oft mit Schikanen und Gewalt das existierende Konkordat mit Füßen tritt. Das ist zwar ein internationales Abkommen, aber er macht das auch mit anderen Ländern. Für uns ist das natürlich eine Sorge, so einen Mann an der Regierung zu haben, der um Anhänger wirbt, aber auch nicht so viele Anhänger hat. Da sind wir als Kirche näher dran an den Menschen, weil man merkt: Da wird zwar viel gesprochen, aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Für die Kirche ist das eine schwierige Situation. Denn es gibt so gut wie keine Opposition. Alle Nachrichten werden kontrolliert. Die Demokratie wird mit Füßen getreten. Denn zur Demokratie gehört Meinungsfreiheit und die wird nicht angenommen. Und diesbezüglich hat es natürlich auch gewisse Tendenzen in Brasilien. Die zukünftige Präsidentin hat jetzt gesagt: Der Lärm auf der Straße ist besser als das Schweigen in der Diktatur. Sie hat ja selbst unter einer Diktatur gelitten. Wir hoffen, dass sie ihr Wort auch durchhält. Aber es gibt gewisse Tendenzen bei uns, dass man die Meinungsfreiheit beschneiden und das Nachrichtenwesen kontrollieren will. Das macht uns Sorge.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht der Alternative Nobelpreis für Ihren brasilianischen Bischofskollegen aus der Diözese Xingu, Erwin Kräutler, der sich ja für den Erhalt der tropischen Regenwälder und die Rechte der Indios einsetzt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Dieser Preis ist für ihn wichtig, damit sein Wort vielleicht etwas mehr gehört wird. Konkret: Denn man versucht in seiner Gegend ein riesiges Stauwerk aufzubauen. Das wird jetzt gemacht, obwohl ihm der Präsident versprochen hat, dass es nicht gemacht wird. Die Folge: Es werden da 30.000 Menschen durch das Wasser aus ihren Häusern vertrieben. Und da ist kein Plan vorhanden, was mit diesen Leuten geschehen soll. Da stellt er sich hin und fragt: Kann man da zu stimmen? Das hat er auf friedliche Weise getan. Die Firmen, die diesen Bau machen und daran interessiert sind, sehen ihn natürlich nicht gerne. Er muss mit Polizeibewachung gehen. Man muss bedenken. In den Überschwemmungsgebieten leben Indianerstämme, für die es wichtig ist, dort zu leben, wo ihre Ahnen begraben sind. Würden sie von ihrem Land vertrieben, käme das in ihrem Bewusstsein einer Ausrottung ihres Stammes gleicht. Und dagegen erhebt sich der Bischof Kräutler. Aber leider wird er trotz aller Versprechungen bei den öffentlichen Stellen Brasiliens nicht immer gehört.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Zur Person:&lt;/strong&gt; Alfredo Schaffler wurde 1941 im österreichischen Waldhofen geboren und ist damit ein Landsmann seines ebenfalls aus Österreich stammenden brasilianischen Bischofskollegen Erwin Kräutler, der jetzt für seinen Einsatz für die Rechte der Indios und den Erhalt der tropischen Regenwälder mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden ist.&lt;br /&gt;Nach seinem Hauptschulabschluss ging Schaffler 1955 nach Wien, um dort der Kongregation der christlichen Schulbrüder beizutreten. Von 1963 bis 1966 arbeitete er als Religionslehrer und Erzieher in Feldkirch. Danach entschloss er sich Österreich zu verlassen, um als Priester in Brasilien zu arbeiten. Nach seiner Weihe 1966 war er zunächst im brasilianischen Bistum Picos tätig, ehe er 1978 für ein kirchenrechtliches Aufbaustudium nach Rom ging.&lt;br /&gt;Zurück in Brasilien, übernahm Schaffler die Aufgabe eines Bischofsvikars für Wirtschaftsfragen und war gleichzeitig als Pfarrer in Teresina tätig. Seit 1985 leitet er die 1944 gegründete und 20.500 Quadratkilometer große Diözese Parnaiba im Nordosten Brasiliens. Hier leben rund 550.000 Menschen, von denen etwa 80 Prozent katholisch sind, sechs Prozent mehr als im brasilianischen Landesdurchschnitt. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Die katholische Tageszeitung DIE TAGESPOST hat im Januar 2011 eine gekürzte Fassung dieses Gespräches veröffentlicht. Weiterführende Informationen finden Sie im Internet unter: &lt;/em&gt;&lt;a href="http://www.die-tagespost.de/"&gt;&lt;em&gt;www.die-tagespost.de&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt; und: &lt;/em&gt;&lt;a href="http://www.adveniat.de/"&gt;&lt;em&gt;www.adveniat.de&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5905222103274861313?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5905222103274861313/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/ein-blick-uber-den-tellerrand-nach.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5905222103274861313'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5905222103274861313'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/02/ein-blick-uber-den-tellerrand-nach.html' title='Ein Blick über den Tellerrand nach Lateinamerika: Ein Interview mit dem brasilianischen Bischof Alfredo Schaffler'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TU8RKzGVZgI/AAAAAAAAAgo/WfQvPeCUkdU/s72-c/schaeffler.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5358128774663802522</id><published>2011-01-31T22:44:00.000+01:00</published><updated>2011-02-16T10:18:53.088+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><title type='text'>Kirche im Umbruch: Evangelische Gemeinden fusionieren: Zum Beispiel links der Ruhr</title><content type='html'>Gemeindefusionen können auch problemlos über die Bühne gehen. "Das ist so harmonisch abgelaufen, dass es schon unheimlich ist", sagt der Saarner Pfarrer David Rudat. Und sein Broicher Kollege Gerald Hillebrand bilanziert die Gemeindeversammlungen am Lindenhof und an der Wilhelminenstraße, bei denen am Sonntag die Fusionspläne diskutiert wurden, mit den Worten: "Es gab einige kritische Nachfragen, aber keinen Widerspruch."Vor diesem Hintergrund schritten die beiden Presbyterien noch am Sonntagabend zur Tat und beschlossen die Fusion. Die Gemeindefusion links der Ruhr kommt nicht von ungefähr. Die ersten Gespräche wurden vor zehn Jahren geführt. Seit dem existiert auch die gemeinsame Kirchenmusik Links der Ruhr, an der auch die Gemeinde Speldorf beteiligt ist. Intensiviert wurden diese Gespräche, als 2006 zwei Pfarrer in den Ruhestand gingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir haben natürlich auch die Speldorfer gefragt und hätten sie gerne dabei gehabt. Doch dort sieht man zurzeit noch keinen Handlungsbedarf und hat uns gesagt: Macht ihr mal", erklärt Pfarrer Hillebrand, warum die Linksruhr-Gemeinde Speldorf vorerst nicht mit in dem Fusionsboot sitzt. Broich und Saarn sind auch deshalb zur Fusion bereit, weil beide Gemeinden jährlich 100 Gemeindeglieder verlieren, sie sterben oder treten aus der Kirche aus.Warum sich bei den Gemeindeversammlungen kein Widerstand gegen die Fusion regte, liegt auf der Hand. Im Grunde kann fast alles so weiter gehen wie bisher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir haben einen soliden Haushalt und sind keine armen Schlucker", sagt Hillebrand. Der Broicher Gemeindehaushalt hat ein Volumen von einer Million Euro und der von Saarn beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Deshalb können in Broich und Saarn auch alle Kirchen, Gemeindezentren und Kindertagesstätten erhalten und alle Mitarbeiter weiter beschäftigt werden. Bei der Aufteilung der Pfarrbezirke und seelsorglichen Aufgaben können die Mitglieder des Pfarrerteams noch mehr als bisher schon Synergieeffekte nutzen. So war der Broicher Pfarrer Hillebrand bereits als Seelsorger für rund 400 Gemeindeglieder im Norddeutschen Viertel Saarns rund um die Schleswiger Straße zuständig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade er kann seine Aufgaben jetzt etwas entspannter angehen, war er doch nach dem Weggang seines Kollegen Klaus Rosorius seit November als Pfarrer in Broich Einzelkämpfer.Aus der zurzeit vakanten halben Jugendleiterstelle in Broich und der zeitlich befristeten halben Jugendleiterstelle in Saarn will die neue Gemeinde eine volle Jugendleiterstelle machen. Außerdem stehen in den Gemeindekindergärten am Lindenhof, an der Reich-, der Calvin- und an der Otto-Pankok-Straße Aus- und Umbauarbeiten für Betreuungsplätze von Unter-Dreijährigen auf der Agenda. Die erst im letzten Jahr eingebaute neue Orgel in der Saarner Dorfkirche und die vor zehn Jahren restaurierte Kirche an der Wilhelminenstraße sehen Rudat und Hillebrand als Pfunde, mit denen die Gemeinde wuchern kann, ohne dafür in den nächsten Jahren Geld in die Hand nehmen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem zahlt es sich jetzt angesichts des demografischen Wandels aus, dass die Gemeinde Broich bereits 2005 die 1965 erbaute Kirche an der Calvinstraße aufgegeben und abgerissen hatte. "Wir agieren auf gleicher Augenhöhe. Wir haben einen besseren Blick auf die Gesamtgemeinde und sparen uns viele Sitzungen und Satzungen", freut sich Hillebrand auf die Kooperation in der neuen Gemeinde, die von August bis zur Neuwahl des Presbyteriums im Frühjahr 2012 von einem paritätisch besetzten Bevollmächtigtenausschuss geleitet wird. Einen weiteren Vorteil der Fusion sieht Hillebrands Kollege Rudat darin, "dass wir unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter in der neuen Gemeinde zeitlich nicht so fordern müssen, wie wir das tun würden, wenn jede Gemeinde für sich alleine weiterarbeiten würde."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die neue Gemeinde Broich-Saarn&lt;/strong&gt; wird zum 1. August gebildet. Sie wird 11?500 Gemeindeglieder haben, rund 4600 in Broich und rund 6900 in Saarn. Die Pfarrer Gerald Hillebrand (Broich), David Rudat, Thomas Jantzen, Verena Jantzen und Jürgen Krämer teilen sich 3,7 Pfarrstellen und entsprechen damit der landeskirchlichen Vorgabe, wonach auf 3000 Gemeindeglieder eine Pfarrstelle kommt. Die neue Gemeinde links der Ruhr wird knapp 50 Mitarbeiter beschäftigen sowie drei Kirchen, drei Gemeindezentren und vier Kindertagesstätten unterhalten. Die Kirchen und Gemeindezentren sind am Lindenhof, an der Holunderstraße und an der Wilhelminenstraße, die Kitas an der Calvin-, an der Otto-Pankok-und an der Reichstraße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dieser Beitrag erschien am 25. Januar 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-5358128774663802522?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/5358128774663802522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/01/kirche-im-umbruch-evangelische.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5358128774663802522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/5358128774663802522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/01/kirche-im-umbruch-evangelische.html' title='Kirche im Umbruch: Evangelische Gemeinden fusionieren: Zum Beispiel links der Ruhr'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-7911557118720285152</id><published>2011-01-30T13:16:00.000+01:00</published><updated>2011-02-06T14:20:02.945+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><title type='text'>Kirche im Umbruch: Evangelischen Gemeinden fusionieren: Zum Beispiel im Norden</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TU6fs6TOYqI/AAAAAAAAAgg/_MhY8QEW8do/s1600/z%25C3%25BChlke.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570565383016833698" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TU6fs6TOYqI/AAAAAAAAAgg/_MhY8QEW8do/s200/z%25C3%25BChlke.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;"Wir haben erkannt, dass eine Fusion die beste Möglichkeit ist, um langfristig leistungs- und funktionsfähig zu bleiben", betont die Dümptener Pfarrerin Gundula Zühlke (Foto), die den Bevollmächtigtenausschuss der neuen Gemeinde leitet. "Wir haben einen größeren Spielraum," glaubt ihr Ausschusskollege und Finanzkirchmeister Hans-Joachim Behr und verweist darauf, dass die neue Lukasgemeinde mit ihrem 2,5-Millionen-Euro-Haushalt in Person von Simon Sandmann jetzt einen neuen hauptamtlichen Jugendleiter einstellen konnte und fast 40 Mitarbeiter aus den alten in die neue Gemeinde mitgenommen wurden. Nur eine Büro- und eine Reinigungskraft sowie ein Hausmeister haben ihren Arbeitsplatz verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem hat sich die neue Gemeinde im Zuge des Fusionsprozesses von den Gemeindezentren an der Neustadtstraße in Styrum, an der Helenenstraße in Dümpten und am Goetheplatz im Dichterviertel getrennt. Für 2013 ist auch die Aufgabe des Jugendhauses Oase an der Aktienstraße geplant. Erhalten bleiben die Kirchen und Gemeindehäuser an der Oberheidstraße 231, an der Kaiser-Wilhelm-Straße 21a und der Albertstraße 86 sowie an der Aktienstraße 136. Der Verkauf der aufgegebenen Immobilien sowie eines ehemaligen Gemeindehausgrundstücks an der Mellinghofer Straße sollen neues Geld in die klammen Kirchenkassen bringen. Angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen und Gemeindegliederzahlen geht Finanzkirchmeister Behr davon aus, dass die Lukasgemeinde in den nächsten fünf Jahren rund 450.000 Euro einsparen muss. Rechnet er den Haushalt der Markuskirchengemeinde dazu, deren Beitritt noch in diesem Jahr als wahrscheinlich gelten darf, kommt er auf eine Einsparungssumme von etwa 700.000 Euro für die nächsten fünf Jahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die neue Lukasgemeinde will nicht nur sparen, sondern auch investieren. So soll der Styrumer Immanuelkirchturm weiter restauriert und die Kindertagesstätte Kunterbunt am Schildberg für die Betreuung von Unter-Dreijährigen um- und ausgebaut werden. Das Nachbargebäude, das früher von der evangelischen Familienbildungsstätte genutzt wurde, soll für die bisher an der Helenenstraße beheimatete Jugendetage hergerichtet werden. Der Um- und Ausbau der Kita Kunterbunt schlägt mit 620.000 Euro zu Buche, von denen die Gemeinde 225.000 Euro tragen muss. Zu 100 Prozent wird die Gemeinde dagegen die mit 300.000 Euro veranschlagte Turmrestaurierung in Styrum finanzieren müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zühlke, Behr und Kirchbaumeister Volker Schrödter sind sich darin einig, dass der Beitritt der ebenfalls im Norden gelegenen Markuskirchengemeinde sinnvoll und wünschenswert ist und signalisieren die Gesprächsoffenheit der neuen Lukasgemeinde. Sozialvermarktungskonzepte, wie jetzt für das Winkhauser Gemeindezentrum am Knappenweg diskutiert, hält Schrödter in Zeiten sinkender Kirchensteuereinnahmen für eine grundsätzlich bedenkenswerte Option zur Lösung von Finanzierungsproblemen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die neue Lukasgemeinde:&lt;/strong&gt; Die am 1. Januar 2011 im Mülheimer Norden gebildete evangelische Lukasgemeinde besteht aus den bisherigen Gemeinden Dümpten, Johannis und Styrum. Die neue Gemeinde hat 12?000 Mitglieder und fünf Pfarrer. Ab 2013 werden es noch vier sein. Zum Vergleich: 2005 hatten die drei alten Teilgemeinden der neuen Lukasgemeinde zusammen noch knapp 13?800 Mitglieder. Sollte die Markuskirchengemeinde zum 1. Juni beitreten, hätte die neue Nord-Gemeinde 17?000 Mitglieder und weitere drei Pfarrer aus Markus.Bis zur Wahl eines neuen Presbyteriums 2012 wird die Gemeinde von einem Bevollmächtigtenausschuss geleitet, der sich unter dem Vorsitz von Pfarrerin Gundula Zühlke aus jeweils fünf Vertretern der alten Teilgemeinden zusammensetzt und durch den Kreissynodalvorstand berufen worden ist. Die Mitglieder dieses Bevollmächtigtenausschusses wurden am 30. Januar, mit einem Gottesdienst in der Styrumer Immanuelkirche an der Kaiser-Wilhelm-Straße in ihr Amt eingeführt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-7911557118720285152?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/7911557118720285152/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/01/kirche-im-umruch-evangelischen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7911557118720285152'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/7911557118720285152'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/01/kirche-im-umruch-evangelischen.html' title='Kirche im Umbruch: Evangelischen Gemeinden fusionieren: Zum Beispiel im Norden'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TU6fs6TOYqI/AAAAAAAAAgg/_MhY8QEW8do/s72-c/z%25C3%25BChlke.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-1919168813711438549</id><published>2011-01-29T18:25:00.000+01:00</published><updated>2011-01-29T18:43:34.272+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Weil die Helfer Hilfe brauchen oder wie nicht nur ein Benefizkonzert der Caritas-Stiftung helfen kann</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TURQS6CI-LI/AAAAAAAAAgU/FHDxh_ofcCE/s1600/wernerschepp.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567663325082876082" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TURQS6CI-LI/AAAAAAAAAgU/FHDxh_ofcCE/s200/wernerschepp.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Weil mit der Zahl der Kirchenmitglieder auch die Zahl der Kirchensteuerzahler zurückgeht, bekommen auch die Sozialdienste der Caritas erheblich weniger Geld vom Bistum als noch vor Jahren. "Wir wollten nicht an die Klagemauer treten und uns statt dessen auf unsere Kreativität besinnen", erinnert sich Caritas-Vorstand Hans-Theo Horn an die Gründung der Caritas-Stiftung. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Vorlauf von drei Jahren ging sie 2007 an den Start und hat inzwischen ein Stammkapital von 60.000 Euro angesammelt. Neben privaten Spenden und Zustiftungen flossen dem Stiftungskapital auch Erlöse aus bisher sechs Benefizkonzerten zu, die jeweils unter dem Motto: "Noten gegen die Not" Geld für die gute Sache einspielten. Das siebte Benefizkonzert geht am 30. Januar, um 17 Uhr in St. Mariae Geburt an der Althofstraße unter der musikalischen Leitung von Werner Schepp (Foto) über die Bühne.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Musikfreunde, die mit ihren 15 Euro für die Konzertkarte nicht nur Gutes hören, sondern auch Gutes tun können, erwartet ein klangvolles Programm mit weihnachtlicher Chormusik aus England und Chormusik von Johann Sebastian Bach. Musikalisch mit von der Partie sind ein Projekt- und der Jugendchor der Pfarrgemeinde St. Mariae Himmelfahrt, deren Kantor Werner Schepp uns sein Kollege Jens Christian Vogel aus St. Mariae Geburt sowie die Folkwangstudierenden Jens Hilger (Klavier) und Juliane Uthmann (Harfe).&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Zahl der Konzertbesucher sieht Caritas-Vorstand Horn auch "als ein Barometer für die Wertschätzung für die Sozialarbeit der Caritas." Bei den sechs vorangegangenen Benefizkonzerten war die Marienkirche auf dem historischen Kirchenhügel stets gut besucht. Obwohl die Caritas-Stiftung in diesem Jahr erstmals Erträge ausschütten wird, braucht man angesichts des aktuellen Zinsniveaus keine große Phantasie zu entwickeln, um sich vorzustellen, dass mit dem gegenwärtigen Stammkapital noch keine großen Sprünge zu machen sind. Deshalb gilt bei der Caritas-Stiftung derzeit weiter das Prinzip Hoffnung, Hoffnung auf steuerlich begünstigte Spenden, Zustiftungen oder auch projektbezogene Zuwendungen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die ersten Erträge der Stiftung möchte ihr Vorstand Horn dem Industriecafe im Caritas-Zentrum an der Hingbergstraße zukommen lassen. Hier finden psychisch erkrankte Menschen ein tagesstrukturierendes Beschäftigungsangebot. Kommen sich Horn und seine Mitstreiter um Caritas-Direktorin Regine Arntz und Stadtdechant Michael Janßen nicht manchmal wie König Sisyphos vor, wenn sie mit ansehen, wie die Anforderungen an den katholischen Sozialverband steigen, weil die Armut zunimmt, aber die zur Verfügung stehenden Kirchensteuermittel abnehmen? &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Horn beantwortet diese Frage immer wieder gerne mit seinem Lebensmotto: "Nicht das Anfangen wird belohnt, sondern das Durchhalten!" Und deshalb bleibt er auch davon überzeugt, "dass die Kirche stiften gehen muss." &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Weitere Informationen&lt;/strong&gt; zur Caritas-Stiftung bekommt man bei Hans Theo Horn unter der Rufnummer: 0208/481545, per E-Mail an: hans-theo@horn-mh.de oder im Internet unter: &lt;a href="http://www.caritas-muelheim.de/"&gt;www.caritas-muelheim.de&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 28. Januar 2011 im Ruhrwort: Weitere Informationen über die katholischen Wochenzeitung des Ruhrbistums finden Sie unter: &lt;/em&gt;&lt;a href="http://www.ruhrwort.de/"&gt;&lt;em&gt;www.ruhrwort.de&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-1919168813711438549?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/1919168813711438549/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/01/weil-die-helfer-hilfe-brauchen-oder-wie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/1919168813711438549'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/1919168813711438549'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/01/weil-die-helfer-hilfe-brauchen-oder-wie.html' title='Weil die Helfer Hilfe brauchen oder wie nicht nur ein Benefizkonzert der Caritas-Stiftung helfen kann'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TURQS6CI-LI/AAAAAAAAAgU/FHDxh_ofcCE/s72-c/wernerschepp.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-153047399310228066</id><published>2011-01-28T23:03:00.000+01:00</published><updated>2011-01-28T23:21:30.615+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziales'/><title type='text'>Ein Gespräch über die Lust und die Last des Neuanfangs mit dem arbeitssuchenden Wojciech Brzeska</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TUNAkjvHy7I/AAAAAAAAAgM/WmLFuN2yrdo/s1600/P1010804.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 200px; FLOAT: left; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567364561172417458" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TUNAkjvHy7I/AAAAAAAAAgM/WmLFuN2yrdo/s200/P1010804.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben." So hat es der Dichter Hermann Hesse in seinem "Stufen"-Gedicht geschrieben. Doch wie steht es um den Zauber des Neuanfangs, wenn man sich, wie Wojciech Breszka wenn man sich eine neue Arbeitsstelle suchen muss, weil man seinen Arbeitsplatz verloren hat. Für die NRZ sprach ich mit Brzeska über die Lust und Last des Neuanfangens in schwerer Zeit.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie haben Sie den Wechsel ins neue Jahr erlebt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Der Verlust des Arbeitsplatzes ist schon ein einschneidendes Erlebnis, vor allem wenn man diese Erfahrung gleich zweimal in kurzer Zeit machen muss und das unverschuldet und aus rein betriebsbedingten Gründen. Was mir den Abschied von meiner Arbeitsstelle etwas erträglicher gemacht hat, waren die sehr herzlichen Solidaritätsbekundungen meiner Arbeitskollegen, die mir gezeigt haben, das es nicht an mir lag und das meine Arbeit sehr geschätzt wurde. Es tut gut, wenn man in so einer schwierigen Umbruchsituation merkt, dass Menschen an einen denken und mitfühlen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Ist es schwer, sich nach so einem Rückschlag für einen Neuanfang zu motivieren?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ich bin ein gläubiger Christ. Und das macht mich auch in dieser Situation gelassen, weil ich weiß, dass auch mein beruflicher Lebensweg durch Gott vorbestimmt ist und ich auch jetzt nicht ins Leere fallen werde. Denn ich weiß einen starken Verbündeten an meiner Seite und kann meine Sorgen so auch an eine höhere Instanz weitergeben.&lt;br /&gt;Sie erleben das Wechselbad zwischen Arbeitsplatzverlust und Arbeitsplatzsuche nicht zum ersten Mal. Gibt Ihnen das so etwas wie Routine?&lt;br /&gt;Ich bin heute etwas ruhiger als beim ersten Mal. Aber von Routine würde ich nicht sprechen. Denn dafür sind Arbeitsplatzverlust und Arbeitssuche eine zu ernste Angelegenheit. Aber ich werde schon durch die Erfahrung gestärkt, dass es schon einmal in meinem Leben mit dem beruflichen Neuanfang geklappt hat. Und ich bin zuversichtlich, dass es diesmal auch wieder gut ausgeht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie in Ihrer Situation für das neue Jahr so etwas wie gute Vorsätze?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ich war damals nicht passiv. Und ich werde es jetzt auch nicht sein. Mein erster Vorsatz ist es, alles daran zu setzen eine Folgestelle zu bekommen, damit meine Arbeitssuche nicht zu lang wird und ich bald wieder mit beiden Beinen im Berufsleben stehen. Außerdem möchte ich die Kontakte zu meinen ehemaligen Kollegen aufrechterhalten oder wieder auffrischen. Darüber hinaus möchte ich 2011 wieder mehr Sport machen und so etwas für meine Gesundheit tun. Ich denke da zum Beispiel ans Schwimmen und ans Fahrradfahren. Denn ich bin als Schreibtischtäter in den letzten Jahre sehr unsportlich geworden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Im richtigen Leben muss man sich auch abstrampeln, um voranzukommen. Was gibt Ihnen neben Ihrem Glauben die Kraft dazu?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ich bin ein optimistischer Mensch. Hinzu kommt meine Familie, die mir Kraft gibt und mir immer wieder zeigt, dass sie sich mit meiner Situation auseinandersetzt und mir vor Augen führt, dass es nicht an mir gelegen hat, dass ich jetzt wieder meinen Arbeitsplatz verloren habe.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Sie haben aber als Familienvater auch eine materielle Verantwortung. Setzt Sie das bei der Arbeitssuche unter Druck?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ich empfinde diese Verantwortung als einen gewissen Druck, aber auch als eine Motivation beim beruflichen Neubeginn und habe die Zuversicht, dass mir meine 14-jährige Berufserfahrung helfen wird rasch einen neuen Arbeitsplatz zu finden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Könnten Sie sich vorstellen, auch ganz neu in einem neuen Beruf anzufangen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Warum nicht, wenn der neue Beruf meinen Vorstellungen und Werten entspräche. Ich musste mich schließlich auch in meinem bisherigen Arbeitsleben immer wieder in neue Bereiche einarbeiten. Ich sehe den Neuanfang auch als Chance.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Empfinden Sie ihre unfreiwillige Freizeit als Arbeitssuchender als Last?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Man muss die Tage bewusst strukturieren und darf die Dinge nicht auf die lange Bank schieben. Man darf nicht auf Arbeitsangebote warten, sondern muss selbst aktiv nach ihnen suchen und auf sie zugehen. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass meine Zeit als Arbeitssuchender langsamer vergeht. Es macht manchmal auch Spaß, mehr Zeit für Dinge zu haben, die man im Haus erledigen muss und für die man während der Berufstätigkeit keine Zeit hatte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Sie haben mit Ihrer Übersiedelung von Polen nach Deutschland schon einmal neu angefangen. Hilft Ihnen diese Erfahrung bei ihrem jetzigen Neuanfang?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das war damals eine ganz andere Situation, weil es eine freiwillige und bewusst getroffenen Entscheidung war. Das war für meine Frau und mich kein Abenteuer und kein Sprung ins kalte Wasser.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Zur Person:&lt;/strong&gt; Wojciech Brzeska wurde 1965 im polnischen Sosnowiec geboren und studierte nach dem Abitur in Krakau und Kattowitz Germanistik. 1988 entschloss er sich zusammen mit seiner Frau nach Westdeutschland zu übersiedeln. 1995 schloss er an der Universität Essen ein Magister-Studium der Fächer Germanistik und Theologie ab. Anschließend absolvierte er an der TÜV-Akademie des Rheinlandes in Düsseldorf eine Zusatzausbildung als PR-Journalist und war von 1996 bis 2006 für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der katholischen Stadtkirche und der Caritas zuständig. Nach der Auflösung der katholischen Presseabteilung wechselte er 2007 zur Mülheimer Sozialholding, die die städtischen Altenheime betreibt. Hier war er bis Ende 2010 als PR-Referent und als Assistent der Geschäftsführung tätig. Brzeska ist Vater einer 15-jährigen Tochter. &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Dieser Text erschien am 19. Januar 2011 in der NRZ&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/862951802786939845-153047399310228066?l=redaktion-muelheim.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/feeds/153047399310228066/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/01/ein-gesprach-uber-die-lust-und-die-last.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/153047399310228066'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/862951802786939845/posts/default/153047399310228066'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://redaktion-muelheim.blogspot.com/2011/01/ein-gesprach-uber-die-lust-und-die-last.html' title='Ein Gespräch über die Lust und die Last des Neuanfangs mit dem arbeitssuchenden Wojciech Brzeska'/><author><name>Redaktion-Emons</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12178661933860327740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/Slo_oMLkIvI/AAAAAAAAAAM/A1wAUW_G1Cw/S220/snb10532.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TUNAkjvHy7I/AAAAAAAAAgM/WmLFuN2yrdo/s72-c/P1010804.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-862951802786939845.post-5584137374574269277</id><published>2011-01-27T10:04:00.000+01:00</published><updated>2011-01-28T10:08:23.070+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><title type='text'>Das ARTelier Rudziok bietet mit einer neuen Kriminalkomödie wieder großen Spaß auf kleiner Bühne</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TUKGnYpPYvI/AAAAAAAAAgE/xOHS_tKmJYE/s1600/rudziok.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 150px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5567160100571800306" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_Z6rv-U_0zg8/TUKGnYpPYvI/AAAAAAAAAgE/xOHS_tKmJYE/s200/rudziok.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Mann lässt einen Kollegen umbringen, zumindest auf dem Papier oder besser gesagt auf der Bühne. Und das ist mit Verlaub gesagt: zum Totlachen. Die Rede ist vom Autor und Maler Armin Rudziok, der nicht von, sondern für seine Kunst lebt. Der Mann verdient seinen Lebensunterhalt als Finanzbeamter und lässt in seiner ersten Kriminalkomödie "Tod eines Finanzbeamten" ausgerechnet einen Kollegen das Zeitliche segnen."Das nehme ich mir heraus. Denn ich bin ja selbst einer", scherzt Rudziok. Er fügt aber milde hinzu: "Das Mordopfer hätte auch aus jeder anderen Berufsgruppe stammen können."Kurzweilige KomödieRudziok, der aus seinem Brotberuf weiß, "dass in jeder Steuererklärung eine Lebensgeschichte steckt", hat eine kurzweilige Komödie mit vielen schrägen Charakteren und noch mehr Wortwitz geschrieben, die im ARTelier Rudziok am Heelweg 10 in Winkhausen über die Bühne gehen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unweit der Nordstraße betreibt Rudziok zusammen mit seiner Frau Martina ein kleines Zimmertheater, in dem er bereits mit mehreren szenischen Lesungen der eher düsteren und makaberen Art zu sehen war. Das komische Fach ist für ihn Neuland. Doch das hat er, wie die Generalprobe seines Stückes zeigte, mit Erfolg betreten. Seine Frau Martina, die selbst bereits einige Komödien über "die lieben Nachbarn" oder die "besten Freundinnen" für das ARTelier geschrieben hat, führt diesmal Regie und verkörpert die gar nicht so lustige, aber gerade deshalb urkomische Witwe Frau Dr. von den Gnaden. Soviel sei schon mal verraten. Die am Standesamt promovierte Frau, die Wert auf ihren Titel legt, ist dringend tatverdächtig. Denn sie hat bei ihrer Steuererklärung ein kleines Sparbuch mit zwei Millionen Euro vergessen und deshalb ein Problem mit dem Mordopfer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Das ist ein echter Erbsenzähler, der nur seine Akten, aber nicht die Menschen sieht. So einen Kollegen wünscht sich kein Finanzbeamter", charakterisiert Rudziok seinen fiktiven Kollegen vom Finanzamt Mülheim-Außenstadt, den er natürlich selbst spielen wird, ebenso wie den Schrotthändler Alfons Mocke, der der flotten Wirtin Jacqueline Konstanze Koslowski (gespielt von Dana Brüning) vom Café Skurril gerne seinen Schrottplatz zu Füßen legen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mocke, dem eine Betriebsprüfung ins Haus steht, hat ebenso ein Tatmotiv, wie die Caféhausbesitzerin. Denn der sonst so pflichtbewusste Finanzbeamte war zwar täglich bei ihr Gast, hat aber immer nur anschreiben lassen. Oder geht der Beamtenmord am Ende doch auf das Konto der mannstollen Friseurin Uschi Liebhardt, wirklich knuffig verkörpert von Anica Isermann, die den Mann vom Finanzamt gar nicht so toll findet, weil er ihrer beruflichen Selbstständigkeit immer wieder bürokratische Steine in den Weg legt.Man darf gespannt sein und bis zum Schluss mitraten und mitlachen.Apropos Lachen. Haben die Kollegen eigentlich auch gelacht, als sie von Armin Rudzioks kriminell-komischen Theaterambitionen hörten. "Ja, haben sie. Und einige haben sich sogar schon für eine Aufführung angemeldet", bestätigt der Autor.Und damit tritt er den Beweis an, dass auch Finanzbeamte durchaus Spaß verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Anmeldung (aus 
